Führerscheinsperre: Gründe und Fristen für den Fahrerlaubnisentzug

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Führerscheinsperre als Sanktion bei schweren Verkehrsverstößen

Trotz Führerscheinsperre zu fahren, bedeutet, ohne Fahrerlaubnis zu fahren.

Trotz Führerscheinsperre zu fahren, bedeutet, ohne Fahrerlaubnis zu fahren.

Wer gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) verstößt, dem drohen bei einer Überführung Sanktionen in unterschiedlichem Ausmaß. Während kleinere Verstöße oftmals mit einem Bußgeld abgegolten und für den verhaltensauffälligen Fahrer leicht zu verschmerzen sind, bescheren schwerwiegendere Ordnungswidrigkeiten ihm auch schon einmal Punkte in seinem Flensburger Sündenregister oder sogar ein Fahrverbot.

Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Entzug der Fahrerlaubnis. Eine solche Maßnahme kann von einem Gericht oder einer Verwaltungsbehörde angeordnet werden. Der Kraftfahrer muss daraufhin seinen Führerschein abgeben und verliert damit jegliche Erlaubnis mit einem Fahrzeug am Straßenverkehr teilzunehmen. Zusätzlich wird eine Führerscheinsperre gegen ihn verhängt. In der festgesetzten Zeit darf der Verkehrssünder nicht als Fahrer eines fahrerlaubnispflichtigen Kfz am Straßenverkehr teilnehmen.

Welchen Zeitraum kann die Fahrerlaubnissperre umfassen? Wann dürfen Sie den Führerschein nach der Sperre neu beantragen? Gibt es eine Möglichkeit, die Führerscheinsperre zu verkürzen? Im folgenden Ratgeber erfahren Sie es.

Führerscheinsperre: Die häufigsten Gründe der Entziehung der Fahrerlaubnis

  • Alkohol und Drogen am Steuer: Wer wiederholt betrunken Auto gefahren ist oder sehr hohe Promillewerte (ab 1,1 Promille) aufweist, kann die Fahrerlaubnis verlieren und mit einer Sperre vom Führerschein bestraft werden. Bei welchen Mengen Sie bei einer Drogenfahrt den Führerschein einbüßen, hängt von der jeweiligen Behörde ab.
  • Geschwindigkeitsüberschreitungen: Eine Sperre der Fahrerlaubnis wegen eines Tempoverstoßes ist sehr unüblich und meist erst bei sehr hohen Geschwindigkeiten oder Wiederholungstätern vorgesehen. In der Regel erhalten die Täter nur ein Fahrverbot.
  • Rotlichtverstoß: Auch hier ist eine Führerscheinsperre weniger zu erwarten als ein zeitweiliges Fahrverbot. Allerdings können schwere Rotlichtverstöße (länger als eine Sekunde) mit besonderer Gefährdung zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.
  • Volles Punktekonto: Wer das Verkehrssünderkonto in Flensburg mit acht Punkten belastet, verliert die Fahrerlaubnis und erhält eine Führerscheinsperre.
  • Probezeit: Fahranfänger stehen in den ersten beiden Jahren unter besonderer Beobachtung. Begehen sie mehrere Verstöße gegen das Verkehrsrecht, kann Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen werden.
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Führerscheinsperre: Wie lang kann sie ausfallen?

Wann endet ohne MPU die Führerscheinsperre? Die Verjährung dauert 10 Jahre.

Wann endet ohne MPU die Führerscheinsperre? Die Verjährung dauert 10 Jahre.

Im Gegensatz zum Fahrverbot, welches auf maximal drei Monate beschränkt ist, umfasst die Führerscheinsperre einen größeren Zeitraum. Sie beträgt mindestens sechs Monate und dauert in der Regel maximal fünf Jahre. In besonders extremen Fällen kann das Gericht auch eine lebenslange Führerscheinsperre gegen den Verkehrsgefährder verhängen. Durchschnittlich liegt die Sperrzeit für den Führerschein jedoch zwischen sechs und elf Monaten.

Viele Betroffene fragen sich bei einer Führerscheinsperre, ab wann diese in Kraft tritt. Antwort: Ab dem Zeitpunkt, an dem das Urteil rechtskräftig wird, erlischt ihre Berechtigung, ein Fahrzeug zu führen und sie machen sich des Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafbar, sollten sie sich dennoch hinter das Lenkrad setzen.

Ist für Ihren Führerschein die Sperre abgelaufen, erhalten Sie ihn nicht automatisch zurück. Sie müssen die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis explizit beantragen. Erst wenn Sie den Schein in der Hand halten, sind Sie berechtigt, wieder zu fahren. Damit Sie nicht unnötig lange auf diesen Moment warten müssen, können Sie den Antrag bereits drei Monate vor Ablauf der Führerscheinsperre bei der zuständigen Behörde einreichen. Bei längeren Führerscheinsperren kann auch bereits sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist der Antrag auf die Führerschein-Wiedererteilung gestellt werden.

In der Behörde wird anschließend geprüft, ob Sie die Fahrerlaubnis problemlos zurückerhalten oder erst bestimmte Auflagen erfüllen müssen. So kann die Fahrerlaubnisbehörde eine neue Fahrerlaubnisprüfung oder eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen, bevor sie dem Antrag stattgibt.

Wer sich fragt, ob er den Führerschein auch ohne MPU zurückbekommt, muss sich in jedem Falle in Geduld üben. Sollte Ihnen eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch (StGB) vorgeworfen werden, beträgt die Frist für die Verjährung zehn Jahre. Wann die Verjährungsfristen beginnen, ist jedoch unterschiedlich, sodass es in der Praxis auch schon 15 Jahre dauern kann.

Wann können Sie beim Führerschein die Sperre früher aufheben lassen?

Wer seine Führerscheinsperre vorzeitig beenden möchte, kann dies bei dazu berechtigten Gerichten beantragen. Welche Gerichte dies sind, kann Ihnen ein Anwalt für Verkehrsrecht verraten. Damit Ihr Antrag Aussicht auf Erfolg hat, sollten Sie nachweisen, an welchen Schulungsmaßnahmen Sie teilgenommen haben, um Ihr Verkehrsverhalten künftig zu verbessern. Auf diese Weise kann die Führerscheinsperre um bis zu drei Monate verkürzt werden.

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