Führerschein der Klasse B: Fast jeder Deutsche besitzt einen Autoführerschein

Der B-Führerschein bedeutet vor allem für junge Menschen Unabhängigkeit

Welche Voraussetzungen bringt ein Führerschein der Klasse B mit sich?

Welche Voraussetzungen bringt ein Führerschein der Klasse B mit sich?

Im August 1888 stellte die Stadt Mannheim erstmals einen deutschen Führerschein aus. Der stolze Besitzer vom quasi ersten Führerschein der Klasse B war der Erfinder des Automobils Carl Benz, der noch bis heute als Pionier auf diesem Gebiet gilt. Seitdem hat sich einiges in der Welt der Führerscheine getan.

Im Laufe der Jahre wurden einige Führerscheinrichtlinien erlassen, welche die Fahrerlaubnisklassen immer wieder neu definierten. Eine neue Veränderung einer EU-Richtlinie wurde im Januar 2013 erlassen. Sie definiert 16 Führerscheinklassen, wobei zwei davon Klassen für den Pkw-Führerschein bilden.

Welche Voraussetzungen für den Autoführerschein erforderlich sind, wie die Prüfungen aufgebaut sind und wie viel es kostet, die Führerscheinklasse B in der Fahrschule zu erwerben, klären wir in diesem Artikel.

Welche Pkw-Führerscheinklassen gibt es?

Auto­führer­scheinWas darf ich fah­ren?Einge­schlos­sene KlassenVoraus­setzung für den Führer­schein
B✓ Pkw + An­hänger mit einer zulässi­gen Gesamt­masse bis maximal 750 kg
✓ Pkw + An­hänger mit einem zulässi­gen Gesamt­gewicht über 750 kg, wenn die zulässi­ge Gesamt­masse des Gespanns maximal 3.500 kg beträgt
AM + LMin­dest­alter 18 Jahre
BF17✓ Pkw + An­hänger mit einem zulässi­gen Gesamt­gewicht über 750 kg, wenn die zulässi­ge Gesamt­masse des Gespanns maximal 3.500 kg beträgtAM + LMin­dest­alter 17 Jahre,
Fah­ren nur mit Begleit­person
BE✓ Pkw + An­hänger mit einer zulässi­gen Gesamt­masse zwischen 750 und 3.500 kgkeineVor­besitz Führer­schein Klasse B,
Min­dest­alter 18 Jahre (17 Jahre für Teil­nehmer am "Begleite­ten Fah­ren")
B96✓ Pkw + An­hänger mit einer zulässi­gen Gesamt­masse über 750 kg
✓ Kombi­nation aus Pkw + An­hänger, wobei das zulässi­ge Gesamt­gewicht des Gespanns zwischen 3.500 und 4.250 kg liegt
keineVor­besitz Führer­schein Klasse B,
Min­dest­alter 18 Jahre (17 Jahre für Teil­nehmer am "Begleite­ten Fah­ren")
Interessant: Fahrerlaubnisse, die bis zum 23.08.2017 erteilt worden sind, werden in § 6 Absatz 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) als „Fahrerlaubnisse alten Rechts“ bezeichnet und bleiben im Umfang der bisherigen Berechtigungen erhalten. Haben Sie Ihren Führerschein der Klasse B vor diesem Datum erworben, besteht also durchaus die Möglichkeit, dass beispielsweise andere oder weitere Fahrerlaubnisklassen eingeschlossen sind.

Führerschein der Klasse B: Was darf ich fahren?

