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Erste Bilanz: Hohe Schäden durch E-Scooter-Unfälle 2020

News von bussgeldkatalog.org, veröffentlicht am: 17. Februar 2022

Die Schäden, die ein E-Scooter bei einem Unfall verursacht, sind meist teuer.
Die Schäden, die ein E-Scooter bei einem Unfall verursacht, sind meist teuer.

Seit 2019 gehören E-Scooter zum Alltag auf deutschen Straßen. Da für die Elektroroller eine Versicherungspflicht besteht, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nun erstmals eine Schadensbilanz veröffentlicht. Und diese fällt durchaus ernüchternd aus: Für das Jahr 2020 wurden 1.150 Unfälle gemeldet, bei denen Schäden an Personen durch E-Scooter erfolgt sind. Im Schnitt mussten die Haftpflichtversicherer pro Unfall 3.850 Euro zahlen.

Schäden durch E-Scooter: Versicherungen zahlen 3.850 Euro im Schnitt

Der 15. Juni 2019 war der Tag, an welchem E-Scooter erstmals für die Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen wurden. Diese dürfen über eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h verfügen. Doch auch bei einem solchen Tempo können Unfälle, in welche die Elektro-Tretroller involviert sind, große Schäden anrichten.

Dass E-Scooter hohe Schäden verursachen, wenn diese in eine Kollision verwickelt sind, zeigt auch ein Blick auf eine Statistik des GDV zur durchschnittlichen Schadenhöhe in der Kfz-Haftpflichtversicherung nach Fahrzeugart für das Jahr 2020. Demnach galten folgende Durchschnittswerte:

  • Pkw: 4.550 Euro
  • E-Scooter: 3.850 Euro
  • Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen insgesamt (Mofas, Mopeds, Segways, S-Pedelecs): 3.700 Euro

Wichtig: Welche Regeln für die Nutzung von einem Elektro-Tretroller auf deutschen Straßen gelten und wann Bußgelder drohen, können Sie in unserem Ratgeber zum E-Scooter ausführlich nachlesen.

Schäden durch E-Scooter zeigen: Versicherungspflicht war richtig

Diese erste Statistik zu Schäden, die durch E-Scooter verursacht wurden, unterstreicht, wie wichtig es ist, dass die Elektroroller über eine Haftpflichtversicherung verfügen. So sieht es auch GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen:

Die hohen Entschädigungen zeigen, wie gut und richtig die Entscheidung des Gesetzgebers war, eine Versicherungspflicht für E-Scooter einzuführen[.]

Er stellt auch noch einmal heraus, wie gefährlich ein falscher Umgang mit E-Scootern sein kann und appelliert an die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben:

E-Scooter sind keine Spielzeuge. Sie gehören nicht auf den Gehweg, dürfen nicht von Kindern unter 14 Jahren und nicht zu zweit oder gar zu dritt gefahren werden.

Achtung: Zum 1. März 2022 erfolgt ein Schilderwechsel für E-Scooter, Mofas und Mopeds. Diese Fahrzeuge dürfen dann nur noch in Betrieb genommen werden, wenn sie über ein grünes Kennzeichen verfügen. Die bisher genutzten blauen Nummernschilder sind dann nicht mehr gültig. Wer mit diesen weiterfährt, genießt keinen Versicherungsschutz durch die Haftpflicht mehr und muss für die vom E-Scooter verursachten Schäden selbst aufkommen. Außerdem handelt es sich dabei um eine Straftat, welche mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten geahndet werden kann.

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