Regelmäßig die Wochenruhezeit im Lkw verbringen? Hier droht bald ein Bußgeld!

News vom 13.03.2017 um 14:58 Uhr

Wird die Wochenruhezeit im Lkw verbraucht, droht bald ein Bußgeld

Wird die Wochenruhezeit im Lkw verbraucht, droht bald ein Bußgeld

Berlin. Am 9. März nahm der Bundestag einen Gesetzentwurf zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes der CDU/CSU- und SPD-Fraktion an. Dieser Gesetzesentwurf sieht vor künftig sowohl Lkw-Fahrer als auch Transportunternehmer mit einem Bußgeld zu belegen, wenn Fahrer die wöchentliche Ruhezeit regelmäßig in ihrem Lkw verbringen.

Bußgelder bis 180 Euro

Der ursprüngliche Vorschlag des Bundesrates sah vor, die Verbringungen der Wochenruhezeit in der Fahrerkabine des Lkws, im Fahrpersonalgesetz zu verbieten. Dafür gab es jedoch keine Mehrheit. Stattdessen soll es nun für das Übernachten im Lkw ein Bußgelder geben. Für Lkw-Fahrer und Unternehmer sollen diese 60 bis 180 Euro je Stunde betragen. Damit der Gesetzentwurf inkrafttritt muss der Bundesrat dem am 31. März 2017 noch zustimmen.

Hintergrund des Gesetzentwurfes

Die Änderung des Fahrpersonalgesetzes soll zu faireren Wettbewerbsbedingungen führen sowie Lkw-Fahrer vor menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen schützen. Denn häufig gibt es auf Raststätten, auf denen Lkw-Fahrer übernachten, keine geeigneten Sanitär- oder Versorgungseinrichtungen. Auch kommt es vor, dass Lkw-Fahrer oftmals mehrere Monate unterwegs sind, ohne ihre Familie in der Zeit zu sehen – das betrifft vor allem ausländische Fahrer. Die Änderung des Fahrpersonalgesetzes soll dem nun vorbeugen.

Einblick in den Alltag eines Berufskraftfahrers

Wie anstrengend die Arbeit als Lkw-Fahrer ist zeigt dieses Video von inFraken.de:

Lenk- und Ruhezeiten: Diese Vorschriften gelten

Aktuell dürfen Lkw-Fahrer pro Tag 9 Stunden fahren. Pro Kalenderwoche dürfen sie die Tageslenkzeit jedoch auf 10 Stunden erhöhen. Spätestens nach 4,5 Stunden Fahrzeut müssen Fahrer 45 Minuten Pause einlegen.

Die tägliche Ruhezeit muss mindestens 11 Stunden (innherhalb von 24 Stunden) dauern. Dreimal in der Woche darf diese Ruhezeit auf 9 Stunden verkürzt werden. Die maximale Wochenlenkzeit darf nicht mehr als 56 Stunden betragen.

Halten sich Fahrer nicht an die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten drohen sowohl für sie als auch für ihre Transportunternehmer Bußgelder. Wie hoch diese ausfallen können, erfahren Sie in unserem Bußgeldkatalog „Lenk- und Ruhezeiten“.

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1 Kommentar

  1. Armin G. sagt:

    Jeder der den Führerschein für LKW macht is über 28. Also Volljährig.
    Niemand wird gezwungen in Firmen zu Arbeiten bei denen man Wochenlang unterwegs ist.
    Siehe dazu Grundgesetz Art. 2.2: Die Freiheit DRS Menschen ist unantastbar.
    Also wieder mal Abzogge von Steuerzahlern

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