Der Führerschein der Klasse B befähigt Besitzer zum Fahren folgender Fahrzeuge:

  • zulässige Gesamtmasse von maximal 3.500 kg
  • gebaut und ausgelegt zur Beförderung von höchstens 8 Personen (außer Fahrer)
  • Anhänger mit einem zulässigem Gesamtgewicht von maximal 750 kg

Eine Ausnahmeregelung sollte 2008 dafür sorgen, dass Inhaber einer Führerscheinklasse B auch Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse bis 4,75 Tonnen führen dürfen, wenn Sie

  • Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr sind,
  • Mitglieder der nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienste sind,
  • Angehörige des Technischen Hilfswerks sind,
  • Angehörige von sonstigen Einheiten des Katastrophenschutzes sind und diese Tätigkeit ehrenamtlich ausüben.
Sie hätten hiernach den Führerschein der Klasse B zum Führen von Einsatzfahrzeugen auf öffentlichen Straßen im gesamten Bundesgebiet nutzen dürfen. Außerdem könnten die Ehrenamtlichen auch Anhänger führen, welche in der Kombination mit dem Pkw eine Gesamtmasse von 4,75 Tonnen ergeben. Dem Ersuchen der Bundesländer Bayern und dem Saarland wurde von der damaligen Bundesregierung jedoch widersprochen.

Sie verstieße gegen EG-Regelungen. Gemäß § 74 FeV obliegt die Erteilung von Sondergenehmigungen den Landesregierungen. Unter anderem in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wurde eine Ausnahmegenehmigung für Feuerwehrmitarbeiter & Co. eingeführt (umgangssprachlich „Feuerwehrführerschein“).

Folgende Voraussetzungen müssen dabei in der Regel erfüllt sein:

  1. mindestens zweijährige Inhaberschaft der Führerscheinklasse B
  2. gesonderte Einweisung in das Führen von Einsatzfahrzeugen
  3. Nachweis über Befähigung durch praktische Prüfung

Der Pkw-Führerschein ist unbegrenzt gültig. Wer einen neuen EU-Führerschein besitzt, muss diesen jedoch alle 15 Jahre erneuern lassen.

Eingeschlossene Klassen in der Fahrerlaubnis B

So könnte ein Führerschein der Klasse B aussehen.

So könnte ein Führerschein der Klasse B aussehen.

Neben den Fahrzeugen bis zu 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse sind Besitzer des Autoführerscheins berechtigt, noch weitere Fahrzeuge zu führen. Eingeschlossen sind die Klassen AM und L:

Die Klasse AM beinhaltet:

  • Krafträder (Fahrräder mit Hilfsmotor) mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und maximal 50 ccm Hubraum (Verbrennungsmotor) oder einem Elektromotor sowie Merkmalen von Fahrrädern
  • Zweirädrige Kleinkrafträder (Mokicks, Mopeds) mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und maximal 50 ccm Hubraum (Verbrennungsmotor) oder maximal 4 kW Nennleistung (elektrische Antriebsmaschine)
  • Dreirädrige Kleinkrafträder (Trikes) mit maximal 45 km/h und maximal 50 ccm Hubraum (Fremdzündungsmotor) oder maximal 4 kW Nennleistung (andere Verbrennungsmotoren oder Elektromotoren)
  • Vierrädrige Leichtkraftzeuge (Quads) mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und maximal 50 ccm Hubraum (Fremdzündungsmotoren) oder maximal 4 kW Nennleistung (andere Verbrennungsmotoren oder Elektromotoren) und mit einer Leermasse von höchstens 350 kg (ohne Masse von Batterien)
Übrigens: Mit einem Führerschein der Klasse B ist es zudem möglich, Quads ohne Beschränkung zu fahren.

Die Klasse L beinhaltet:

  • land- oder fortwirtschaftliche Zugmaschinen mit maximal 40 km/h sowie Anhänger mit maximal 25 km/h in Kombination
  • selbstfahrende Arbeitsmaschinen, selbstfahrende Futtermischwagen, Stapler sowie andere Flurförderfahrzeuge mit maximal 25 km/h sowie Anhänger

Sonderform: Trikes

Trikes sind dreirädrige Kraftfahrzeuge mit einer einspurigen Achse vorn und einer mehrspurigen Achse hinten. Vor der Änderung der EU-weiten Führerscheinrichtlinie am 19. Januar 2013 durften Besitzer vom Führerschein der Klasse B alle Trikes fahren.

