Neue Bußgelder in Kraft: Was jetzt teurer wird

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News vom 19.10.2017 um 10:53 Uhr

Neue Bußgelder in Kraft! Was sich nun für Verkehrsteilnehmer ändert, lesen Sie hier.

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Autofahrer aufgepasst: Heute treten die neuen Bußgelder in Kraft! Die Anpassungen vom Bußgeldkatalog werden zum 19.10.2017 umgesetzt. Das bedeutet für Kfz-Fahrer, die sich nicht an die Straßenverkehrsordnung (StVO) halten, härtere Strafen beim Telefonieren am Steuer, bei Blockierung der Rettungsgasse oder bei einer Teilnahme an illegalen Autorennen. Neu ist zudem das Verhüllungsverbot am Steuer.

Blockierung der Rettungsgasse: Neue Bußgelder in Kraft

In den letzten Monaten haben sich die Meldungen über eine Blockierung der Rettungsgasse bei einem Stau geradezu überschlagen. Immer wieder konnten Rettungskräfte erst zeitverzögert zu Verletzten gelangen, weil Teilnehmer am Straßenverkehr keine Rettungsgasse gebildet hatten.

Dieser Umstand blieb auch dem Gesetzgeber nicht verborgen. Eine entsprechende Anpassung vom Bußgeldkatalog, also neue Bußgelder, treten heute in Kraft. Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen, was den Betroffenen bei einer Blockierung der Rettungsgasse nun blüht:

BeschreibungBußgeldPunkteFahrverbotFVerbot
Sie bildeten auf einer Autobahn oder Außerortsstraße keine freie Gasse zur Durchfahrt von Polizei- oder Hilfsfahrzeugen, obwohl der Verkehr stockte.200 €2
...mit Behinderung240 €21 Monat1 M
...mit Gefährdung280 €21 Monat1 M
...mit Sachbeschädigung320 €21 Monat1 M
Sie unterließen es, einem Einsatzfahrzeug mit blauem Blinklicht und Martinshorn nicht sofort freie Bahn zu schaffen.240 €21 Monat1 M
...mit Gefährdung280 € 21 Monat1 M
...mit Sachbeschädigung320 €21 Monat1 M
Nicht nur für die Blockierung der Rettungsgasse sind neue Bußgelder ab sofort in Kraft. Generell müssen Verkehrsteilnehmer, die einem Einsatzwagen mit Blaulicht und Einsatzhorn keine freie Bahn verschaffen, mindestens mit einer Geldbuße von 240 Euro sowie einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.

Handy am Steuer oder beim Radfahren

Bisher wurde „nur“ für die Nutzung von einem Handy am Steuer ein Bußgeld verhängt. Auch dies ändert sich ab heute: Inbegriffen sind nunmehr alle technischen Geräte, auch Tablets und ähnliches, die Sie beim Fahren mit der Hand bedienen. Freisprechanlagen sind weiterhin erlaubt, sofern diese per Sprachsteuerung bedient werden können.

Wer sich nicht daran hält, für den treten ab heute folgende neue Bußgelder in Kraft, auch Radfahrer sind betroffen:

BeschreibungBußgeldPunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
Als Kraftfahrer das Handy am Steuer genutzt100 €1Hier prüfen
...mit Gefährdung150 €21 Monat1 MHier prüfen
...mit Sachbeschädigung200 €21 Monat1 MHier prüfen
Beim Fahrradfahren das Handy genutzt55 €Hier prüfen

Wichtig: In der Vergangenheit gab es immer wieder strittige Prozesse um die Handynutzung am Steuer, wenn der Motor durch eine Start-Stopp-Automatik nicht lief, als die betreffende Person telefoniert hat. Auch hier herrscht nun Klarheit: Der Motor muss vollständig abgeschaltet sein, bevor Sie als Fahrer ein technisches Gerät per Hand am Steuer nutzen dürfen.

Wozu dient das neue Verhüllungsverbot?

Auch ein ganz neuer Verstoß hat es in den Bußgeldkatalog geschafft: Die Verhüllung vom Gesicht während der Fahrt. Autofahren mit Masken, Burka oder Nikab ist nunmehr verboten und wird mit einem Bußgeld von 60 Euro geahndet.

Dadurch soll eine Identifizierung des Fahrers sichergestellt werden. Ist dieser nämlich auf dem Blitzerfoto nicht eindeutig erkennbar, kann dies dazu führen, dass die Sanktionen gemäß Bußgeldkatalog umgangen werden können.

Das Vermummungsverbot am Steuer betrifft auch die Burka und den Nikab.

Das Vermummungsverbot am Steuer betrifft auch die Burka und den Nikab.

Ausnahmen gelten natürlich für Motorradfahrer. Diese sind durch die Helmpflicht sogar dazu gezwungen, ihr Gesicht zu verdecken.

Illegale Autorennen: Neue Bußgelder seit 13. Oktober in Kraft

Bereits seit dem 13. Oktober sind neue Bußgelder in Kraft für die Teilnahme an oder Veranstaltung von illegalen Autorennen. Die neuen Sanktionen können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:

BeschreibungPunkteKonsequenz
Sie veranstalteten oder nahmen als Kraftfahrer an einem verbotenen Autorennen teil.3Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe; Fahrerlaubnisentzug
...mit Gefährdung3Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe; Fahrerlaubnisentzug
...mit Personenschaden3Freiheitsstrafe von 1 bis zu 10 Jahren; in minder schweren Fällen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren; Fahrerlaubnisentzug

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2 Kommentare

  1. Kalu sagt:

    Sehr hilfreich

  2. Sascha sagt:

    Die Bußgelder sind immer noch zu lasch.

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