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Straßenbenutzung mit dem Fahrrad: Was gilt?

Von Thomas R.

Letzte Aktualisierung am: 27. Februar 2024

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Fahrrad-Bußgeldkatalog Straßenbenutzung

BeschreibungBußgeld
Beschilderten Radweg nicht benutzt (blaues Schild)20 €
...mit Behinderung25 €
...mit Gefährdung30 €
...es kam zum Unfall oder Sachbeschädigung35 €
Beschilderten Radweg in falscher Richtung befahren20 €
...mit Gefährdung25 €
...es kam zum Unfall oder Sachbeschädigung35 €
Rechtsfahrgebot missachtet15 €
...mit Behinderung20 €
...mit Gefährdung25 €
...es kam zum Unfall30 €
Unerlaubtes Fahrradfahren auf dem Gehweg55 €
...mit Behinderung70 €
...mit Gefährdung80 €
...es kam zum Unfall100 €
Nebeneinander Rad fahren und dadurch andere behindern20 €
...mit Gefährdung25 €
...es kam zum Unfall30 €
Als Radfahrer das Zeichen 267 (Verbot der Einfahrt) missachtet25 €
...mit Behinderung30 €
...mit Gefährdung35 €
...es kam zum Unfall40 €
Freihändig fahren5 €

Fahrrad-Bußgeldkatalog Handy

BeschreibungBußgeld
Benutzen von Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung55 €

FAQ: StVO für Fahrradfahrer

Was muss ein Fahrrad nach StVZO haben?

Zur vorschriftsmäßigen Fahrradausstattung gehört neben einer helltönenden Klingel und zwei unabhängig voneinander funktionierenden Bremsen eine ausreichende Fahrradbeleuchtung. Diese besteht aus einem weißen Abblendlicht vorn, einem roten Rücklicht sowie Reflektoren von und hinten am Fahrrad sowie an den Pedalen und in den Speichen.

Wo darf ein Fahrradfahrer fahren?

Zeigt ein Verkehrszeichen einen Radweg an, so müssen Radfahrer diesen auch benutzen. Fehlt ein solches Schild, obwohl ein Radweg vorhanden ist, dürfen Radfahrer zwischen diesem und der Straßenbenutzung wählen. Der Gehweg ist für Radfahrer generell tabu, es sei denn, ein Verkehrsschild erlaubt dessen Benutzung.

Welche Verkehrsregeln gelten noch bei der Straßenbenutzung mit dem Fahrrad?

Ähnlich wie Kraftfahrer müssen Radfahrer deutlich anzeigen, wenn sie abbiegen und die Fahrtrichtung ändern wollen. Sie müssen ihre Absicht rechtzeitig per Handzeichen ankündigen. Außerdem gilt auch für Fahrradfahrer ein Rechtsfahrgebot, welches in unserem Video näher erläutert wird.

Straßenverkehrsregeln für Fahrradfahrer

Die Straßenbenutzung mit dem Fahrrad unterliegt diversen Regeln.
Die Straßenbenutzung mit dem Fahrrad unterliegt diversen Regeln.

Müssen Radfahrer den Radweg benutzen oder dürfen sie auch auf der Straße fahren? Was besagt der Bußgeldkatalog für Radfahrer? Wie hoch ist das Bußgeld bei einem Verstoß gegen die Verkehrsregeln?

Welche Regelungen bzw. Besonderheiten gelten für Kinder? Sie sehen, die Fragestellung, wo Radfahrer überhaupt fahren dürfen bzw. müssen, verspricht schon im Vorfeld viele Fragen, die wir Ihnen im Folgenden beantworten werden.

Müssen Radfahrer vorhandene Radwege benutzen?

Als Radfahrer ist nur dann das Fahren auf dem Radweg verpflichtend, wenn am Radweg ein blaues Schild angebracht ist. Dies wird dann als Radwegschild bezeichnet. Insgesamt gibt es vier solcher Verkehrszeichen für das Fahrrad, die entweder „Nur für Radfahrer“ (Verkehrszeichen 237) oder „Nur für Fußgänger und Radfahrer gemeinsam“ (Zeichen 240) vorschreiben oder gar „Nur für Radfahrer und Fußgänger getrennt“ (Verkehrsschild mit der Nummer 241). Zwar sind die Schilder nur ein Gebot, doch für Radfahrer besteht in diesem Fall die Pflicht, diese zu benutzen.