Wer einen Führerschein vor dem Stichtag erworben hat (Klasse B oder 3), darf mit allen Trikes fahren. In diesem besonderen Fall ist auch das Führen eines Anhängers erlaubt.

Der neue EU-Führerschein der Klasse B begrenzt die Nutzung von Trikes auf die Fahrzeuge, welche nur maximal 45 km/h fahren dürfen. Wer mit schnelleren Trikes unterwegs sein möchte, muss die Klasse A1 (bis zu 15 kW) oder die Klasse A (über 15 kW) erwerben.

Welchen Anhänger darf ich mit der Klasse B fahren?

Im Jahr 1999 wurden Anhängerführerscheine eingeführt, um die vorhandenen Fahrerlaubnisklassen aufzustocken. Zu dieser Zeit wurde auch der Autoführerschein erweitert. Bis zum heutigen Tag änderte die Bundesregierung die Beschränkungen für den Führerschein der Klasse B und dessen Anhänger. Vor der erneuten Änderung im Januar 2013 lautete die „Anhängeregel“ folgendermaßen:

Der Anhänger durfte mehr als 750 kg zulässige Gesamtmasse besitzen, wenn das Gewicht der Kombination von Auto und Anhänger nicht 3.500 kg übersteigt und die zulässige Gesamtmasse des Anhängers nicht größer als das Leergewicht des Pkw ist. Diese Regelung ist entfallen.

Auch Anhänger dürfen Sie bedingt mit einem Führerschein der Klasse B ankoppeln.

Auch Anhänger dürfen Sie bedingt mit einem Führerschein der Klasse B ankoppeln.

Besitzer vom Führerschein der Klasse B dürfen folgende Anhänger fahren:

  • Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse bis maximal 750 kg oder
  • Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 750 kg, wenn die zulässige Gesamtmasse der Kombination von Hänger und Pkw maximal 3.500 kg beträgt.

Die zulässige Gesamtmasse ist die Summe aus Leergewicht und der maximalen Zuladung eines Fahrzeugs bzw. eines Zugs.

Die Führerscheinklasse B kann jedoch aufgestockt werden. Im Jahr 2013 wurde eine Schlüsselzahl eingeführt und eine Anhänger-Klasse erweitert.

Natürlich ist auch darauf zu achten, welches Anhängergewicht in der Fahrzeugzulassung steht und welche Informationen die Hersteller ausgeben.

Die Schlüsselzahl B96

Die Schlüsselzahl 96 ist keine eigenständige Fahrerlaubnis, sondern lediglich eine Erweiterung vom Führerschein der Klasse B. Damit sind Sie berechtigt, Kombinationen mit Anhänger und Zugfahrzeug bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4.250 kg zu bedienen.

Die Schlüsselzahl wird oft für Caravans und Wohnwagen genutzt. Die Ausbildung für die Erweiterung des Autoführerscheins dauert etwa 7 Stunden und kann in einer Fahrschule absolviert werden. Das Mindestalter beträgt auch hier 18 bzw. 17 Jahre.

Die Fahrerlaubnisklasse BE

Die Klasse BE erweitert den B-Führerschein und erhöht das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers auf 3.500 kg. Für die Erlangung von BE benötigen Sie eine richtige Ausbildung in der Fahrschule, beispielsweise wie die der Führerscheinklasse B. Sie müssen jedoch keine theoretische Ausbildung und Prüfung ablegen. Viele Fahrschulen bieten auch eine duale Ausbildung von der Klasse B und BE an. Auch hier beträgt das Mindestalter 17 und 18 Jahre.

Das folgende Video fasst noch einmal zusammen, wann die Führerscheinklasse B ausreicht, um eine Kombination aus Pkw und Anhänger fahren zu dürfen, und wann ein Führerschein der Klasse BE notwendig ist:

Besitzstandsregelung für alte Führerscheine

Wer noch einen alten Führerschein vor 2013 besitzt, muss diesen spätestens im Januar 2033 umtauschen. Dabei wird jedoch nur der Führerschein als Dokument und nicht die Fahrerlaubnis per se erneuert. Bei diesem Tausch werden Ihnen die alten Führerscheinklassen, die Sie bereits erworben haben, in neue Klassen umgewandelt. Hier spricht man von der Besitzstandsregelung, da Sie alle Klassen behalten.

