Motor EA 189: Vom vermeintlichen Wunderkind zum schwarzen Schaf von VW

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Rückschlag in der Geschichte der VW-Diesel: Der Motor EA 189 löst den Abgasskandal aus

VW, Skoda, Audi: Den EA-189-Motor haben viele Marken der Volkswagen AG in Kfz verbaut.

VW, Skoda, Audi: Den EA-189-Motor haben viele Marken der Volkswagen AG in Kfz verbaut.

Das Abgas-Übel hat einen Namen: EA 189. Die fünf unscheinbaren Zeichen stehen für einen weltweiten Skandal, politische Verstrickungen und eine der größten Rückrufaktion des Autogiganten Volkswagen. Der Terminus „EA 189“ (Konzerninterne Abkürzung für „Entwicklungsauftrag“) bezeichnet jenen Dieselmotor von VW, welcher mit Schummelsoftware ausgestattet ist und somit zum Abgasskandal führte.

Über fünf Millionen Fahrzeuge bestückte Volkswagen mit dem manipulierten Motor. Doch verbaute auch der Hersteller Seat den Motor EA 189? Audi, Skoda und Porsche als Marken der Volkswagen AG ebenfalls?

Sie erfahren in folgendem Ratgeber alle Details zum VW-Motor EA 189: Wo er verbaut wurde, weshalb er mit einer Schummelsoftware ausgestattet wurde und welche Konsequenzen dies für die Besitzer betroffener Fahrzeuge nach sich zieht.

Übersicht: Den VW-Motor EA 189 nutzen diese Modelle

Folgende Tabelle zeigt auf, in welchen Autos der Motor EA 189 verbaut wurde – selbstverständlich sind jeweils nur jene Modelle betroffen, welche mit Diesel und nicht mit Benzin angetrieben werden:

ModellBaujahr
Volkswagen
Beetle II2015
Golf VI2008 – 2014
Golf Plus 1.6 TDI2013
Passat B7 1.6 TDI2009 – 2014
Passat B7 2.0 TDI2011
Polo V 1.2 TDI2014
Polo V 1.6 TDI2009 – 2014
Tiguan2009 – 2014
Sharan I und II2008 – 2015
Jetta V und VI2008 – 2014
Scirocco III2008 – 2014
Caddy III und IV2010 – 2015
Amarok2010 – 2012
Audi
A12010 – 2014
A32009 – 2014
A4 2.0 TDI 2009 – 2014
A5 2.0 TDI2009 – 2014
A6 2.0 TDI2009 – 2014
A7 – 3.0 – 6 Zylinder2015 – 2016
A8 – 3.0 – 6 Zylinder2015 – 2016
Q3 2.0 TDI2011 – 2014
Q52009 – 2014
Q5 – 3.0 – 6 Zylinder2015 – 2016
Q7 – 3.0 – 6 Zylinder2015 – 2016
TT2008 – 2014
Skoda
Fabia II2009 – 2014
Roomster2010 – 2015
Octavia II2009 – 2013
Rapid2012 – 2015
Superb II2008 – 2013
Yeti2009 – 2015
Seat
Alhambra2008 – 2015
Altea – 1.6 und 2.02009 – 2015
Exeo2008 – 2013
Leon II – 1.6 und 2.02010 – 2012
Toledo IV – 1.62012 – 2015
Porsche
Cayenne – 3.0 – 6 Zylinder2014 – 2016
Schätzungen zufolge sind bis zu neun Millionen Autos vom VW-Skandal betroffen. Der Löwenanteil diese Fahrzeuge – rund fünf Millionen – gehört der Marke Volkswagen an. Der Motor EA 189 wurde ebenfalls in über zwei Millionen Audis und einer Million Skodas verbaut. Hinzu gesellen sich 700.000 Autos des Herstellers Seat.
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Diese Optionen stehen Besitzern der Kfz mit dem VW-Motortyp EA 189 offen

Schreckgespenst EA 189: Tiguan, Touran, Sharan & Co. aus den Jahren 2009 – 2014 haben ihn verbaut.

Schreckgespenst EA 189: Tiguan, Touran, Sharan & Co. aus den Jahren 2009 – 2014 haben ihn verbaut.