Allerdings gibt es nicht nur Radwegen, die beschildert sind. Diese sind dann oft durch die Art der Pflasterung, durch ein Fahrradpiktogramm oder eine bestimmte Farbe erkennbar. Sie liegen in der Regel rechts neben einer Fahrbahn. Radfahrer sind aber nicht dazu verpflichtet, die nicht beschilderten Wege zu nutzen. Dagegen ist es laut StVO für Radfahrer verboten, andere Radwege auf der linken Seite neben der Straße zu befahren. Genau wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer gilt auch für Radfahrer das Rechtsfahrgebot. Ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot für Fahrradfahrer wird laut Bußgeldtabelle mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro geahndet. Erlaubt ein Verkehrsschild einen Radweg benutzen zu dürfen, der sich linksseitig der Straße befindet, dürfen Sie diesen nutzen. Ansonsten müssen Sie auf der rechten Seite auf der Fahrbahn fahren, wenn daneben kein Fahrradweg existiert.

Radfahrern wird ohnehin empfohlen, zu ihrer eigenen Sicherheit besser auf der Straße zu fahren. Dies gilt in der Regel auch bei Bundesstraßen. Das klingt erstmal paradox, ergibt aber einen Sinn. Denn auf der Straße werden Radfahrer von Autofahrern viel besser gesehen und wahrgenommen. Zudem ist der ausgeschilderte Radweg auch immer nur dann zu benutzen, wenn dieser befahrbar ist. Nicht selten sind Radwege durch parkende Autos oder Mülltonnen versperrt oder durch Scherben verschmutzt. In diesem Fall dürfen Radfahrer auf die Straße ausweichen. Für den Radweg zu breite Räder mit Anhängern und Lastenräder dürfen dagegen immer auf der Straße fahren.

Video: Rechtsfahrgebot für Radfahrer

Video zum Rechtsfahrgebot für Radfahrer
Was gilt in Bezug auf das Rechtsfahrgebot für Radfahrer? Erfahren Sie es in diesem Video.

Sie trotzen als Radfahrer auch Wind und Wetter? In den folgenden Ratgebern finden Sie Tipps, wie Sie auf dem Rad sicher durch alle Jahreszeiten kommen:

Als Radfahrer auf der Straße fahren
Als Radfahrer auf der Straße fahren

Wenn weder ein Radweg noch ein Seitenstreifen vorhanden ist, müssen Radfahrer ebenfalls auf der Straße fahren. Viele glauben jedoch, sie dürften auch den Gehweg benutzen, doch dieser ist tabu und keine Alternative. Es gibt aber eine Ausnahme für Kinder. So müssen Kinder bis zum achten Lebensjahr grundsätzlich immer den Gehweg nutzen, während Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr zwischen Straße und Gehweg wählen können. Für erwachsene Radfahrer ist das Fahrradfahren auf dem Gehweg ausschließlich erlaubt, wenn das Verkehrszeichen 240 diesen für Fußgänger und Radler gemeinsam freigibt. Ist das der Fall, müssen Sie als Radfahrer besonders auf die Fußgänger achten, weil diesen dann stärker gefährdet sind. Im Zweifel fahren Sie lieber etwas langsamer. Fußgänger sind aber auch zu erhöhter Aufmerksamkeit gefordert.

Busspuren sollten Sie hingegen lieber nicht befahren, außer, wenn es ein Zusatzschild erlaubt.

Welche Strafen sieht der Bußgeldkatalog Radfahrer vor?

Im Bußgeldkatalog für Radfahrer werden unter der Kategorie Straßenbenutzung die Verstöße und Konsequenzen geregelt. Doch welche Bußgelder drohen, wenn Radfahrer hierbei gegen die Vorschriften verstoßen?

