Wildunfall – Wie lassen sich Unfälle mit Tieren vermeiden?

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Was tun bei Wildunfall?

Wildunfall: Reh läuft vors Auto

Wildunfall: Reh läuft vors Auto

Deutschland ist ein Land, das großen Wert auf den Schutz der Umwelt legt. So führen zahlreiche Landstraßen und Autobahnen durch ausgedehnte und malerische Waldgebiete und weitläufige Felder, in denen Flora und Fauna besonderem Schutz unterliegen und zahlreiche verschiedene Tierarten ihren Lebensraum haben. Oftmals lässt sich Rot-, Dam- oder Schwarzwild beobachten, das Nahrung am Waldrand sucht oder mit dem Nachwuchs über ein Feld läuft. Ein solcher Anblick ist stets ein besonderer Augenblick. Doch das idyllische Bild kann sich schnell zu einer gefährlichen Situation ändern, etwa wenn das grasende Wild plötzlich ausbricht und Richtung Straße läuft.

Was ist bei einem drohenden Zusammenstoß oder erfolgten Wildunfall zu tun? Was muss beim Wildunfall beachtet werden? Antworten daruf erhalten Sie im Folgenden.

2013: Rund 247.000 Vorfälle mit Fallwild

Wildunfälle in Deutschland sind keine Seltenheit. Die deutschen Versicherer haben allein für das Jahr 2013 rund 247.000 Wildunfälle registriert, ein leichter Rückgang zum Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Wildunfälle laut der Statistik des Deutschen Jagdverbandes beträgt für denselben Zeitraum gut 230.700 Vorfälle mit Fallwild, wobei der Name „Fallwild“ der Fachbegriff für alle Wildarten darstellt, die durch nichtjagdliche Einwirkungen umkommen. Dabei sind jedoch die meisten Fälle auf den Straßenverkehr beschränkt.

Im Jahr 2014 stieg die Anzahl der Wildunfälle mit Personenschaden wieder an. Und noch immer zählt der Wildunfall als eine der Hauptunfallursachen auf deutschen Straßen. Laut Jagdverband kommt es in Deutschland zirka alle 2,5 Minuten zu einem Unfall mit Wildtieren.

Den größten Anteil bei Wildunfällen in Deutschland hat das sogenannte Rehwild. Dam- und Rotwild sind dagegen am wenigsten in Unfälle verstrickt.

Zeiten und Orte mit erhöhtem Unfallrisiko beachten

Wer oft auf den wald- und feldgesäumten Landstraßen unterwegs ist, sollte daher generell die Augen offenhalten und einige Verhaltensregeln befolgen, um Wildunfälle zu vermeiden. Es ist zudem von Vorteil, mit dem Verhalten der Wildtiere vertraut zu sein um die besonders risikoreichen Tages- und Jahreszeiten zu kennen, zu denen sich der Wildwechsel häuft.

Als Gefahrenstellen und –zeiten gelten:

  • Bestimmte Pfade, von welchen das Wild in der Regel nicht abweicht (diese Pfade sind in Deutschland in der Regel durch entsprechende Warnschilder gekennzeichnet)
  • Morgen- sowie Abenddämmerung (hier sollte Vorsicht gelten, da zu diesen Tageszeiten häufig Wild wechselt)
  • die Brunftzeiten, die allerdings bei den verschiedenen Wildarten unterschiedlich sind.
  • die dunklen Jahreszeiten, also Herbst- und Winterzeit

Neben diesen besonderen Gefahrenzeiten kann es natürlich das ganze Jahr über zu einem Wildunfall kommen. Es ist also generelle Vorsicht geboten sowie das richtige Verhalten einzuhalten, wenn ein Wildtier die Fahrbahn kreuzt.

