Maskenpflicht während der Corona-Pandemie: Wo ist der Mundschutz Pflicht?

Bußgeldkatalog: Verstoß gegen die Maskenpflicht

BundeslandBußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht
Baden-Württemberg15 - 30 € (erst ab 04.05.2020)
Bayern150 €* (bei Kindern unter 14 Jahren für die - strafmündige - Begleitperson)
Berlin50 - 500 € (ab 04.05.2020 und vorerst nur bei Verstößen in Frisörbetrieben)
Brandenburgzunächst kein Bußgeld festgelegt
Bremenzunächst kein Bußgeld festgelegt
Hamburg500 - 1.000 € (nur für Ladeninhaber, die nicht darauf achten, dass die Kunden oder Angestellte einen Mundschutz tragen)
Hessen50 € (bei wiederholtem Verstoß)
Mecklenburg-Vorpommern25 €
Niedersachsenzunächst kein Bußgeld festgelegt (Ausnahme Wolfsburg: 50 €)
NRWzunächst kein Bußgeld festgelegt** (ab 04.05.2020 soll eines drohen, die Bemessung der Höhe soll den Ordnungsämtern obliegen)
Rheinland-Pfalz10 €*** (erst ab 04.05.2020)
Saarlandzunächst kein Bußgeld festgelegt
Sachsenzunächst kein Bußgeld festgelegt
Sachsen-Anhaltzunächst kein Bußgeld festgelegt
Schleswig-Holsteinzunächst kein Bußgeld festgelegt
Thüringen50 €
* Inhaber von Geschäften müssen dafür Sorge tragen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt. Ein Verstoß hiergegen kann mit 5.000 € belegt werden.
** Ausnahmen: Aachen 35 €; Köln 150 €
*** Tragen die Angestellten eines Geschäfts keine Maske, kann gegen den Inhaber ein Bußgeld von 250 € verhängt werden.

Verstoß gegen die Maskenpflicht: Droht ein Bußgeld? Verstoßen Sie gegen eine geltende Maskenpflicht, handelt es sich in der Regel um einen geringfügigen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz. Während in Jena und Wolfsburg bereits ein Verwarngeld von 50 Euro festgelegt ist, verzichten die Regierungen der Bundesländer mit Maskenpflicht vorerst auf Regelbußen.* Hier sollen stattdessen zunächst Verwarnungen ausgesprochen werden. Außerdem können Betreiber von Geschäften und Nahverkehrsmitteln von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und Personen, die der Maskenpflicht nicht nachkommen, ein Betretungsverbot aussprechen.

* Einzige Ausnahmen bislang: In MV soll ein Verwarngeld von 25 Euro verhängt werden. In Hessen ist bei wiederholtem Maskenpflichtverstoß mit 50 Euro zu rechnen. In Bayern soll ein Bußgeld von 150 Euro drohen.

Corona-Mundschutz: Die Zahl der Neuinfektionen muss kleingehalten werden

Coronavirus: Kommt die Maskenpflicht für ganz Deutschland?
Coronavirus: Kommt die Maskenpflicht für ganz Deutschland?

Fast seit dem Anbeginn der Corona-Pandemie gibt es eine Diskussion darüber, ob ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) der Ausbreitung von COVID-19 entgegenwirken kann. Wichtig ist es, die Zahl der Neuinfektionen kleinzuhalten, um die weitere Verbreitung zu verlangsamen. Nur so kann gewährleistet werden, dass das deutsche Gesundheitssystem die Krise abfangen kann und genügend Betten sowie Plätze auf Intensivstationen zur Verfügung hat.

Im Folgenden lesen Sie, welche Maßnahmen die Bundesregierung bislang getroffen hat, wie das Robert Koch-Institut (RKI) eine freiwillige Maskenpflicht in Corona-Zeiten einschätzt und wo in Deutschland eine solche Tragepflicht bereits gilt. Außerdem stellen wir die Vor- und Nachteile einer Corona-Maskenpflicht gegenüber und klären Sie zudem darüber auf, was Sie bei einer selbstgenähten Maske beachten sollten.

FAQ: Maskenpflicht wegen Corona

Wo sind Corona-Mundschutzmasken Pflicht?

