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Was bei einem Führerscheinentzug zu tun ist

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 11. Oktober 2021

Am 16. April 2021 wurde eine Korrektur der StVO-Novelle mit neuen Bußgeldern von Bund und Ländern ausgearbeitet. Diese neuen Bußgelder werden bis voraussichtlich September 2021 in Kraft treten.

Welche neuen Bußgelder künftig gelten sollen, erfahren Sie hier:

Entzug der Fahrerlaubnis? Hinweise zu Sperrfrist, Wiedererteilung, Kosten und Co.

Der Führerscheinentzug droht nicht nur Autofahrern
Der Führerscheinentzug droht nicht nur Autofahrern

Ist ein Verkehrsteilnehmer oftmals zu schnell unterwegs, droht nicht nur ein Fahrverbot, sondern auch der Entzug der Fahrerlaubnis.

Beide Maßnahmen können jedoch nicht nur bei Geschwindigkeitsüberschreitungen eintreten. Auch wer mehrfach mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt wird, muss ein Fahrverbot oder den Führerscheinentzug befürchten. Eines davon ist jedoch weitreichender, langwieriger und kostenintensiver als das andere.

Die Unterschiede und die Folgen beider Maßnahmen sollen in diesem Ratgeber erklärt werden. Was Sie tun können, wenn Sie Ihren Führerschein verloren haben, lesen Sie außerdem in diesem Artikel.

FAQ: Führerscheinentzug

Wann kann es zum Führerscheinentzug kommen?

Mögliche Gründe für einen Führerscheinentzug sind Drogen und/oder Alkohol am Steuer, Straftaten im Straßenverkehr oder das Erreichen von acht Punkten auf dem Flensburger Punktekonto.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Führerscheinentzug und Fahrverbot?

Bei einem Führerscheinentzug wird Ihnen die Erlaubnis, ein Kfz im Verkehr zu steuern, generell aberkannt. Bei einem Fahrverbot müssen Sie Ihren Führerschein temporär abgeben, erhalten ihn jedoch in der Regel nach maximal drei Monaten automatisch wieder zurück.

Wie bekomme ich nach einem Entzug meinen Führerschein zurück?

Wurde Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen, erhalten Sie diese nur durch eine Neuerteilung zurück. Sie können die neue Fahrerlaubnis bereits sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist beantragen. Allerdings müssen Sie in der Regel gewisse Voraussetzungen erfüllen, wie z. B. das Bestehen einer MPU.

Spezifische Ratgeber zum Thema Fahrerlaubnisentzug:

Informationen zum Führerscheinverlust

Wenn Sie Ihren Führerschein verloren haben oder er Ihnen gestohlen wurde, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Führerscheinverlust, wie und wo Sie einen neuen Führerschein beantragen können.

Keine Lust zu lesen? Die Entziehung der Fahrerlaubnis im Video erklärt

Video: Wann müssen Sie den Führerscheinentzug fürchten?

Führerscheinentzug versus Fahrverbot

Wer ein besonders schweres Vergehen im Straßenverkehr begeht oder mehrfach einen Fehltritt verursacht, muss in der Regel mit diversen Maßnahmen rechnen, die das deutsche Straßenverkehrsrecht regelt. Die beiden schwersten Maßnahmen im Verkehrsrecht sind das Fahrverbot und der Entzug der Fahrerlaubnis. Am Rande soll hier auch der Freiheitsentzug als Folge von schweren Vergehen im Strafrecht erwähnt werden, welcher auch als Maßnahme im Rahmen des Straßenverkehrs angeordnet werden kann.

Diese Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen. Außerdem dienen sie der Verkehrserziehung der Verkehrsteilnehmer und sollen durch ihre besondere Schwere abschrecken. Die Strafen sind besonders für Vielfahrer ärgerlich, welche aus beruflichen Gründen auf das Fahrzeug angewiesen sind. Dennoch sind die Maßnahmen unerlässlich für das reibungslose Verhalten im Straßenverkehr.

Das Fahrverbot

Der größte Unterschied vom Fahrverbot zum Entzug der Fahrerlaubnis ist die zeitliche Begrenzung. Ein Fahrverbot kann nur mindestens für einen Monat und höchstens für 3 Monate verhängt werden.

Sie müssen zwar auch Ihren Führerschein abgeben, jedoch ist die Wiedererteilung hier einfacher gestaltet. Nachdem Ihnen ein Delikt zur Last geworfen wird, weshalb ein Fahrverbot verhängt wird, haben Sie in der Regel 2 Wochen Zeit, um Einspruch einzulegen. Geschieht dies nicht, werden der Bußgeldbescheid und das damit verhängte Fahrverbot rechtskräftig. Prinzipiell haben Sie vier Monate Zeit, um den Führerschein abzugeben.

Diese Vier-Monats-Frist besteht jedoch nur, wenn Sie innerhalb der letzten zwei Jahre nicht schon einmal Ihren Führerschein verloren haben. Das Dokument muss bei der im Bußgeldbescheid genannten Stelle abgegeben werden. Dies kann eine zuständige Behörde oder auch die hiesige Polizeidienstelle sein. Wer nicht von der Vier-Monats-Frist Gebrauch machen kann, muss seinen Fahrausweis direkt nach der Rechtskraft der Bußgeldentscheidung abgeben.

In der Zeit des Fahrverbots darf kein Fahrzeug bedient werden. Auch Mofas, für die kein Fahrausweis benötigt wird, dürfen nicht gefahren werden. Sollten Sie dies dennoch tun und Sie werden kontrolliert, können Sie mit

Die Entziehung der Fahrerlaubnis kann bei verschiedenen Vergehen drohen
Die Entziehung der Fahrerlaubnis kann bei verschiedenen Vergehen drohen
  • einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr,
  • einer Geldstrafe oder
  • dem Entzug der Fahrerlaubnis

rechnen.

Der Fahrausweis kann nach Ablauf des Fahrverbots per Post, also per Nachnahme, verschickt werden. Dieses Verfahren ist aber mit einer Gebühr für den Versand verbunden. Die zweite Möglichkeit ist, den Fahrausweis direkt bei der Behörde bzw. Institution abzuholen, bei welcher er auch abgegeben wurde.

Der Führerscheinentzug

Das Gegenteil zum Fahrverbot bildet der Entzug der Fahrerlaubnis. Die Maßnahme wird auch Führerscheinentzug genannt, obwohl es juristisch richtig ist, von einer Führerscheinabgabe zu sprechen. Der Entzug der Fahrerlaubnis definiert die “Aberkennung” der Erlaubnis, ein Fahrzeug zu führen. Dies kann aus unterschiedlichen Gründen geschehen, wie beispielsweise Trunkenheit im Verkehr, schwere Unfallflucht oder aufgrund der Punkteüberschreitung im Fahreignungsregister.

Beim Fahrverbot wird der Fahrausweis, also das Dokument per se, abgegeben. Der Führerscheinentzug oder Führerscheinverlust definiert das “Abgeben” der Erlaubnis, Fahrzeuge führen zu dürfen.

Der Führerscheinentzug wird durch ein Gericht oder die Verwaltungsbehörde angeordnet. Sobald das Urteil rechtswirksam ist, ist der Fahrausweis ungültig. Er wird entweder von den zuständigen Beamten einbehalten oder mit einem Vermerk über die Ungültigkeit versehen. Zusätzlich wird eine Sperrfrist verhängt. Diese beträgt mindestens 6 Monate, dauer häufig jedoch noch länger. Bereits 6 Monate vor Ablauf der Frist darf der Verkehrsteilnehmer einen Antrag auf die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen.

Jedoch kann sie in der Regel nicht ohne weiteres wieder erlangt werden. Meist stellt die zuständige Fahrerlaubnisbehörde Bedingungen. Diese sind als Voraussetzungen zu verstehen, welche erfüllt sein müssen, damit die Fahrberechtigung wieder erlangt werden kann. Als Beispiele sind hier eine MPU, also eine medizinisch-psychologische Untersuchung, oder eine Nachschulung für die jeweiligen Führerscheinklassen zu nennen.

Wer am Straßenverkehr teilnimmt, muss nicht nur mit Bußgeldern sondern auch mit einem Führerscheinentzug rechnen
Wer am Straßenverkehr teilnimmt, muss nicht nur mit Bußgeldern sondern auch mit einem Führerscheinentzug rechnen

Der Führerscheinentzug wird in zwei Kategorien eingeordnet:

  1. Entzug der Fahrerlaubnis per Gericht: Nach einer Verkehrsstraftat wird eine Sperrfrist verhängt. Sechs Monate vor deren Ablauf kann die Fahrberechtigung neu beantragt werden.
  2. Entzug der Fahrberechtigung per Führerscheinstelle: Nach einem schweren Vergehen im Straßenverkehr, beispielsweise nach dem Erreichen der Höchstpunktzahl in Flensburg, prüft die Führerscheinstelle etwaige Bedingungen, unter denen die Neuerteilung geknüpft ist.

Vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis

Die Beamten können den Fahrausweis bereits vorläufig einbehalten, wenn die Beamten “Gefahr in Verzug” sehen. Dieser Begriff kommt aus dem Verfahrensrecht und bezeichnet die Befugnis der zuständigen Behörden, den Führerschein vorläufig zu entziehen, wenn sie der Meinung sind, dass ein Schaden eintreten würde. In diesen Fällen kommt es häufig zum vorläufigen Führerscheinverlust:

  • Gefährdung des Straßenverkehrs
  • unerlaubtes Entfernen vom Unfallort mit Tötung oder schwerer Verletzung eines Menschen oder Verursachung eines bedeutenden Schadens an fremdem Eigentum
  • Trunkenheit im Verkehr
  • Vollrausch

Führerscheinentzug: Ab wann ist der “Lappen” weg?

Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer
Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer

Die Entziehung der Fahrerlaubnis kann aus verschiedensten Gründen angeordnet werden. In diesem Kapitel werden die meisten Gründe aufgezählt. Außerdem sollen hier auch die möglichen Folgen erläutert werden, damit Sie rechtzeitig wissen, was auf Sie zukommt.

Drogen und Alkohol: Führerscheinentzug

Wer Alkohol trinkt und sich an Steuer eines Fahrzeugs setzt, gefährdet nicht nur sich, sondern besonders auch andere Verkehrsteilnehmer. Aus diesem Grund führte der Bund empfindliche Strafen für dieses Vergehen ein. Die höchste Maßnahme ist der Führerscheinentzug wegen Alkohol.

Die Promillegrenze liegt zwar bei einem Wert von 0,5. Gefährdet eine Person jedoch den Verkehr und andere Teilnehmer, kann sie bereits ab 0,3 Promille zur Rechenschaft gezogen werden. Neben einer Freiheits- oder Geldstrafe ist auch die Entziehung der Fahrberechtigung eine mögliche Folge des Vergehens.

Die absolute Fahruntüchtigkeit ist gesetzlich bei einem Wert von mehr als 1,1 Promille gegeben. Hier droht sofort der Führerscheinentzug bei Alkohol.

Wiederholungstäter müssen mit höheren Strafen rechnen, auch wenn nur geringe Mengen an Alkohol im Blut nachgewiesen werden.

Die Folgen einer Fahrt unter Alkohol und Drogen sind häufig die Teilnahme an einer MPU und/oder der Führerscheinverlust. Die Themen Cannabis und Führerschein werden auch oftmals in Verbindung gebracht, wenn es darum geht, dass die Fahrerlaubnis entzogen wird. Hier kommt es jedoch auf den Einzelfall und die hiesigen Behörden an. Es kann nicht pauschal gesagt werden, was bei welcher Menge von Drogen im Körper angeordnet wird.

Der Führerscheinentzug wegen Alkohol droht nur bei besonders schweren Vergehen oder Wiederholungstätern. In der Regel wird “nur” ein Fahrverbot verhängt. Beim Führerscheinentzug wegen Drogenbesitz oder Konsum ist dies jedoch anders. Hier kommt es häufiger zu dieser schwerwiegenden Maßnahme.