Finden Sie Ihr Diesel-Kfz in obiger Auflistung wieder? Folgende Ansprüche können Sie grundsätzlich gegenüber VW bzw. Ihrem Händler geltend machen:

  1. Nachbesserung: Diese erfüllt der Konzern in der Regel mittels Software-Update. Bei einigen Modelle ist eine umfangreichere Umrüstung des Fahrzeugs notwendig.
  2. Rücktritt vom Kaufvertrag: Diese Option kommt nur dann zu tragen, wenn die Nacherfüllung durch den Hersteller nicht innerhalb einer angemessenen Frist erfolgt.
  3. Minderung des Kaufpreises: Diese Möglichkeit besteht alternativ zum Rücktritt. Sie greift erst, wenn die erste Maßnahme nicht rechtzeitig ausgeführt wird.
  4. Schadensersatz: Dies ist nur dann möglich, wenn nach der Nachbesserung weiterhin ein Schaden bestehen bleibt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn Ihr Autos aufgrund eines EA-189-Motors in eine schlechtere Steuerklasse rutscht.
Es empfiehlt sich in jedem Fall, einen versierten Anwalt zur Hilfe zu nehmen. Führen Sie eine unüberlegte Handlung durch, kann es nämlich sein, dass Sie weitere Ansprüche gegenüber VW verwirken.

Ein Update für die Technik: Dank Software-Aktualisierung sauber werden?

Nach Enthüllung des Abgasskandals entwickelte der VW-Konzern ein Software-Update, welches dafür sorgen soll, dass alle Motoren vom Typ EA 189 permanent im Prüfstand-Modus laufen. Bei den allermeisten betroffenen Fahrzeugen soll allein die Aktualisierung den gewünschten Effekt hervorbringen.

Autos mit dem Motor EA 189 1.6 erhalten zusätzlich einen Luftmassenmesser. Bis Herbst 2017 sollen laut Konzern-Angaben alle betroffenen VW-Fahrzeuge in Deutschland umgerüstet worden sein.

Das Software-Update für den Motor EA 189 wird jedoch von einigen Experten kritisch gesehen: Berichten zufolge führt es mitunter zu einem höheren Verbrauch, einer geringeren Leistung und erhöhtem Rußpartikelausstoß. Letzteres kann unter Umständen zu Problemen bezüglich der Umweltplakette führen. EA 189 kann also auch nach der Einspielung des Updates für Autobesitzer Ärger verursachen.

Unabhängig davon, ob das Update sinnvoll ist oder nicht: Betroffenen Autobesitzern läuft die Zeit davon. Das Kraftfahrt-Bundesamt droht damit, Autos mit dem EA-189-Motor stillzulegen, wenn die Software-Erneuerung nicht aufgespielt wird. Damit Sie Ihre Ansprüche gegen VW nicht verlieren, sollten Sie auch diesen Schritt mithilfe eines Anwalts vornehmen.

Ein bisschen Geschichte: Deshalb wurde beim VW-Dieselmotor Typ EA 189 geschummelt

Motoren vom Typ EA 189 sind in Diesel-Kfz zwischen 2009 und 2016 eingebaut worden.

Motoren vom Typ EA 189 sind in Diesel-Kfz zwischen 2009 und 2016 eingebaut worden.

Wir schreiben das Jahr 2007. Hybridfahrzeuge aus fernen Ländern gewinnen die Herzen und die Kaufkraft von Politikern und Promis. Ökobewusstsein und Förderungen verhelfen den teils mit Benzin, teils elektrisch angetriebenen Kfz zu erheblichem Aufschwung.

Um in dieser Situation nicht den Anschluss zu verpassen, stellte sich der Wolfsburger Konzern ein überaus ambitioniertes Ziel: Ein neuer Dieselmotor sollte her – verbrauchsärmer und preiswerter als ein Hybridmotor, doch mindestens genauso sauber und umweltfreundlich. Diesen Vorgaben sollte der Motor EA 189 entsprechen. An Zeitdruck mangelte es nicht: Die geplante Markeinführung des Jetta BlueTDI drängte auf eine rasche Fertigstellung.

Doch die Entwickler stießen an ihre Grenzen: EA 189 wollte sich den ambitionierten Ansprüchen einfach nicht fügen. Um den Motor so schnell wie möglich auf dem Markt zu bringen, kam die Schummelsoftware zum Einsatz. Dank dieser zeigten die Fahrzeuge, in welchen ein Motor der Baureihe EA 189 verbaut ist, auf dem Prüfstand perfekte Abgaswerte. Im normalen Straßenverkehr schaltete sich der Katalysator jedoch einfach ab.

Infolgedessen produzierten die Diesel-Fahrzeuge mit dem Motor vom Typ EA 189 deutlich mehr Stickoxide als zugelassen.

Mit dem Motor EU 189 hat VW ohne Zweifel Geschichte geschrieben – wenn auch anders, als der Konzern es erwartete.
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