In besonders schweren Fällen kann die Polizei sogar das Fahrrad beschlagnahmen und man muss zu Fuß weitergehen. Wer zudem auf der falschen Straßenseite fährt und quasi als Geisterfahrer unterwegs ist, ist im Normalfall mitschuldig, wenn es zu einem Unfall kommt. Selbst wenn der Unfallgegner, mit dem man zusammengestoßen ist, unaufmerksam oder zu schnell gefahren ist, muss mit einer Mitschuld gerechnet werden. Autofahrer wiederum bekommen eine Teilschuld, wenn an einer Straßenkreuzung nicht auf entgegenkommende Radfahrer (also als Geisterfahrer) geachtet wurde. Denn laut Gesetzgeber müssen Autofahrer einkalkulieren, dass Radfahrer Radwege oftmals in falsche Richtung nutzen.

Quellen und weiterführende Links

Über den Autor

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Thomas R.

Thomas hat einen Abschluss in Politikwissenschaften von der Universität Jena. Er gehört seit 2018 zum Team von bussgeldkatalog.org und verfasst News und Ratgeber zu verschiedenen Themen im Verkehrsrecht.

Bildnachweise

Fahrrad-Bußgeldrechner Straßenbenutzung

62 Kommentare

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  1. Tina F
    Am 20. Oktober 2021 um 20:17

    Liebes Bußgeld-Team,

    ist es zulässig in Schrittgeschwindigkeit und unter Vorsicht einen gemeinsamen Fußgänger- und Radweg bis zur nächsten Ampel in Sichtweite (ca. 50 m) entgegen der Fahrrichtung zu befahren, um bei der Ampel auf die andere -richtige- Straßenseite zu wechseln, oder muss hier zwingend geschoben werden?
    Eine vorzeitige Überquerung der Straße ohne Ampel wäre gefährlich, da sich die Straße in einer Kurve befindet.

  2. S Andreas
    Am 7. August 2021 um 10:57

    Um das Radfahren „sicherer“ zu machen, wurde ein Fahrradschutzstreifen an einem Kreisverkehr entfernt, und ohne weitere Beschilderung wurden auf den einmündenden Straßen ca. 40 m vor dem Kreis kreuzende Fahrradschutzstreifen neu aufgebracht. Hat der Radfahrer, der jetzt hier die Fahrbahn kreuzt, überhaupt noch Vorfahrt?

  3. Bodo J
    Am 19. Juli 2021 um 18:53

    Hallo zusammen und liebes Bussgeld Team,

    wenn ich z.B. den Kommentar von Landei lese, wird sehr klar dass noch großer Handlungsbedarf zur Fahrradsicherheit besteht!

    Wenn Radfahrer*innnen an den Rand gedrängt werden, fordert das Autos zum Überholen ohne Abstand heraus! Es ist nicht einzusehen dass auf Kreisstraßen ohne Bedeutung für den Kraftfahrverkehr Geschwindigkeiten von 100km/h zugelassen werden.
    Hier sollte grundsätzlich Tempo 50 gelten – und auch durchgesetzt werden.

    Fahrräder sollten sich sicher auf der Straße bewegen dürfen – und das heißt in der Mitte der rechten Fahrspur!!!!
    Dann ist das Überholen bei Gegenverkehr ausgeschlossen.

    Und was heißt überhaupt Behinderung? Gilt das Leben und die Unversehrtheit von Radfahrer*innen im Vergleich zu mit 100km/h fließendem Kraftfahrverkehr gar nichts???

    Ich denke hier muss der Gesetzgeber dringend umdenken um tatsächlich eine Verkehrswende herbei zu führen.

    Die Gefahr durch automobile Gewalt sollte deutlich härter bestraft werden!