Zusätzlich kann zur Wiedererlangung des Führerscheins, also wenn Sie Ihren Führerschein verlieren, ein sogenannter Abstinenznachweis gefordert werden. Hierbei müssen Sie in einem bestimmten Zeitraum, regelmäßig zu Tests, um nachzuweisen, dass Sie keine Drogen oder Alkohol konsumiert haben.

Fahrverbote werden im Gegensatz zum Führerscheinentzug wegen Alkohol bereits ab dem ersten Verstoß gegen die Promillegrenze verhängt. Hierbei handelt es sich um ein Fahrverbot von einem Monat. Beim zweiten und dritten Vergehen muss bereits mit einem Fahrverbot von 3 Monaten gerechnet werden. Die Staffelung der Fahrverbote ist bei Drogen am Steuer gleich.

Führerscheinentzug bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung

Ein Führerscheinverlust im eigentlichen Sinne ist bei der Geschwindigkeitsüberschreitung nicht üblich. Hier werden in der Regel “nur” Fahrverbote ausgesprochen. Umgangssprachlich wird aber auch bei dieser Maßnahme vom Führerscheinentzug wegen zu hoher Geschwindigkeit gesprochen.

Die Fahrverbote dauern einen bis 3 Monate. Folgende Staffelung gibt es dabei:

Dauer des Fahr­verbotsInnerorts - Führer­schein­ent­zugAußerorts - Führer­schein­ent­zug
1 Monatab 21 km/h zu schnellab 26 km/h zu schnell
2 Monateab 51 km/h zu schnellab 61 km/h zu schnell
3 Monateab 61 km/h zu schnellüber 70 km/h zu schnell

Für Wiederholungstäter gelten spezielle Regeln: Wer innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten zweimal die Geschwindigkeit um mindestens 26 km/h überschreitet, muss den Fahrausweis für einen Monat abgeben. Bekommen Sie aufgrund des Bußgeldkatalogs für eines der beiden Vergehen ein Fahrverbot, wird dieses um einen Monat verlängert. Der Zeitraum von einem Jahr beginnt mit dem ersten Vergehen über 26 km/h.

Grundsätzlich ist der Führerscheinentzug bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung ärgerlich. Vielfahrer bzw. Fahrer, die auf das Fahrzeug angewiesen sind, trifft dies jedoch am härtesten. Was also tun, wenn die Fahrerlaubnis entzogen werden soll?
Oftmals kann von einem Führerscheinentzug bei zu hoher Geschwindigkeit abgesehen werden. Dies ist jedoch abhängig vom jeweiligen Gericht und wird von Fall zu Fall unterschiedlich entschieden. Sollten Sie also Ihren Fahrausweis dringend benötigen, ist ein Anwalt im Verkehrsrecht dringend zu empfehlen.

Im Laufe der Jahre haben sich aufgrund von diversen Gerichtsurteilen verschiedene Fallgruppen herauskristallisiert, bei welchen die Chancen höher sind, einem Führerscheinverlust zu entgehen:

  • Augenblickversagen: Ein sonst konzentrierter Fahrer hat für eine kurze Zeitspanne den Verkehr und seine Regeln außer Acht gelassen.
  • Existenzgefährdung: Kraftfahrer, die selbstständig sind, also ein eigenes Unternehmen besitzen, brauchen den Fahrausweis, um das Unternehmen weiterführen zu können.
  • Arbeitsplatzgefährdung: Fahrer, welche sich in einer Beschäftigung befinden, droht der Verlust der Arbeitsstelle und der Existenz, wenn der Führerschein verloren wird.
  • Zeitablauf: Liegt ein langer Zeitraum zwischen Vergehen und Gerichtsurteil kann vom Fahrverbot abgesehen werden bzw. das Fahrverbot verkürzt werden. Der Zeitraum liegt in der Regel bei 2 Jahren. Dieser Fall ist jedoch nur wirksam, wenn der Fahrer die lange Verfahrensdauer nicht selbst herbeigeführt hat.
  • Notstandssituation: Manchmal kann vom Führerscheinentzug abgesehen werden, wenn der Fahrer eine notstandsähnliche Situation zu befürchten hatte. Als Beispiel ist hier etwa eine persönliche oder berufliche Ausnahmesituation zu nennen: Ein Taxifahrer wurde von einem Gast genötigt, sich zu beeilen und wurde vom Fahrverbot freigesprochen.
  • Umstand: Wenn der Fahrer aufgrund von persönlichen Umständen zur Eile gezwungen wurde. Hier sind Fälle anzuführen, in denen der Richter “Gnade” walten ließ, weil die betroffene Person eine querschnittsgelähmte Rollstuhlfahrerin ist, welche auf einem Dorf lebt und zur Beschaffung von Nahrungsmitteln in die nächstgrößere Stadt fahren muss.
  • Tatumstände: Der Fahrer hat die Tat aufgrund von besonderen Umständen im Einzelfall begangen. Dies kann beispielsweise ein Einsatzleiter der freiwilligen Feuerwehr sein, welcher im Einzelfall schneller fahren musste. Bei dieser Fallgruppe muss es sich um einen besonderen Einsatz für die Gemeinschaft handeln.
  • Verbotsirrtum: Liegt ein vermeidbarer Verbotsirrtum vor, kann vom temporären Führerscheinverlust abgesehen werden. Als Beispiel sei hier eine verwirrende Beschilderung zu nennen. Wenn also nicht deutlich wird, ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorliegt, kann oftmals von der Entziehung der Fahrerlaubnis abgesehen werden.
Wenn die Fahrerlaubnis entzogen wird, können Probleme bei der Arbeit entstehen
Wenn die Fahrerlaubnis entzogen wird, können Probleme bei der Arbeit entstehen

Diese Fallgruppen haben sich oftmals “bewährt”, jedoch kann hier nur im Einzelfall entschieden werden. Aus diesem Grund sind sie nicht die Regel. Gelegentlich entscheiden Gerichte zu Gunsten des Verkehrssünders, wenn er einen bestimmten Beruf wie Arzt oder Anwalt ausübt. Dennoch gibt es auch viele Urteile, die dies wieder verneinen würden. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, dass ein Anwalt zurate gezogen wird. Erst mit seiner Beratung können die Chancen beim Entgehen des Fahrverbots erhöht werden.

Neben diesen Fallgruppen haben sich auch weitere Methoden bewährt. Nimmt der Fahrer beispielsweise an einem Aufbauseminar teil, kann vom Führerscheinentzug abgesehen werden. Dies geschieht in der Regel nur im Zusammenspiel mit weiteren Maßnahmen, die der Kraftfahrzeugfahrer ergreift. Ist zusätzlich eine Besserung des Verhaltens im Straßenverkehr zu erkennen, kann auch hier der Führerschein nicht verloren werden.

Die Chancen auf ein Absehen sind besonders hoch, wenn der Temposünder zum ersten Mal von einem möglichen Führerscheinverlust betroffen ist. Die Chancen sinken, wenn der Fahrer bereits das beispielsweise dritte Fahrverbot zu befürchten hat.

Wer seine Fahrberechtigung im Zuge einer Geschwindigkeitsüberschreitung verliert, verliert lediglich die Erlaubnis mit der Klasse, mit welcher er die Tat begangen hat, zu fahren. Das bedeutet, dass beispielsweise ein Fahrer, welcher mit einem Pkw zu schnell gefahren ist, nur seine Berechtigung zum Führen der Klasse B für Pkw verliert. Ist er Berufskraftfahrer, kann er seinen Beruf weiter ausüben, da ihm diese Klasse erhalten bleibt. Diese Regelung ist nicht bei einem Führerscheinentzug wegen Alkohol oder Drogen möglich.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass ein Absehen vom Fahrverbot immer eine Bußgelderhöhung zur Folge hat.

Wird von der Anordnung eines Fahrverbots ausnahmsweise abgesehen, so soll das für den betreffenden Tatbestand als Regelsatz vorgesehene Bußgeld angemessen erhöht werden.(§ 4 Absatz 4 Bußgeldkatalog-Verordnung)

Führerschein verloren nach einem Rotlichtverstoß

Auch ein Rotlichtverstoß stellt ein besonders schweres Verkehrsvergehen dar. Beim Überfahren einer roten Ampel können Gefährdungen für andere Verkehrsteilnehmer wie etwa Fahrradfahrer oder Fußgänger entstehen. Aus diesem Grund werden bei diesem Vergehen auch Fahrverbote verhängt. Wer eine rote Ampel überfährt und dadurch eine Gefährdung darstellt, kann mit einem Führerscheinentzug von einem Monat bestraft werden. Diese Regelung gilt bereits bei einem Rotlichtverstoß, bei dem die Ampel unter einer Sekunde rot anzeigte.

Von einer Gefährdung wird nach deutschem Recht gesprochen, wenn der Tatverursachende “dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet” (§ 315c Strafgesetzbuch). Von letzterem wird gesprochen, wenn der Wert der Sachbeschädigung in der Regel 750 Euro übersteigt.

Wird eine Ampel überfahren, welche schon länger als eine Sekunde rot anzeigte, können in manchen Fällen sogar eine Geldstrafe, eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren und die Entziehung der Fahrberechtigung die Folge sein. Hier kommt es jedoch auf die Schwere der Tat an, nach der beurteilt wird, welche Folge der Fahrer zu befürchten hat und ob der Führerschein verloren wird.

Auch hier hat der Fahrer, dem die Fahrerlaubnis entzogen werden soll, Optionen, um diesem zu entgehen. Die größte Fallgruppe stellt hier das Augenblickversagen dar. Es sind Gerichtsurteile bekannt, bei dem der Angeklagte beweisen konnte, dass er in Folge von

  • Irritationen,
  • Verwechselungen oder
  • zeitweiliger, einfach fahrlässiger Unaufmerksamkeit wegen einer Ablenkung

gehandelt hat. Die Chancen bei diesen Fällen steigen, wenn die Zeiträume zwischen dem Aufleuchten des roten Lichts und dem Überfahren der Haltelinie größer werden. Hier geht das Gericht davon aus, dass der Fahrzeugführer nicht grob pflichtwidrig handelte, sondern wegen der eben genannten Folgen den Rotlichtverstoß verursachte.

Führerscheinentzug droht auch bei einem Rotlichtverstoß
Führerscheinentzug droht auch bei einem Rotlichtverstoß

Das Bayrische Oberlandesgericht urteilte jedoch bei einem Fall, bei dem der Angeklagte Fahrer blindlings dem Vordermann folgte und so über die rote Ampel fuhr, dass hier nicht von einem sogenannten Mitzieheffekt ausgegangen werden kann. Das bedeutet, dass bei diesem Grund dennoch der Fahrausweis entzogen werden kann.

Eine beliebte Rechtfertigung für das Überfahren einer roten Ampel ist der Umstand der Blendung infolge von Sonnenstrahlung oder eines entgegenkommenden Fahrzeugs in der Dunkelheit. Diverse Gerichtsurteile deuten darauf hin, dass bei diesem Grund nicht von einem Fahrverbot angesehen werden kann. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass Fahrzeugführer ihre Geschwindigkeit der umliegenden Gegebenheiten anzupassen haben.

Führerscheinentzug in der Probezeit

Auch in der Probezeit kann die Fahrerlaubnis entzogen werden. Dies geschieht in der Regel, wenn 3 A-Verstöße bzw. 6 B-Verstöße begangen werden.

