Neue, höhere Bußgelder: Verstöße mit E-Scooter werden teurer

News von bussgeldkatalog.org, veröffentlicht am: 18. Februar 2020

Demnächst drohen höhere Bußgelder für E-Scooter-Verstöße.
Demnächst drohen höhere Bußgelder für E-Scooter-Verstöße.

In seiner am 14. Februar 2020 beschlossenen StVO-Novelle hat sich der Bundesrat nicht nur gegen ein Tempolimit und für höhere Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen, sondern auch für härtete Sanktionen für Rad- und E-Scooter-Fahrer entschieden. Die Elektro-Tretroller haben in der Vergangenheit oft für erhitzte Gemüter gesorgt, da die Verkehrsregeln von den Nutzern zum Teil nicht eingehalten werden. Die Geldbußen sind aktuell vergleichsweise niedrig. Damit ist bald Schluss, denn der Bundesrat hat höhere Bußgelder für E-Scooter-Fahrer festgelegt.

Wer auf dem Gehweg fährt, muss bald tief in die Tasche greifen

Zwar sind die Regeln für das Fahren mit einem Elektrokleinstfahrzeug wie zum Beispiel einem E-Tretroller mittlerweile eindeutig, die Buß- und Verwarnungsgelder, die der Bußgeldkatalog aber aktuell vorsieht, befinden sich zumeist im unteren zweistelligen Bereich. Zumindest für einen Tatbestand ist das in Zukunft Geschichte: Es werden höhere Bußgelder für E-Scooter-Fahrer veranschlagt, die einen Gehweg nutzen. Denn dieser ist in aller Regel den Fußgängern vorbehalten. Der nachfolgenden Tabelle können Sie die neuen, erhöhten Geldbußen für das Befahren eines Bürgersteigs entnehmen:

VerstoßBußgeld
Mit dem Fahrrad oder E-Scooter einen Gehweg oder Radweg verbotswidrig befahren55 €
... mit Behinderung70 €
... mit Gefährdung80 €
... mit Unfallfolge100 €

Doch die neuen, hohen Geldbußen gelten nicht nur für die Nutzer von E-Tretrollern. Auch Radfahrer werden härter belangt als zuvor, denn die neue Regelung betrifft auch diese. Künftig werden also höhere Bußgelder für E-Scooter- und Radfahrer verhängt, die auf dem Bürgersteig fahren.

Die aktuellen Sanktionen gelten noch, bis die StVO-Novelle in Kraft getreten ist. Das ist dann der Fall, wenn diese im Bundesgesetzblatt verkündet wurde. Doch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) muss dafür zunächst die Änderungen umsetzen, die der Bundesrat in seiner 985. Sitzung gefordert hat.

Das sollten E-Scooter-Fahrer beachten, um Bußgelder zu vermeiden

So ist es richtig. Sie sollten das Rad auf dem Gehweg schieben, um ein Bußgeld zu vermeiden.
So ist es richtig. Sie sollten das Rad auf dem Gehweg schieben, um ein Bußgeld zu vermeiden.
Künftig gibt es höhere Bußgelder für Rad- und E-Scooter-Fahrer. So wie hier sollten Sie also nicht fahren.
Künftig gibt es höhere Bußgelder für Rad- und E-Scooter-Fahrer. So wie hier sollten Sie also nicht fahren.

Auch wenn kurz nach der Straßenzulassung für die Elektro-Tretroller teils chaotische Zustände auf deutschen Strafen herrschten, gibt es festgelegte Regeln, an die sich die Fahrer halten müssen. Um für E-Scooter-Verstöße nicht zur Kasse gebeten zu werden, sollten Sie unter anderem diese Verkehrsregeln beachten:

  • Halten Sie stets beide Hände am Lenker, außer Sie müssen per Handzeichen anzeigen, dass Sie die Fahrtrichtung wechseln wollen.
  • Fahren Sie nur einzeln auf dem E-Tretroller. Es ist nicht erlaubt, eine weitere Person auf dem Gefährt zu befördern.
  • Fahren Sie nur hinter- und nicht nebeneinander.
  • Geben Sie Radfahrern die Möglichkeit, überholen zu können.

Und ganz wichtig: Um künftig höhere Bußgelder auf dem E-Scooter zu vermeiden, sollten Sie stets den Radweg benutzen, falls es einen solchen gibt. Ist das nicht der Fall, müssen Sie den Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn oder den rechten Fahrbahnrand nutzen, wenn kein Schutzstreifen vorhanden ist.

Quellen und weiterführende Links

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2 Kommentare

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  1. Jung sagt:

    Fahrtest ab 70,
    Auffrischung der ersten Hilfe nach 5 Jahren wären auch notwendig.
    Schleichende Verkehrsteilnehmer und notorische Linksfahrer sollten zur Kasse gebeten werden.
    Ebenso die nicht blinkende Fraktion der Ignoranten.
    Ein generelles Überholverbot für LKW’s auf 2 spurigen Autobahnen würde die Verkehrssituation auf den Strassen auch entspannen.
    Mfg A. Jung

  2. Bruno S. sagt:

    In geschlossenen Ortschaften sollten Begrenzungen auf 30 bei Nacht beleuchtet werden, denn bei starkem Gegenverkehr werden sie leicht übersehen. Wenn man dann normal 50 fährt, wird es gleich zu teuer.

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