Opel: Informationen zu dem Automobilhersteller aus Deutschland

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 11. Oktober 2019

Ist Opel ein Auto für jedermann?

Autos von Opel sind seit jüngeren Image-Aufbesserungen wieder häufiger auf deutschen Straßen anzutreffen.
Autos von Opel sind seit jüngeren Image-Aufbesserungen wieder häufiger auf deutschen Straßen anzutreffen.

Einige Automarken sind einfach häufiger auf deutschen Straßen anzutreffen als andere. Nur weil eine bestimmte Marke oft zu sehen ist, heißt das aber nicht, dass sie in den Köpfen der meisten Leute besonders beliebt ist. Die gängigen Klischees kennt jeder: Mercedes-Fahrer sind arrogante, wohlhabende Umweltsünder und einen Ford fahren in erster Linie mittelalte, durchschnittliche Männer. Ob diese Klischees nun wahr sind oder nicht, bleibt fraglich. Wo positioniert sich die Marke Opel aber?

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es einmal eine Zeit, in der Opel der größte Hersteller von Automobilen in ganz Europa war. Auch nach dem Krieg war die Marke zumindest noch auf Platz 2 der Beliebtheitsskala nach VW – und damit auf Augenhöhe mit Mercedes. Das sieht heute anders aus. Obwohl die meisten Opel-Modelle in der allgemeinen Wahrnehmung lange Zeit häufig als qualitative Durchschnitts-Autos, die von jedem gefahren werden, angesehen wurden, hat sich das Image der Marke in den letzten Jahren wieder deutlich verbessert – an seine Glanzzeiten konnte Opel bisher aber nicht wieder anknüpfen.

FAQ: Opel

Woher stammt der Name „Opel“?

Ihren Namen hat die Automarke Opel von ihrem Gründer Adam Opel.

Wann wurde die Marke Opel gegründet?

Das Unternehmen Opel wurde zwar bereits im Jahr 1862 gegründet, allerdings stand die Automobilherstellung zunächst nicht im Vordergrund. Opel baute zu Beginn Nähmaschinen und Fahrräder. Wie sich das Ganze danach entwickelte, lesen Sie hier.

Wo wird die Marke Opel produziert?

Opel verfügt sowohl in Deutschland aus auch im Ausland über Produktionsstätten. Detaillierte Infos dazu finden Sie hier.

Die Anfänge von Opel

Die Gründung von Opel fällt auf das Jahr 1862 – Automobile wurden damals aber noch nicht produziert.
Die Gründung von Opel fällt auf das Jahr 1862 – Automobile wurden damals aber noch nicht produziert.

Die Opel-Firmengeschichte begann im Jahr 1862 mit der Gründung durch Adam Opel in Rüsselsheim am Main. Die Automobilherstellung war allerdings zunächst nicht der Kern dieses Unternehmens: Zu Beginn baute Opel in erster Linie Nähmaschinen, in der Folge auch Fahrräder. Obwohl die Produktion sehr erfolgreich war, wurde die Herstellung von Nähmaschinen im Jahr 1911 eingestellt, da der weltweite Bedarf bereits durch die gesamte deutsche Produktion gedeckt wurde.

Autos wurden von Opel bereits ab dem Jahr 1898 gebaut. In Folge der Beendigung der Nähmaschinenproduktion stellte Opel nur noch Pkw sowie Fahrräder her. 1902 wurde das erste Automobil des Unternehmens vorgestellt, das ohne Kooperation mit einem anderen Unternehmen entstanden war. Während des Ersten Weltkriegs wurden weiterhin Autos von Opel gebaut, hinzu kamen Lastkraftwagen. Die Motorradproduktion war indes kein dauerhafter Zweig des Unternehmens.

Im Jahr 1929 wurden 80 Prozent der Unternehmensanteile wegen der Weltwirtschaftskrise an den amerikanischen Konzern General Motors verkauft, der Opel bis 1931 vollständig übernahm. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich das Unternehmen zum größten Automobilhersteller Europas und zum zeitweise siebtgrößten weltweit.