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Übersicht der Brunft- und Paarungszeiten der einzelnen Wildtiere

WildtierBeginn der PaarungszeitenEnde der Paarungszeit
DachsJuliAugust
DamwildOktoberNovember
FeldhaseJanuarAugust
FuchsJanuarFebruar
LuchsMärzApril
MarderJuliAugust
MarderhundFebruarApril
RehwildJuliAugust
Rotwild (Hirsch)SeptemberOktober
Schwarzwild (Wildschwein)NovemberFebruar
WaschbärFebruarMärz
WildkatzeFebruarMärz
WildkaninchenFebruarOktober

Drohender Wildunfall – was tun?

Generell gilt natürlich, im Wald und in Feldabschnitten eine angemessene Geschwindigkeit einzuhalten, um noch rechtzeitig bremsen zu können, wenn plötzlich ein Reh oder eine Bache nebst Frischlingen aus dem Unterholz bricht und über die Straße möchte.

Autofahrer sollten auf keinen Fall ausweichen, sondern lieber einen Wildunfall in Kauf nehmen

Autofahrer sollten auf keinen Fall ausweichen, sondern lieber einen Wildunfall in Kauf nehmen

Der Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h beträgt bereits 55 Meter. Bei feuchtem Wetter im Herbst oder Schnee im Winter verlängert sich dieser Bremsweg natürlich noch. Wird ein Wildtier am Wald- oder Feldrand entdeckt, sollte abgebremst und das Tier durch Hupen verscheucht werden. Zudem sollte das Fernlicht ausgeschaltet werden, da die blendende Lichtquelle die Orientierung des Wildes beeinträchtigt, so dass dieses beim Fluchtversuch schlimmstenfalls auf die Lichtquelle zu rennt.

Riskante Ausweichmanöver nach Möglichkeit vermeiden

Befindet sich das Wild bereits auf der Straße, sollten Sie einen kühlen Kopf bewahren. Nach Möglichkeit sollte auch in diesem Fall das Fernlicht ausgestellt und die Hupe betätigt werden, um das Tier zu erschrecken.

Ist der Bremsweg nicht mehr ausreichend, um eine Kollision zu vermeiden, sollte der Reflex zurückgehalten werden, ein Ausweichmanöver einzuleiten. Die Gefahr ist zu groß, mit einem anderen Wagen zusammenzustoßen oder die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Gegen einen Baum zu fahren, ist gefährlicher als die Kollision mit einem Tier. Zudem ist nicht berechenbar, in welche Richtung das Wild flüchtet, so dass es auch bei einem Ausweichmanöver wahrscheinlich ist, das Tier zu erwischen. Halten Sie das Lenkrad stattdessen fest und bremsen Sie, um so eine kontrollierte Kollision einzuleiten.

Bei Kleintieren und kleineren Wildtieren wird allerdings abgeraten, eine überstürzte Vollbremsung einzuleiten. Denn sollte der nachfahrende Wagen nicht mehr reagieren können und auf den Wagen vor ihm auffahren, etwa, weil der Grund für die Vollbremsung übersehen wird, kann der Fahrer des vorausfahrenden Wagens eine Teilschuld an dem Auffahrunfall tragen, da dem Fahrer in diesem Fall eine grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden kann. Die Klärung dieses Sachverhaltes bedarf allerdings einer individuellen Einzelfallentscheidung, die notfalls von einem Gericht getroffen wird.

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Zusammenfassung: So beugen Sie einem Wildunfall vor:

  • An Gefahrenstellen und zu Gefahrenzeiten besonders vorsichtig fahren
  • Befinden sich Tiere auf der Straße abbremsen, Fernlicht ausschalten und durch hupen, versuchen die Wildtiere zu verscheuchen.
  • Lässt sich der Unfall nicht mehr vermeiden: Lenkrad festhalten, bremsen, aber nicht versuchen auszuweichen!

