AM-Führerschein ab 15 soll kommen – Gesetzesänderung geplant

News vom 15.05.2019 um 14:38 Uhr
Der AM-Führerschein ab 15 soll dank einer Gesetzesänderung bald überall eingeführt werden können.

Der AM-Führerschein ab 15 soll dank einer Gesetzesänderung bald überall eingeführt werden können.

Vor allem auf dem Land oder in der Kleinstadt, wo der öffentliche Nahverkehr oft nur unzureichend ausgebaut ist, fällt es Jugendlichen schwer, selbstständig von A nach B zu kommen. Abhilfe kann der AM-Führerschein – umgangssprachlich ist dieser vor allem als Rollerführerschein bekannt – schaffen. Dieser erlaubt es Jugendlichen ab 16 Jahren, leichte zweirädrige Kraftfahrzeuge zu führen. Eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes soll nun dafür sorgen, dass junge Menschen den AM-Führerschein schon ab 15 Jahren machen dürfen.

Bundesländer sollen selbst entscheiden dürfen

Bereits seit 2013 läuft in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein spezieller Modellversuch: Hier dürfen Jugendliche den AM-Führerschein schon ab 15 machen. Im Rest der Bundesrepublik müssen Jugendliche noch warten, bis sie das eigentlich gültige Mindestalter von 16 Jahren erreicht haben. Mit dem Rollerführerschein dürfen Fahrer unter anderem Zweiräder, die maximal 45 km/h schnell sind und über einen Hubraum von höchstens 50 Kubikzentimetern verfügen, im öffentlichen Straßenverkehr bewegen.

Das Bundeskabinett hat nun beschlossen, dass das Straßenverkehrsgesetzes geändert wird. Das Mindestalter für den AM-Führerschein soll auf 15 Jahre gesenkt werden. Hierbei ist jedoch Folgendes zu beachten: Diese Änderung sorgt nicht dafür, dass automatisch in ganz Deutschland der AM-Führerschein ab 15 Jahren eingeführt wird. Vielmehr kann jedes Bundesland selbst entscheiden, ob es die alte Regelung beibehält oder es zu einer Herabsetzung des Mindestalters kommt.

Viele Stellen befürworten es, dass der AM-Führerschein schon ab 15 Jahren gemacht werden darf. Dies sorge vor allem dafür, dass Jugendliche auf dem Land mobiler sein können. Es gibt jedoch auch Kritik. So führt beispielsweise die Deutsche Verkehrswacht an, dass Jugendliche im Straßenverkehr häufig negativ auffielen, da sie über weniger Erfahrung verfügten und risikobereiter seien als ältere Verkehrsteilnehmer.
AM-Führerschein ab 15: Die Ausbildung bleibt gleich.

AM-Führerschein ab 15: Die Ausbildung bleibt gleich.

Wie läuft die Ausbildung für den Führerschein der Klasse AM ab?

Egal, ob junge Menschen den AM-Führerschein ab 15 oder 16 machen: Die Ausbildung unterscheidet sich nicht. Sie besteht aus zwei Teilen:

  1. Theoretische Ausbildung: Es müssen 12 Doppelstunden im Grundstoff sowie zwei Stunden im klassenspezifischen Zusatzstoff absolviert werden. Die lernen Schüler unter anderem, welche Hauptgefahren für Zweiräder im Straßenverkehr bestehen und wie sie möglichst umweltfreundlich fahren können.
  2. Praktische Ausbildung: Hier gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Vielmehr richtet sich die Anzahl der zu absolvierenden Fahrstunden nach dem Können des Fahrschülers. Im Gegensatz zu den anderen Zweiradklassen sind keine besonderen Ausbildungsfahrten (etwa auf der Landstraße) vorgesehen.
Damit Sie den Führerschein der Klasse AM erhalten können, müssen Sie sowohl eine theoretische als auch eine praktische Prüfung erfolgreich ablegen.

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1 Kommentar

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  1. Thilo sagt:

    Wie wird Bayern mit diesem neuen gesetzt umgehen und bis wann word sich Bayern entscheiden?

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