Führerscheinentzug wegen Drogenbesitz – Ist das möglich?

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Null Toleranz bei Drogen

Schon der Drogenbesitz kann zum Führerscheinentzug führen.

Schon der Drogenbesitz kann zum Führerscheinentzug führen.

Wer illegale Drogen konsumiert, darf, um sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, anschließend kein Fahrzeug mehr führen. Immerhin können sie Halluzinationen hervorrufen oder das Reaktionsvermögen verlangsamen, um nur einige Folgen zu nennen. Anders als beim Thema „Alkohol am Steuer“ gilt bezüglich des Drogenkonsums deshalb eine Null-Toleranz-Politik. Wer sich derartig berauscht dennoch hinter das Lenkrad setzt, verliert seinen Führerschein, selbst wenn bei einer Kontrolle nur kleinste Mengen nachgewiesen werden können.

Was den wenigsten Fahrern bewusst sein dürfte, ist allerdings der Umstand, dass nicht nur der Konsum, sondern bereits der Besitz von Drogen sich negativ auf den Führerschein auswirken kann. Doch droht Ihnen der Führerscheinentzug allein wegen Drogenbesitz? Wir verraten es Ihnen in dem vorliegenden Ratgeber.

Warum hat der Drogenbesitz Auswirkungen auf den Führerschein?

Auch ohne unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilzunehmen, kann Sie schon der Besitz von Drogen in arge Schwierigkeiten bringen. Wer sich im widerrechtlichen Besitz von illegalen Drogen (Gras, Marihuana, Speed, Kokain, Heroin oder Amphetamin) befindet, macht sich strafbar, weil er mit diesen gegen das Betäubungsmittelgesetz verstößt.

Diese Konsequenzen können bei Drogenbesitz auf Sie zukommen:

  1. Sofortige Entziehung der Fahrerlaubnis oder
  2. Abstinenznachweis über die vergangenen drei Monate mittels Haarprobe und Urintests (Führerscheinentzug bei positiven Tests)

Die Behörde unterstellt persönlichen Konsum, darum erfolgt der Führerscheinentzug wegen Drogenbesitz.

Die Behörde unterstellt persönlichen Konsum, darum erfolgt der Führerscheinentzug wegen Drogenbesitz.

Nachdem Sie mit Drogen aufgegriffen wurden, kann es passieren, dass Sie bald darauf Post von der Fahrerlaubnisbehörde erhalten. Ein Führerscheinentzug wegen Drogenbesitz kann nämlich angeordnet werden, da der Besitz als ein Indiz für Eigenverbrauch gilt. Auch wenn Sie nicht regelmäßig Drogen nehmen, sondern nur gelegentlich oder es sich um ein einmaliges Vorkommnis gehandelt hat, kann dieser Umstand, die Behörde an Ihrer Fahreignung zweifeln lassen.

Hat die Verwaltungsbehörde Grund zu der Annahme, dass Sie harte Drogen konsumieren, wie es der nachgewiesene Drogenbesitz nahelegt, werden Sie als potentielle Gefahr für den Straßenverkehr eingestuft. Bei Zweifeln an der körperlichen, geistigen oder charakterlichen Eignung des Fahrers ist die Behörde befugt, den Führerscheinentzug bspw. wegen Drogenbesitz anzuordnen. Sie können den Führerschein also nicht nur einbüßen, wenn Sie sich hinter dem Steuer etwas zu Schulden kommen lassen.

Ganz so strikt wie bei den anderen Drogen wird bei Cannabis nicht verfahren. Hier führt der Drogenbesitz nicht zum Führerscheinentzug – außer es gibt Anzeichen dafür, dass Cannabis regelmäßig (mindestens zweimal im Monat) konsumiert wird. Von gelegentlichem Konsum kann jedoch nicht automatisch darauf geschlossen werden, dass Sie zum Führen eines Fahrzeugs ungeeignet sind.

Werden Personen von der Polizei angehalten und nach Drogen durchsucht, geraten sie häufig in Panik und versuchen sich zu rechtfertigen. Um den Verdacht abzuwenden, sie würden Drogen verkaufen, geben sie deshalb oft an, dass die mitgeführten Drogen zum Eigenkonsum gedacht sind. Eine derartige Aussage kann die Polizei allerdings an die Fahrerlaubnisbehörde weitergeben, die dann unter anderem den Führerscheinentzug wegen Drogenbesitz gegen die Betreffenden verhängt.

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Was erwartet Sie, wenn es zum Führerscheinentzug wegen Drogenbesitz kommt?

Wurde Ihnen durch die Verwaltungsbehörde die Fahrerlaubnis entzogen, wird bei Alkohol- und Drogendelikten in der Regel auch eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet. Nur, wenn sie diese erfolgreich bestehen, haben Sie die Möglichkeit, nach der Sperrfrist den Führerschein zurückzuerlangen – andernfalls müssen Sie ausharren, bis das Delikt verjährt ist.

Die Sperrfrist nach einem Führerscheinentzug wegen Drogenbesitz beträgt meist etwa ein Jahr. In dieser Zeit soll der Betreffende durch regelmäßig stattfindende Drogenscreenings einen Abstinenznachweis erbringen. Außerdem muss der Psychologe durch die gemeinsamen Gespräche zu der Überzeugung gelangen, dass sich dessen Einstellung zum Drogenkonsum gewandelt hat.

Sie Abstinenzphase kann unter Umständen auch länger ausfallen. Besteht bspw. ein Suchtproblem muss zunächst eine Entwöhnungsphase erfolgen.

Nach der Sperrfrist erhalten Sie den Führerschein aber nicht automatisch zurück, sondern müssen die Neuerteilung desselbigen beantragen.
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