Tauben füttern: Erlaubt oder verboten?

Bußgeldtabelle: Tauben füttern

OrdnungswidrigkeitBußgeld
Tauben trotz bestehendem Verbot füttern, z. B. in ...wird von jeder Stadt, Gemeinde etc. individuell festgelegt
Hamburgbis zu 5.000 Euro
Stuttgartbis zu 5.000 Euro
Braunschweigbis zu 5.000 Euro
Münchenbis zu 1.000 Euro
Kölnbis zu 1.000 Euro
Dortmundbis zu 1.000 Euro
Frankfurt am Mainbis zu 200 Euro

Ist Tauben zu füttern gesetzlich verboten?

Wo dürfen Sie Tauben füttern?

Wo dürfen Sie Tauben füttern?

Sie sitzen auf Denkmälern, Häuserdächern, Parks und so ziemlich jedem öffentlichen Platz: Tauben sind ein alltäglicher Anblick in Städten. Die Tiere hinterlassen dabei große Mengen an Kot, der Gebäude und Plätze verunreinigt, und gelten zudem als Überträger von Parasiten und Krankheiten.

Daher wird es nicht von jedem gern gesehen, wenn Tierfreunde in der Stadt Tauben füttern. Durch das erhöhte Futterangebot erhöht sich die Populationsdichte der Tauben, was auch den Vögeln selbst schadet, da sich immer mehr Exemplare einen beengten Lebensraum teilen müssen.

Ein Gesetz, dass die Fütterung bundesweit verbietet, existiert nicht, und trotzdem können Taubenfütterer nicht überall ungestraft ihrer Freizeitbeschäftigung nachgehen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Regelungen die Gemeinden erlassen können und ob Hauseigentümer von ihren Mietern verlangen können, Tauben nicht zu füttern.

Tauben zu füttern kann eine Ordnungswidrigkeit sein

Stadtverwaltungen haben das Recht, ein kommunales Verbot zum Taubenfüttern für ihre jeweiligen Gemeinden zu erlassen. Wenn Sie in solchen Städten im öffentlichen Raum Tauben füttern, z. B. im Park, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit. Werden Sie dabei vom Ordnungsamt erwischt, haben Sie mit einem Bußgeldbescheid zu rechnen – und dieser kann je nach Ort und „Schwere der Tat“ richtig teuer werden!

Hier einige Beispiele, wie hoch das Bußgeld in verschiedenen deutschen Städten ausfallen kann, wenn wiederholt gegen das Taubenfütterungsverbot verstoßen wird:

  • Hamburg: bis zu 5.000 Euro
  • Stuttgart: bis zu 5.000 Euro
  • Braunschweig: bis zu 5.000 Euro
  • München: bis zu 1.000 Euro
  • Köln: bis zu 1.000 Euro
  • Dortmund: bis zu 1.000 Euro
  • Frankfurt am Main: bis zu 200 Euro


Die oben aufgeführten Beträge stellen wohlgemerkt die jeweilige maximale Bußgeldhöhe in den Städten dar. Diese wird in der Regel nur bei wiederholten Verstößen gegen das Taubenfütterungsverbot verhängt. Für Vogelfreunde, die einmalig dabei erwischt werden, wie sie Tauben füttern, fällt die Strafe in der Regel geringer aus und endet häufig nur mit einem Verwarnungsgeld. Dies liegt im Ermessen des Ordnungsamtes oder – im Streitfall – des Gerichts.

Selbst in Städten, in denen wie z. B. in Berlin kein Fütterungsverbot gilt, kann es eine Ordnungswidrigkeit darstellen, Tauben zu füttern: wenn nämlich das Ausstreuen von Futter als Verschmutzung des öffentlichen Raums gewertet wird.

Tauben füttern auf Privatgrundstück

Tauben zu füttern ist oft verboten. Als Strafe kann ein Bußgeld verhängt werden.

Tauben zu füttern ist oft verboten. Als Strafe kann ein Bußgeld verhängt werden.