    Danke für ihre Aufmerksamkeit
    Gruß
    Bodo J

  4. Jan
    Am 24. Juni 2020 um 23:21

    Hallo,
    wie ist das mit dem Rechtsfahrgebot für Radfahrende. Mir wird immer wieder gesagt, dass ich am äußersten rechten Rand fahren soll, mir sieht das eher wie der Rinnstein aus. Nun gut, solchen Menschen wünschen mir auch den Verkehrstod.
    Also wenn z.B. Begegnungsverkehr durch parkende Autos herrscht in einer Strasse mit dem Querschnitt der Fahrbahn von 7 Metern. Darf ich dann fast in der Mitte des verbleibenden freien Fahrstreifens fahren, der ja dann nur noch 3,5 Meter breit ist?
    Danke für die Antwort.

  5. Löffler
    Am 28. Dezember 2019 um 17:36

    Kommen Sie mal nach Bayreuth dort haben die Fahrradfahrer Andere Freiheiten Sie fahren wie sie wollen. Fußgängerzone gibt es nicht auch wenn für Radfahrer gesperrt ist, Sie fahren nicht Schrittgeschwindkeit und wenn es heisst Absteigen gilt nicht für Radfahrer und der Polizei schaut zu .

  6. Robin
    Am 3. Mai 2019 um 19:39

    Liebe bussgeldkatalog.org Redaktion,
    bei manchen Lichtzeichenanlagen (Ampeln…) gibt es für beide Richtungen freigegebene Fahrradstreifen, damit man, sollte man links abbiegen wollen, immmer wenigstens eine Ampel schon überqueren kann.
    Gilt das Rechtsfahrgebot auch, wenn es kein für beide Richtungen freigegebener Radweg ist und ich erst über die linke Ampel und anschließend geradeaus fahre, also quasi zweimal entgegen der Fahrtrichtung? Ist dies erlaubt oder muss die zusätzliche Zeit entgegen einem Fußgänger/Autofahrer gewartet werden, bis die Ampel in meine Richtung wieder grün wird?

  7. LW
    Am 19. April 2019 um 16:44

    Ich wurde heute wahrscheinlich (kann auch nur Sonnenreflektion sein) mit dem Fahrrad in einer Kreuzung vor der 30 km/h erlaubt ist von einem stationären Blitzer geblitzt.
    Werde ich dafür bestraft, kann man mich ohne Kennzeichen überhaupt nachverfolgen um mir den Bußgeldbescheid zu schicken?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 23. April 2019 um 17:12

      Hallo LW,

      nein, das kann man nicht. Sie hätten lediglich ein Bußgeld zahlen müssen, wenn ein Beamter Sie direkt nach dem Verstoß angehalten hätte.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. A.Lau
    Am 18. Juli 2018 um 12:11

    Hallo,

    ich wurde heute morgen in Berlin angehalten von der Polizei. Ich fahre ein Fixie aber mit einer Vorderbremse. Die Politei sagte zu mir das ich eine Ordnungswiedrigkeit begangen habe. Da mir eine Rückbremse fehlt und sich keine Reflektoren am Rad habe. Das kostet zwischen 80 und 100 € und ich bekomme 1 Punkt in Flensburg.
    Ich habe einen Mängelbericht bekommen und muss mein Fahrrad innerhalb von 10 Tagen in irgend einer Dienststelle vorzeigen, das ich die Mängel behoben hab.
    Ich konnte aber bei Ihnen auf der Seite keine Ordnungswiedrigkeit finden. Stimmt den das, was mir die Beamten dort gesagt haben?

    Mit freundlichen Grüßen
    A.lau

    • bussgeldkatalog.org
      Am 31. August 2018 um 16:00

      Hallo A.Lau,

      in § 65 STVZO heißt es eindeutig, dass Fahrräder zwei voneinander unabhängige Bremsen haben müssen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Baxmann
    Am 9. Mai 2018 um 2:53

    Ein Kollege meint, er habe auf einer Fahrradstraße Vorrang vor einem entgegenkommenden PKW, wenn er mit dem Fahrrad an einem rechts parkenden Fahrzeug vorbei fährt. Seine Begründung ist, dass Fahrräder dort generell bevorrechtigt sind.