Die Geschichte von Opel nach dem Zweiten Weltkrieg

Das einzige Jahr, in dem kein Opel das Werk verließ, war 1945. Nach Wiederaufbau der Werke, die den Krieg wenigstens zum Teil überstanden hatten, wurde die Produktion wegen der Demontage im Zuge der Reparationsleistungen weiterhin erschwert. Erneut erblühen sollte das Unternehmen erst wieder in den 1960er und 1970er Jahren finden.

Die Marke Opel hat mehrfach Geschichte geschrieben: 1937 war das Unternehmen etwa europaweit der größte Automobilhersteller.
Die Marke Opel hat mehrfach Geschichte geschrieben: 1937 war das Unternehmen etwa europaweit der größte Automobilhersteller.

Die Ölkrise, die durch den Ersten Golfkrieg vor allem von 1980 bis 1982 andauerte, traf Opel wie auch die gesamte Automobilbranche schwer. Dennoch konnte der Opel Corsa, dessen Markteinführung 1983 stattfand, sich auf dem Kleinwagenmarkt behaupten.

Die Image-Probleme, mit denen Opel in den Folgejahren zunehmend zu kämpfen hatte, gingen in erster Linie auf umfangreiche Sparmaßnahmen seit Ende der 1980er Jahre zurück, mit denen ein drastischer Qualitätsverlust einherging.

Anfang der 1990er Jahre begann die schlimmste Krise in der Geschichte des Unternehmens. Durch falsches und nicht zielführendes Management litt die Marke Opel stark. Daraus ergab sich nicht nur ein drastischer Stellenabbau, sondern auch ein Imagewandel des Unternehmens, dessen Folgen noch heute spürbar sind. Dass seit Beginn der 1970er Jahre, innerhalb von etwas mehr als 40 Jahren, 16 Vorstandsvorsitzende bei Opel tätig waren, zeigte die unbeständige Unternehmenspolitik.

Bis 2017 gehörte Opel zu General Motors, dann erfolgte die Übernahme durch die französische Groupe PSA. Zu Europas zweitgrößtem Automobilhersteller gehören unter anderem auch Peugeot und Citroën.

Produktionsstätten von Opel in Deutschland und im Ausland

Opel produzierte neben Geländewagen, Sportwagen und Lkw verschiedenste Pkw von der Kompakt- bis zur Oberklasse.
Opel produzierte neben Geländewagen, Sportwagen und Lkw verschiedenste Pkw von der Kompakt- bis zur Oberklasse.

Obwohl Opel nunmehr zur Groupe PSA gehört, befinden sich die Firmenzentrale sowie das Stammwerk bis heute im hessischen Rüsselsheim. Das ist jedoch nicht das einzige Opel-Werk. Deutsche Standorte, die heute noch existieren, sind Kaiserslautern und Eisenach, wobei in Kaiserslautern vornehmlich Motoren und Fahrzeugkomponenten gebaut werden.

Im Werk in Eisenach werden unter anderem der Opel Adam und der Opel Corsa E hergestellt, wobei letzterer auch außerhalb Deutschlands, im spanischen Saragossa, gefertigt wird. Weitere Produktionsstandorte im Ausland befinden sich im Vereinigten Königreich, in Österreich, Ungarn, Polen und Frankreich.

Weitere deutsche Werke befanden sich in Bochum und in Brandenburg an der Havel. Letzteres wurde während des Zweiten Weltkriegs durch einen Luftangriff allerdings so stark zerstört, dass es nicht wieder aufgebaut wurde. Nach Kriegsende wurde es daher demontiert. In den Werken in Bochum wurde bis Ende des Jahres 2014 produziert, bis dieser Standort aufgegeben wurde.

Opel hat weiterhin ein Testzentrum im hessischen Dudenhofen sowie ein Test- und Eventzentrum in Pferdsfeld.
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