Skoda-Diesel-Skandal - Informationen zum Dieselgate 2018

Skoda-Diesel-Skandal – Die wichtigsten Fakten auf einem Blick

Skoda im Abgasskandal: Betroffene Fahrzeuge, Rückrufaktionen, Software-Update

Der Dieselskandal hat auch Skoda eingeholt.

Der Dieselskandal hat auch Skoda eingeholt.

Jedes Jahr sterben zehntausende Menschen vorzeitig an den Auswirkungen von Stickoxiden. Diese Reizgase werden zum Beispiel von Dieselmotoren in die Luft gepumpt. Aus diesem Grund verfügen diese Motoren auch über eine Abgasreinigungsanlage, die den Schadstoffausstoß minimieren soll.

Doch seit 2015 brodelt ein Abgasskandal um manipulierte Diesel-Fahrzeuge. Bekannte Autohersteller haben manipulative Einrichtungen in ihren Dieselfahrzeugen eingebaut, um gesetzliche Abgaswerte zu umgehen.

Doch wie weit ist Skoda in diesen Diesel-Skandal verstrickt? Und welche Modelle dieser Automarke sind betroffen? Diese Fragen beantwortet der folgende Ratgeber.


Inwieweit ist Skoda vom Diesel-Skandal betroffen?

2015 wurde bekannt, dass VW illegale Abschalteinrichtungen in den Motorsteuerungen seiner Diesel-Fahrzeuge einbaute. Auf diese Weise wollte der Konzern US-amerikanische Abgasnormen umgangen werden. Der Skandal sorgte unter dem Namen „Dieselgate“ für Furore und schlug bald auch in Europa hohe Wellen.

Viele Studien legten Abweichungen zwischen tatsächlichen und Prüfstandemissionen bei Diesel-Wagen deutscher und anderer Automarken offen. Dies betraf insbesondere überhöhte Stickoxidwerte. Auch vor Skoda machte der Diesel-Skandal nicht Halt.

2015 waren weltweit circa 1,2 Millionen Fahrzeuge vom Abgasskandal betroffen. Davon waren ausschließlich Skoda-Modelle mit …

  • Dieselmotoren der Baureihe EA 189 betroffen
  • d. h. Drei- und Vierzylindermotoren
  • mit den Hubräumen 1,2 l, 1,6 l und 2,0 l
Neuwagen mit EU-6-Motoren seien laut Aussagen des Herstellers vom Diesel-Skandal bei Skoda nicht betroffen gewesen.

Ist mein Skoda vom Abgasskandal betroffen?

Ist mein Skoda vom Abgas-Skandal betroffen?

Ist mein Skoda vom Abgas-Skandal betroffen?

Die besagten EA 189-Aggregate wurden bei Skoda in folgende betroffene Fahrzeuge verbaut:

    • Fabia II (Baujahre 2009 – 2014)
    • Roomster (Baujahre 2009 – 2015)
    • Rapid (Baujahre 2011 – 2015)
    • Octavia II (Baujahre 2009 – 2013)
    • Superb II (Baujahre 2009 – 2015)
    • Auch der Skoda Yeti ist vom Abgasskandal betroffen (Baujahre 2009 – 2015).

Rückruf-Aktion bei Skoda wegen Diesel-Skandal

In der Folge startete der Autokonzern für die manipulierten Skoda-Diesel-Fahrzeuge eine Rückruf-Aktion. Betroffene Skoda-Kunden haben bereits im Frühjahr 2016 einen Brief vom Autohersteller erhalten, mit der Mitteilung, dass ihre Fahrzeuge umgerüstet werden müssten. Dieses Schreiben wurde mit den Behörden abgestimmt.

Nach Genehmigung der erforderlichen technischen Maßnahmen wurden die Skoda-Besitzer in einem zweiten Schreiben gebeten, einen Termin zur Umrüstung mit einer entsprechenden Partnerwerkstatt zu vereinbaren.

Bei den meisten Motoren war ein Software-Update erforderlich. Bei den 1,6-Liter-Motoren wurde zusätzlich ein Strömungsgleichrichter eingebaut. Sämtliche Maßnahmen waren für die vom Skoda-Diesel-Skandal betroffenen Kunden kostenlos.

Sie können über die Skoda-Website prüfen, ob Skoda-Diesel vom Abgasskandal betroffen ist.

Deutsches Urteil im Diesel-Skandal bei Skoda

Im Januar 2017 hat das Landgericht Hildesheim der Klage eines Skoda-Fahrers gegen die Volkswagen AG stattgegeben (Urteil vom 17.01.2017, Az. 3 O 139/16). Das Gericht sah eine vorsätzliche Schädigung des Klägers durch VW ebenso als gegeben an wie den Tatbestand des Betrugs.

Aus diesem Grund wurde der Autohersteller zur Zahlung von Schadensersatz wegen Manipulation an der Motorsteuerung des Dieselfahrzeugs verurteilt. Denn der manipulierte „Schummeldiesel“ stelle einen Vermögensschaden auf Seiten des Käufers dar. Dieser hatte einen wirtschaftlich nachteiligen Kaufvertrag abgeschlossen, weil er von der gesetzeswidrig eingebauten Software nichts wusste, sondern stattdessen davon ausging, ein technisches einwandfreies Fahrzeug zu erwerben, das den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

Vom Skoda-Diesel-Skandal betroffene Kunden, die ihre Rechte gegen den Autohersteller durchsetzen möchten, sollten sich umgehend um rechtliche Unterstützung bemühen. Nur so hat der Anwalt noch genügend Zeit, um eine Verjährung dieser Ansprüche zu vermeiden.

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