Die Bundesregierung hat sich lange gegen eine Pflicht ausgesprochen, den Mundschutz jedoch zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften “dringend” empfohlen. Mittlerweile haben sich alle Bundesländer für die Einführung einer Maskenpflicht entschieden. Einen Überblick, ab wann und wo in welchem Bundesland der Mundschutz Pflicht ist, gibt diese Tabelle.

Was bringen Mund-Nasen-Schutz-Masken?

Das RKI geht davon aus, dass Tröpfchen durch einen MNS abgefangen werden können. Das schützt zwar nicht davor, sich selbst zu infizieren, kann aber dazu beitragen, dass Sie andere nicht anstecken. Sie können schließlich auch erkrankt sein, ohne Symptome zu zeigen. Weitere Punkte, die für einen MNS sprechen, können Sie hier nachlesen.

Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht (z. B. für Kinder)?

Personen mit Behinderungen oder physischen Einschränkungen, denen das Tragen von einem Mundschutz nicht möglich oder zumutbar ist, sind von der Tragepflicht ausgenommen. Ab welchem Alter auch Kinder Masken tragen müssen, ist nicht einheitlich geregelt. Eine Übersicht zu den Vorgaben der einzelnen Bundesländer finden Sie hier.

Was kann jeder Einzelne tun, um einer Ausbreitung entgegenzuwirken?

Häufiges und gründliches Händewaschen, ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen sowie Husten und Niesen in die Armbeuge können die Ausbreitung weiter eindämmen. Auch selbstgenähte Masken tragen ihren Teil zur Eindämmung bei.

In welchen Bundesländern gilt eine allgemeine Corona-Maskenpflicht?

Hinweis: Soweit eine Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie angeordnet ist, können Personen dieser bereits mit einfachen Behelfs- oder Alltagsmasken (Mund-Nasen-Schutz) nachkommen. Mund und Nase können auch mit Schals und Tüchern abgedeckt werden. Atemschutzmasken (FFP2- und FFP3-Masken) sollten weiterhin medizinischem Personal vorbehalten bleiben. Die Bundesregierung hat das Tragen von einem Mundschutz in ÖPNV und Einzelhandel grundsätzlich bundesweit “dringend” empfohlen.

