Jahresbericht 2016 zur MPU - Die Top 5 der Auslöser

Jahresstatistik 2016 zur MPU – Die Top 5 der Untersuchungsanlässe

News vom 16.08.2017 um 9:54 Uhr

Die Jahresstatistik zur MPU zeigt: Alkohol ist der häufigste Auslöser.

Die Jahresstatistik zur MPU zeigt: Alkohol ist der häufigste Auslöser.

Wenn ein Fahrer eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr – also beispielsweise eine Geschwindigkeitsüberschreitung – begeht, muss er mit einem Bußgeld rechnen. Außerdem drohen Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot. Doch dies sind nicht die einzigen Konsequenzen, die ein Fehlverhalten haben kann. In gewissen Fällen wird dem Betroffenen außerdem die Auflage für eine medizinisch-psychologische Untersuchung – kurz MPU genannt – gestellt. Erst wenn er diese erfolgreich absolviert hat, erhält er seinen Führerschein zurück. Die Jahresstatistik 2016 zur MPU, welche jüngst von der Bundesanstalt für Straßenwesen veröffentlicht wurde, zeigt auf, welche Anlässe zu einer MPU führen und wie viele Teilnehmer erfolgreich sind.

Auslöser: In welchen Fällen wird eine MPU angeordnet?

Laut der Jahresstatistik zum Thema MPU wurden im Jahr 2016 rund 91.185 medizinisch-psychologische Untersuchungen durch die verschiedenen Träger der bundesdeutschen Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) durchgeführt. Zu den Top 5 der Untersuchungsanlässe gehören die folgenden Verstöße:

  1. Erstmalige Auffälligkeit mit Alkohol (30 %)
  2. Drogen und Medikamente (24 %)
  3. Verkehrsauffälligkeiten ohne Alkohol (17 %)
  4. Wiederholte Auffälligkeit mit Alkohol (12 %)
  5. Alkohol in Verbindung mit Verkehrs- oder strafrechtlichen Delikten (5 %)

Zwar zeigt die Verkehrsstatistik 2016 zur MPU, dass sich im Vergleich zu den Vorjahren ein Abwärtstrend bezüglich der Alkoholauffälligkeiten feststellen lässt. Trotzdem ist Alkohol am Steuer immer noch in 47 % der Fälle der Auslöser für eine MPU. Demgegenüber nehmen die Auffälligkeiten, die mit Drogen und Medikamenten im Zusammenhang stehen, immer weiter zu.

Das folgende Diagramm zeigt noch einmal alle Untersuchungsanlässe im Überblick:

Wie viele Teilnehmer fallen durch?

Laut der Jahresstatistik 2016 zur MPU haben insgesamt 59,2 % aller Betroffenen die medizinisch-psychologische Untersuchung mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Demgegenüber wurden 34,6 % als ungeeignet eingestuft. In 6,2 % der Fälle waren die Betroffenen nachschulungsfähig. Das bedeutet, dass sie die Fahreignung wiedererlangen können, indem sie an entsprechenden Kursen teilnehmen. Eine erneute MPU ist dann nicht nötig.

Mehr als ein Drittel aller MPU-Teilnehmer fällt also durch. Dieses Ergebnis der Jahresstatistik 2016 zur MPU zeigt, dass sich Betroffene gründlich auf die Untersuchung vorbereiten sollten. Es gilt: Je besser die Vorbereitung ist, desto größer ist die Chance, die MPU zu bestehen.

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