Diese Tabelle soll Ihnen zeigen, welche Klassen Sie erhalten, wenn Sie Ihren alten Führerschein in einen aktuellen EU-Führerschein tauschen:

Er­werb der Fahr­erlaub­nisAlte Führer­schein­klasseNeue Führer­schein­klassen für PkwBe­schrän­kung­en
vor 1. De­zem­ber 19541B
2B, BEBE 79.06
3 (a+b)B, BEBE 79.06
4B
DDR: vor 1. De­zem­ber 1954B (be­schränkt auf Kfz mit maximal 250 ccm Hub­raum)B
MB
1B
2B
3B
4B, BEBE 79.06
5B, BEBE 79.06
Saar­land: nach 30. Novem­ber 1954 bis 1. Okto­ber 19601B
2B, BEBE 79.06
3B, BEBE 79.06
DDR: nach 30. No­vem­ber 19542B
4B, BEBE 79.06
5B, BEBE 79.06
DDR: vor 1. April 19571B
2B, BEBE 79.06
3B, BEBE 79.06
4B
DDR: bis 1. Ja­nu­ar 1989B (be­schränkt)B
BB, BEBE 79.06
CB, BEBE 79.06
BEB, BEBE 79.06
vor 1. April 19802B, BEBE 79.06
3B, BEBE 79.06
nach 31. März 19802B, BEBE 79.06
nach 31. De­zem­ber 19852 (be­schränkt auch Kombi­nationen nach Art eines Sattel­fahrzeugs oder eines Lkw mit drei Achsen)B, BEBE 79.06
nach 31. März 1980 und vor 1. Ja­nu­ar 19893B, BEBE 79.06
nach 31. De­zem­ber 19883B, BEBE 79.06
DDR: nach 31. De­zem­ber 1988BB, BEBE 79.06
BEB, BEBE 79.06
DDRCEB, BEBE 79.06
DEB, BEBE 79.06
1. Ja­nu­ar 1999 bis 18. Ja­nu­ar 2013BB
BEB, BEBE 79.06
C1B
C1EB, BEBE 79.06
CB
CEB, BEBE 79.06
D1B
D1EB, BEBE 79.06
DB
DEB, BEBE 79.06

*BE 76.06: Kombinationen der Klasse BE, bei denen die Gesamtmasse des Anhängers höher als 3.500 kg ist

Voraussetzungen für den Pkw-Führerschein

Das Mindestalter für den Autoführerschein liegt normalerweise bei 18 Jahren.

Das Mindestalter für den Autoführerschein liegt normalerweise bei 18 Jahren.

Der B-Führerschein ist Vorrausetzung für die Ausbildung verschiedener Klassen. Wer also die Klassen BE, B96, C1, C, D1 und D erwerben möchte, kommt um den Führerschein fürs Auto nicht drumherum. Man spricht hier von einem Vorbesitz der Klasse B, welcher erforderlich ist.

Fahrerlaubnis der Klasse B: das Mindestalter

Das Mindestalter für den Autoführerschein ist auf 18 Jahre festgesetzt. Jedoch gibt es im Rahmen des Begleiteten Fahrens ab 17 eine Sonderregelung. Wie es der Name schon sagt, kann der Führerschein der Klasse B auch mit 17 Jahren erworben werden. Jede Fahrt darf jedoch nur mit einem Begleiter durchgeführt werden.

Eine weitere Ausnahmeregel vom regulären Mindestalter betrifft spezielle Ausbildungsberufe:

  • staatlich anerkannte/r Berufskraftfahrer/in
  • staatlich anerkannte Fachkraft im Fahrbetrieb
  • staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit vergleichbaren Inhalten

Das herabgesetzte Mindestalter gilt jedoch nur im Rahmen der Ausbildung, sodass der Inhaber der Fahrerlaubnis B lediglich nur im deutschen Inland sowie Fahrten innerhalb seiner Ausbildung durchführen darf.

