Abgaswerte für Diesel-Fahrzeuge: Welche Grenzwerte gelten?

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Gesetzlich vorgeschriebene Abgaswerte für Diesel müssen eingehalten werden.

Gesetzlich vorgeschriebene Abgaswerte für Diesel müssen eingehalten werden.

Änderung der Abgaswerte für Diesel: Euro-6-Norm

Durch die europäischen Abgasnormen – wie beispielsweise die Euro-Norm – werden Fahrzeuge unterschiedlichen Schadstoffklassen zugeordnet, denen bestimmte Emissionsschlüsselnummern zugewiesen werden.

Die beschriebene Unterteilung dient u.a. als Grundlage zur Berechnung der Kfz-Steuer bei Diesel-Fahrzeugen. Ferner basiert auch die Vergabe der sogenannten Umweltplaketten auf der Einteilung in unterschiedliche Schadstoffgruppen. Die Abgaswerte vom jeweiligen Diesel-Motor werden genauso berücksichtigt wie der Kraftfahrzeugtyp selbst.

Seit September 2015 gilt für die Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen eine veränderte Abgasnorm: Die Emissionsnorm Euro 6. Dabei handelt es sich um eine Verordnung der europäischen Union.

Im Zuge der neuen Regelung wurden vorwiegend niedrigere Maximalwerte für Partikel- und Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen festgelegt. Hintergrund waren Tests, die ergeben haben, dass die Abgaswerte vieler Diesel-Autos zu hoch sind.

Seit Inkrafttreten der Euro-6-Norm dürfen mit Diesel betriebene Fahrzeuge

  • nur noch 80 mg Stickoxide pro gefahrenen Kilometer ausstoßen.
  • Bis September 2015 gewährten die Grenzwerte noch einen Ausstoß von 180 mg Stickoxiden pro gefahrenem Kilometer.
  • Sämtliche Motorräder, Pkw, LKW oder auch Busse, die in Deutschland käuflich zu erwerben sind, müssen seit 01.01.2015 die veränderten Grenzwerte der Euro-6-Norm erfüllen.
  • Andernfalls droht für Dieselfahrzeuge ein Verbot. In Stuttgart ist die Frist schon gesetzt: Ab Januar 2019 gilt die Sperre.
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Diesel-Abgaswerte im Vergleich: Welche Autos und Hersteller sind betroffen?

Abgaswerte von Diesel-Autos diverser deutscher und ausländischer Hersteller haben immer wieder für Diskussionen gesorgt. Hintergrund ist die Verwendung von vorsätzlich bearbeiteter Software.

Auch BMW-Diesel-Abgaswerte sollen manipuliert gewesen sein. Im Februar 2017 räumte der Auto-Hersteller BMW selbst gegenüber dem Kraftfahrzeug-Bundesamt (KBA) ein, Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen durch den Einbau optimierter Software verfälscht zu haben. Software-Updates für betroffene Autos wurden im Juni 2018 angekündigt

Zu hohe Diesel-Abgaswerte wurden europaweit und in den USA bei verschiedenen Autokonzernen festgestellt.

Zu hohe Diesel-Abgaswerte wurden europaweit und in den USA bei verschiedenen Autokonzernen festgestellt.

ICCT, das Institut welches den VW-Abgas-Skandal ins Rollen gebracht hatte, führte Tests mit insgesamt 32 weiteren Dieselfahrzeugen von 10 unterschiedlichen Herstellern durch. Auch dem Auto-Konzern Volvo wurden bei Diesel-Fahrzeugen Abgaswerte in zu hohen Bereichen nachgewiesen.

Das überprüfte Volvo-Modell (ein Volvo S60 D4) emittierte im Test 15 mal mehr Stickoxide als es laut Gesetz zulässig wäre, denn der ermittelte Wert lag laut ICCT bei 1167 mg Stickoxiden pro zurückgelegtem Kilometer.

Neben den deutschen Konzernen VW und BMW sowie dem schwedischen Auto-Hersteller Volvo wurden auch den französischen Automachern von Renault zu hohe Abgaswerte bei mit Diesel betriebenen Modellen nachgewiesen.

Das Dieselgate umfasst also auch ausländische Diesel-Fahrzeuge. Das SUV-Modell Renault Kadjar überstieg laut KBA die aktuell geltenden Stickstoffdioxidgrenzwerte um ein 14-faches.

Die französische Tageszeitung „Libération“ äußerte sich zu den Misständen wie folgt:

Renault hat die Verbraucher getäuscht – besonders während der Zulassungskontrollen im Hinblick auf den Schadstoffausstoß. Das Unternehmen verfolgte eine Strategie, die das Ziel hatte, die Ergebnisse der Schadstoff-Kontrollen zu verfälschen.

Ihre Vorwürfe sützte die Zeitungsredaktion auf ein 39-seitiges Protokoll der französischen Ermittlungsbehörde DGCCRF, auf dem das angeführte Zitat basiert. Neben erhöhten Stickstoffdioxid-Werten wurden auch ein zu hoher Kohlenstoffmonoxid-Ausstoß im Test aufgedeckt.

Abgaswerte bei Diesel-Autos in den USA

Grundsätzliche Fragen nach der Abgas-Regulierung wurden nicht nur dies- sondern auch jenseits des Atlantiks aufgeworfen. In der Diskussion steht beispielsweise wie es sein kann, dass dem Autohersteller Volkswagen hinsichtlich der Diesel-Abgaswerte in den USA zum Teil striktere Auflagen zum Verhängnis wurden als in Europa? Und das obwohl in Amerika das Thema Umweltschutz nicht unbedingt groß geschrieben wird.

Hinter abweichenden Emmissionsregeln vermuten Experten die Industriepolitik. Da in den USA Benziner gegenüber Dieseln dominierend seien, werde auf die für den europäischen Markt wichtigen Abgaswerte bei Diesel-Kraftstoff weniger Rücksicht genommen.
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