Promillegrenze für Busfahrer - Bußgeldkatalog 2018

Promillegrenze für Busfahrer – Welche Werte gelten?

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Gibt es eine besondere Promillegrenze für Busfahrer?

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Alkohol am Steuer: Gelten für Busfahrer besondere Vorschriften?

Wer im Straßenverkehr Personen transportiert, trägt immer größere Verantwortung als ein einzelner Autofahrer. Besonders Busfahrer sollten also darauf achten, Verkehrsregeln konsequent einzuhalten, um Insassen nicht zu gefährden.

Dies gilt im Besonderen für die Einhaltung der Promillegrenze, die grundsätzlich für alle Fahrzeugführer in Deutschland gilt. Doch welche Vorschriften gelten diesbezüglich für Busfahrer?

Doch unterscheidet sich die Promillegrenze für Busfahrer von der für andere Fahrzeugführer? Gilt eine besondere Promillegrenze für alle Fahrzeugführer, die beruflich Personen transportieren? Welche Sanktionen erwarten einen Busfahrer, der alkoholisiert Personen transportiert? Muss ein Busfahrer auch während der Dienstbereitschaft und der Ruhezeiten auf Alkohol verzichten? Hier erfahren Sie es.

Bußgeldtabelle für das Busfahren unter Alkoholeinfluss

Folgende Sanktionen können laut Bußgeldkatalog für den Bus für Busfahrer verhängt werden, die einen Bus unter Alkoholeinfluss im Straßenverkehr führen.

VerstoßBußgeldPunkteFahrverbot
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze
beim 1. Verstoß500 €21 Monat
beim 2. Verstoß1000 €22 Monate
beim 3. Verstoß1500 €23 Monate
Gefährdung des Verkehrs unter Alkoholeinfluss (ab 0,3 Promille)3Führerscheinentzug, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe
Blutalkoholkonzentration von mehr als 1,1 Promille3Führerscheinentzug, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe
Busfahrer hält Null-Promillegrenze während des Dienstes nicht einbis zu 10.000 Euro

Welche Promillegrenze gilt für Busfahrer?

Vor und während des Dienstes dürfen Busfahrer keinen Alkohol zu sich nehmen.

Vor und während des Dienstes dürfen Busfahrer keinen Alkohol zu sich nehmen.

Grundsätzlich gilt in Deutschland die 0,5-Promillegrenze. Das heißt, dass Fahrzeugführer ab einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille ihr Fahrzeug nicht mehr bewegen dürfen. Diese Vorschrift gilt für Fahrzeugführer jeglicher Art. Wer dagegen verstößt, muss mit einem hohen Bußgeld, Punkten in Flensburg und sogar Fahrverbot rechnen.

Bei Wiederholungstätern verschärfen sich die Sanktionen sogar noch einmal. Außerdem ist es möglich, schon ab 0,3 Promille zur Rechenschaft gezogen zu werden, wenn Sie unter Alkoholeinfluss andere Verkehrsteilnehmer gefährden oder einen Unfall verursachen.

Bei der Promillegrenze gibt es jedoch auch zahlreiche Ausnahmen, wie zum Beispiel für Fahranfänger oder für Fahrzeugführer, die beruflich Personen im Straßenverkehr transportieren. Es gibt demnach tatsächlich eine Promillegrenze, die Busfahrer einhalten müssen.

Die Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft) regelt unter §45, welche Regelungen für Busfahrer bezüglich des Konsums von Alkohol während oder vor der Fahrt mit einem Linienbus gelten. Demnach handeln Mitglieder des Betriebspersonals, die zum Fahrdienst im Linienverkehr eingesetzt sind, ordnungswidrig, wenn sie vorsätzlich oder fahrlässig,

während des Dienstes und der Dienstbereitschaft alkoholische Getränke oder andere die dienstliche Tätigkeit beeinträchtigende Mittel zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung solcher Getränke oder Mittel steht.

Für Busfahrer sowie für andere Führer von Fahrzeugen, deren Beruf es ist, Menschen sicher von A nach B zu bringen, gilt also die Null-Promillegrenze. So gilt das Alkoholverbot also beispielsweise auch für Taxifahrer, Straßenbahnführer und Führer von Omnibussen im Gelegenheitsverkehr.

Gilt die Promillegrenze auch für Busfahrer im Reiseverkehr? Für Fahrer von Reisebussen gelten die Regelungen der BOKraft bezüglich des Konsums von Alkohol nicht. Sie sind daher nicht gezwungen, die Null-Promillegrenze während der Fahrt einzuhalten. Für sie gilt die 0,5-Promillegrenze.

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Welche Sanktionen drohen bei Missachtung der Promillegrenze für Busfahrer?

Halten sich Busfahrer nicht an die Null-Promillegrenze und konsumieren während des Dienstes oder vor Dienstantritt Alkohol, kann das teuer werden. Verursachen Busfahrer alkoholisiert einen Unfall, gefährden andere Teilnehmer im Straßenverkehr oder werden fahrauffällig können hohe Geld- oder Freiheitsstrafen und der Entzug des Führerscheins die Folge sein.

Generell gilt aber, dass es gar nicht erst so weit kommen muss. Denn geraten Busfahrer in eine Verkehrskontrolle und es wird von den Beamten festgestellt, dass der Busfahrer Alkohol konsumiert hat, ist die Menge hierbei nicht entscheidend. Schon bei dem geringsten Blutalkoholwert kann ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro verhängt werden.

Gleiches gilt übrigens auch, wenn Sie sich als Busfahrer im Bereitschaftsdienst befinden. In den Ruhezeiten müssen Sie sich allerdings nicht mehr an die Null-Promillegrenze halten. Hier gilt dann für Sie die 0,5-Promillegrenze wie für alle anderen Fahrzeugführer auch. Voraussetzung ist hierbei aber, dass Sie bei Dienstantritt keinen Restalkohol im Blut haben.

So können Sie Ihren Promillewert ausrechnen:

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