Bundes­landGilt eine allge­meine Corona-Mund­schutz­pflicht?Wo gilt die Corona-Masken­pflicht?
bundesweit04.05. - 31.08.Masken­pflicht bei Flügen mit der Lufthansa* (sowohl für Personal als auch Passa­giere)
Baden-Württembergja (seit 27.04.) 1)im ÖPNV sowie dessen Einrich­tungen, in Taxen und auch bei privat organi­sierten Fahrge­meinschaften, in Geschäften und Einkaufs­zentren sowie bei Dienst­leistungen, bei denen der Mindest­abstand nicht einge­halten werden kann (z. B. Frisör)
Bayernja (seit 27.04.)in ÖPNV inkl. Regional­verkehr sowie zum ÖPNV ge­hörigen Einrich­tungen, Taxen und Miet­wagen mit Chauf­feur (Fahrer ausge­nommen) und Geschäften, Friseur- sowie Fußpflege­betrieben und Physio­therapeuten; für Besucher in Kranken­häusern, Pflege- und ähn­lichen Einrich­tungen; in Arzt­praxen
Berlinja (seit 27.04.)im ÖPNV und in Frisör­betrie­ben; ab 29.04. auch im Einzel­handel
Brandenburgja (seit 27.04.) 2)in ÖPNV (inkl. Taxen) und Verkaufs­stellen des Einzel­handels (in geschlos­senen Räumen)
Bremenja (seit 27.04.)in ÖPNV sowie dessen Einrich­tungen. Geschäften und Einrich­tungen mit Publikums­verkehr
Hamburgja (seit 27.04.)in ÖPNV (auch für Taxi- und Miet­wagen­fahrer) und Geschäften sowie auf Wochen­märkten, während des prak­tischen Fahr­unter­richts;in Betrie­ben des Friseur­­hand­werks und Dienst­­leis­tungs­­be­triebe der Körper­­pflege, insbe­­sondere Kosme­tik­­studios, Nagel­­studios, Massa­ge­­salons, Tattoo-Studios und ähn­lichen Betrieben (Ange­stellte dürfen bei gesichts­nahen Leis­tungen keine Maske mit Atem­ventil tragen, da diese nur den Trä­ger, nicht aber den Kun­den schützt!)
Hessenja (seit 27.04.) 3)in ÖPNV, Wochenmärkten und Geschäften sowie Bank- und Post­filialen
Mecklenburg-Vorpommernja (seit 27.04.)in ÖPNV, Taxen, Geschäften und Arzt­praxen sowie Dienst­leis­tungs­betrie­ben, in denen der kör­per­liche Kon­takt uner­läss­lich ist (auch für Per­so­nal); bei Auf­ent­halt in Gast­räu­men von Gast­stät­ten (Perso­nal)
Niedersachsenja (seit 27.04.) 4)in ÖPNV, Geschäften, auf Wochen­märkten, beim Frisör und auch in Fern­zügen, die sich auf nieder­sächsichen Terri­torium befinden
Nordrhein-Westfalenja (seit 27.04.) 5)in ÖPNV inkl. dazuge­höriger Einrich­tungen, Geschäften, Einkaufs­zentren, gastrono­mischen Einrich­tungen bei der Abho­lung von Speisen und Geträn­ken, bei Hand­werks- oder Dienst­leis­tungen, bei denen der Mindest­abstand nicht einge­halten werden kann, in Arzt­praxen und ähn­lichen Einrich­tungen
Rheinland-Pflanzja (seit 27.04.)im ÖPNV und dessen Einrich­tungen, Geschäften, Wochen­märkten, Tank­stellen, Auto­häusern, Banken, Einkaufs­zentren, Außen­anlagen von Verkaufs­stellen, auch für Perso­nal in gastro­nomi­schen Einrich­tungen mit Kunden­kontakt (gilt auch für Gäste, jedoch nicht unmittel­bar am Platz); bei prak­tischen Fahr­stunden
Saarlandja (seit 27.04.)in ÖPNV und dessen Einrich­tungen und Geschäften, auf Wochen­märkten
Sachsenja (seit 20.04.)in ÖPNV und Geschäften
Sachsen-Anhaltja (seit 23.04.)in ÖPNV und Geschäften
Schleswig-Holsteinja (ab 29.04.)in ÖPNV und Geschäften
Thüringenja (seit 24.04.) 6)in ÖPNV, Banken, Sparkassen, Tankstellen und Geschäften (Weimar: auch in Restau­rants und Hotels)
*inklusive der Airlines Austrian, Swiss, Brussels Airlines und Eurowings
Ausnahmen
1) mehrere Städte:
Sulz am Neckar - seit dem 17.04. Maskenpflicht in ÖPNV, Gebäuden mit Publikumsverkehr, Geschäften und Arztpraxen (und überall dort im öffentlichen Raum, wo der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann);
Kirchheim/Teck - Maskenpflicht in ÖPNV, Geschäften und überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann;
Straubing - Mundschutz seit 23.04. Pflicht
Rosenheim - Mundschutz seit 22.04. vorgeschrieben
2) Potsdam: seit 27.04. Maskenpflicht in Geschäften und ÖPNV
3) Hanau: seit 20.04. Maskenpflicht in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), Arztpraxen, öffentlichen Einrichtungen und Geschäften
4) mehrere Städte:
Braunschweig: seit dem 25.04. ist das Bedecken von Mund und Nase in ÖPNV und Geschäften Pflicht
Osnabrück: seit 25.04. Mundschutzpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und allen städtischen Einrichtungen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (Geschäfte, Banken, Postfillialen usf.)
Wolfsburg: seit 20.04. Corona-Maskenpflicht in Geschäften, Arztpraxen sowie Krankenhäusern, Bussen, Taxen und öffentlichen Gebäuden
5) mehrere Städte:
Leverkusen: seit 27.04. Maskenpflicht überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann.
Münster: seit 27.04. Maskenpflicht in ÖPNV, Geschäften und Dienstgebäuden mit Publikumsverkehr
6) Jena & Kreis Nordhausen: bereits seit 06.04. Corona-Maskenpflicht im ÖPNV, Gebäuden mit Publikumsverkehr sowie im Einzelhandel; seit 13.04. auch an Arbeitsplätzen

Welche Maßnahmen wurden zur Eindämmung von Sars-CoV-2 bereits getroffen?

Aktuell ist ein Corona-Mundschutz noch keine Pflicht.
Aktuell ist bundesweit ein Corona-Mundschutz keine Pflicht.