Ein A-Verstoß ist ein schwerwiegendes Vergehen, welches beispielsweise Unfallflucht, Nötigung oder Alkohol am Steuer sein kann. B-Verstöße hingegen sind weniger schwerwiegende Vergehen: abgefahrene Reifen, Parkverstöße oder Handy am Steuer. Die Reihenfolge, damit Fahranfänger ihren Führerschein verlieren, ist wie folgt:

A-Verstoß → 1. A-Verstoß in der verlängerten Probezeit (Verlängerung der Probezeit) → 2. A-Verstoß in der verlängerten Probezeit ⇒ Führerscheinverlust

2 B-Verstöße (Verlängerung der Probezeit) → 2 B-Verstöße in der verlängerten Probezeit → erneute 2 B-Verstöße in der verlängerten Probezeit ⇒ Führerscheinentzug

Mit der Entziehung der Fahrberechtigung wird eine Sperrfrist verhängt. Diese kann von 6 Monate bis zu 5 Jahren andauern. Sechs Monate vor Ablauf der Frist kann die Neuerteilung der Fahrerlaubnis beantragt werden werden.

Ob dafür eine erneute Fahrschulausbildung absolviert werden muss oder an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung sowie einem Aufbauseminar teilgenommen werden muss, ist vom Einzelfall abhängig.

Wird die Fahrberechtigung wieder erlangt, beginnt die Probezeit von neuem. Begeht der Fahranfänger dann Verkehrsvergehen können die Strafen in der Regel höher als gewöhnlich ausfallen. Neben dem Führerscheinentzug in der Probezeit kann es auch zu einer Freiheitsstrafe kommen.

Der Führerschein kann auch verloren werden, wenn ein Fahranfänger nicht am Aufbauseminar teilgenommen hat. Dann geht das Gesetz davon aus, dass er nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen.

Der Führerscheinentzug bei Straftaten

Wir wollen möglichst früh kriminelle Karrieren stoppen. Mit dem Entzug der Fahrberechtigung treffen wir die Heranwachsenden, die gerade die Freiheit der eigenen Mobilität erleben, empfindlich und regen zum Nachdenken an. (Hans-Peter Uhl, CSU, im Interview mit der Tageszeitung “Die Welt”)

Als Alternative zur Freiheits- und Geldstrafe wollen die CDU/CSU und SPD den Führerscheinverlust künftig auch bei Straftaten durchsetzen. So könnten Menschen, die einen Diebstahl begehen, bald ihre Fahrerlaubnis entzogen bekommen. Die Diskussion befindet sich jedoch noch im Anfangsstadium. Der Führerschein kann also nicht verloren werden, wenn Fahrer eine Straftat begehen.

Über 8 Punkte bedeuten einen Führerscheinentzug

Ergeben sich acht oder mehr Punkte, gilt der Inhaber einer Fahrberechtigung als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen und die Fahrerlaubnis ist zu entziehen. (§ 4 Absatz 5 Straßenverkehrsgesetz)

Infolge der Änderung der Gesamtpunktzahl für das Fahreignungs-Bewertungssystem kann ein Fahrzeugführer nun insgesamt 8 Punkte erhalten, bis der Fahrausweis und die Fahrberechtigung entzogen werden. Diese Maßnahme der Punkteerlangung soll der Verkehrserziehung dienen und zielt auf Verhaltens- und Einstellungsänderungen der Fahrer ab. Studien einiger europäischer Länder zeigten, dass die Punktesysteme erst dann wirksam sind, wenn den Fahrern am Ende die Fahrberechtigung entzogen werden kann.

Bevor es zum Führerscheinentzug wegen zu vieler Punkte kommt, muss die zuständige Behörde eine Ermahnung (bei 5 Punkten) und eine Verwarnung (bei 7 Punkten) verschicken. Wird nach der Verwarnung dann ein weiterer Punkt im Fahreignungsregister erlangt, ist die Entziehung der Fahrerlaubnis die Folge. Hier bei spielt das Tattagprinzip eine entscheidende Rolle.

Sollten Sie die 6-Punktegrenze überschreiten, ohne dass Sie eine Ermahnung erhielten, muss der Punktestand auf 5 reduziert werden. Gleiches gilt bei der Erreichung von 8 Punkten. Erhalten Sie keine Verwarnung vorher, wird Ihr Punktestand auf 7 Punkte herabgesetzt.

Sollten Sie Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid einlegen, werden die Punkte nicht verschoben. Sie gelten trotzdem ab dem Tag, an dem das Vergehen begangen wurde.

Nachdem ein Autofahrer 8 Punkte erreicht und den Führerschein verloren hat, folgt die Sperrfrist. Erst sechs Monate vor deren Ablauf darf er die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis beantragen.

Sollten Sie in diesem Zeitraum dennoch ein Fahrzeug führen, gilt dies als Fahren ohne Fahrerlaubnis und kann sogar mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden. Jedoch können Sie nach dem Führerscheinentzug wegen zu vieler Punkte fahrerlaubnisfreie Fahrzeuge bedienen:

  • motorisierte Krankenfahrstühle für körperlich behinderte Personen mit Elektroantrieb, einer Leermasse bis zu 300 kg (inklusive Batterien), einer zulässigen Gesamtmasse von maximal 500 kg, einer Höchstgeschwindigkeit von höchstens 15 km/h und einer maximalen Breite von 1,10 m sowie
  • selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Stapler, welche für die Land-und Forstwirtschaft bestimmt sind und nicht mehr als 6 km/h erreichen sowie einachsige Zug- und Arbeitsmaschinen, welche mit Holmen gelenkt werden

Zusätzlich zu diesen Fahrzeugen können Sie trotz Führerscheinentzug noch weitere führen. Es gibt Fahrzeuge, welche mit einer gültigen Prüfbescheinigung gefahren werden dürfen. Die Voraussetzung der Prüfbescheinigung bilden eine Ausbildungsbescheinigung (wird nach einer gewissen Anzahl an Fahr- bzw. Theoriestunden in einer Fahrschule erlangt) und eine Theorieprüfung. Damit können Sie folgende Fahrzeuge führen:

  • Mofas, also einspurige, einsitzige Fahrräder mit Hilfsmotor (auch ohne Tretkurbeln) mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit auf ebener Bahn von 25 km/h,
  • zweispurige und elektrisch angetriebene Mobilitätshilfen, welche durch Gewichtsverlagerung gelenkt werden, sogenannte Segways,
  • Krankenfahrstühle mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 10 km/h

Die Sperrfrist beim Führerschein

Nach einem Führerscheinentzug beginnt in der Regel die Sperrfrist vom Führerschein. In diesem Zeitraum darf der Verkehrssünder keine neue Fahrerlaubnis beantragen. Die Länge der Sperrfrist hängt vom individuellen Fall ab. Die Sperrfrist vom Führerschein wurde eingeführt, damit ein Betroffener, der charakterlich nicht geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen, nicht mehr am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen kann. Das Strafgericht gibt also eine Prognose ab, welche Zeit der Angeklagte benötigt, damit eine Besserung aus seinem Verhalten zu erkennen ist. Die Sperrfrist dauert im Durchschnitt etwa 9 bis 11 Monate.

Nach Ablauf der Sperrfrist vom Fahrausweis wird dieser nicht direkt wieder zugestellt. Er muss neu beantragt werden. Weiter können noch zusätzliche Maßnahmen bzw. Voraussetzungen anfallen, welche der Fahrer erfüllen muss.

Um die Führerschein-Wiedererteilung zu erwirken, muss das Amt eine Prüfung durchführen
Um die Führerschein-Wiedererteilung zu erwirken, muss das Amt eine Prüfung durchführen

Das zuständige Führerscheinamt prüft dann in eigener Verantwortung, was der Angeklagte benötigt, um seinen Fahrausweis wiederzuerlangen bzw. ob der Betroffene die erforderliche Fahreignung zurückerlangt hat, um ein Fahrzeug bedienen zu dürfen.

Wurde der Fahrausweis bereits vor der Gerichtsverhandlung entzogen, also konnte der Autofahrer in der Zeit keinen Gebrauch von seiner Fahrerlaubnis machen, wird die verbleibende Sperrfrist demnach definiert. Setzt der Richter beispielsweise eine Sperrfrist von 12 Monaten an und die Zeit zwischen dem Führerscheinentzug und dem Gerichtsurteil betrug 6 Monate, muss der Beklagte noch eine Sperrfrist von weiteren 6 Monaten abwarten. Der Zeitraum der vorläufigen Sicherstellung des Fahrausweises wird bereits beim Urteil berücksichtigt.

Die Sperrfrist beginnt in der Regel an dem Datum, an dem das Gericht zum letzten Mal den Sachverhalt des Betroffenen prüfte. Dieser Tag ist für den Anfang der Sperrfrist festgesetzt:

  • Verfahren wurde vor dem Amtsgericht beendet: Datum der Beendigung der Hauptverhandlung
  • Verfahren wurde mit der Rechtskraft eines Strafbefehls beendet1: Datum des Erlasses des Strafbefehls
  • Verfahren wurde in der Hauptverhandlung in einer Berufungsinstanz beendet2: Datum, an dem das Berufungsurteil gesprochen wurde
  • Berufung gegen ein amtsgerichtliches Urteil wurde zurückgenommen: Datum der Beendigung der Hauptverhandlung

1: Dies ist der Fall, wenn kein Einspruch eingelegt wurde bzw. ein eingelegter Einspruch zurückgenommen wurde.
2: In diesem Fall wird die Sperrfrist im Berufungsgericht neu festgesetzt. Zwar wird die vorhergehende Zeit des Führerscheinentzugs in der Regel berücksichtigt, jedoch muss eine Sperrfrist mindestens 3 Monate betragen. So kann es möglicherweise passieren, dass die restliche Sperrfrist auf mindestens 3 Monate verlängert wird.

Die letzte Tatsachenentscheidung des Gerichts wird außerdem bereits zur Sperrfrist vom Führerschein mitgezählt. Erlässt das Gericht das Urteil an einem 16. eines Monats, endet die Sperrfrist am 15. eines Monats.

Ein Antrag auf die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis kann 6 Monate vor Ablauf der Sperrfrist gestellt werden. Die Zeit begründet sich darin, dass die Bearbeitungszeit eines Antrags bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde in der Regel sehr hoch ist.

Laut § 69a Strafgesetzbuch kann die Sperrfrist mindestens 6 Monate und höchstens 5 Jahre betragen.

Das Mindestmaß der Sperre beträgt ein Jahr, wenn gegen den Täter in den letzten drei Jahren vor der Tat bereits einmal eine Sperre angeordnet worden ist. (§ 69a Absatz 3 StBG)

Die isolierte Sperrfrist

Wenn eine Fahrerlaubnis nicht entzogen werden kann, wird von einer isolierten Sperrfrist gesprochen. Das bedeutet, wenn der Betroffene keine Fahrberechtigung besitzt, kann ihm dennoch eine Sperrfrist verhängt werden. Dies geschieht immer dann, wenn die Fahrerlaubnisbehörde davon ausgeht, dass die Person eine gewisse Zeit warten muss, um eine Fahrberechtigung beantragen zu können.

Die lebenslange Sperrfrist

In manchen Fällen kann die Sperrfrist lebenslang andauern. Dies ist jedoch sehr selten und wird in Folge von diesen Straftaten verhängt:

  • regelmäßige Trunkenheitsfahrten
  • das Auto wird als Waffe für Straftaten wie zum Beispiel Überfälle genutzt
  • Fahren trotz mehrerer Führerscheinsperrfristen
  • Fahrer ist notorischer Straftäter wie beispielsweise Drängler oder Raser
  • Fahrer reagiert aggressiv auf andere Verkehrsteilnehmer wie beispielsweise Schläger

Nach Paragraph 69a Strafgesetzbuch kann die lebenslange Sperrfrist immer dann verhängt werden, “wenn zu erwarten ist, daß die gesetzliche Höchstfrist zur Abwehr der von dem Täter drohenden Gefahr nicht ausreicht”.

