Urteile im Abgasskandal – Welche sind für Autobesitzer von Bedeutung?

+++ VW Abgasskandal: Ihr Auto ist betroffen? Und Sie wollen jetzt entschädigt werden? +++
Der spezialisierte Service von vw-verhandlung.de setzt für Sie ohne Kostenrisiko und bequem Ihre Ansprüche gegenüber VW und den Marken Audi, Seat und Skoda durch.
Mehr Informationen →

Kunden können momentan nur alleine vor Gericht gegen Volkswagen & Co vorgehen

Zu viel Stickoxid im Abgas: Nach dem Skandal sind bereits Urteile zugunsten der Verbraucher gefällt worden.

Zu viel Stickoxid im Abgas: Nach dem Skandal sind bereits Urteile zugunsten der Verbraucher gefällt worden.

Als die ersten Informationen zum Abgasskandal ans Licht kamen, ging es zunächst nur um Diesel-Fahrzeuge von Volkswagen. Nach und nach stellte sich heraus, dass auch Modelle der VW-Tochterfirmen Audi, Seat und Škoda betroffen sind. Mittlerweile sind zudem Unregelmäßigkeiten bei Porsche aufgedeckt worden, auch bei BMW verdichten sich die Beweise.

Während Volkswagen-Kunden in den USA bereits entschädigt wurden, schauen die betroffenen Autobesitzer in Deutschland immer noch in die Röhre. Sammelklagen nach US-amerikanischem Vorbild sind in Deutschland nicht möglich, deshalb gibt es keine allgemeingültigen Urteile im Abgasskandal, auf die sich alle Betroffenen berufen können.

Weiterhin liegt es an jedem Kunden selbst, für seine Rechte einzustehen. Das kostet jedoch Zeit und Geld. Um ihre Erfolgschancen einschätzen zu können, fragen sich deshalb viele, welche Urteile im Abgasskandal bereits von Gerichten gefällt wurden. Wir geben Ihnen einen Überblick.

Zu erwartendes Urteil: Wie erfolgreich sind Klagen von Kunden?

Viele Urteile im Abgasskandal sind für die Kläger positiv.

Viele Urteile im Abgasskandal sind für die Kläger positiv.

Wie bereits eingehend erläutert wurde, muss jeder Kunde, der vom Abgasskandal betroffen ist, selbst vor Gericht gegen Volkswagen, Seat, Daimler & Co vorgehen. Doch welche Urteile sind im Abgasskandal bereits gefällt worden?

Eine gute Übersicht liefert der ADAC. Dem Automobilclub lagen Mitte Juli 2018 Informationen über 953 Verfahren vor Gericht vor. Davon wurden 690 zugunsten des Kunden gefällt, wobei 309 dieser Klagen gegen einen Händler und 381 gegen den jeweiligen Hersteller gerichtet waren.

Bei einer geringeren Anzahl von 263 Verfahren wurde jedoch dem Händler bzw. Hersteller Recht gegeben. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele der Urteile im Abgasskandal noch nicht rechtskräftig sind – unter anderem, weil Volkswagen & Co zumeist Berufung einlegen, wenn gegen sie entschieden wurde.

Ein für den Abgasskandal besonders wichtiges Urteil wurde am 27.03.2018 vom Oberlandesgericht Köln gefällt (Az.: 18 U134/17). Laut diesem gilt, dass Kunden auch dann vom Kauf zurücktreten können, wenn das Software-Update, welches die Schummelsoftware entfernt, schon durchgeführt wurde. Des Weiteren hat es festgelegt, dass der Nutzungsersatz, der bei der Rückabwicklung vom Hersteller gefordert wird, neu berechnet werden muss. Das bedeutet, dass Betroffene, die ihren Wagen zurückgeben, für die bereits gefahrenen Kilometer weniger Geld als Ersatz an den Hersteller zahlen müssen.

+++ VW Abgasskandal: Ihr Auto ist betroffen? Und Sie wollen jetzt entschädigt werden? +++
Der spezialisierte Service von vw-verhandlung.de setzt für Sie ohne Kostenrisiko und bequem Ihre Ansprüche gegenüber VW und den Marken Audi, Seat und Skoda durch.
Mehr Informationen →
Wie bereits erwähnt, gibt es in Deutschland keine Sammelklagen wie in den USA. Es existiert jedoch eine andere Möglichkeit, wie sich die Betroffenen mit anderen zusammenschließen und für ihr Recht einstehen können. Hierbei handelt es sich um spezielle Vereine oder Stiftungen. Schließen sich Personen diesen an, treten sie ihre Rechte an ebendiese ab. Die Stiftung geht dann vor Gericht gegen Volkswagen, Audi & Co vor und fordern im Namen der Mitglieder Schadensersatz. Entsprechende Urteile in puncto Abgasskandal wurden jedoch noch nicht gefällt.

Wie verhält es sich mit Klagen von Anlegern?

Auch Anleger gehen mit Klagen vor Gericht gegen Volkswagen, Seat & Co vor. Sie möchten Ansprüche durchsetzen, da sie beim Absturz der Aktien der Autobauer viel Geld verloren haben. Sie bemängeln, dass sie nicht früh genug über den Skandal informiert wurden und damit keine Zeit mehr hatten, die Aktien vor dem Einbruch loszuwerden.

Auch hier gibt es keine Sammelklage nach US-amerikanischem Vorbild, jedoch lassen deutsche Gerichte sogenannte Musterklagen zu. Anleger können sich einer solchen Klage anschließen. In einem Musterverfahren wird der Fall dann für einen Betroffenen geklärt. Für die anderen gilt das Urteil asnschließend auch.

Es liegen jedoch noch keine abschließenden Urteile im Abgasskandal vor, da die Verfahren sehr umfangreich sind und entsprechend viel Zeit in Anspruch nehmen. Bisher wurde lediglich in einigen Fällen entschieden, dass es tatsächlich zu einem Musterverfahren kommt (u.a. OLG Braunschweig, Beschluss vom 08.03.20187, Az.: 3 Kap 1/16).
+++ VW Abgasskandal: Ihr Auto ist betroffen? Und Sie wollen jetzt entschädigt werden? +++
Der spezialisierte Service von vw-verhandlung.de setzt für Sie ohne Kostenrisiko und bequem Ihre Ansprüche gegenüber VW und den Marken Audi, Seat und Skoda durch.
Mehr Informationen →

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (59 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...

Verfasse einen neuen Kommentar

+++ VW Abgasskandal: Ihr Auto ist betroffen? Und Sie wollen jetzt entschädigt werden? +++
Der spezialisierte Service von vw-verhandlung.de setzt für Sie ohne Kostenrisiko und bequem Ihre Ansprüche gegenüber VW und den Marken Audi, Seat und Skoda durch.
Mehr Informationen →

Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter 2018 des VFBV e.V. zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.