Pläne für 2020: Was das neue Jahr für Autofahrer mitbringt

News vom 16.10.2019 um 11:59 Uhr
Scheuers Pläne für 2020 sehen u. a. höhere Bußgelder vor.
Scheuers Pläne für 2020 sehen u. a. höhere Bußgelder vor.

Wenn im Supermarkt wieder Weihnachtssüßigkeiten liegen, wissen wir: Das neue Jahr steht vor der Tür. Und dieses bringt zumeist auch neue Regeln und Gesetze mit sich. Welche Pläne für 2020 in puncto Auto durch das Verkehrsministerium unter Andreas Scheuer (CSU) anstehen, haben wir schon einmal für Sie aufgelistet.

Mehr Sicherheit auf den Straßen, höhere Bußgelder und eine neue Typklasse

  • Höhere Bußgelder: Die Pläne für 2020 sehen ein hohes Bußgeld für Falschparker und jene Autofahrer vor, die keine Rettungsgasse bilden. Letztere müssten dann 320 Euro (statt bisher ab 200 Euro) zahlen, wenn sie Rettungskräfte nicht durchlassen. Wer auf einem Geh- oder Radweg parkt, wird mit 100 Euro Bußgeld (aktuell zwischen 15 und 35 Euro) sanktioniert. Auch das bislang gestattete dreiminütige Halten auf einem Schutzstreifen soll dann nicht mehr zulässig sein.
  • Nachtrag der Redaktion: Am 06.11.2019 hat die Bundesregierung die neuen Bußgelder nunmehr beschlossen. Eine tabellarische Übersicht über die veränderten Bußgelder finden Sie in der News “StVO-Novelle 2019: Höhere Bußgelder beschlossen”.
  • Neue Typklassen: 4,6 Millionen Autofahrer müssen im neuen Jahr einen geringeren Beitrag für ihre Kfz-Haftpflichtversicherung zahlen – 6,5 Millionen PKW-Besitzer dagegen mehr. Grund dafür sind die neu berechneten Typklassen, die durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft auf Basis von Unfallstatistiken ermittelt wurden. Dadurch werden einige Modelle hochgestuft, deren Besitzer dann tiefer in die Tasche greifen müssen, und andere in eine kleinere Typklasse eingeordnet.
  • Abbiegeassistent wird für LKW ab 2020 Pflicht: Neue Lang-LKW müssen ab dem 1. Juli 2020 mit einem Abbiegeassistenten sowie blinkenden Seitenspiegeln ausgestattet werden. Diese Pflicht gilt ab dem 1. Juli 2022 auch für Bestandsfahrzeuge. Ein Lang-LKW besteht aus einem Zugfahrzeug mit Anhänger.

Mit dem B-Schein aufs Motorrad und mit Automatik in den Schaltwagen

Werden die Pläne für 2020 genauso umgesetzt, werden Automatikwagen in der Fahrschule zum Standard.
Werden die Pläne für 2020 genauso umgesetzt, werden Automatikwagen in der Fahrschule zum Standard.

Scheuers Pläne für 2020 beinhalten auch, dass Autofahrer im Besitz der Führerscheinklasse B künftig auch Motorräder der A1-Klasse, also bis 125 ccm Hubraum und 11 Kilowatt, fahren dürfen. Voraussetzung: Der Fahrer ist mindestens 25 Jahre alt, darf seit fünf Jahren Auto fahren und hat einige Übungsstunden sowie einen Theorieblock in der Fahrschule abgelegt. Danach erhält er die Schlüsselzahl 195 in seinem Führerschein und darf 125er-Motorräder führen, die z. T. schneller als 100 km/h fahren können.

Nur noch Automatik in der Fahrschule: Bisher dürfen Fahrschüler, die das Fahren ausschließlich mit einem Automatikwagen gelernt haben, auch nur solche nach der bestandenen Führerscheinprüfung fahren. Die Pläne für 2020 sehen eine Novellierung dieser Regelung vor.

Demnach dürfen Fahranfänger auch einen Schaltwagen führen, wenn sie das in der Fahrschule in einigen Stunden gelernt haben. Im Gegenzug soll das Fahrenlernen mit Automatikgetriebe zum Standard werden. Eine zusätzliche Prüfung ist dann nicht mehr nötig.

Quellen: BMVI, Südeutsche Zeitung, SPIEGEL, Auto Bild, versicherungsbote.de

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