Ford: Gründer, Automarke und Fahrzeuge

Wer war der Ford-Erfinder? – Visionär Henry Ford

Von der Marke Ford waren im Januar 2017 etwa 3,5 Millionen Pkw in Deutschland zugelassen.

Von der Marke Ford waren im Januar 2017 etwa 3,5 Millionen Pkw in Deutschland zugelassen.

Wer an Autos von Ford denkt, dem kommt nicht selten der einprägsame Slogan „Eine Idee weiter“ in den Sinn, mit dem der Konzern seit vielen Jahren seine Modelle bewirbt. Aber wo hat Ford seinen Ursprung? Und aus welchem Land kommt Ford? Dass der Autokonzern heute zu den fünf größten weltweit gehört, dafür legte Henry Ford, der Erfinder vom ersten Ford-Auto, den Grundstein. Doch wie schaffte es der Bauernsohn zum Wirtschaftstycoon aufzusteigen und was unterschied ihn von anderen Unternehmern seiner Zeit?

Geboren wurde Henry Ford im Jahr 1863 auf der elterlichen Farm im US-Staat Michigan in der Nähe von Detroit. Nach Abschluss seiner Maschinistenlehre, für die er 1879 das Elternhaus verließ und nach Detroit zog, ging er u. a. einer Beschäftigung bei der Edison Illuminating Company nach. Nicht zuletzt sein dort erlangtes Wissen, im Bereich der Elektrizitätslehre, ermöglichte es ihm 1896 sein erstes selbst angetriebenes Fahrzeug zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. Bei dem „Quadricycle“ handelte es sich um einen Motor, der auf einem aus vier Fahrrädern bestehenden Rahmen montiert war. Von Beginn an hatte er dabei die Vision, das Auto zum Massenprodukt für jedermann zu machen.

Woher kommt die Automarke Ford?

Ist Ford ein deutsches Auto? Nein, denn Im Gegensatz zu Volkswagen, Audi oder auch Opel, handelt es sich bei der Marke Ford um ein amerikanisches Produkt. Der Autokonzern Ford hat seinen Hauptsitz im US-Bundesstaat Michigan in Dearborn, der südwestlich von Detroit gelegenen Heimatstadt des Firmengründers Henry Ford. Bereits 1906, drei Jahre nach dem Verkaufsstart vom ersten Ford-Automobil, gilt das Unternehmen mit 8.729 produzierten Autos als Amerikas größter Automobilhersteller.

Der Ford-Konzern: Das Unternehmen im Wandel der Zeit

Mit der Ford Motor Company Begann die Geschichte von Ford. Im Gründungsjahr 1903 legte Henry Ford den Grundstein für das heute global agierende Unternehmen. Was Viele jedoch nicht wissen ist, dass es sich dabei bereits um den zweiten Versuch handelte, seine selbst entwickelten Autos zum Verkauf anzubieten. 1898 war ihm dies mit der Detroit Automobile Company noch nicht gelungen, denn dieser Weg führte zunächst in die Insolvenz.

Als erstes Ford-Auto ging das „Modell-A“ in die Geschichte ein. Hergestellt wurde es in gemieteten Räumlichkeiten an der Mack Avenue in Detroit. Insgesamt wurden von diesem Ford-Pkw sowie dessen Nachfolger – dem „Modell AC“ – zwischen 1903 und 1905 1.750 Exemplare hergestellt. Die dadurch erzielten Einnahmen gaben Henry die Möglichkeit, weiter an den Funktionen sowie dem Design von seinem Ford-Wagen zu tüfteln. Das genannte Auto wurde von Ford ausschließlich in roter Lackierung angeboten, allerdings wahlweise als Zwei oder Viersitzer. Der Kleinwagen leistete eine Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h.

Henry Ford hatte eine Vision: Möglichst viele Fahrzeuge, zu einem möglichst geringen Preis produzieren.

Henry Ford hatte eine Vision: Möglichst viele Fahrzeuge, zu einem möglichst geringen Preis produzieren.

Getreu nach dem Unternehmensleitsatz und gleichnamigen Werbeslogan „Eine Idee weiter“, hatte Henry schon unmittelbar nach der Gründung von Ford eine klare Vision: möglichst viele Fahrzeuge zum geringstmöglichen Preis. Der Unternehmensgründer wollte das Auto vom Luxusgegenstand zum massentauglichen Alltagsbegleiter machen, der einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein sollte.