Die Fahrschulausbildung für den Pkw-Führerschein kann bereits etwa ein halbes Jahr vor dem Erreichen des Mindestalters begonnen werden. Die Theorie-Prüfung kann frühestens 3 Monate, die Praxis-Prüfung frühestens einen Monat vor dem 17. bzw. 18. Geburtstag absolviert werden.

Der Erste-Hilfe-Kurs für den Klasse B-Führerschein

Die „Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ wird von der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) vorgeschrieben. Jeder Bewerber um einen Führerschein der Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T müssen vor der Fahrschulausbildung einen solchen Kurs absolvieren.

Die Unterweisung soll dem Antragsteller durch theoretischen Unterricht und durch praktische Übungen die Grundzüge der Erstversorgung von Unfallverletzten im Straßenverkehr vermitteln, ihn insbesondere mit der Rettung und Lagerung von Unfallverletzten sowie mit anderen lebensrettenden Sofortmaßnahmen vertraut machen. (§ 19 Fahrerlaubnisverordnung)

Der Kurs besteht aus 4 Doppelstunden und kann beispielsweise beim TÜV, bei der Dekra, oder beim DRK absolviert werden. Eine Doppelstunde besteht aus 90 Minuten.

Der Kurs ist jedoch nicht nur für Führerscheinbewerber nützlich. Experten raten dazu, den Kurs über lebensrettenden Maßnahmen alle drei Jahre aufzufrischen bzw. ihre Kenntnisse zu vertiefen, um in einer Gefahrensituation im Straßenverkehr bestens vorbereitet zu sein.

In kleinen Gruppen erlernen die zukünftigen Besitzer vom Pkw-Führerschein, wie sie sich in nach einem Verkehrsunfall verhalten müssen. Die Themen sind beispielsweise Absichern einer Unfallstelle, Retten aus Kraftfahrzeugen oder Kontrolle der lebenswichtigen Funktionen.

Der Sehtest für die Führerscheinklasse B wird mithilfe von sogenannten Landolt-Ringen durchgeführt.

Der Sehtest für die Führerscheinklasse B wird mithilfe von sogenannten Landolt-Ringen durchgeführt.

Am Ende der 4 Doppelstunden bekommen Sie eine Bescheinigung über die Teilnahme an Kurs in lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Dieses Dokument kann nicht ausgestellt werden, wenn Teilnehmer beispielsweise zu spät erscheinen. Die Kurse für den Führerschein B kosten in der Regel 25 bis 40 Euro. Dies hängt jedoch von der Region und der auszuführenden Institution ab.

Der Sehtest für die Fahrerlaubnis B

Neben dem Erste-Hilfe-Kurs muss auch ein Sehtest absolviert werden. Dieser kann bei einem Optiker oder auch Augenarzt durchgeführt werden. Sollte der Bewerber bereits eine Sehhilfe benötigen, kann er diese zum Sehtest mitbringen. Fälschlicherweise gehen die meisten Führerscheinbewerber davon aus, dass es sich beim Sehtest um das Überprüfen der Dioptrienzahl handelt. Jedoch wird die Sehleistung gemessen.

Diese wird mit den sogenannten Landolt-Ringen getestet. Dieser Test besteht aus Ringen, welche in unterschiedlichen Richtungen Öffnungen besitzen. Der Bewerber um den Führerschein der Klasse B muss dem Augenoptiker bzw. dem Arzt sagen, wo sich die Öffnung befindet. Damit kann der Arzt bzw. Optiker herausfinden, wie stark Ihre Sehleistung, der sogenannte Visus, ist.

Laut FeV muss die Sehleistung auf jeden Auge mindestens 0,7 betragen.