Verhalten bei einem Wildunfall

Auch nach den erschreckenden Sekunden des Unfalles gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und keinesfalls den Unfallort zu verlassen. Dies gilt insbesondere nach einem Wildunfall. Fahrerflucht stellt dies zwar nicht dar, da in diesem Fall lediglich das Jagdausübungsrecht verletzt wird. Beim Entfernen vom Unfallort wird hingegen gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, sollte das Tier noch am Leben sein. Daher ist es in jedem Falle angeraten, nach einem Wildunfall und dem Absichern der Unfallstelle mit dem Warndreieck, die Polizei zu rufen und den Wildunfall zu melden.

Die Polizei nimmt den Wildunfall auf und alarmiert den Jagdpächter

Die Polizei nimmt den Wildunfall auf und alarmiert den Jagdpächter

Die Polizeibeamten nehmen den Unfall dann auf und können nach dem Wildunfall den Jagdpächter alarmieren, der sich um das verletzte oder tote Tier kümmert. Auch wenn das Tier aus eigener Kraft nach dem Unfall wieder aufstehen und flüchten kann, ist es nach einer heftigeren Kollision angeraten, den Jagdpächter zu benachrichtigen. Denn das Tier kann im Schockzustand flüchten, obwohl es erhebliche Verletzungen aufweisen kann. In diesem Fall sollte sich der Jagdpächter auf die Suche nach dem verletzten Tier machen, bevor es qualvoll verendet.

Nach dem Unfall: Tier liegenlassen und Ruhe bewahren

Es wird dringend davon abgeraten, dem Tier selbst helfen zu wollen, wenn es schwer verletzt auf der Straße liegt. Auch wenn es schwer fällt. Denn Tiere, die nicht an Menschen gewöhnt sind, können panisch reagieren, wenn sich diese dem Tier in einer Notsituation nähern. Und in dieser Panik beginnen sich die Wildtiere nicht selten zu wehren und auszuschlagen, wodurch erhebliche Verletzungen drohen, beim Versuch, dem verunglückten Wild zu helfen.

Zudem ist kaum erkennbar, ob das Tier an Krankheiten leidet, die auf den Menschen übertragen werden können, wie etwa Tollwut. Auch wenn das Tier tot ist, sollte es liegen gelassen und Ruhe bewahrt werden, bis die Beamten erscheinen. Keinesfalls darf das Tier mitgenommen und eventuell noch zum berühmt-berüchtigten „Wildgulasch de la rue“ verarbeitet werden, denn zum einen erfüllt dies den Straftatbestand der Wilderei, zum anderen können auch in diesem Fall noch Krankheiten übertragen werden. Das Tier sollte ausschließlich von Fachleuten vom Unfallort entfernt werden. Wird diese Aufgabe nicht von Jagdpächter übernommen, kann er diese Aufgabe dem Straßenamt übertragen.

Ansprüche für Fahrer und Jagdpächter nach Wildunfall

Entgegen der landläufigen Meinung ist der Jagdpächter nicht verpflichtet, für den Schaden zu zahlen, ganz gleich mit welchem Tier ein Unfall verursacht wurde. Im Gegensatz dazu ist der Jagdpächter nicht berechtigt, vom Fahrer des Unfallfahrzeuges eine Gebühr für die Beseitigung des Kadavers zu verlangen. Auch ein Schadenersatzanspruch zugunsten des Jagdpächters besteht nicht, da Wild herrenlos ist.

Die Ausnahme ist, wenn der Autofahrer es versäumt, den Wildunfall zu melden, so dass eventuell verwertbares Wildbret verdirbt. In diesem Fall besteht ein Schadenersatzanspruch zugunsten des Jagdpächters. Ein Schadenersatzanspruch beziehungsweise Wildschadenersatz besteht weiterhin, wenn durch den Unfall Schäden am Grundstück des Jagdpächters entstanden sind.

War es ein Wildunfall oder nicht?

Bei Wildunfällen wird in zwei Kategorien unterschieden. Zum einen wird ein Unfall als Wildunfall gewertet, wenn der Schaden am Fahrzeug durch eine Kollision mit einem Wildtier entstanden ist.