Ist es aber auch zu Hause verboten, Tauben zu füttern, z. B. auf dem Balkon oder im Garten, wenn in der Stadt ein Fütterungsverbot herrscht? Dies ist maßgeblich von der Verordnung abhängig, in dem dieses Verbot festgehalten ist. Denn in dieser muss der Geltungsbereich definiert sein, für den die Verordnung Gültigkeit besitzt.

Für eine Verordnung nach Stadt- bzw. Gemeinderecht ist dieser Geltungsbereich in der Regel auf den öffentlich zugänglichen Raum beschränkt, dies muss aber nicht immer der Fall sein.

Wenn Sie also auf Ihrem Privatgrundstück Tauben füttern und dafür einen Bußgeldbescheid erhalten, kann es sich durchaus lohnen, von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen, ob das kommunale Taubenfütterungsverbot auch tatsächlich Ihr Zuhause miteinschließt.

Dann könnte es sich anbieten, Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen.

Vermieter kann Taubenfüttern verbieten

Doch selbst wenn die Stadt Ihnen erlaubt, Tauben zu füttern, muss dies nicht auch Ihr Vermieter tun. Dieser darf Ihnen zwar nicht die Fütterung von Singvögeln untersagen, eine Taube zu füttern, stellt jedoch einen anderen Fall dar, da diese Vögel nicht nur größer sind, sondern eben auch als erhöhtes Gesundheitsrisiko für Menschen gelten.

Daher können Vermieter eine Klausel im Mietvertrag aufsetzen, die es Mietern verbietet, auf dem Balkon, im Garten oder vom Fenstersims aus Tauben zu füttern.

2 Kommentare

  1. Ismet C. sagt:

    Hallo, „Tauben füttern: Erlaubt oder verboten?“Hier verbreiten Sie Vorurteile auch wenn Sie schreiben „gelten als“. Wären die Tauben tatsächlich so große Krankheitsüberträger- dass von ihnen eine große Gesundheitsgefahr für dem menschen ausgehen würdewürde unser Staat sie nicht frei herumfliegen lassen.
    „Die Tiere hinterlassen dabei große Mengen an Kot, der Gebäude und Plätze verunreinigt, und gelten zudem als Überträger von Parasiten und Krankheiten.“ Ja sie hinterlassen Kot, der Plätze verunreinigt- an den mir bekannten Plätzen ist die Verunreinigung durch den Menschen bei weitem eckeliger: Erbochenes, Urin, Essenreste, Hundekot, Müll,….
    Krank geworden bin ich noch nicht, ja die Tauben haben Parasiten und Kranheiten, die meisten davon übertragen sie unter Ihresgleichen. Wenn ich Papageine, Wellensichtiche und Hühner halte ist es genauso gefährlich.

    „Durch das erhöhte Futterangebot erhöht sich die Populationsdichte der Tauben, was auch den Vögeln selbst schadet, “ Tauben brüten ständig weil sie so gezüchtet wurden- vom Mensch. Es gibt Untersuchungen die sagen, dass die Tauben noch mehr brüten wenn das Futterangebot geringer ist. Tauben langsam und elendig verhungern zu lassen ist keine Lösung. Der Staat sollte das vom Menschen gemachte Problem dauerhaft lösen, durch ausreichend Taubenschläge, wo die Tauben versorgt und die Eier getauscht werden können. BEste Grüße C.

    • Do Stahl sagt:

      Ein kluger Kommentar. Ich kann da nur zustimmen. Diese Taubenhetze ist ungerecht. Das Taubenelend haben die Menschen verursacht.
      Und schuld an der Umweltverschmutzung haben Menschen und nicht die Tauben!
      Also geht anständig auch mit diesen Lebewesen um und stellt ihnen Taubentürme zur Verfügung.
      Absoluter Schwachsinn ist es, die paar wenige Menschen zu bestrafen, die noch ein Herz für die „Ratten der Lüfte“ haben. Man kann sie ohnehin an einer Hand abzählen….

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