  10. Astrid S.
    Am 19. September 2017 um 18:05

    Hallo,
    ich bin mit meinem Rad auf dem Gehweg langsam gerollert, nicht gefahren. Da ich schon in der Nähe von meinem Ziel war, habe ich den Radweg verlassen. Also rechtes Bein auf der linken Pedale und mit dem linken Bein auf dem Gehweg, wie bein einem Roller eben. Ein mir entgegen kommender Polizist hat mein Verhalten als Verkehrsordnungswidrigkeit eingestuft und meine Personalien aufgenommen. Hat der Herr da wirklich recht? Und meine zweite Frage wäre, darf man als Erwachsener mit einem Roller auf dem Gehweg fahren?

    Mit freundlichem Gruß
    A. S.

    • bussgeldkatalog.org
      Am 9. Oktober 2017 um 8:33

      Hallo Astrid,

      laut § 24 StVO gehören Tretroller zu den besonderen Fortbewegungsmitteln. Fahrer müssen den Gehweg benutzen. Da Sie Ihr Rad nicht geschoben haben, ist es möglich, dass Sie eine Ordnungswidrigkeit begangen haben. Genaue Auskünfte kann Ihnen ein Anwalt für Verkehrsrecht erteilen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Joe
    Am 1. Juni 2017 um 8:01

    Wenn der Radweg!!! keine abgesenkten Bordsteinkanten hat, darf man dann mit dem Rennrad die Straße benutzen?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 7. Juni 2017 um 8:45

      Hallo Joe,

      wenn es einen Radweg gibt, so muss dieser benutzt werden und nicht die Straße.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Andy
    Am 26. April 2017 um 13:50

    Hallo

    mit was für eine strafe kann man rechnen wenn man auf den Fahrrad Weg entgegengesetzt gefahren ist, und von einen Auto erfaßt wurde?

    Mit Freundlichen Gruß

    Andy

    • bussgeldkatalog.org
      Am 27. April 2017 um 7:22

      Hallo Andy,

      Ihnen kann eine Mitschuld an dem Unfall angerechnet werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Murmel
    Am 10. April 2017 um 13:14

    Hallo, ab welchem Alter dürfen Kinder nicht mehr auf Gehwegen fahren? Und ist fahren auf öffentlichen Treppen erlaubt?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 13. April 2017 um 8:17

      Hallo Murmel,

      das Fahren auf dem Gehweg ist für Kinder bis 8 Jahren Pflicht. Öffentliche Treppen sind indes nicht zum Fahren vorgesehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Silvia F.
    Am 24. Februar 2017 um 17:06

    Ich habe einen Bußgeldbescheid wegen befahren des Radweges in nicht zulässiger Richtung. Das wird mit 20 Euro geahndet. Soweit so gut. Zusätzlich soll ich die Kosten des Verfahrens in Höhe von 25 Euro und Auslagen in Höhe von 3,50 Euro zahlen. Das ist eine Absolute Frechheit. Da sind die Gebühren höher als die Strafe.

  15. maze
    Am 14. Oktober 2016 um 18:20

    Ich wurde neulich von einem Polizisten angehalten als ich mit meinem Fahrrad eine leere Straße (30 km/h erlaubt) auf dem Hinterrad heruntergefahren bin.

    Er meinte, dass das Fahren auf dem Hinterrad mit dem Fahrrad explizit verboten ist, was ich defintiv nicht glaube. Ich hatte mein Fahrrad vollkommen unter Kontrolle und habe keine anderen Verkehrsteilnehmer behindert / abgelenkt.

    Des Weiteren meinte er, dass das Fahren mit Kopfhörern auch illegal sei, obwohl ich trotz Musik noch alle Verkehrssignale gehört habe (die Lautstärke wurde nicht mal überprüft..) und auch keinen behindert habe (war ja kein einziges Auto / kein einziger Fußgänger / Radfahrer auf der Fahrbahn).

    Waren die Anschuldigungen des Polizisten gerechtfertigt?
    Ich bin mit einer “starken Verwarnung” davongekommen meinte er, obwohl meines Erachtens hier überhaupt kein Bußgeld ausgestellt werden dürfte.