Wird der Visus-Wert auf beiden bzw. nur auf einem Auge nicht erreicht, gilt der Test als nicht bestanden. Der Test darf auch mit einer Brille oder Kontaktlinsen durchgeführt werden. Der Autoführerschein darf dann nur erteilt werden, wenn Sie sich zu einem Augenoptiker begeben, der Ihnen eine Sehhilfe „verschreibt“. Mit dieser kann der Test wiederholt werden. Muss eine Sehhilfe getragen werden, um die erforderliche Sehleistung zu erbringen, wird dies im späteren Führerschein der Klasse B eingetragen. Dies geschieht mithilfe einer Schlüsselnummer. Diese lautet 01.01 und zeigt den Beamten bei einer Verkehrskontrolle, ob der Fahrer eine Sehhilfe zum Fahren benötigt.

Sollten Sie eine Brille benötigen und tragen diese beim Fahren nicht, kann es zu einem Bußgeld von 25 Euro kommen. Wird noch dazu ein Unfall verursacht, kann aus dieser Tat eine Straftat werden, da Sie fahrlässig gehandelt haben, indem Sie die Brille nicht trugen.

Viele Optiker bieten Sehtests auch ohne Termin an. Jedoch ist es besser, einen Termin zu vereinbaren. Sie müssen einen Personalausweis mitführen, damit die Bescheinigung, auf der die Sehleistung vermerkt ist, korrekt ausgefüllt werden kann. Die Sehtests für den Führerschein der Klasse B kosten 6,43 Euro. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben. Sollte der Sehtest mehr kosten, verweisen Sie auf die Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt).

Erwerb vom Führerschein B in der Fahrschule

Die Theorie besteht aus 12 Doppelstunden Grundstoff und 2 Doppelstunden Zusatzstoff. Eine Doppelstunde dauert 90 Minuten. Sollten Sie bereits eine Führerscheinklasse wie A1 besitzen, müssen Sie nur 6 Doppelstunden Grundstoff für den Führerschein der Klasse B erlernen. Der Gesetzgeber geht nämlich davon aus, dass Sie bereits genügend über den Straßenverkehr wissen, da Sie bereits eine ähnliche Ausbildung genossen haben.

Der Führerschein der Klasse B-Test besteht aus 30 Fragen. Es ist zu empfehlen, sich gut auf die bestehende Theorieprüfung der Klasse B vorzubereiten, da sie mit Kosten verbunden ist. Der Führerschein Klasse B-Test läuft am PC unter der Aufsicht eines Dekra- oder TÜV-Gutachters ab. Jedoch bleibt es bei 30 Fragen. Die Theorieprüfung besteht aus einem Multiple-Choice-System. Sie bekommen eine Frage und mehrere Antworten, wobei nicht nur eine die richtige sein muss. Die Prüfungszeit besteht aus 30 Minuten. Die Prüfung bei Nicht-Bestehen jede zwei Wochen wiederholt werden.

Jeder Bewerber darf maximal 10 Fehlerpunkte im Führerscheintest der Klasse B erreichen, um die Theorieprüfung noch zu bestehen. Sollten Sie zwei Fragen à 5 Fehlerpunkten falsch beantworten, gilt die Prüfung auch als nicht bestanden.

Wie viele Sonderfahrten müssen Sie absolvieren, um den Pkw-Führerschein zu erhalten?

Wie viele Sonderfahrten müssen Sie absolvieren, um den Pkw-Führerschein zu erhalten?

Die richtige Vorbereitung ist wichtig. Viele Webseiten bieten bereits kostenlose Onlinetests an. Außerdem gibt Ihnen die Fahrschule Lehrmittel an die Hand, mit denen Sie bestens auf den Führerscheintest der Klasse B vorbereitet sind.

Sollten Sie auf die Klasse B erweitern, zählt der Fragebogen nur noch 20 Fragen. Hierbei dürfen Sie jedoch nur maximal 6 Fehlerpunkte erreichen, um noch zu bestehen.

Die praktische Grundausbildung ist nicht gesetzlich festgelegt, sodass der Fahrlehrer die Pflichtstunden nach den Kenntnissen und dem persönlichen Lernfortschritt des Schülers festlegt. Hierbei ist es wichtig, frühzeitig mit dem Fahrlehrer zu reden, um die Kosten vom Führerschein B kalkulieren zu können.