Die Sperrfristverkürzung

Sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist kann der Führerschein neu beantragt werden
Sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist kann der Führerschein neu beantragt werden

Eine verkürzte Sperrfrist ist dann ratsam, wenn Sie beruflich auf den Fahrausweis angewiesen sind. Diverse Institutionen bieten eine Sperrfristverkürzung an. Aber Vorsicht: Nicht an allen Gerichten kann diese erwirkt werden, wenn nicht Schulungsmaßnahmen ergriffen worden sind. Aus diesem Grund ist ein Anwalt zu empfehlen, welcher Auskunft darüber geben kann, bei welchem Gericht die Erfolgschancen hoch sind.

Die Verkürzung der Sperrfrist hängt davon ab, welche Schulungsmaßnahmen Sie ergriffen haben, um dem Gericht eine Besserung des Verhaltens präsentieren zu können. Meist kann die Sperrfrist mit geeigneten Maßnahmen um bis zu 3 Monate verkürzt werden. Hierbei ist es ratsam, rechtzeitig mit einem Anwalt oder dem Gericht über das Vorhaben der Sperrfristverkürzung zu sprechen. Die Möglichkeit einer Verkürzung wird danach geprüft.

Die Sperrfrist kann aufgehoben werden, wenn sie mindestens 3 Monate betragen hat. Nach Paragraph 69a Absatz 7 kann sie nach mindestens einem Jahr verkürzt werden, wenn der Betroffene in den letzten 3 Jahren bereits eine Sperrfrist angeordnet bekam.

Führerschein zurück mit der Wiedererteilung

Nach dem Führerscheinentzug folgt die Sperrfrist. Ist diese erfolgreich absolviert, kann die Fahrberechtigung wiedererteilt werden. Dies darf bereits 6 Monate vor Ablauf der Frist geschehen. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde prüft nach Empfang des Antrags auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis eventuelle Maßnahmen, die der Fahrer erfüllen muss, um erneut einen Fahrausweis erwerben zu können.

In Ausnahmefällen kann die Fahrerlaubnisbehörde eine erneute Fahrerlaubnisprüfung nach § 20 Absatz 2 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) anordnen. Dies kann geschehen, sobald die Behörde der Meinung ist, dass der Betroffene keine erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten mehr nach dem Führerscheinentzug besitzt.

Das Ende der Sperrfrist bedeutet also nicht automatisch die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Dies kann erst mit einem Antrag auf Wiedererteilung der Fahrberechtigung geschehen. Dazu müssen Sie den erforderlichen Antrag bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde stellen.

Diese prüft dann, ob Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Fahrausweis wiederzubekommen. Meist ist dies die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Diese fällt in der Regel an, wenn Sie den Führerschein verloren haben, weil Sie die Höchstanzahl an Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg erreicht haben. Ist die Fahrerlaubnis entzogen worden, weil der Betroffene an einer Drogen- oder Alkoholabhängigkeit leidet, muss zusätzlich ein Abstinenznachweis erbracht werden.

Ob für Sie eine MPU notwendig wird, um den Fahrausweis durch eine Wiedererteilung zurückzubekommen, hängt vom individuellen Fall ab. Sie sollten daher mit Ihrem Anwalt oder der Fahrerlaubnisbehörde in Kontakt treten. Der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis kann stattgegeben werden, wenn die Maßnahmen erfolgreich absolviert wurden. Die Kosten und notwendigen Unterlagen müssen auch bei der entsprechenden Behörde abgefragt werden, da auch dies abhängig vom Bundesland ist.

Führerschein zurück ohne MPU?

Die MPU ist mit hohen Kosten verbunden. Wer diese nicht zahlen kann bzw. ein negatives Gutachten erhält, kann auf die Verjährung nach dem Führerscheinentzug setzen. Laut Gesetz wird die Verjährung mithilfe von Tilgungsfristen erreicht. Laut Paragraph 29 der StVG besitzt jede Straftat oder Ordnungswidrigkeit eine Tilgungsfrist. Läuft diese ab, darf die Tat, die zur Sperre geführt hat, dem Betroffenen nicht mehr vorgeworfen werden.

Bei Straftaten, auf die die (isolierte) Entziehung der Fahrerlaubnis folgt, besitzen eine 10-jährige Tilgungsfrist. Das bedeutet, dass die Verjährung 10 Jahre nach dem Führerscheinverlust eintritt. Dabei ist es egal, ob der Fahrausweis wegen eines Alkohol- und Drogendeliktes oder aufgrund eines anderen Vergehens verloren wurde.

Nach dem Führerscheinentzug droht meist eine MPU
Nach dem Führerscheinentzug droht meist eine MPU

Ein Betroffener muss sich das folgendermaßen vorstellen: Das Vergehen wird in einer Akte gesammelt. Beim Führerscheinentzug wird dieses Dokument noch zusätzlich in der Akte verwahrt. Fallen Sie bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung durch bzw. erhalten ein negatives Gutachten, wird auch dieses in der Akte gespeichert. Alle Unterlagen, welche sich hier befinden, können dem Fahrer angelastet werden. 10 Jahre nach dem Führerscheinverlust tritt die Verjährung bzw. Tilgungsfrist ein. Diese bewirkt, dass die Akte in der Regel gelöscht wird. Das bedeutet, die Fahrerlaubnisbehörde kann Ihnen keine MPU mehr anordnen, da sie praktisch nichts mehr über das Vergehen weiß. Natürlich ist dieses System in der Realität etwas komplexer, dennoch soll es die Sachlage für Verbraucher skizzieren.

Wie also funktioniert das Verfahren: Führerschein zurück ohne MPU? Die 10-jährige Tilgungsfrist hat verschiedene Starttermine, sodass die Verjährung erst nach 15 Jahren eintreten kann:

  • bei strafrechtlichen Verurteilungen: Start am Tag des ersten Urteils
  • bei Entziehung, Versagung oder Verzicht der Fahrerlaubnis sowie Anordnung einer Sperrfrist: Tilgungsfrist beginnt mit der (Neu-)Erteilung der Fahrerberechtigung
  • bei verwaltungsbehördlichen und gerichtlichen Bußgeldentscheidungen wegen Ordnungswidrigkeiten: Startdatum ist der Tag der Rechtskraft des Urteils
  • bei verkehrspsychologischen Beratungen sowie Aufbauseminaren: Start der Frist am Tag der Ausstellung der Bescheinigung/beim Verzicht auf die Fahrberechtigung: Frist beginnt am Tag des Zugangs der Verzichterklärung bei der Behörde

Von einer Versagung wird immer dann gesprochen, wenn die Fahrberechtigung aufgrund von einer Erkrankung oder Behinderung entzogen wird. Die Fahrberechtigung geht in diesem Fall davon aus, dass der Betroffene nicht für den öffentlichen Straßenverkehr geeignet ist.

Die Anordnung der MPU selbst kann nicht verjähren. Jedoch verjährt das Vergehen, weswegen die MPU angeordnet wurde. In der Regel beginnt also die Verjährung nach dem Führerscheinentzug erst mit der Neuerteilung der Fahrerlaubnis, spätestens jedoch fünf Jahre nach der beschwerenden Entscheidung des Gerichts bzw. der Rechtskraft dieser.

Die Tilgungsfrist dauert also maximal 15 Jahre und beginnt mit der Rechtskraft der Entscheidung. Nach dieser Zeit kann ein Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis gestellt werden. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde kann dann keine MPU mehr anordnen. In manchen Fällen ist es jedoch üblich, dass eine erneute Prüfung abgelegt werden muss, da die Behörde davon ausgeht, dass der Fahrer nach dieser langen Zeit keine Kenntnisse mehr über das Fahren besitzt.

Der Betroffene darf während dieser Zeit jedoch keine neuen Verstöße begehen. Ist dies der Fall kann sich die Tilgungsfrist verlängern. Sollten Sie vor dem Ablauf der 15 Jahre einen neuen Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen, werden Sie zur MPU aufgefordert. Wird die Frist für die MPU nicht eingehalten, versagt Ihnen die Behörde den Fahrausweis und die Tilgungsfrist beginnt von vorn.

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Was bei einem Führerscheinentzug zu tun ist
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850 Kommentare

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  1. kartoffel sagt:

    wenn das Fahr verbot apgelaufen ist aber grade wochenende ist so das ich den lappen noch nicht aphollen
    kann darf ich dann trotzdem fahren

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kartoffel,

      wenn das Fahrverbot nicht mehr gültig ist, würde dagegen nicht verstoßen werden. Es läge in diesem Fall jedoch Fahren ohne Führerschein vor.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Thomas sagt:

    Hallo
    Wenn ich den letzten Eintrag ( wegen Punkte zu viel ) im Januar 2000 bekommen habe würde er ja Januar 2015 verjähren. Plus 12 Monate bis Januar 2016 Ruhen. Dann könnte ich einen neuen Antrag im Februar stellen auf zuteilung ohne MPU zu machen. Müsste aber wenn das Straßenverkersamt es verlangt eine Neue Fahrprüfung machen. Was je nach Fall entschieden wird. (mit oder ohne Prüfung). Sehe ich das so richtig oder kann ich den Antrag auch früher stellen ohne die Frist zu verlängern. Danke im vorraus. mfg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Thomas,

      den Antrag sollten Sie erst nach Ablauf der Verjährungsfrist von 15 Jahren stellen, da diese bei verfrühtem Antrag von Neuem beginnen würde. Lassen Sie sich gegebenenfalls in der zuständigen Führerscheinstelle dahingehend noch einmal beraten. Stellen Sie dabei aber keinen Antrag.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Liane sagt:

    Hallo..
    wurd ende Juli geblitzt auf der Autobahn mit 41 km zu schnell habe 2 Punkte bekommen und demnächst mein Führerschein in Deutschland abgeben. Da ich montan befruflich unterwegens bin, wäre meine Frage, könnte meine mutter auch den Führerschein für mich abgeben?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Liane,

      oftmals akzeptieren die Führerscheinstellen auch, dass Sie den Führerschein postalisch zuschicken. Manche Behörden akzeptieren es auch, dass eine bevollmächtigte Person den Führerschein abgibt und abholt. Ob Ihre Führerscheinstelle dies auch akzeptiert, sollten Sie vorher erfragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Mike sagt:

    Guten Tag zusammen,

    ich wurde am 03.08.15 um 4:38 uhr mit Alkohol am Steuer erwischt.
    Der Bluttest ergab 1,97 Promille. Habe ein Schreiben bekommen ”Schriftliche Äußerung als Beschuldigter”, sollte man da
    etwas ausfüllen bzw. was könnte sich da Positiv auswirken? Bin noch in der Probezeit. Da es das erste mal ist, dass ich mit dem Gesetz in Konflikt gerate, weiß ich ich garnicht was ich tun soll und was auf mich zukommen kann?! Bin Azubi im Moment, kann das Vergehen auswirkungen darauf haben?

    Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen

    Mike

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Mike,

      bei dieser Promilleanzahl handelt es sich um eine Straftat, die mit der Entziehung des Führerscheins sowie einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet wird. Danach kommt es zu einer mindestens sechsmonatigen Sperrfrist, nach der Sie die Fahrerlaubnis wiedererlangen können. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit müssen Sie jedoch vorher eine MPU absolvieren. Außerdem wird Ihre Probezeit verlängert. Bei diesem Schreiben dürfen Sie die Aussage verweigern. Möglicherweise sollten Sie einen Anwalt konsultieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Kenwip sagt:

    Hallo
    Ich bin noch in meiner Probezeit (verlängert), musste bereits ein aufbauseminar (rote Ampel) machen und wurde letztes Jahr wegen thc im Blut verurteilt. Mpu gemacht und alles gut, seit April besitze ich wieder den Führerschein. Jetzt wurde ich mit 40 kmh zu viel innerorts geblitzt. Etwa 250 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot. Droht mir nun eine Sperre? Kann man diese umgehen?
    Liebe grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      da dies Ihr dritter A-Verstoß ist, müssen Sie mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Eventuell folgt eine Sperrfrist, nach dieser dann die Fahrerlaubnis neu beantragt werden kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. amin sagt:

    Mit hat mann die Fahrerlaubnis 2006 endzogen
    In der probe zeit mit 1,2promille

    Und 2jahre später habe ich noch mal hinterm steuer gesessen weil ich dort drin schlafen wolte
    Ein Familien streit und hatte wo ich wohne leidet keine Verwandten, das leider wieder mit 1,2 Promille
    Das erste mal mit Fahrverbot und das zweite mal eine Geldstrafe von 400euro ,nun habe ich 2012 mich blizen lassen 10km zu viel,
    Meine frage ist jetzt da ich mir das nicht leisten kann das aufbauseminar und mpu hatte auch schon beim amt ein dalehn zu beantragen um die dinge zu bezahlen sie das aber nicht machen
    und ich mir das nicht leisten kann , aber meinen Führerschein brauche um wieder vernünftig arbeiten gehen zu können ,
    Würde ich gerne wissen wie ich jetzt vorgehn soll ohne mpu ich würde sie gerne machen wenn ich das Geld dafür hätte aber wir sind ein 6 Personenhaushalt das geld reich vorne und hinten nicht muss ich jetzt bis 2021 warten um alles ohne mpu und aufbauseminar , oder wie ist das wenn ich nur mpu mache

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Amin,
      fehlt Ihnen das Geld, um MPU und Aufbauseminar zu absolvieren, kommen Sie um den Verlust Ihres Führerscheins nicht herum.
      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Sandy sagt:

    Sehr geehrte Redaktion,
    aufgrund einer Drogenfahrt (Methamphetamin) im Januar 2011 gab ich nach einer Anordnung zur MPU eine Erklärung auf freiwilligen Verzicht der Fahrerlaubnis ab, die Fahrerlaubnis wurde mir nach $ 3 Abs. 1 StVG i. V. mit $ 46 Abs. 1 FeV sofort am 21.03.2011 entzogen.

    Gegen das Bußgeldverfahren in Höhe von 700 Euro ($$ 24 a II, III, 25 StVG, $ 4 III BKatV ) legte ich vergebens Rechtsmittel ein, da die Blutabnahme unrechtmäßig erfolgte.
    In der Hauptverhandlung wurde ich nur zu 500 Euro Bußgeld verurteilt und der Rest, 1 Monat Fahrverbot und die Viermonatsfrist zur Abgabe, blieben gleich.

    Ansonsten nie Straftaten oder Verkehrssünden.

    Meine Frage deshalb: Wird diese einmalige Ordnungswidrigkeit auch in das Bundeszentralregister eingetragen? Wenn ja, wie lange bleibt dieser Eintrag ohne weitere Vorkommnisse erhalten?

    Der Strafvollstreckungsbescheid zum Fahrverbot vom Oktober 2011 vermerkt:
    Entscheidungsdatum (Hauptverhandlung) oder Rechtskraftdatum 21.09.2011, mit Fahrverbotsbeginn spätestens zum 21.01.2012

    ● Allerdings erlosch die Fahrerlaubnis am 21.03.2011 mit der freiwilligen Abgabe des Führerscheins bei der Führerscheinstelle!

    Bei Google hab ich leider viele verschiedene Antworten gefunden.

    Vielen Dank für Ihre Mühen.

    Gruß, Sandy

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sandy,
      Ihr Vergehen ist in das Bundeszentralregister eingetragen. Die Tilgungsfrist beträgt 5 Jahre.
      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. markus b. sagt:

    hallo liebes VFBV team.

    vor 20 jahren habe ich meine fahrerlaubnis wegen alcohol verloren.
    vor kurzem habe ich eine neuerteilung beantragt mit erfolg und der auflage
    eine theoretische u praktische befähigungsprüfung bei einer fahrschule u dem tüv
    abzulegen.
    meine frage ist welche kosten da auf mich zukommen werden.

    vilelen dank für eure antwort im vorraus

    markus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Markus,

      die Kosten variieren von Fahrschule zu Fahrschule. Am besten informieren Sie sich bei der von Ihnen gewünschten Fahrschule.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Robert M. sagt:

    Hallo liebes VFBV team.

    Ich hatte früher Fs. Klasse 1 und 2. Wegen eines Unfalls wurde mir die Fahrerlaubnis entzogen. Aus verschiedenen Gründen habe ich mehr als 2 Jahre keinen Führerschein besessen. Vor 17 Jahren habe ich den Führerschein Klasse 3 beantragt. Nach einer theoretischen und praktischen Prüfung habe ich seitdem den Führerschein Klasse 3. Vor kurzem habe ich bei der Führerscheinstelle des Landratsamtes nachgefragt, ob ich eine Wiedererteilung des Motorradführerscheines haben kann (wollte nur bis 125 ccm). Die Antwort war, ich müsste wieder eine theoretische und praktische Prüfung machen.
    Ich fahre jetzt seit 17 Jahren ohne Unfall, ohne Punkte, fast ohne Strafzettel. Kann es sein, dass die Mitarbeiter das je nach Lust und Laune entscheiden? Soll ich einen Anwalt einschalten oder soll ich den FS woanders beantragen?
    Wie seht Ihr das?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Robert,

      leider verbietet uns das Rechtsdienstleistungsgesetz, Aussagen zu individuellen Rechtsfällen zu geben. Die Führerscheinstellen entscheiden dies nach individuellen Gesichtspunkten des Fahrers, wie bspw. der Vorgeschichte etc. Sie geht vermutlich davon aus, dass Sie in dieser langen Zeit keine Fahrpraxis auf dem jeweiligen Kfz haben, weshalb eine erneute Prüfung abgelegt werden muss.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Markus W. sagt:

    Guten Tag,
    ich musste 2004 meinen Führerschein wegen Punkte Überschreitung abgeben und sollte einen Aufbau Kurs machen aber aus finanziellen Gründen war mir das nicht möglich! Kann ich jetzt noch 2015 meinen Führerschein nach 11 Jahren wieder bekommen oder muss ich einen neuen Führerschein machen? Wenn es mögliche ist den Führerschein wieder zu bekommen welche Voraussetzungen muß ich erfüllen?
    Gruß
    Markus W.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Markus,

      Sie müssen nun einen Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen. Die zugehörige Führerscheinstelle prüft dann individuell, welche Maßnahmen nötig sind, damit Sie Ihren Führerschein wiedererlangen können. Dies wird vermutlich eine MPU sein. Nach der langen Zeit kann es auch vorkommen, dass Sie eine erneute Theorie- und/oder Praxisprüfung ablegen müssen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Murat sagt:

    Hallo

    2001 wurde mein FS wegen Nötigung entzogen per Gericht! und mein letzten verkehrsdelikt 2004 wegen fahren ohne Fahrerlaubnis und 2005 hatte ich Antrag auf wiedererteilung gestellt. Die wollten mpu von mir habe es auch gemacht doch leider negativ! Habe es aber bei der Führerscheinstelle nicht abgegeben bzw angegeben.

    Meine Frage: Soll ich Antrag auf wiedererteilung ODER Neuerteilung stellen,vorausgesetzt ohne mpu zu machen??

    Danke für den Antwort voraus??

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Murat,

      wenn Sie keine MPU machen möchten, müssen Sie sich noch fünf Jahre gedulden. Nach dem letzten Ergebnis (was bei Ihnen negativ ausfiel) müssen Sie fünf Jahre warten, ohne sich eine Tat im Straßenverkehr zuschulden kommen zu lassen. Ab dem sechsten Jahr beginnt dann eine zehnjährige Frist. Nach dieser ist Ihre Tat, die die MPU nach sich zog, verjährt. Erst dann können Sie einen Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis stellen. Möchten Sie nun die Fahrerlaubnis erhalten, handelt es sich um einen Antrag auf Wiedererteilung, aber mit einer MPU-Auflage.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Marc sagt:

    Habe meinen FS 2006 wegen kokain am steuer verloren. Ist esmöglich nach 10 jahren also nächstes Jahr den FS neu zu machen ohne eine mpu machen zu müssen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marc,

      eine neue Fahrerlaubnis, ohne die MPU zu absolvieren, können Sie erst 15 Jahre nach der Anordnung der MPU beantragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. kalle sagt:

    Hallo Ich wurde mit 2,4 Promille erwischt Was habe ich zu erwarten und was muß ich jetzt machen um aus der Sache so gut wie mögliech rauszukommen

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kalle,

      das Führen eines Fahrzeuges mit über 1,1 Promille ist eine Straftat und wird mit einer Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Es emfpiehlt sich in Ihrem Fall, die Hilfe eines Anwalts in Anspruch zu nehmen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Holger sagt:

    Liebes bussgeldkatalogteam,

    erstmal muss ich euch für eure Arbeit in Sachen Kompetenz loben ihr macht einen guten job!

    Zu meinen Fall:

    2013 wurde ich mit 1,03 BKA kontrolliert und bekam eine Monatssperre zuzüglich 500 € dies wurde als Ordnungswidrigkeit geahndet.
    2015 im August wurde ich mit 1,13 BKA erwischt , erhielt vor kurzem ein schreiben vom Amtsgericht 1050 € Euro und 9 Monate Sperrfrist.

    Meine Frage wäre ist mit dieser Auffälligkeit zu erwarten das ich eine MPU machen muss?
    1. Wenn ja wäre es erforderlich einen Abstinenz-nachweis und Vorbereitungskurse bis zur Prüfung zu führen ?

    Erhielt auch ein Schreiben zum Mainzer Modell 77 2 Monatige Sperrfristverkürzung was ich auch machen würde.

    2.Beginnt die Sperrfrist erst ab Rechtskraft des Strafbefehls ?

    mein Führerschein wurde mir am 09.08.15 von der polizei entzogen. Erwartendes Datum zur Rechtskräftigkeit des Strafbefehls 1.10.15 vom Amtsgericht.

    3. Ab wann kann ich die Führerscheinklassen B, C, CE wieder beantragen? Dürfte ich zur Erwerbung einer Arbeit z.B als Lkw Fahrer die Klassen C und CE mit sonderbeantragung behalten?

    Vielen Dank schon mal im voraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Holger,

      da Sie als Wiederholungstäter einzustufen sind, ist mit einer MPU zu rechnen. Dies hängt aber je nach individuellem Fall und Vorgeschichte ab. In diesem Ratgeber haben wir alle wichtigen Informationen zur MPU und auch zu Vorbereitungskursen zusammengefasst: https://www.bussgeldkatalog.org/mpu/
      2. Die Sperrfrist endet, wenn der Richter den Strafbefehl unterzeichnete. Weitere Klassen können Sie dann beantragen, wenn die Sperrfrist vorbei ist. Auf dem Formular zur Neuerteilung geben Sie diese Klassen einfach wieder und die Führerscheinstelle prüft dann, unter welchen Umständen Sie diese wiederbekommen können.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  15. Tarkan sagt:

    Mir wirde der Führerschein nach drei A-Verstößen (Geschwindigkeitsüberschreitung) innerhalb der Probezeit entzogen. Meine Sperrfrist ist 3 Monate, den Antrag auf Wiedererteilung konnte ich sofort stellen. Muss ich mit einer MPU rechnen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tarkan,

      auch wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung kann eine MPU als mögliche Bedingung auferlegt werden, damit Sie Ihre Fahrerlaubnis erneut erhalten. Dies prüft die zuständige Führerscheinstelle jedoch individuell.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. ulli s. sagt:

    Ich habe meinen Führerschein vor 25 Jahren für 8 monate wegen trunkenheit abgeben müßen kann ich ihn nun wieder bekommen!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ulli,

      Sie können nach 25 Jahren eine neue Fahrerlaubnis beantragen. Dazu müssen die Führerscheinklassen, die Sie vor 25 besaßen, neu beantragen. In der Regel erwartet Sie jedoch noch eine praktische Prüfung. Auch eine theoretische Prüfung kann nach so einem langen Zeitraum angeordnet werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. McLaren sagt:

    Hallo,

    mir wurde der FS wegen erheblicher Trunkenheit am Steuer 1999 abgenommen., nach einer Sperrfrist von sechs Monaten und angeordneter MPU hätte ich ihn wiedererlangt. MPU war natürlich negativ. OK. ich hatte mir dann 2004 wegen Trunkenheit am Steuer und Fahrens ohne gültigen FS die nächste Anzeige ins Haus geholt und 2008 genau nochmal. Die letzten beiden Gerichtsurteile besagten jeweils, eine ‘Sperre auf Neuerteilung fünf Jahre’ .
    Nun meine Frage, gilt die Verjährungsfrist dann immer wieder von vorn, oder zählt die erste Straftat mit FS-Entzug? Ich habe meinen FS nach meiner negativen MPU im Jahr 1999 nie wieder neu beantragt.