    Ein freundliches Erinnern sich vorsichtig im Straßenverkehr zu bewegen bzw. das Fahren auf dem Hinterrad aus Sicherheitsgründen zu unterlassen hätte gereicht.

    • LenZe2002
      Am 7. April 2018 um 17:00

      Ging mir heute genauso ich würde angehalten weil ich Kopfhörer getragen hatte und kam mit einer Verwarnung davon !! Die Lautstärke wurde auch nicht geprüft

    • bussgeldkatalog.org
      Am 17. Oktober 2016 um 6:30

      Hallo Maze,

      ein Fahrrad darf im Straßenverkehr nur mit zwei von einander unabhängigen Bremsen betrieben werden. Wird das Rad nur auf dem Hinterrad gefahren, kann es sein, dass dies nicht mehr gegeben ist, da die Bremse am Vorderrad praktisch außer Funktion gesetzt ist. Beim Musikhören kommt es auf die Lautstärke an.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • maze
        Am 26. Dezember 2016 um 21:22

        Hallo,

        Danke für Ihre Antwort.

        In § 65 der StVZO steht:
        “Fahrräder müssen 2 voneinander unabhängige Bremsen haben”.
        Dies bezieht sich doch nur auf das Vorhandensein von 2 Bremsen?

        Ich denke einfach, dass der Tatbestand des Fahrens auf dem Hinterrad mit dem Fahrrad einfach noch nicht rechtlich behandelt wurde, und es somit keinerlei Regelungen / Verbote diesbezüglich gibt.

        • bussgeldkatalog.org
          Am 27. Dezember 2016 um 7:45

          Hallo maze,

          in diesem Fall geht es auch im die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Sie können das Rad in der Regel nicht ausreichend kontrollieren und wie bereits erwähnt, kann es sein, dass die Bremsfunktion der zwei Bremsen nicht sicher gewährleistet ist.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. All-X
    Am 6. Oktober 2016 um 19:49

    Den Radweg in der falschen Richtung zu befahren kostet nur 20 bis 35 Euro. Hier sollte der Gesetzgeber mal dringend nachbessern. Hier in der Berlin sind Geisterrradler das größte Ärgernis und die größte Gefahrenquelle überhaupt. Teilweise wird man tatsächlich noch angeblökt, weil man (in der korrekten Richtung fahrend) nicht ausweicht. Es würden wohl nur ein Fahrradführerschein und vernünftige Bußgelder samt entsprechendem Kontrolldruck gegen diesen Irrsinn helfen. Und die Beschlagnahme und das Einschmelzen des Rades. Dann gibt es wenigstens noch ein paar Euro für den Schrottwert zugunsten der Staatskasse. Dafür kann man ja dann brauchbare Radwege bauen. Daran fehlt es hier nämlich auch in den meisten Bezirken.

  17. Martin Schmidt
    Am 30. September 2016 um 7:48

    Tachen ans Bußgeldtem!
    Bei den Fahrrädern, könnten sie noch bitte die Punkte die man bekommen könnte, noch dazu schreiben.

    Grüße

  18. Müller
    Am 9. September 2016 um 13:23

    Hallo,

    Ist es verboten mit zwei Kopfhörern und Musik Fahrrad zu fahren? Meines Erachtens ist es insoweit nicht verboten, wenn die Lautstärke angemessen ist, sodass der Verkehr wahrgenommen werden kann. Ich wurde diesbezüglich aufgehalten und mit einer Verwarnung zur Androhung eines Bußgelds getadelt

    • bussgeldkatalog.org
      Am 12. September 2016 um 7:58

      Hallo Müller,

      in der Regel ist die Nutzung von Kopfhörern auf dem Fahrrad nicht untersagt. Hier ist tatsächlich die Lautstärke der Musik entscheidend, denn der Verkehr muss noch wahrgenommen werden können und das Gehört nicht beeinträchtigt sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. aloisius
    Am 3. September 2016 um 16:06

    Freihändig fahren kostet 5 Euro? Was kostet es wenn ich während der Fahrt ein Lied pfeiffe?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 5. September 2016 um 9:28