Leitet der Fahrer ein Ausweichmanöver ein, um eine drohende Kollision zu vermeiden, und verliert er im Folgenden die Kontrolle über sein Fahrzeug, so dass er ins Gelände, gegen einen Baum oder ein anderes Fahrzeug fährt, gilt dies theoretisch ebenfalls als Wildunfall. Allerdings liegt in diesem Fall die Beweislast beim Fahrer. Dieser muss nachweisen, dass der Unfall im Zusammenhang mit einer Gefährdung durch Wild entstanden ist. Zudem gilt diese Regelung ausschließlich bei großen Wildtieren wie Rehen oder Wildschweinen. Bei kleineren Wildtieren wird ein Unfall, der durch ein Ausweichmanöver entstanden ist, nicht anerkannt.

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Versicherung und Wildunfall – Wer zahlt?

Wie bereits erwähnt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch mit einem Reh einen Unfall zu haben. Wer zahlt jedoch bei einem Wildunfall?

Die Versicherung zahlt auch bei einem Wildunfall mit einem Kleintier, wenn es sich um Haarwild handelt

Die Versicherung zahlt auch bei einem Wildunfall mit einem Kleintier, wenn es sich um Haarwild handelt

Die Versicherung reguliert in der Regel die Schäden nach einem Wildunfall. Die Haftpflicht trägt allerdings keinerlei Kosten für die Reparatur des Schadens am eigenen Wagen nach einem Wildunfall. Die Teilkasko wie auch die Vollkasko sind genauer gesagt für den entstandenen Schaden zuständig. Allerdings gelten für beide Versicherungsarten unterschiedliche Konditionen bei einem Wildunfall.

Die Teilkasko zahlt nicht bei allen Tierarten den entstandenen Schaden. Diese Versicherung deckt nur die Schäden ab, die durch Wildunfälle mit sogenanntem Haarwild entstanden sind, also Rot- und Damwild sowie Schwarzwild und Hasen, Füchsen, Mardern und ähnliches. Und selbst dann unter Abzug der Selbstbeteiligung.

Die Ausnahme für Wildunfälle mit Kleintieren wie Hasen oder Füchsen besteht im Falle eines Aufpralls, der durch ein Ausweichmanöver verursacht wurde. In diesen Fall wäre die Kollision mit dem Kleintier mit weniger Schaden verbunden, die Teilkasko zahlt nicht. Haustiere sowie Vögel und Nutztiere werden nicht erfasst, in diesem Fall muss sich der Fahrer an den Besitzer wenden. Unfälle mit Seehunden deckt die Teilkasko allerdings auch ab. Fahrer mit einer Vollkasko-Versicherung bekommen den Schaden hingegen bei allen Tierarten ersetzt. Auch dann, wenn der Autofahrer den Wildunfall nicht beweisen kann, denn in diesem Fall liegt die Beweislast bei der Versicherung.

Unfallbescheinigung des Jagdpächters oder Försters erbitten

Ausschlaggebend für die Anerkennung eines Wildunfalls ist für die Teilkaskoversicherung das Vorhandensein entsprechender Belege, also der Tierkörper oder -kadaver sowie Überreste desselben am Unfallfahrzeug wie etwa Haare, Schweiß oder Federn.

Sind diese Belege nicht vorhanden, bleibt der Autofahrer auf den Kosten für den Schaden sitzen, wenn die Teilkasko den Wildunfall die Reparaturkosten übernehmen soll. Eine Begehung des Unfallortes sowie eine genaue Besichtigung des Unfallfahrzeuges sind also notwendig, um einen Wildunfall als solchen zu erkennen.