    Vielen Dank im Voraus.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      laut Paragraph 29 Abs. 1 Nr. 3 der StVG gilt eine Verjährung von zehn Jahren auch nach Anordnung einer isolierten Sperre, was 2008 der Fall war. Aus diesem Grund zählt die erneute Verjährung ab 2008.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. jeti sagt:

    Hallo,

    Mein Führerschein wurde mir entzogen weil ich mich einer Polizei Kontrolle entziehen habe nun die frage.
    ( War nicht unter alkohol oder drogen)Müsste ich dafür eine mpu machen ?

    MFG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jeti,

      ob eine MPU angeordnet wird, hängt stets vom Einzelfall ab. Beim ersten Verstoß dieser Art fällt in der Regel jedoch keine MPU an.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. leon.... sagt:

    Hey….musste mein Führer schein abgeben hatte 1.3 Promille…wollte los fahren Habs nich getan und musste es trotzdem abgeben…ich bin das erste mal auffällig geworden…. Seit dem sind 4 Wochen vergangen und habe noch kein bescheid womit ich rechen muss…Woo kann ich mich daa melden oder könnt ihr mir weiter helfen mit was ich zuu rechnen habe danke…

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Leon,

      bei dem Promillewert wird in der Regel ein Strafverfahren eingeleitet. Dies endet nicht selten mit dem Führerscheinentzug und einer Geld- oder Freiheitsstrafe. Sie sollten jedoch das behördliche Schreiben abwarten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Kater Mikesch sagt:

    Hallo liebes Team,

    bin unverantwortlicherweise vor einer Woche nach 4 Gläsern Wein auf meinen 50ccm Roller gestiegen und auch erwischt worden. 0,89 Atemalkohol (entspricht anscheinend ca. 1,8 p.M.) Auf anraten des Beamten habe ich den FS sofort abgegeben und Widerspruch eingelegt damit die Gerichtbarkeit ins Rollen kommt. Heute kam vom AG Konstanz der Beschluss, dass die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen wir, (Test 1,19 p.M. Blutalkohol) da damit zu rechnen ist, das mir in der Hauptverhandlung wegen charakterlicher Ungeeignetheit der FS entzogen wird. Starker Tobak gegen einen, der 42 Jahre ohne jeden Punkt in Flensburg ausgekommen ist. Zu allem Übel bin ich im Aussendienst selbstständig. Mit welcher Entzugsdauer muss ich rechnen, zumal anscheinend in BW die MPU schon ab 1,1 angeordnet wird?

    Für Eure Hilfe wär ich dankbar.
    L.G.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      Ab 1,1 Promille wird in der tat der Führerschein entzogen. Die Dauer der Sperrfrist hängt vom Einzelfall ab. Da Sie auf den Führerschein angewiesen sind, empfiehlt es sich in diesem Fall, einen Anwalt zu Rate zu ziehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Stephan1105 sagt:

    Hallo,
    Ich habe aktuell 6 Punkte. Ein weiteres Vergehen bringt mich auf 8 Punkte. Mein Anwalt macht mir kaum Hoffnung.
    Was droht nun wirklich? Führerschein weg für 6 Monate ist klar aber was dann? Fahrschule oder MPU?Wer entscheidet das? Ein Richter? Alle Punkte sind durch Geschwindigkeitsübertretungen zustande gekommen, nie einen Unfall o.ä. verursacht.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Stephan,

      in der Tat beträgt die Sperrfrist mindestens sechs Monate. Welche Bedingungen die zuständige Bußgeldbehörde an die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis knüpft, hängt vom Einzelfall ab.

      Die Redaktion von Bussgeldkatalog.org

  22. anna sagt:

    Hallo meine lieben,
    habe 2002 mein fs. abgeben müssen. Da ich noch im probezeit war habe ich mpu gemacht und bestanden. muss ich nochmal prüfung machen oder kriege ich fs. auch ohne?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Anna,

      da seit 2002 bereits viele Jahre vergingen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie eine erneute Prüfung ablegen müssen. Dies regelt jedoch die zuständige Führerscheinstelle. Fragen Sie am besten dort einmal nach.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. rudo sagt:

    hallohallo,
    hab in 2005 mein lappen verloren fahrerlaubnis weg ect. jetz bin ich in 2007 gesnapt mit 1,3 promille ohne fahrerlaubnis, welches jahr soll jetz die 10 jahre tilgungsfrist sein, normal der tag des ersten urteil von gericht?, oder 2007?
    danke im voraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Rudo,

      in Ihrem Fall beginnt die (15 jährige) Tilgungsfrist erneut nach der Rechtskraft der Straftat. In Fällen wie bei Ihrem kann ebenfalls ein lebenslanges Fahrverbot verhängt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  24. Sven g. sagt:

    Hallo,

    wurde 2002 dazu aufgefordert, ohne vorher direkt im Strassenverkehr auffällig geworden zu sein, eine MPU abzulegen.
    Habe 12 Monate lang schriftlich dagegen Einspruch eingelegt, bis ich 2003 entgültig den Führerschein bei meiner zuständigen Führerscheinstelle abgeben musste. Wann kann ich mit einem Ende der Tilgungsfrist rechnen und eine Wiedererteilung beantragen?

    Für hilfreiche Kommentare wäre ich dankbar!

    Grüße Sven

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sven,

      eine MPU ist in der Regel nach 15 Jahren verjährt. Diese Frist gilt ab Rechtskraft des Bescheides – in Ihrem Fall dürften Sie 2018 erneut eine Fahrerlaubnis beantragen können.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  25. Jens sagt:

    Mir wurde die Fahrerlaubnis am 20.10.2000 wegen Alkohol entzogen. Meiner Meinung nach sind die 15 Jahre um. Kann ich den Führerschein jetzt gleich beantragen oder muss ich auf die Rechtsmäßigkeit des Urteils warten??? Ich weiß das Datum der Rechtmäßigkeit nicht mehr, wo kann ich das erfahren???

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jens,

      die Zeit gilt ab der Rechtmäßigkeit. Möglicherweise kann Ihnen Ihre Fahrerlaubnisbehörde oder das Kraftfahrt-Bundesamt weiterhelfen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Kai sagt:

    Ich habe im September 2011 in meiner Probezeit (ca. 6 Monate nach der Aushändigung des Führerscheins) meinen Führerschein abgeben müssen wegen einer Trunkenheitsfahrt mit mehr als 1,6 Promille. Nach Zwei Jahren, einem Abstinenznachweis und einer bestandenen MPU (ohne ein Aufbauseminar) wurde mir der Führerschein nach Neubeantragung im September 2013 neu ausgehändigt. Heute (26 Monate nach Neuausstellung) habe ich beim Überholvorgang meinen Hintermann übersehen und habe sein Fahrzeug beschädigt. Die Polizei sagte 100 € Bußgeld und 1 Punkt.

    Ich bin mir nun nicht sicher, ob ich noch in der Probezeit bin und wenn ja, was auf mich zukommt. MPU? Führerscheinentzug? Wenn ja, wie lange? Ich fahre täglich 85 km einfach zu meiner Arbeit.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kai,

      durch eine Nachfrage bei der zuständigen Führerscheinstelle können Sie erfahren, ob Sie sich noch in der Probezeit befinden oder nicht. In beiden Fällen sollte weder Führerscheinentzug noch MPU erfolgen – sofern Sie nicht erneut alkoholisiert gefahren sind.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  27. vasko sagt:

    nach einen unfall ohne alkohol ich habe meine fuhrerschein verloren fur 6 monate und geldstrafe 2000 euro bekommen, das war am 31.08.15 wegen meine tatigkeit ich kann auch meine arbeit verloren, kann ich was machen und meine fuhrerschein fruher zu bekommen?ist die strfae nicht zu hoch?und das 6 moinate meine fuhrerschen weg auch zu viel?

    danke und freundliche grusse zum redaktion…

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Vasko,

      leider können wir in diesem Fall keinen Rat geben, denn die Bestrafung hängt vom begangenen Verstoß ab. Aufgrund Ihrer Ahndungen ist davon auszugehen, dass es sich bei Ihrem Verstoß um eine Straftat handelte. In diesem Fall ist eine vorzeitige Neubeantragung Ihres Führerscheins in der Regel aussichtslos.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  28. chris sagt:

    Hallo liebe Redaktion,
    Habe meinen Führerschein 2005 wegen Drogen abgeben müssen war 2005 und 2006 zur MPU beide male Negativ ausgefallen beim letztenmal 2006 mit dem zusatzt ich habe eine positive Prognose, meine Frage wann kann ich ohne MPU meinen Führereschein neu beantragen und muss ich dann nochmal Fahrschule machen ich kann mir Finanziel keine MPU mehr leisten bin auf grund des nicht vorhandenen Führerscheins leider seitdem arbeitslos und Harz 4 empfänger
    Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Chris,

      Sie können nach 15 Jahren einen neuen Führerschein beantragen, ohne eine erneute MPU absolvieren zu müssen. Ob eine erneute Fahrprüfung angeordnet wird, ist einzelfallabhängig und liegt im Ermessen der zuständigen Behörden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  29. steffen sagt:

    Hallo, ich finde diese Seite echt TOP und sehr Informativ, deshalb würde ich jetzt gerne auch was wissen.
    Habe meinen Führerschein im Juli 2004 abgeben müssen (Unfall mit Alkohol,Gott sei Dank nur Blechschaden).Im November 2004 wurde ich dann gerichtlich Verurteilt.Nach der Sperrfrist habe ich Anfang 2006 einen Neuantrag gestellt . Mit allem drum und dran : pol.Führungszeugnis,Antrag mit Passbild,ärztl.Gutachten,Gutachten vom Augenarzt,Erste Hilfe Kurs. Erst dann bekam ich vom Landratsamt Bescheid wegen MPU machen… MPU im März 2006 nicht bestanden … trotz 1 Jahr lang Blutwerte und 1 Jahr lang in Sitzungen beim Psychologen…
    Meine Frage :
    1. 1.wann sind bei mir die 15 Jahre rum ? Am Tag der Verurteilung Nov.2004 , oder am Tag als ich beim MPU durchgefallen bin, März 2006 ,da ich ja beim Landratsamt den Neuantrag gestellt habe?
    2. werde ich beim Neuantrag wieder alles brauchen? Was beinhaltet dann die Fahrprüfung ? Theorie u. Prax. ?
    vielen Dank im voraus….