Zunächst hatte das Robert Koch-Institut, das derzeit täglich die aktuellen Fallenzahlen der Pandemie bekannt gibt, eine freiwillige Maskenpflicht nur für Corona-Risikogruppen bzw. für Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege empfohlen. Die Risikogruppe meint Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Dazu gehören:

  • Ältere Menschen ab 50 bis 60 Jahren
  • Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Erkrankungen des Atemsystems, Krebspatienten oder einer Herzkreislaufkrankheit
  • Menschen mit einer Immunschwäche

Die Betroffenen sollten versuchen, sich besonders gut zu schützen, um eine Infektion mit dem Coronavirus zu vermeiden. Zu den mittlerweile allseits bekannten Maßnahmen zählen: wenigstens 1,5 Meter Abstand halten, häufiges Händewaschen (mindestens 30 Sekunden lang), Husten und Niesen möglichst in die Armbeuge.

Daneben gelten seit Ende März bzw. Anfang April strenge Verhaltensregeln in jedem Bundesland. Verstöße werden jeweils mit einem eigenen Corona-Bußgeldkatalog geahndet. Möglich macht das das Infektionsschutzgesetz, das drastische Maßnahmen wie beispielsweise die Anordnung häuslicher Quarantäne, rechtfertigt.

Eine Maskenpflicht für die Corona-Zeit wurde zwar nicht auf bundesweiter Ebene erlassen, mittlerweile haben jedoch alle Bundesländer eine solche beschlossen. Daneben gilt je nach Bundesland auch die Verpflichtung, die Wohnung nur aus triftigem Grund zu verlassen (Einkaufen, Luft schnappen, mit dem Hund Gassi gehen, den Lebenspartner besuchen), den Mindestabstand von 1,5 Metern stets einzuhalten und Angehörige im Krankenhaus oder Pflegeheim nicht zu besuchen.

Wer muss einen Mundschutz tragen?

Grundsätzlich gelten Ausnahmen von der Maskenpflicht für Personen, die aufgrund einer Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkung nicht in der Lage sind, eine solche Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen bzw. denen es aufgrund dessen nicht zumutbar ist. Darüber hinaus gibt es keine einheitlichen Regelungen dazu, ab welchem Alter ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden soll. Im Folgenden ein Überblick zu den bisherigen Altersgrenzen:

  • Baden-Württemberg: ab 6 Jahren
  • Bayern: ab 6 Jahren
  • Berlin: kein Mindesalter definiert, Kleinstkinder sind aber ausgeschlossen
  • Brandenburg: ab 6 Jahren
  • Bremen: ab 6 Jahren
  • Hamburg: ab 7 Jahren
  • Hessen: ab 6 Jahren
  • Mecklenburg-Vorpommern: ab 6 Jahren
  • Niedersachsen: ab 6 Jahren
  • NRW: ab 6 Jahren
  • Rheinland-Pfalz: ab 6 Jahren
  • Saarland: ab 6 Jahren
  • Sachsen: auch kleine Kinder, sofern sie dazu in der Lage sind
  • Sachsen-Anhalt: ab 2 Jahren
  • Schleswig-Holstein: ab 6 Jahren
  • Thüringen: ab 6 Jahren

Was spricht für eine Maskenpflicht in Corona-Zeiten und was dagegen?

Wie bereits erwähnt, gibt es bisher keine bundesweit einheitliche Regelung zur Maskenpflicht während der Corona-Pandemie. Dennoch hat die Stadt Jena seit Anfang April eine Maskenpflicht eingeführt. Das Coronavirus hat sich in den Folgewochen nicht weiter drastisch ausgebreitet, wie der MDR berichtet. Und das, obwohl Jena zu Beginn der Pandemie noch als „Corona-Hotspot“ galt. Unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Einzelhandel gilt die Pflicht, Corona-Mundschutzmasken zu tragen. Im Landkreis Nordhausen und Hanau gilt ebenso die Pflicht zum Tragen von Masken. Weitere Bundesländer und Städte folgen dem Beispiel zunehmend.

Wird ein Mundschutz während der Corona-Pandemie zur Pflicht, könnte das die Ausbreitung des Virus weiter eindämmen. Unsere Grafik zeigt, welchen Einfluss ein MNS hat.
Wird ein Mundschutz während der Corona-Pandemie zur Pflicht, könnte das die Ausbreitung des Virus weiter eindämmen. Unsere Grafik zeigt, welchen Einfluss ein MNS hat.

