Promillegrenze in Liechtenstein: Zu viel Alkohol wird teuer

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 15. September 2020

In Liechtenstein sind mehr Promille erlaubt als in Deutschland

Die Promillegrenze in Liechtenstein liegt bei 0,8.
Die Promillegrenze in Liechtenstein liegt bei 0,8.

Das Fürstentum Liechtenstein mitten in den Alpen ist zwar klein, aber dennoch als Urlaubsziel durchaus beliebt. Viele Urlauber reisen mit dem Auto an, um auch vor Ort flexibel unterwegs sein zu können. Das bedeutet allerdings, dass sie sich an die geltenden Verkehrsvorschriften halten müssen. Dazu gehört unter anderem auch die Promillegrenze. In Liechtenstein ist diese etwas anderes geregelt als in Deutschland.

Wie viel Promille hinterm Steuer erlaubt sind, betrachtet der nachfolgende Ratgeber näher. Darüber hinaus erläutert er, ob es besondere Regelungen für Fahranfänger gibt und mit welchen Sanktionen zu rechnen ist, wenn Fahrer die Promillegrenze in Liechtenstein missachten.

FAQ: Promillegrenze in Liechtenstein

Welche Promillegrenze ist in Liechtenstein zu beachten?

Die Promillegrenzen in Europa legen die Länder selbst fest. In Liechtenstein gilt eine allgemeine Promillegrenze von 0,8. Berufskraftfahrer müssen jedoch ein stricktes Alkoholverbot beachten.

Wie hoch fallen die Sanktionen bei einem Verstoß gegen die Promillegrenze in Liechtenstein aus?

Die Höhe der Sanktionen orientiert sich an den gemessenen Promillewerten. Bei Alkohol am Steuer wird in Liechtenstein in der Regel ein Strafverfahren eingeleitet. Es sind Geldstrafen bis zu 50.000 Schweizer Franken möglich.

Gibt es ein Vollstreckungsabkommen zwischen Liechtenstein und Deutschland?

Nein. Liechtenstein ist kein Mitglied der EU, sodass der Rahmenbeschluss zur Vollstreckung von Geldsanktionen nicht anwendbar ist. Bußgelder aus Liechtenstein können nicht in Deutschland vollstreckt werden.

Bußgeldkatalog von Liechtenstein für Alkoholverstöße

Missachten Sie in Liechtenstein die Vorschriften bezüglich Alkohol am Steuer, müssen Sie mit den folgenden Sanktionen rechnen:

VerstoßSanktion
Promille­grenze in Liechten­stein miss­achtetbis zu 50.000 Franken

Wie viel Promille sind in Liechtenstein am Steuer erlaubt?

Promillegrenze: In Liechtenstein kann ein Bußgeld hoch ausfallen.
Promillegrenze: In Liechtenstein kann ein Bußgeld hoch ausfallen.

Die Promillegrenzen in Europa sind meistens mit 0,5 Promille festgelegt. Allerdings gibt es einige Ausnahmen. Die Länder können selbst entscheiden, wie hoch oder niedrig sie ihre Alkoholgrenzen ansetzen. Wichtig ist, dass sich Urlauber bereits im Vorfeld darüber informieren, welche Vorschriften an ihrem Zielort herrschen. Die Promillegrenze in Liechtenstein liegt mit 0,8 höher als die in Deutschland gültige.

Das bedeutet also, dass ein Glas Wein oder ein Bier zum Abend drin sind und Fahrer nicht mit Sanktionen rechnen müssen. Allerdings gilt auch in Liechtenstein, dass vom Fahren unter Alkoholeinfluss generell abgeraten wird. Bestimmte Vorschriften für Fahranfänger oder junge Fahrer gibt es nicht. Die Promillegrenze gilt in Liechtenstein also für alle.

Eine Ausnahme bilden Berufskraftfahrer, die Güter oder Personen befördern. Sie müssen ab sechs Stunden vor Fahrtbeginn sowie während der gesamten Arbeitszeit ein Alkoholverbot beachten.

Mit welchen Sanktionen ist bei Verstößen zu rechnen?

Halten Sie sich nicht an die Bestimmungen zur Promillegrenze in Liechtenstein und werden Sie mit zu viel Promille erwischt, müssen Sie in aller Regel mit einem Strafverfahren rechnen. Daher gibt es in Liechtenstein kein festgelegtes Bußgeld. Die Höhe der Strafe wird im Verfahren anhand des Verstoßes bestimmt und obliegt also dem zuständigen Gericht.

Auch wenn die Promillegrenze in Liechtenstein höher liegt als in Deutschland bedeutet das nicht, dass Fahrten unter Alkoholeinfluss als Kavaliersdelikt angesehen werden. Das Gegenteil ist der Fall. Geldstrafen bis zu 50.000 Schweizer Franken sind durchaus möglich. Umgerechnet sind das etwa 46.000 Euro.

Auch wenn es sich nicht um Bußgelder handelt, stellt sich dennoch die Frage, ob diese Geldsanktionen in Deutschland vollstreckbar sind. Da Liechtenstein kein Mietglied der EU ist und somit kein Vollstreckungsabkommen mit Deutschland besteht, ist eine Vollstreckung nicht möglich. Aber Achtung: Offene Geldstrafen können bei einer Wiedereinreise zu Schwierigkeiten führen. Ist die Forderung nicht verjährt, können die Behörden den Betrag inklusive Mahngebühren dann einfordern.

Quellen und weiterführende Links

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