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Steffen,
      grundsätzlich gilt: ab dem 6. Jahr nach Führerscheinentzug beginnt die 10-jährige Verjährungsfrist zu laufen. Entscheidend hierfür ist, dass Sie sich in den ersten fünf Jahren keine Auffälligkeiten leisten (auch nicht als Fußgänger oder Radfahrer). Der Antrag auf Wiedererteilung des Führerscheins unterbricht diese Frist. Relevant ist die Tilgungsfrist – also der Zeitraum, nachdem der Fahrerlaubnisentzug aus dem Fahreignungsregister des Kraftfahrtbundesamtes gelöscht wird. In der Regel gilt die Rechtskraft als Beginn.Für detaillierte Informationen befragen Sie einen auf das Verkehrsrecht spezialisierten Anwalt Ihres Vertrauens. Er kann Einblick in Ihre Akte nehmen und Sie auch über alternative Vorgehen aufklären.
      Zur Neubeantragung: Es kann sein, dass Sie alle Prüfungen noch einmal wiederholen muss. Die Klassen erhalten Sie in der Regel wieder, sofern Sie die entsprechenden Nachweise vorlegen können. Nichtsdestotrotz können sowohl eine praktische und theoretische Prüfung auf Sie zukommen – genauso wie einige Fahrstunden.
      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  30. Marcel S. sagt:

    Guten Abend…

    Ich habe heute ein Brief bekommen,Anhörung zur Entziehung der Fahrerlaubnis.
    Ich wurde am 14.08.15 unter Alkohol- und Drogeneinfluss angehalten.
    Der Führerschein und die Fahrerlaubnis soll jetzt eingezogen werden.
    In dem Brief steht das ich jetzt bis 30.11.15 Zeit habe mich dazu zu äußern.
    Desweiteren steht drin das eine Eignung zum Führen eines Fahrzeugs erst dann wieder gegeben ist,wenn eine einjährige Abstinenz nachgewiesen wird?

    Kriege ich jetzt eigentlich nochmal zusätzliche Post,zwecks Sperrfrist,also wie lange der Führerschein jetzt genau weg ist?
    Oder gilt diese Sperrfrist dann schon ab dem Tag,an dem ich den Führerschein an die zuständige Behörde abgegeben habe ?

    Wann genau kann ich mit der MPU beginnen?
    Beinhaltet die MPU dann auch gleich die Tests zum Abstinenznachweis?
    Wie ist das dann genau mit dem Wiedererlangen der Fahrerlaubnis und des Führerscheins?
    Was muss ich dann dafür tun und wann kann ich frühestens ein Antrag stellen?
    Muss ich dann,laut diesem Brief und deren Formulierungen,dann später den Führerschein nochmal komplett neu machen oder bekomme ich den unter bestimmten Voraussetzungen einfach so zurück?

    Vielen Dank im Vorraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marcel,
      ein Anhörungsbogen geht der Versendung des Bußgeldbescheids voraus, um den Tatverlauf zu rekonstruieren und Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zur Sache zu äußern. Sie müssen ihn nicht vollumfänglich beantworten; lediglich zur Angabe Ihrer eigenen Personaldaten zur Identifizierung sind Sie verpflichtet. Anschließend erhalten Sie den Bußgeldbescheid, der den Vorwurf noch einmal aufführt, genau wie die vorliegenden Beweise und Sie erwartenden Ahndungen (inkl. Länge der Sperrfrist). Die Sperrfrist beginnt in der Regel ab dem Tag der Rechtskraft des Urteils.
      Die MPU beginnen sollten Sie nach ausreichender Vorbereitung. Bis der Bußgeldbescheid eintrifft, können Sie daher bereits nach geeigneten Angeboten Ausschau halten und sich informieren.
      Bei einer MPU kann ein Abstinenznachweis gefordert werden. Sie haben die Möglichkeit diesen an einem Medizinisch-Psychologischen-Institut (MPI) zu absolvieren.
      Die Fahrerlaubnis neu beantragen, können Sie erst wieder, wenn Ihnen bei der MPU ein positives Gutachten ausgestellt wurde. Zudem empfiehlt sich die Antragstellung ca. 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist. Für die Neubeantragung benötigen Sie mindestens: Personalausweis/Reisepass + amtliche Meldebestätigung, biometrisches Lichtbild, aktuelles, behördliches Führungszeugnis, Teilnahmebescheinigung “Erste-Hilfe-Kurs” und Sehtestbescheinigung. Für alle weiteren Fragen können Sie sich an MPU-Beratungsstellen und auch die jeweilige Führerscheinstelle wenden.
      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  31. Felice sagt:

    Hallo,

    nach meiner Anfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt hört meine Tilgungsfrist am 15.12.2015 auf.
    Ich war vor einigen Jahren mal beim Amt um mich zu erkundigen, was für eine Führerscheinneuausstellung zu erledigen wäre, habe mir aber nur ein Informationsblatt mitgenommen und keinen Antrag gestellt. Kann ich denn nun trotzdem davon ausgehen, dass meine Tilgungsfrist am 15.12. endet? Bzw. ab dann könnte ich zur Führerscheinstelle gehen?

    Mein Fall (Alkohol am Steuer) fand damals 2000 in Bayern statt, jetzt wohne ich in NRW. Macht das irgendeinen Unterschied oder muss ich etwas beachten?

    Vielen Dank vorab für eine Antwort!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Felice,

      in der Regel können Sie den Neuantrag frühestens drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist stellen. Sie können jederzeit beim Kraftfahrt-Bundesamt nachfragen, wann die Sperrfrist genau endet.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  32. Marc sagt:

    Hallo,
    Ich wurde vor 3Monaten zufällig kontrolliert während meiner Dienstzeit als Paketzusteller,
    und zur Blutabnahme mit auf die Dienststelle mitgenommen
    Nun ergab die Blutprobe das ich 0,20nanogramm Thc und Amphetamin im Blut hatte
    Hatte 1tag davor unüberlegt gefeiert “einmaliger Ausrutscher”
    Nun muss ich sofort mein Fs abgeben was wird auf mich zukommen und wie lange werde ich auf meinen Fs verzichten müssen
    Arbeitslosigkeit wird auch ein Problem werden da ich als Zusteller auf den Fs angewiesen bin :(
    Grus Marc

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marc,

      da Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, empfiehlt es sich, einen Anwalt zu Rate zu ziehen. Dieser kann mit Ihnen gemeinsam die Möglichkeiten ausloten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  33. stefan sagt:

    Hallo,
    bei mir wurde 2006 bei einer algemeinen Verkerhrskontolle THC im Urin entdeckt. Bei der Blutprobe waren es dann 1.6 ng festgestellt. (ich war zur der Zeit regelmäßiger Kiffer, aber NICHT bekifft unterwegs ((am abend vorher geraucht)) ). Ich bekam von der Busgeldstelle eine Geldstrafe und 1 Monat fahrverbot. Soweit ja auch einigermaßen ok. Von der Führerscheinstelle kam daraufhin die Aufforderung “pinkeln” zu kommen. Dieser Test fiel (trotz über einem Monat nicht kiffens!!) positiv aus ( ich habe weder gesehen ob mein becher mit meinen Daten beschriftet wurde oder ein anderer, es standen einige gefüllte unbeschriftete Becher in dem Raum rum und ich wurde direkt nach dem pinkeln rausgeschikt) ?!? Also bekam ich eine MPU verordnet. Dort Blut- sowie Urintest negativ, aber trotzdem negative mpu (was auch sonst…), da ich uneisichtig wäre……. ( Ich habe nur auf die Behauptung des Verkerspsychologen, canabis sei wirksam solane es nachweisbar ist, geantwortet das er mir bitte eine Tüte bauen soll die, wie die nachweisbarkeit, 4 Wochen wirkt und ich würde die MPU / gesetzmäsigkeit der MPU anerkennen. Mir würde daraufhin gesagt ich wäre frech und unverschämt und MPU negativ ausgestellt. Mein Führerschein verblieb daher, bis jetzt beim Amt….
    Kann ich nun nächstes Jahr, im Juli wären 10 Jahre rum, meinen Führerschein neu beantragen oder müßte ich noch weitere 5 Jahre warten?
    Da ich noch einen 2t Wohnsitz in England habe wurde mir von bekannten empfolen den Führerschein dort zu beantragen. Darf ich den Englischen Führerschein in Deutschland nutzen ( bin ca 9 Monate in Deutschland, 3 in England pro Jahr) ?
    P.s. Ich bin Automechaniker, diese Scheiße hätte mich beinahe meinen Job gekostet. Jetz war ich 1,5 Jahre krank geschrieben und das Beschäftigungsverhältniss beiderseitig nach 17 Jahren einvernehmlich aufgelöst (u.a. Betriebsbedingt und Krankheitsbedingt). Eine Neuanstellung in meinem Beruf und in meinem Alter (mittlerweile 40) ohne Führerschein ist fast umöglich …
    achso, eins noch, eine Sperrfrist bekam ich nicht (oder wenigstens nicht mitgeteilt).

    Mit freundlichem Gruß an Ihre Redaktion

    Stefan

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Stefan,

      einen neuen Führerschein können Sie erst nach 15 Jahren beantragen, ohne eine MPU absolvieren zu müssen. Führerscheine, die während der deutschen Sperrfrist im Ausland erlangt wurden sind hierzulande nicht gültig.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  34. delube sagt:

    Hallo,

    in meinem Strafbefehl wurde eine 10 monatige Sperrfrist + Geldstrafe festgelegt Alkoholfahrt mit Unfallfolgen (2,3).
    Ich kann aber keine Aufforderung zur MPU finden. Wie verhalte ich mich bis zum Sperrfristende. Wenn ich jetzt schon
    Abstinenz nachweise, kann der Nachweis dann trotzdem erneut verlangt werden. Fragen über Fragen!

    Mit freundlichen Grüßen
    delube

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Delube,

      ob eine MPU ansteht, erfahren Sie bei der Neubeantragung des Führerscheins. Sie können allerdings auch vorher schon bei der zuständigen Stelle nachfragen. In der Regel ist bei Vorlage eines aktuell gültigen Nachweises kein erneuter Nachweis notwendig.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  35. gerhard sagt:

    Hallo,
    2005 wurde mir mein FS zum wiederholten Mal wegen Alk(0,89 pm) am Steuer abgenommen. Bekam ne zweij. Sperre und Geldstrafe. Hab seither keinen Antrag auf Wiedererteilung gestellt. Seit 2006 lebe ich in Thailand. Hier habe ich den FS gemacht und mir auch nen Internationalen FS ausstellen lassen. Bin in BRD nicht gemeldet. Nun zwei Fragen: Kann ich bei einem Besuch in BRD mit dem Intern.FS Fahren? Und um den deutschen FS wiederzuerlangen muss ich wohl 15 Jahre vergehen lassen? Kann man mir dann eine neue Fahrpruefung aufbrummen?
    Vielen Dank vorab.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Gerhard,

      ob der Führerschein im Falle eines Besuchs in BRD anerkannt wird, kann Ihnen die Zulassungsbehörde mitteilen. In der Tat können Sie einen neuen Führerschein erst nach 15 Jahren beantragen. Sowohl die Fahrprüfung als auch Fahrstunden können dabei verordnet werden – dies wird von Fall zu Fall entschieden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  36. bundi sagt:

    ich bin 2004 von 2 manschaftswagen der polizei vor meiner haustür erwartet worden. 2.18 promille… ein 7.5 tonner ist ein denkbar schlechtes fluchtfahrzeug 1400 eu geldstrafe u fs endzug aber kein fahrverbot mofa darf ich noch fahren. wie hoch ist in meinem fall die verjährungsfrist ohne mpu zu machen bin 55 jahre,werd sonst nen elektrorolli beantragen müssen ,

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      ohne eine MPU zu machen, können Sie nach 15 Jahren einen neuen Führerschein beantragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  37. Daniel sagt:

    Hallo zusammen

    Ich wurde am 13.03.2013 mit 1.6kg cannabis erwischt! !! Ich hatte am 30.06.2015 eine Verhandlung wurde zu eine Bewährung Strafe verdonnert. Jetz hat sich die führeschein stelle am 25.11.2015 bei mir gemeldet weil ich vor Gericht angegeben habe das ich süchtig nach cannabis War . Ich muss jetzt ein nach weiß erbringen das ich 6 Monate nichts geraucht habe per haaranalyse die wird natürlich negativ ausfallen.
    Ich War am 25 bei der führeschein stelle. Mein Führerschein besitze ich zum Glück noch!