Und auch das RKI hat seine Empfehlung Anfang April angepasst. Das Institut merkt an, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine textile Barriere Tröpfchen abfangen kann, die selbst beim Sprechen ausgestoßen werden. Eine Maskenpflicht in Corona-Zeiten könnte also dafür sorgen, dass sich weniger Menschen mit dem Virus infizieren und so der Infektionsschutz verbessert werden kann.

Zusammengefasst sprechen also folgende Punkte für eine Maskenpflicht während der Corona-Krise

  • Durch das Tragen einer Maske werden feine Partikel gefiltert, durch die sich andere Menschen potentiell anstecken können.
  • Die ausgestoßenen Teilchen fliegen weniger weit. Das kann Menschen in der näheren Umgebung vor einer Infektion schützen, etwa wenn der gebotene Abstand beispielsweise beim Einkaufen einmal nicht eingehalten werden kann.
  • Die Entwicklung der Fallzahlen in Jena gibt einen ersten Hinweis darauf, dass ein MNS tatsächlich etwas bewirken kann.
  • Je mehr Menschen eine Maske tragen, desto mehr können auch vor Ansteckung geschützt werden.

Dem stehen allerdings auch einige Aspekte entgegen

Eine Maskenpflicht zu Corona-Zeiten könnte dazu führen, dass zu wenige Schutzmasken für medizinisches Personal und bspw. Hersteller von Medikamenten zur Verfügung stehen.
Eine Maskenpflicht zu Corona-Zeiten könnte zu einer Knappheit für jene führen, die auf Grund ihrer Arbeit auf diese angewiesen sind.
  • Durch eine Corona-Maskenpflicht könnten die Preise aufgrund der hohen Nachfrage weiter ansteigen.
  • Es gibt bereits jetzt einen Mangel an Schutzmasken. Unternehmen in der Gesundheitsbranche sowie Pflegeeinrichtungen und Personal im Einzelhandel benötigen die Masken dringend, um weiterhin arbeiten zu können. Kleine und mittelständische Unternehmen dürfen meist nur unter strengen Auflagen weiter produzieren und beteuern bereits jetzt eine Maskenknappheit.
  • Das Tragen von Masken könnte evtl. den Eindruck falscher Sicherheit vermitteln und dazu führen, dass etwa die Abstands- und Hygieneregeln nicht mehr eingehalten werden.
  • Ein MNS schützt den Träger nicht vor einer Infektion.

Die Bundesregierung hat sich am Mittwoch, den 15. April, dafür ausgesprochen, keine bundesweite Maskenpflicht während der Corona-Pandemie zu verhängen. Das Tragen wird jedoch im öffentlichen Nahverkehr und in Supermärkten dringend empfohlen.

Jeder Schutz ist besser als kein Schutz. Anleitungen zum Nähen von eigenen Masken finden Sie etwa hier. Eigene Masken sollten bei 60 Grad gewaschen werden. Sobald die Maske feucht ist, sollten Sie sie wechseln und dafür am besten von hinten abnehmen. Fassen Sie sie nicht im Atembereich ab, um die Partikel nicht mit den Fingern zu berühren.

Eine Anleitung, wie Sie eigene Mund-Nasen-Masken nähen können, bietet auch dieses Video:

Updates zur Corona-Mundschutzpflicht

Sachsen hat am 17. April 2020 als erstes Bundesland eine Maskenpflicht festgelegt. Sie gilt ab Montag, den 20. April 2020. Die Pflicht gilt dann im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Um Nase und Mund zu bedecken, müssen Bürger jedoch keine FFP2-Maske tragen. Sie können auch selbst genähte Masken, Tücher oder Schals verwenden.

Seit dem 20. April gilt auch in der Stadt Wolfsburg eine Maskenpflicht. In Wolfsburg gilt die Pflicht, eine Maske zu tragen in Geschäften, öffentlichen Gebäuden, Krankenhäusern, Arztpraxen, im ÖPNV, Taxen und für Eltern, die ihre Kinder im Kindergarten abholen möchten. Nur im Freien besteht diese Pflicht nicht.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gilt ab dem 27. April 2020 eine Corona-Maskenpflicht in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und in Taxen.

