Wandern im Naturschutzgebiet

Bußgelder beim Wandern im Naturschutzgebiet

In der Folgenden Tabelle finden Sie einen groben Überblick über die möglichen Bußgelder, die in den Einzelnen Bundesländern bei Verstößen beim Wandern in Landes- und Naturschutzgebieten anfallen können (Auszug zur Orientierung):

VerstoßBußgeld
Feuer angezündet oder betrieben25 - 5.000 €
wild lebende Tiere getötet oder gefangen25 € - doppelter wirtschaftlicher Wert
wild wachsende Pflanzen beschädigt, ausgerissen oder ausgegraben25 € - doppelter wirtschaftlicher Wert
Lärm erzeugt25 - 500 €
verbotene Flächen befahren oder beritten25 - 5.000 €
verbotene Flächen betreten25 - 500 €
Hunde ohne Leine laufen gelassen25 - 1.000 €
Gebiet mit motorbetriebenem Kfz befahren25 - 5.000 €
verbotswidrig gezeltet25 - 1.000 €
verbotswidrig Sachen zurückgelassen25 - 2.500 €

So umschiffen Sie beim Wandern die schärfsten Klippen

Wandern im Naturschutzgebiet erfordert vorherige Kenntnis bestimmter Regelungen und Gesetze.

Wandern im Naturschutzgebiet erfordert vorherige Kenntnis bestimmter Regelungen und Gesetze.

Der Naturschutz spielt in Deutschland eine immer stärker wachsende Rolle: Von der Renaturierung einzelner Gebiete über die Einrichtung von Vogelschutzgebieten bis hin zur natürlichen Waldentwicklung werden immer umfassendere Maßnahmen ergriffen, um die verbleibenden Bastionen der Natur zu bewahren.

Die Motivation entstammt dabei nicht ausschließlich nur dem Gedanken des Umweltschutzes, sondern auch touristischen Interessen. Die grünen Oasen locken zahlreiche Natur- und Wanderfreunde an. Um die Gebiete entsprechend auch späteren Generationen zur Verfügung stellen zu können, gilt es beim Wandern in Naturschutzgebiet, Wald & Co. das eine oder andere zu beachten.

Bei Missachtung von Naturschutzgesetzen des Bundes und der Länder können andernfalls sogar teils empfindliche Sanktionen drohen. Mehr dazu erfahren Sie im Folgenden.

So verhalten Sie sich beim Wandern durch die Natur richtig!

Planen Sie einen Ausflug in eines der vielen Naturschutzgebiete Deutschlands, sollten Sie sich vorab stets damit vertraut machen, was in den Schutzzonen gestattet, was untersagt ist. Grundsätzlich sollen alle, die beim Wandern ein Naturschutzgebiet, einen Wald oder andere geschützte Bereiche durchqueren, den Erhalt dieser Reservate nicht gefährden. Das bedeutet:

  • keine illegale Müllentsorgung oder anderweitige Verunreinigung
  • kein unerlaubtes Errichten von Zelten oder anderen mobilen Behausungen
  • keine offenen Feuer (insbesondere bei Waldbrandgefahr)
  • keine Beschädigung von Bäumen oder anderen geschützten Pflanzen (vielerorts ist auch das Pflücken von Blumen oder Fangen von Insekten und anderen Tieren streng untersagt)
  • kein unerlaubtes Befahren oder Abstellen von Fahrzeugen auf Waldwegen
  • Vermeidung von unnötigem Lärm (insbesondere in Tierschutzzonen)
  • nur bei entsprechender Erlaubnis die angelegten Wege verlassen
  • u. v. m.
Grundsätzlich gilt, dass jedwede Handlung, die die Natur sowie Tierwelt beeinträchtigen könnte, beim Wandern in einem Naturschutzgebiet zu unterlassen ist. Je nach Bundesland, Tatbestand und angerichtetem Schaden können andernfalls Bußgelder bis 50.000 Euro drohen.
Wer beim Wandern im Naturschutzgebiet ein Feuer machen will, muss Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Wer beim Wandern im Naturschutzgebiet ein Feuer machen will, muss Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Wandern in Naturschutzgebiet, Wald & Co. bei erhöhter Waldbrandgefahr

Nach heißen und trockenen Tagen kann die Waldbrandstufe in einzelnen Schutzgebieten schnell steigen. Je höher die Stufe ist, desto sorgsamer müssen Sie sich beim Wandern verhalten.

Vereinzelt können schon kleine Funken oder eine unachtsam weggeworfene Glasflasche einen Schwelbrand auslösen, der einen erheblichen Schaden anrichtet und auch Tier und Mensch schnell gefährlich werden kann.

Verursachen Sie aufgrund Ihres Fehlverhaltens fahrlässig einen Waldbrand, kann dies einen Straftatbestand erfüllen. Wer sich gemäß § 306d Strafgesetzbuch (StGB) der fahrlässigen Brandstiftung schuldig macht, kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe belegt werden. Zudem können sich hieraus auch Schadensersatzansprüche seitens des Landbesitzers ergeben.

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