Es ist ratsam, den Schadensnachweis aus versicherungstechnischen Gründen zusätzlich fotografisch zu dokumentieren. Der Jagdpächter oder Förster, auf dessen Gelände der Unfall geschehen ist, kann bereits eine entsprechende Bescheinigung nach Wildunfall ausstellen, die den Unfall belegt. Er ist allerdings nicht zur Ausstellung dieser Unfallbescheinigung verpflichtet. Für die Ausstellung der Unfallbescheinigung kann der Jagdpächter eine entsprechende Vergütung verlangen. Eine Gebühr ist nicht zulässig.

Beweislast bei Unfällen durch Ausweichmanöver

Tierüberreste am Fahrzeug sind ein Beweis für einen Wildunfall

Tierüberreste am Fahrzeug sind ein Beweis für einen Wildunfall

Aus diesem Grund ist es wirklich angeraten, auch bei einer drohenden Kollision mit größeren Wildtieren ein Ausweichmanöver zu vermeiden und auf das Tier zuzufahren. Nicht nur, dass die Schäden, die durch den Aufprall an einem Baum um einiges größer sind als bei dem Unfall selbst mit einem Reh oder Wildschwein, es wird auch nahezu unmöglich, zu beweisen, dass der Unfall im Gelände oder an einem Baum ein Wildunfall ist, da kein Nachweis dafür vorhanden ist.

Der Fahrer des Unfallwagens bleibt in diesem Fall allerdings „nur“ auf den Kosten für die Reparatur des Schadens sitzen, die durch den Unfall am eigenen Wagen verursacht wurden. Schäden, die anderen bei einem Wildunfall zugefügt wurden, etwa Beschädigungen, die auf dem Gelände des Jagdpächters oder Försters durch den Unfall entstanden sind, oder Schäden an Leitplanken oder Fahrzeugen von Dritten, reguliert in der Regel die Haftpflichtversicherung des Fahrers des Unfallwagens.

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Wenn der Fahrer des Unfallwagens Glück hat, waren Zeugen zum Zeitpunkt des Wildunfalls anwesend, welche Aufschluss über den Unfallhergang geben können. Auch eine sogenannte Dashcam, eine kleine Kamera, die am Armaturenbrett befestigt wird und welche die Vorgänge aufzeichnet, die sich vor der Windschutzscheibe abspielen, kann eine Hilfe sein. Allerdings ist der Einsatz dieser Kameras aus datenschutzrechtlichen Gründen vor Gericht umstritten.

Beweismittel so lange wie nötig am Fahrzeug belassen

Ob die Versicherung nach dem Wildunfall die Unfallbescheinigung des Jagdpächters anerkennt, ist von Fall zu Fall und von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Oftmals schickt bei einem Wildunfall die Versicherung eigene Gutachter, die das betroffene Fahrzeug untersuchen sollen, um sicherzugehen, dass kein Versicherungsbetrug vorliegt.

Es ist daher angeraten, den Schaden so schnell wie möglich zu melden und den Zustand des Fahrzeuges sowie die Haar- und Blutspuren so lange zu belassen, bis der eventuell von der Versicherung beauftragte Gutachter das Fahrzeug untersucht und den Schaden bestätigt hat.

Wildunfall mit Motorrad

All diese Verhaltensregeln für einen Wildunfall mit dem Pkw gelten selbstverständlich auch für einen Wildunfall mit dem Motorrad. Allerdings ist ein Unfall mit Motorrad heikel, da eine Kollision mit einem Wildschwein oder Reh deutlich gravierendere Folgen für den Fahrer hat.

Die Verletzungen wären für den Beteiligten ungleich höher. Der Motorradfahrer würde sich daher im Zweifelsfall möglicherweise eher für ein Ausweichmanöver entscheiden als ein Autofahrer. Bricht die Maschine jedoch aus und endet das Ausweichmanöver in einem Unfall, gilt ebenso die Beweispflicht, um nachzuweisen, dass es ein Wildunfall war. Es ist daher für Motorradfahrer angeraten, eine noch höhere Vorsicht walten zu lassen, um drohende Verletzungen und Schaden an der Maschine zu vermeiden.

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