    Könnte es sein das ich trotzdem eine mpu machen muss ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Daniel,

      sofern der Nachweis negativ ausfällt, dürfte keine MPU anfallen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Daniel sagt:

        Hallo

        Und zwar habe ich meine Haaranalyse bekommen die ist negativ ausgefallen. Heute War ich bei der führeschein stelle!
        Jetzt sieht es so bei mir aus ich muss noch 8 Monate abstinent nach weißen weil meine Haare nur 4cm lang waren. Nach den 8 Monaten muss ich eine Mpu machen. Ich besitze noch meine führeschein bis zum 14.08.2016

        Ist das rechtlich so erlaubt was die mit mir machen?

        Kann ich da rechtlich dagegen vor gehen? Oder hat das kein sin ?

        Ich versteh es nicht wieso ich eine Mpu machen soll trotz negativen haaranalyse? ?

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Daniel,

          leider können wir keine Rechtsberatung bieten – ein Anwalt kann Ihnen sicherlich weiterhelfen. Allerdings unterliegt die Entscheidung zur MPU grundsätzlich Einzelfallbetrachtungen und fällt somit in das Ermessen der Behörde.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  38. Denis sagt:

    Hallo bussgeldkatalog
    Ich habe in Mai 2007 meine Führerschein verloren kein Alkogol kein Drogen sonst habe Straftaten gehabt ist die frage ob wieder die Führerschein beantragen kann und zum Fahrschule gehen kann?????
    Vielen Dank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Dennis,

      bei einem Führerscheinentzug wird eine Sperrfrist verhängt. Drei Monate vor Ablauf der Frist können Sie bereits eine neue Fahrerlaubnis beantragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  39. Dramaqueen sagt:

    Mir hat man meinen Führerschein weggenommen weil ich in einem Reisebuss umgekippt bin das war 2013, die Ärzte haben bei mir ein viertel gramm hash im Geldbeutel gefunden und darauf hin die Polizei angerufen. Irgendwann später habe ich Besuch von der Polizei bekommen anno 2014, die mir den Führerschein weggenommen haben.
    1. Ich kiffe nicht mal drogentest wurde auch nicht durchgeführt und selbst wenn wäre er negativ ausgefallen
    2. Ich bin im Bus mitgefahren und NICHT DEN Bus selber gefahren. War also Passagier.
    Wie bekomme ich meinen Führerschein zurück ohne zur MPU zu müssen
    Geld für einen Anwalt habe ich auch nicht
    Ohne Führerschein kann ich nicht arbeiten und bin jetzt Harz iv …. stecke im Teufselskreis fest…

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      ohne MPU können Sie frühestens nach 15 Jahren einen neuen Führerschein beantragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  40. Christian sagt:

    Hallo.
    Ich wurde vor zwei Monaten bei einer Verkehrskontrolle positiv auf Canabis und Amphetamine getestet.
    Die darauf folgende Blutprobe ergab ebenfalls ein positives Ergebniss.Vor einer Woche habe ich Post bekommen von der Fss.
    Sie wollen mir die Fahrerlaubniss entziehen weil ich nicht geeignet wäre ein Fahrzeug zu führen.
    Nun meine Frage.
    Womit beginne ich am besten um meinen Führerschein so schnell wie möglich wieder zu erlangen?
    Und wie lange kann sich das ganze hinziehen?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Christian,

      Sie müssen nun zuerst die Sperrfrist abwarten. Eine Neuaustellung des Führerscheines können Sie frühestens 3 Monate von Fristablauf beantragen. Eventuell fällt bei Ihnen auch eine MPU an – ob dies der Fall ist, erfahren Sie bei der Führerscheinstelle.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  41. Michael sagt:

    Hallo !
    habe meinen Führerschein wegen Punkten verloren, eine MPU wurde angeordnet, die ich nie gemacht habe, habe vor kurzem bei im Flensburg meinen Punktestand abgefragt, im Schreiben den aus Flensburg bekommen habe stand “0” Punkte, und Ablauf der Tilgung Frist wurde mit März 2016 angegeben. Was habe ich für auflagen wenn ich einen Antrag auf neu Erteilung nach der Tilgung Frist stelle ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Michael,

      je nachdem, wann die MPU angeordnet wurde, kann diese bei einer Neubeantragung erneut anfallen. Sie verjährt erst nach 15 Jahren. Beantragen Sie einen neue Fahrerlaubnis nach einem solchen Zeitraum, kann eine erneute Fahrprüfung und/oder Theorieprüfung verlangt werden. Dies wird jedoch im Einzelfall entschieden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Andreas sagt:

        Hallo,
        Ich musste meinen Führerschein wegen einer Alkoholfahrt mit 1,66 Promille in der Probezeit angeben. Ich erlangte ihn mit dem bestehen der MPU mach Ablauf der Sperrfrist wieder. Meine Probezeit wurde um zwei weitere Jahre aufgestockt. Seitdem bin ich bei der Führerscheinstelle nicht weiter auffällig geworden. Nun wurde ich noch in der verlängerten Probezeit mit Abzügen 24km/h Außerorts geblitzt (Autobahn nachts komplett leer) nun bekomme ich ein Punkt. Ich bin gelernter Kfz mechatroniker 22 Jahre und fange im April meine Meisterausbildung an. Verliere ich jetzt den Führerschein? Brauche ihn um mein Geld zu verdienen.. Bzw muss ich wieder zur MPU? Wie lange wird es dauern bis ich was weiß? Und habe sie eine Empfehlung für mich? Viele Dank schonmal im Vorraus.

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Andreas,

          Sie müssten mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in Flensburg davon kommen.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  42. lukas h. sagt:

    Hallo…

    Ich habe meinen Führerschein wegen cannabis konsum verloren. Der vorfall war am 20 april als mich 3 kripo beamten aus dem verkehr gezogen haben laut wegen meiner sonnenbrille.hatte keine ausfallerscheinungen und musste mit auf die wache blut abgeben. 5, 0 ng waren die werte. Habe den konsum selbstverständlich eingestellt und bereue die sache sehr… nun habe ich meinen Führerschein nach einmonatigem fahrverbot wieder bekommen… muss ich trotzdem im nachhinein mit einem ärztlichen gutachten oder einer mpu rechnen ? Weil der polizei beamte auf der wache mir gesagt hat das ,dass verfahren eigentlich abgeschlossen ist wenn ich den Führerschein wieder bekommen habe . War vorher nicht auffällig und habe bis auf die 2 punkte vom oben genannten vergehen keine weiteren punkte…

    Ich bedanke mich im vorraus

  43. Gerhard H. sagt:

    Hallo,
    ich habe im Jahr 2010 meinen FS abgeben müssen. Ohne vorher irgendein schreiben etc. erhalten zuhaben , standen eines Morgends die Beamten von der Stadt vor meiner Tür. Und ich habe bis heute noch keine nachricht ob und wann ich ihn wiederbekomme. Ich hatte FS-Klasse 2 und 3 ( B, BE, C, CE,C1E, M,L,T).
    Wer kann mir darüber mal auskunft geben.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Gerhard,

      Sie erfahren bei der Führerscheinstelle, wann Sie Ihren Führerschein wieder bekommen. Sie können auch einen Anwalt zur Hilfe nehmen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  44. lukas sagt:

    Hallo wie lange dauert die mpu mit vorbereitung ?

  45. Heiko sagt:

    Hab mei n Führerschein 1997 verpatzt wegen Alk! Bin drei mal wegen Fahren ohne……verurteilt worden!!!Die letzte Sperrfrist laüft im März nach 24 Monaten ab!!Hab Ich eine möglichkeit mein Führerschein wieder zu bekommen????

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Heiko,

      nach Ablauf der Sperrfrist können Sie die Neuerteilung der Fahrerlaubnis bei den zuständigen Behörden beantragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  46. Kristina sagt:

    Hallo,

    mein Vater hat sein Führerschein im Jahr 1998 in Sulzbach, wegen Trunkenheit am Steuer verloren, es gab ein gerichtlichen Bescheid, danach machte er eine MPU die zu einem Abszinenstest führte den er ein Jahr lang gemacht hat, das Ergebnis war negativ. Nachdem teilte man Ihm mit noch mal ein Jahr lang diesen Test zu machen, welchen mein Vater wegen Geldmangel abgelehnt hat. Wie er den jetzt weiter handeln müsste sagte man Ihm “er könne 10 Jahre warten und dann Antrag auf Neuerteilung stellen. Danach geschah nichts mehr, zwischenzeitlich zog mein Vater nach Nürnberg. Jetzt im Jahr 2015 ging mein Vater zur zuständigen Führerscheinstelle in Nürnberg diese forderte seine Unterlagen von der Führerscheinstelle aus Sulzbach ein. Nach zwei Wochen bekam er ein Anruf von der Führerscheinstelle aus Nürnberg ” Er soll 200 € mitbringen in Bar damit das Gericht in Nürnberg wieder entscheiden kann was als nächstes passiert”. Meine Fragen sind, ist das alles rechtens, stimmt das alles so? Wofür sind die 200 € in bar? Wie sollte er jetzt weiter vorgehen?

    Vielen Dank im Voraus für die Antwort.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kristina,

      leider können wir keine Rechtsberatung bieten und verweisen in diesen Fällen auf einen Rechtsanwalt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  47. Tim sagt:

    Hallo,

    Mir wurde gestern der Führerschein wegen Trunkenheit entzogen (1.3 Promille Atemalkohol). 1996 wurde er mir auch wegen Alkohol entzogen (1.6 Promille, ohne MPU) Droht mir jetzt eine MPU? Des weiteren ist meine Existenz stark gefährdet da ich ohne Fahrzeug nicht auf die Arbeit komme. Hinzu kommt noch eine Pflegeperson (Mutter) die ich ohne Führerschein nicht mehr versorgen kann. Also eine sehr komplexe Lage. Kann der Entzug bei entsprechend hoher Geldstrafe in ein Fahrverbot, das ich eventuell überbrücken könnte, umgewandelt werden?

    MfG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tim,

      eine MPU wird häufig ab 1,6 Promille angeordnet. Allerdings entscheiden die Behörden das im Einzelfall. Da Sie bereits mit Alkohol aufgefallen sind, ist es durchaus möglich, dass Sie eine entsprechende Anordnung erhalten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  48. David sagt:

    Hallo ich habe eine Frage.

    Ich bin letztes Jahr ausserorts in der 70 Zone, 141kmh gefahren habe 3 Monate Fahrverbot und ein Aufbauseminar sowie 1200€ bekommen. Nun habe ich das AFS vergessen zumachen und mor wurde von der Fahrerlaubnissbehörde mein Führerschein entzogen. Heist das ich ihn neu machen muss??? Oder bekomme ich den zurück und kann wieder fahren ???

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo David,

      Sie können die Fahrerlaubnis frühestens drei Monate nach Ablauf der Sperrfrist neu beantragen. Die entsprechende Behörde kann dazu Bedingungen stellen – wie zum Beispiel die Teilnahme an einem Aufbauseminar.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  49. Tilo sagt:

    Hallo, muss eine Mpu Anordnung immer eine Begründung der Maßnahme enthalten?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tilo,

      eine MPU kann nur angeordnet werden, wenn begründete Eignungszweifel vorliegen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  50. Adrian sagt:

    Folgendes Problem:
    Ich und mein Arbeitskollege waren mit je ein Arbeitsauto auf den Parkplatz. Beim ausparken ist einer von uns an ein Auto gefahren. Keiner von uns hat was mitbekommen und somit sind wir einfach weggefahren. Leider sieht es so aus das ich es war. Ich bin noch in der Probezeit und habe eine Verlängerung wegen einen Geschwindigkeitsverstoß. Was kann mir jetzt passieren? Führerscheinentzug etv.?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Adrian,

      da Sie sich unerlaubt von der Unfallstelle entfernt haben, ist dies ein A-Verstoß und zieht in der verlängerten Probezeit eine Verwarnung und eine Empfehlung der Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung nach sich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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