Gibt es eine Promillegrenze in Schweden?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 9. Juni 2019

Beliebtes Urlaubsland für Camping-Fans und Naturfreunde

Trotz der niedrigen Promillegrenze ist Schweden als Reiseland vor allem bei Campern beliebt.

Trotz der niedrigen Promillegrenze ist Schweden als Reiseland vor allem bei Campern beliebt.

Die skandinavischen Länder werden jedes Jahr beliebter, vor allem unter Campern und Naturliebhabern. Während Dänemark weite Dünenlandschaften zu bieten hat, ist Schweden reich an Wäldern, Seen und Fjäll. Norwegen dagegen ist gebirgiger und fasziniert mit seiner einzigartigen Küste, den Fjords.

Vor allem Camper und Outdoor-Sportler haben Schweden für sich entdeckt. Nicht nur macht das Jedermannsrecht den Aufenthalt in der Natur, z. B. mit Zelt, einfacher als in anderen Teilen Europas, auch wird das nächteweise freie Stehen mit dem Wohnmobil in Skandinavien normalerweise geduldet. Daneben gibt es viele hervorragende Campingplätze, die alles bieten, was das Camper-Herz erfreut.

Während bei der Einreise nach Schweden keine besonderen Aspekte beachtet werden müssen, sollten sich Reisende zuvor jedoch mit den jeweiligen Verkehrsregeln befassen. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die geltende Promillegrenze, die in Schweden das Fahren unter Alkoholeinfluss reglementiert.

Welche Alkoholgrenze ist in Schweden im Straßenverkehr zu beachten?

Wer in Schweden die Promillegrenze nicht kennt, kann schnell in eine unangenehme Situation geraten, sollte in einer Polizeikontrolle auch der Alkoholwert getestet werden. Denn anders als in Deutschland und vielen anderen europäischen Staaten liegt die Grenze nicht bei 0,5 Promille. Schweden hat den zulässigen Alkoholwert, bei dem das Autofahren noch geduldet ist, niedriger angesetzt.

Die Promillegrenze liegt in Schweden bei 0,2 ‰.

Ab 0,2 Promille ist Schluss - Schweden und Besucher des Landes müssen sich dann ein anderes Verkehrsmittel suchen.

Ab 0,2 Promille ist Schluss – Schweden und Besucher des Landes müssen sich dann ein anderes Verkehrsmittel suchen.

Damit hat das skandinavische Land einen der niedrigsten Alkoholgrenzwerte in ganz Europa. Nur in Tschechien und Ungarn sind mit einer Null-Promille-Politik noch restriktivere Straßenverkehrsregeln in Kraft.

Allerdings gibt es keine gesonderte Promillegrenze für Fahranfänger. Schweden setzt auf einheitliche Alkoholgrenzwerte für alle. In Deutschland ist dies anders. Hierzulande haben Autofahrer in der Probezeit die 0,0-Promille-Grenze zu beachten.

Ist das Radfahren unter Alkoholeinfluss erlaubt?

Neben der eigentlichen, fürs Autofahren geltenden Promillegrenze sollte in Schweden auch das Fahrrad stehen gelassen werden, wenn aufgrund eines gewissen Alkoholpegels sicheres Fahren nicht mehr möglich ist.

Eine genaue Alkoholgrenze existiert zwar nicht, trotzdem können einkommensabhängige Bußgelder ab ca. 180 Euro verhängt werden, wenn bei einer Verkehrskontrolle eine alkoholbedingt unsichere Fahrweise auffallen sollte. Am besten lassen Urlauber also auch ihren Drahtesel stehen, wenn sie Alkohol getrunken haben.

Welche Folgen hat das alkoholisierte Fahren in Schweden?

Neben der Promillegrenze muss in Schweden beim Fahren auch auf große Wildtiere geachtet werden.

Neben der Promillegrenze muss in Schweden beim Fahren auch auf große Wildtiere geachtet werden.

Wer als Fahrer gegen die Promillegrenze in Schweden verstößt, muss mit weitreichenden Konsequenzen rechnen:

  1. Bußgeld: In jedem Fall werden die Behörden ein hohes Bußgeld verhängen, das in der Regel einkommensabhängig nach Tagessätzen bemessen ist.
  2. Führerscheinverlust ab 0,3 Promille: Werden Autofahrer mit 0,3 Promille oder mehr erwischt, steht normalerweise der Verlust des Führerscheins für 12 Monate an. Ab 1,0 Promille ist sogar mit 24 Monaten Fahrsperre zu rechnen.
  3. Strafrechtliche Anzeige: Ab 1,0 Promille wird außerdem ein strafrechtlicher Prozess in Gang gesetzt, der auch in eine Gefängnisstrafe münden kann. Ist es zu einem Unfall mit Personenschaden gekommen, können bis zu sechs Jahre Gefängnis anstehen.

Reisende sollten also unbedingt die Promillegrenze in Schweden beachten und sich auch ansonsten an die Verkehrsregeln halten. Auch andere Bußgelder und Strafen sind im europäischen Ausland oftmals um ein Vielfaches höher angesetzt als in Deutschland.

Außerdem sollten Fahrer landestypische Risikofaktoren beachten. In Schweden heißt das zum Beispiel, besonders auf ländlichen Straßen im Norden vorsichtig zu fahren, denn Elch und Rentier kreuzen immer wieder die wenigen Straßen in Schwedisch-Lappland.
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