      Hallo aloisius,
      während der Fahrt mit dem Fahrrad ein Lied zu pfeiffen, ist gratis.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. cair-paravel
    Am 3. August 2016 um 14:40

    Darf ich auf dem Gehweg fahren, wenn ich mit meinem Kind (unter 10 Jahren) unterwegs bin?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 4. August 2016 um 6:25

      Hallo Cair-Paravel,

      um der Aufsichtspflicht für Ihr Kind nachzukommen und aufzupassen, dass Ihrem Kind nichts passiert, ist dies für diesen Einzelfall möglich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Landei
    Am 8. Juli 2016 um 1:00

    In der Stadt find ich die Regelung mit Fahrradwegen ja super, aber auf dem Land ist das furchtbar! 1. Gibt es zu 90% keine Radwege hier. 2. Sind die Fahrradfahrer, die dann auf der Straße fahren eine echte Behinderung und Gefahr, da sie zum übberholen anregen und so mehr als oft brenzlige Situationen entstehen (beobachte ich immer wieder) und 3. Für die Radfahrer echt nicht ungefährlich! Ich habe vor Jahren das Radfahren aufgegeben, weil es mir viel zu gefährlich ist auf der Straße zu fahren. Und dann jammern immer alle, dass die Leute zu viel mit dem Auto fahren. Man sollte die Regelung auf ländlichem Gebiet ernsthaft überdenken!

  22. Pablo
    Am 2. Juni 2016 um 13:35

    Hallo, ist das Fahren (als Erwachsener) auf einem Gehweg ohne Behinderung anderer Personen mit Schrittgeschwindigkeit immer vorschriftswidrig?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 6. Juni 2016 um 8:54

      Hallo Pablo,
      in der Regel ja. Gehwege sind für Fußgänger vorgesehen, nicht für Radfahrer.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. Dagmar S.
    Am 12. Februar 2016 um 15:30

    Welche Strafe erwartet eine Gruppe von Radfahrern, die auf einer Autobahn fahren?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 15. Februar 2016 um 8:42

      Hallo Dagmar,

      neben der Gefahr für Leib und Leben droht für das Befahren einer Autobahn mit einem nichtmotorisieren Fahrzeug ein Bußgeld von 10 Euro.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • martog
        Am 3. September 2018 um 13:27

        Das ist wie ich finde viel zu billig, als Strafe. Ich selber würde dafür sofort den Führerschein falls vorhanden einkassieren und hohe Strafen verhängen.

  24. Viv
    Am 21. Januar 2016 um 16:37

    Ist es erlaubt mit In-Earhörern Musik auf dem Fahrrad zu hören? Wenn nicht, wie hoch ist das Bußgeld?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 25. Januar 2016 um 9:39

      Hallo,

      solange Sie die akustischen Verkehrssignale (Hupen, Fahrradklingel…) unbeeinträchtigt wahrnehmen könne, dürfen Sie auch mit Kopfhörern fahren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  25. Maria
    Am 11. Dezember 2015 um 13:04

    Darf ich als Radfahrerin, wenn ich an der Ampel stehe, bspw. die Uhrzeit auf dem Handy checken?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 14. Dezember 2015 um 9:25

      Hallo Maria,

      dies dürfen Sie nur, wenn Sie vorab absteigen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Ordnungsgemäßes Licht und noch etwas mehr
    Am 29. Oktober 2015 um 22:30

    Mein Fahrrad hat einen Nabendynamo und lässt Tag und Nacht das Front- und Rücklicht scheinen. Da ich gerne auch nachts ein paar Runden drehe und das vornehmlich auf langen Radwegen außerhalb der beleuchteten Stadtstraßen tue, habe ich als Zusatz noch zwei kleine Taschenlampen auf dem Lenker montiert. Diese machen den außenstädtischen Radweg ordentlich hell, sind aber ohne entsprechende Zulassung. In den vielen Jahren hat mich noch niemand darauf angesprochen … wenn der freundliche Helfer mich doch einmal ins Gespräch verwickeln würde: Könnte er mich verwarnen oder Geld verlangen? Welche Grundlage gibt es dafür ggfs. im Bußgeldkatalog?

