Mercedes-Abgas-Skandal in Deutschland - Mercedes 2018

Vorwurf gegenüber Mercedes: Diesel-Skandal erreicht Daimler AG

Abgasmanipulation: Mercedes vom Kraftfahrtbundesamt überprüft

Auch Mercedes ist vom Diesel-Skandal betroffen.

Auch Mercedes ist vom Diesel-Skandal betroffen.

Nach Volkswagen und Ford, erreicht das Dieselgate auch den Autohersteller Mercedes Benz. Im Rahmen vom Abgas-Skandal sind von Mercedes deutschlandweit etwa 238.000 Dieselfahrzeuge zurückgerufen worden. Diese sollen einem Software-Update unterzogen werden.

Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) sind unzulässige Abschalteeinrichtungen bei der Abgasreinigung betreffender Fahrzeuge vorliegend.

Die Rückrufanordnung im Mercedes-Diesel-Skandal hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erlassen.

Abgasskandal bei Mercedes: Welche Modelle sind betroffen?

Die am häufigsten gestellte Frage von betroffenen Fahrzeugbesitzern lautet: „Ist mein Mercedes vom Abgasskandal betroffen?“ Die Fragestellung ist deshalb berechtigt, da bisher nicht bei allen Modellen klar ist, ob Mercedes Diesel-Abgaswerte manipuliert hat. Die Ermittlungen diesbezüglich sind noch nicht abgeschlossen.

Laut Angaben des Verkehrsministeriums wurden bei folgenden Modellen illegale Abschalteeinrichtungen ausgemacht:

  • Vito
  • C-Klasse
  • E-Klasse
  • GLC
  • S-Klasse
  • ML-Klasse
  • G-Klasse

Die Liste zeigt, dass nicht nur Vierzylinder, sondern auch sechszylindrige Dieselmotoren von Mercedes, dem Diesel-Skandal zum Opfer gefallen sind. Der Rückruf betrifft Modellvarianten mit der Schadstoffnorm Euro 6b. Es sind jedoch bei den jeweiligen Fahrzeugmodellen nicht alle Jahrgänge betroffen. Die Liste wird unter Umständen zukünftig noch durch weitere Kfz von Mercedes ergänzt, die ebenfalls über einen manipulierten Vierzylinder-Dieselmotor verfügen. Hauptsächlich handelt es sich um Automobile, bei denen Motoren mit der Kennung OM 642, OM 651 und OM 622 verbaut wurden.

Verbraucherrechte im Diesel-Skandal: Was ist Mercedes Käufern schuldig?

Mercedes muss damit rechnen, dass Käufer wegen dem Diesel-Skandal vom Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Mercedes muss damit rechnen, dass Käufer wegen dem Diesel-Skandal vom Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Durch manipulierte Abgas-Software, besteht ein Mangel am Fahrzeug. Wer also Besitzer eines Mercedes ist, der kann laut geltenden Gesetzen Ansprüche auf Gewährleistung anmelden. Liegen Beweise vor, dass die Daimler AG wissentlich bzw. in betrügerischer Absicht gehandelt hat, haben Geschädigte ferner Anspruch auf Schadenersatz. Mercedes ist im Diesel-Skandal somit in der Pflicht, die entstandenen Schäden auszugleichen. Aber welche Umstände begründen überhaupt einen Schadenersatzanspruch? Die folgende Liste zeigt einige Beispiele:

  • Drohender Verlust der Umweltplakette aufgrund erhöhter Abgaswerte
  • Fahrverbote für betroffene Diesel-Fahrzeuge
  • Der Kaufpreis selbst kann ebenfalls den Anspruch auf Schadenersatz begründen. Grund hierfür ist, dass beim Abschluss des Kaufvertrags eine Täuschung vorgelegen hat, über die der Käufer nicht informiert wurde.

Weiterhin haben Käufer eines Mercedes wegen dem Diesel-Skandal Anspruch auf Nachbesserung. Dieser kann gegenüber dem zuständigen Autohaus oder Vertragshändler geltend gemacht werden. Sie können aber auch gänzlich vom Kaufvertrag zurücktreten, wenn der Verkäufer Ihrem Anspruch auf Nachbesserung nicht nachkommt oder die von Ihnen gesetzte Nachbesserungsfrist nicht einhält.

Urteile im VW-Abgas-Skandal haben gezeigt, dass Gerichte mittlerweile häufiger zugunsten der Verbraucher entscheiden. So gab es beispielsweise bereits Fälle, in denen Geschädigten das Recht auf ein einwandfreies Neufahrzeug zugesprochen wurde. Von Mängeln betroffene Fahrzeuge sollen hingegen beim Verkäufer zurückgegeben werden können.

Urteile im Mercedes-Diesel-Skandal

Bislang wurden zwar bereits Urteile im Zusammenhang mit dem Mercedes-Diesel-Skandal gefällt, aber diese sind noch nicht rechtskräftig. Ähnlich wie beim Konzern VW zeichnet sich jedoch bisher ab, dass Geschädigte durchaus mit einem positiven Ausgang des Abgasskandals rechnen können.

Hoffnung machen beispielsweise zwei Fälle, die vor den Landgerichten in Hanau (Landgericht Hanau, Urteil vom 07.06.2018, AZ: 9 O 76/18) und Karlsruhe [Landgericht Karlsruhe, (Versäumnis-)Urteil vom 05.06.2018, AZ: 18 O 24/18] verhandelt wurden. Es ging um einen Mercedes Vito sowie um einen Mercedes-Benz C200 d (T-Modell). Beide Verkäufer mussten die von Mängeln betroffenen Kraftfahrzeuge zurücknehmen und den vollen Kaufpreis erstatten.

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