Henry Ford merkte schnell, dass die herkömmliche Fertigungsmethode, bei der jedes Fahrzeug während der Fertigung auf dem Boden stand und von mehreren Mechanikern Stück für Stück zusammengesetzt wurde, zu viel Zeit kostete. Dem dadurch aufkommenden Problem niedriger Stückzahlen und hoher Fahrzeugpreise wollte Ford entgegenwirken. Seine Idee der Automatisierung leitete ein Umdenken in der Automobilherstellung ein. Zwei Faktoren waren hierbei Henry Fords Schlüssel zum Erfolg:

  1. hohe Stückzahl standardisierter Autoteile
  2. neue Methoden bei der Montage der Einzelteile

Wie die Zahnräder in einem Uhrwerk sollten verschiedene Arbeitsschritte exakt ineinandergreifen. Zum Teil wurde hierdurch die Produktionsgeschwindigkeit um ein Vierfaches erhöht. 1913 war Ford mit seiner Weiterentwicklung des Produktionsablaufes so weit fortgeschritten, dass er das weltweit erste motorisierte Fließband in seiner Fabrikhalle installierte. Es handelte sich bei der Konstruktion um eine bewegliche Fertigungsstraße, auf der lediglich das Gestell des Fahrzeuges zu verschiedenen Stationen befördert wurde, bis das fertige Automobil vom Band laufen konnte. Die Herausforderung bestand in der perfekten Abstimmung sämtlicher Zulieferbänder, damit alle für die Konstruktion benötigten Einzelteile zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Noch heute gilt die Einführung des Fließbandes durch Henry Ford als Beginn der industriellen Revolution.

Ford-Fahrzeuge: Entwicklung vom ersten Modell bis heute

Nachdem 1903 mit dem Modell-A das erste Automobil des amerikanischen Herstellers Ford auf den Markt gebracht wurde, folgte bereits fünf Jahre später dessen Weiterentwicklung: das Modell-T. Leicht, schnell und stabil – diese drei Eigenschaften führten den neuen Wagen der Marke Ford zu schnellem Erfolg. Der in den eigenen Hallen entwickelte und hergestellte Vanadium-Stahl sorgte für eine besondere Robustheit des Fahrzeuges, mit dem zahlreiche Rennen gewonnen und neue Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt wurden. Nach der Einführung des Fließbands sank der Preis des Modells auf 300 US-Dollar, was für eine zusätzliche Steigerung der Verkaufszahlen sorgt.

Ein anderes Modell, das Ford zum Erfolg verhalf und heute Kultstatus genießt, ist der Ford-Mustang. Die Zielgruppe war klar definiert: jung und sportlich. Bereits am 17. April 1964, dem Tag des Verkaufsstartes, wurden insgesamt 22.000 Exemplare des Sportwagens verkauft. Als Inbegriff des bezahlbaren sportlichen Flitzers füllte das Modell eine Lücke, deren Ausmaß alle Erwartungen übertraf. Zwischen zwei Varianten konnten Käufer beim Ford Mustang der ersten Generation wählen:

  • Stufenheck-Coupé
  • Cabrio

Der Ford-Mustang, benannt nach in Nordamerika vorkommenden Wildpferden, gilt als Kultauto der Marke.

Der Ford-Mustang, benannt nach in Nordamerika vorkommenden Wildpferden, gilt als Kultauto der Marke.

Die Motorenpalette umfasste in den ersten zehn Jahren Reihensechszylinder und V8-Triebwerke mit Leistungen zwischen 100 und 400 PS. Vor allem der satte Sound der V8-Motoren gilt als Markenzeichen der Mustang-Reihe, die auch durch zahlreiche Auftritte in Kinofilmen Kultstatus erlangte. Außerdem überzeugt Käufer noch heute die Bandbreite der Ausstattungs-Varianten, denn jedes Modell-Jahre verfügte über neue raffinierte Details im Design des Fahrzeuggestells und des Innenraums.

Auf dem deutschen Markt sind heute vor allem die Fahrzeuge der Kompakt- und Mittelklasse beliebt, weit mehr als die Hälfte aller zugelassenen Ford-Fahrzeuge entfallen auf diese Kategorie. Ford-Käufer wissen dabei, was sie von ihrem Auto erwarten: Einen erschwinglichen Preis, Zuverlässigkeit und eine lange Nutzungsdauer ohne ständige Wartungen. Auf dem europäischen Markt ist der Ford Focus als Konkurrenz-Modell zum VW Golf das wichtigste Modell des amerikanischen Konzerns. Seine Markteinführung fand in Europa im Herbst 1998 statt, in Nord- und Südamerika im Frühjahr 2000. Ford bietet den Focus in drei Karosserievarianten an:

  • Fünftürer
  • Kombi
  • viertürige Stufenhecklimousine

Laut Angaben des Kraftfahrtbundesamtes gab es im Jahr 2016 für den Ford-Fokus 47.990 Neuzulassungen in Deutschland.

Ford-Fabrik: Wo wird der Ford hergestellt?

Produk­tions­stand­ortMo­dell/e
Ford-­Werk in KölnFies­ta
Ford-­Werk Saar­louis im Saar­landFo­cus
C-Max
Ford-­Werk Crai­ova in Ru­mä­nienB-Max
Eco­Sport
Ford-­Werk Jela­buga in Ru­mä­nienTransit
Kuga
Explo­rer
S-Max
Gala­xy
Ford-­Werk in St. Peters­burg in Russ­landFocus
Mon­deo
Ford-­Otosan-­Werk in der Tür­keiTran­sit
Tran­sit Conn­ect
Tran­sit Cus­tom
Tur­neo Cus­tom
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