    Die vorgeschriebene, ordnungsgemäße Beleuchtung ist vorhanden … und den Rest nutze ich nur, wenn ich zügig auf unbeleuchteten Straßen unterwegs bin.

    • bussgeldkatalog.org
      Am 2. November 2015 um 10:38

      Hallo,

      besitzen die Lichter keine amtliche Genehmigung, ist dies illegal. Wie hoch die Strafe ausfällt, kann Ihnen das Ordnungsamt sagen. Der Bußgeldkatalog sieht keine Straftaten hierfür vor, weil dies keine verkehrsrechtliche Komponente ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  27. Rote Ampel auf dem Gehweg ausweichen
    Am 16. Oktober 2015 um 13:30

    Hola!
    Wie sieht es mit dem Bußgeld aus wenn ich kurz vor einer roten Ampel (für Fußgänger nicht an einer Kreuzung etc.) auf den Gehweg fahre um danach wieder auf die Straße zu fahren. Der Ampel wird dadurch also ausgewichen. Sehe ich das richtig das man in diesem Fall nur Bußgeld zahlen müsste weil man auf dem Gehweg gefahren ist?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 19. Oktober 2015 um 9:53

      Hallo,

      Sie dürfen nur in zwei Fällen auf den Gehweg ausweichen: 1. Sie sind jünger als zehn Jahre. 2. Der Gehweg ist ausdrücklich freigegeben (z.B. an einer Baustelle). Ansonsten ist dieses Verhalten verboten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  28. Parkbesucher
    Am 11. September 2015 um 16:14

    Was passiert rechtlich, wenn eine Person aus einer öffentlichen Behörde eine Radtour in einem Park anbietet und auch ausrichtet, in dem nur Fußgängerwege vorhanden sind? Ich habe dieses Vorgehen bemängelt und werde von offizieller Stelle der Stadt, die diese Radtour durchgeführt hat, nicht ernst genommen. Jedenfalls denkt anscheinend niemand darüber nach, die nächste Tour anders zu gestalten.

    • bussgeldkatalog.org
      Am 21. September 2015 um 10:05

      Hallo,

      möchte eine Person diese Veranstaltung abhalten, muss sie einen Antrag bei der jeweiligen Behörde einreichen. Diese prüft dann individuell, ob die Gegebenheiten vor Ort für die Veranstaltung optimal sind. Handelt es sich jedoch um eine nicht angemeldete Veranstaltung können Sie dies melden. Doch auch in Ihrem Fall ist eine Beschwerde bei der jeweiligen Behörde möglich, wenn Fußgänger dadurch gefährdet werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  29. mekkerliesesl
    Am 6. September 2015 um 19:27

    Hallo bkg.org- Team,
    ist es erlaubt mehrere Autos (25kmh) in einer 30-Zone links zu überholen ?
    mit freundlichen Grüßen

    • bussgeldkatalog.org
      Am 7. September 2015 um 10:30

      Hallo,

      Radfahrer müssen sogar links überholen. Aus diesem Grund ist dies erlaubt – natürlich unter ständiger Vorsicht und Beobachtung der Verkehrslage.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  30. Ursula R.
    Am 27. Juli 2015 um 12:21

    Wie hoch ist das Bußgeld, wenn man mit einem S-Pedelec auf einem Radweg fährt (blaues Schild)? Wie hoch ist das Bußgeld, wenn man mit einem S-Pedelec einen Kinderanhänger zieht?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 27. Juli 2015 um 13:48

      Hallo Ursula,

      Zweiräder, die schneller als 25 km/h fahren können, gelten in der Straßenverkehrsordnung als Kleinkrafträder, sodass Sie hier den Bußgeldkatalog für Pkw, Krafträder und Lkw beachten müssen. Ein Beispiel ist, dass Sie 15 Euro bezahlen müssen, wenn Sie eine Straße bzw. einen Weg verbotswidrig befahren: https://www.bussgeldkatalog.org/strassenbenutzung/

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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