Die Pflichtstunden für den Führerschein der Klasse B sind die Sonderfahrten:

  • 5 Stunden Überland
  • 4 Stunden auf der Autobahn
  • 3 Stunden bei Dunkelheit bzw. Dämmerung

Diese Sonderfahrten sind vorgeschrieben und müssen absolviert werden. Sollte der zukünftige Inhaber der Führerscheinklasse B noch unsicher bei einer Sonderstunde sein, kann die Anzahl jedoch erhöht werden. Eine Fahrstunde dauert 45 Minuten. Die Pflichtstunden für den Führerschein der Klasse B kosten mehr als normale Fahrstunden.

Die Praxisprüfung dauert mindestens 45 Minuten. Sie sollten rechtzeitig und ausgeruht zum Prüfungstermin erschienen. Vergessen Sie nicht Ihre Sehhilfe, falls Sie eine benötigen. Außerdem muss der Personalausweis mitgebracht werden. Zuerst müssen Sie Ihren Fahrersitz einrichten, danach geht die Prüfung los.

Was kostet ein Führerschein der Klasse B?

Die Kosten für den Führerschein B können von Region zu Region variieren. Es lohnt sich daher, die Angebote mehrerer Fahrschule im Vorfeld zu vergleichen. Wie viel ein Führerschein der Klasse B exakt kosten kann, ist dementsprechend pauschal nicht zu beantworten.

Ein bundesweiter Vergleich hatte zum Ergebnis, dass ein Autoführerschein zwischen 950 und 2.255 Euro kosten kann. Aus diesem Grund müssen alle Kosten vorher kalkuliert werden. Im Einzelnen sollten sich Fahrschüler bei einem B-Führerschein auf die folgenden Kosten einstellen:

PostenKosten
Sehtest6,43 €
Passbildca. 6 - 15 €
Erste-Hilfe-Kursca. 20 - 30 €
Anmeldegebühr in der Fahrschuleca. 100 - 200 €
Unterrichtsmaterialien für die Theorieca. 20 €
Prüfung des Führerscheinantrags durch die Behördeca. 40 - 50 €
Übungsstundeca. 30 - 35 €
Sonderfahrtca. 40 - 60 €
Vorstellung zur theoretischen Prüfungca. 50 €
Theorieprüfung22,49 €
Vorstellung zur praktischen Prüfungca. 100 €
Praktische Prüfung91,75 €

Sollten Sie mit Ihrer Fahrschule nicht zufrieden sein, können Sie sie jederzeit verlassen und zu einer neuen wechseln. Der Fahrlehrer muss die Zulassungsbehörde über jede Übungsfahrt unterrichten, sodass die neue Fahrschule mit dem Unterricht dort beginnen kann, wo Sie aufgehört haben.

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238 Kommentare

  1. Anny sagt:

    Hallo,
    Meine Tochter möchte den Führerschein mit 17 machen und somit begleitendes Fahren. Nun hab ich leider ausgerechnet im letzem Jahr zwei punkte bekommen. Darf ich nun für sie als begleitperson eingetragen werden?

    • Sven sagt:

      maximal ein Punkt im Fahreignungsregister zum Zeitpunkt der Antragstellung!!!! Also schauen wann der Antrag gestellt wurde.

      Steht auch im Paragraph 48a FeV

  2. Rüdiger sagt:

    Eine frage ich besitze den führerschein kl.B seit 1984 und auch kl c1 und darf ich darauf hin ein pkw mit anhänger fahren und was wäre in diesem Fall die max kg. Die ich Fahren darf
    Vielen dsnk für die hilfe

  3. Waldemar sagt:

    Hallo.Mein Neffe mit ausländische Führerschein war mit 31 km.h zu schnell auf Autobann geblitz.Ezt will er Fůrerschein klasseB haben.Was muß er in kauf nemen?

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