Wildtiere füttern: Keine gute Idee

Bußgeldtabelle bei Verstößen gegen das Landesjagdgesetz

Die folgende Tabelle zeigt, welche Bußgelder in den einzelnen Bundesländern bei Ordnungswidrigkeiten nach dem jeweiligen Landesjagdgesetz maximal verhängt werden können:

BundeslandMaximalhöhe für Bußgeld
Baden-Württemberg5.000 Euro
Bayern5.000 Euro
Berlin5.000 Euro
Brandenburg5.000 Euro
Bremen2.500 Euro
Hamburg5.000 Euro
Hessen25.000 Euro
Mecklenburg-Vorpommern5.000 Euro
Niedersachsen25.000 Euro
Nordrhein-Westfalen5.000 Euro
Rheinland-Pfalz5.000 Euro
Saarland5.000 Euro
Sachsen5.000 Euro
Sachsen-Anhalt2.500 Euro
Schleswig-Holstein5.000 Euro
Thüringen25.000 Euro

Wildtiere zu füttern ist meistens verboten!

Ob Wildschweine, Hirsche, Rehe oder Füchse: Füttern ist oft verboten.

Ob Wildschweine, Hirsche, Rehe oder Füchse: Füttern ist oft verboten.


Spaziergänge im Wald sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung und ermöglichen eine oft dringend benötigte Erholung vom hektischen Stadtleben. Für Tierliebhaber ist es außerdem eine seltene Gelegenheit, wilde Tiere in ihrer heimischen Umgebung zu beobachten.

Bei manchem geht die Tierliebe soweit, dass er anfängt, die Wildschweine, Rehe oder Hirsche zu füttern – ohne zu wissen, dass dies in den meisten Fällen verboten ist. Denn dem Tier wird häufig nichts Gutes getan, wenn wohlmeinende Spaziergänger den Futterbeutel hervorholen.

Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, warum es in der Regel nicht erlaubt ist, im Wald Wildtiere zu füttern, welches Gesetz das Verbot festlegt und wer – wenn überhaupt – befugt ist, wilde Tiere zu füttern. Außerdem erklären wir, warum es schädlich ist, Wildtiere wie z. B. Rehwild oder Damwild zu füttern.

Wer legt fest, wann es erlaubt ist, Wildtiere zu füttern? Und wer darf füttern?

In Notzeiten dürfen Jäger oder Förster Wildtiere wie Wildschweine oder Rehe im Winter füttern.

In Notzeiten dürfen Jäger oder Förster Wildtiere wie Wildschweine oder Rehe im Winter füttern.


Das Füttern von Wildtieren wird im § 28 des Bundesjagdgesetzes erwähnt. Dort heißt es:

Die Länder können die Fütterung von Wild untersagen oder von einer Genehmigung abhängig machen.

Es ist demnach Aufgabe der Bundesländer zu entscheiden, wann und wo es erlaubt ist, Wild zu füttern. Dies wird in den jeweiligen Landesjagdgesetzen geregelt. In den meisten Bundesländern gestattet dieses nur in Notzeiten, Wildtiere zu füttern, beispielsweise im Winter, wenn es für die Tiere zu kalt ist, um selbst Nahrung zu finden.

Allerdings: Diese Landesjagdgesetze legen in der Regel lediglich fest, ob und wann Jäger oder Förster Rotwild und Co. füttern dürfen. Spaziergängern ist die Wildtierfütterung nämlich generell untersagt.

Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belangt werden kann. Die Höhe des Bußgeldes variiert je nach Bundesland.

Warum ist es verboten, Wildtiere zu füttern?

Das Verbot der Wildtierfütterung soll die Wildtiere vor falscher Nahrung schützen. Denn Tierfreunde mögen es gut meinen, wenn sie Hirsche oder Rehe mit Brot füttern – besonders im Winter, wenn kaum Grünfutter zu finden ist –, eine artgerechte Ernährung ist dies jedoch nicht. Und nicht nur Brot wird gerne gefüttert, sondern auch Küchenabfälle oder beliebige Pflanzen, ohne dass die Spaziergänger wissen, ob die Tiere das Futter vertragen oder nicht. Das Verbot, Wildtiere zu füttern, dient deshalb dem Tierschutz.

Außerdem verlieren wilde Tiere die Scheu vor dem Menschen, wenn sie regelmäßig gefüttert werden. Das birgt Risiken für Mensch und Tier, wenn sich die Wildtiere an die Nähe von Menschen gewöhnen und Einzug in die Siedlungen halten. Dort können z. B. Wildschweine großen Schaden anrichten und Menschen gefährden.

Des Weiteren erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen, wenn Wildtiere immer näher an die Städte und Dörfer ziehen.

Verfasse einen neuen Kommentar

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (55 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
Loading...