Bayern wird ebenfalls am 27. April 2020 nachziehen und eine Corona-Maskenpflicht in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Läden einführen.

Immer mehr Städte und Bundesländer wollen dem Beispiel Sachsens folgen und planen, eine Mundschutzpflicht einzuführen. Den aktuellen Stand können Sie dieser Tabelle entnehmen.

10 Kommentare

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  1. Bernd sagt:

    Hallo,
    ihr berichtet viel über die Masken pflicht und wie gut die eine oder die andere ist, aber leider höre ich nicht für wen all diese Masken pflicht betrifft.
    Ach jetzt nach Stundenlangen suchen im Internet kann ich keine Antwort finden.

    Ist die Masken pflicht auch für Babys und Kleinkinder?

    Wenn ich im Supermarkt einkaufen gehen setzte ich schon seit Wochen meine FFP2-Maske auf, aber wie soll ich mein Kleinkind 1,5 Jahre alt eine Maske aufsetzen und es wird bestimmt die Maske abstreifen.

    Zudem habe ich ein Bericht von einem Kinderarzt gelesen der davor wart weil mehr CO2 eingeatmet wird und dieses für Kinder unter 8 Jahre schädlich ist und er davon absolut abrät, aber was ist Gesetz?

    Also für wen ist die Masken pflicht ? ab welchen Alter???

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Bernd,

      einheitliche Regelungen hierzu gibt es nicht. Einen Überblick zu den momentan geltenden Altersgrenzen finden Sie hier.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Anja sagt:

    Hallo,

    was ist, wenn ein Mensch unter der Maske kaum atmen kann?

    Kommt es durch solche Masken nicht zu anderen Krankheiten…. der Mensch atmet zu viel von seinem CO2 gleich wieder ein, die Feuchtigkeit die sich in den Masken bildet ist Nährboden für Bakterien, Pilze… und die Masken werden schnell feucht?!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Anja,

      für Personen, denen aufgrund körperlicher oder gesundheitlicher Einschränkungen das Tragen einer Maske unzumutbar wäre bzw. nicht möglich ist, sind zumeist von der Maskenpflicht ausgenommen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Reinhard sagt:

    Hallo,
    ich bin u.a. wegen “obstruktiver Schlafapnoe” zu 50 % schwerbehindert und darf u.a wegen hohem Blutdruck nicht mit Maske/Atemschutz arbeiten.
    Muß ich da eine Maske tragen ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Reinhard,

      in den Bundesländern gelten in aller Regel Ausnahmen von der Maskenpflicht, wenn das Tragen eines Mundschutzes aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht zumutbar ist. Entsprechende Vorerkrankungen sollten dabei attestiert sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Thomas sagt:

    schonmal ausprobiert als Verkäufer den ganzen Tag lang mit Lappen(Mundschtz) zu arbeiten…

  5. Markus sagt:

    Bei Beschwerden ist laut der Coronaschutzverordnung (Stand: 04.05.2020 – §12a letzter Absatz) jeder von der Maskenpflicht befreit, der durch das Tragen von Masken gesundheitliche Probleme bekommt. Zitat: „Diese Maskenpflicht gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.“ Quelle: Land NRW Coronaschutzverordnung – Link: land.nrw/sites/default/files/asset/document/2020-05-01_fassung_coronaschvo_ab_04.05.2020.pdf

    NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte am 24.04.2020 bei einem Presse-Briefing, dass Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, auch keine Maske tragen müssen. „Ein Nachweis (für eine Maskenbefreiung aus medizinischen Gründen) ist nicht unbedingt ein ärztliches Attest, sondern schlicht und ergreifend die Tatsache, dass man in dieser Situation ist.“ Quelle: Land NRW Pressevideo youtube.com/watch?v=ra-ZSa5UIVU&t=2153

  6. Lennert sagt:

    Guten Tag,

    ich hätte eine Frage. Was passiert wenn man z.B. eine Maske bei sich trägt aber vergisst die Maske in der Ubahn aufzusetzen(ist nur einmal passiert)?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lennert,

      das richtet sich danach, ob eine Regelbuße im jeweiligen Bundesland vorgesehen ist – und ob Sie ohne Maske auch tatsächlich bei einer Kontrolle auffallen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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Quellen und weiterführende Links

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