Alkoholkonsum am Steuer: Ist das während der Fahrt erlaubt?

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Damit müssen Sie rechnen, wenn Sie Alkohol am Steuer trinken

Alkoholkonsum am Steuer: Ist es erlaubt, während der Fahrt zu trinken?

Alkoholkonsum am Steuer: Ist es erlaubt, während der Fahrt zu trinken?

Im Jahr 2015 kam es zu insgesamt 305.659 Unfällen mit Personenschaden auf deutschen Straßen. Alkohol am Steuer kann dem Statistischen Bundesamt zufolge bei knapp 9.170 dieser Unfälle als Ursache genannt werden. Dass es verboten ist, betrunken zu fahren, sollte normalerweise jedem Autofahrer klar sein.

Doch wie verhält es sich, wenn der Alkoholkonsum am Steuer während der Fahrt erfolgt? Ist es erlaubt, sich das Feierabendbierchen als Fahrer nach einem harten Arbeitstag schon während der Heimfahrt im Auto zu gönnen? Oder drohen sogar höhere Sanktionen, wenn sich der Alkohol beim Autofahren nicht nur im Blut sondern auch in einer Flasche in der Hand befindet?

In diesem Ratgeber informieren wir Sie über die gesetzlichen Vorschriften zum Alkoholkonsum am Steuer sowie die damit verbundenen Ausnahmen. Zusätzlich erklären wir, mit welchen Ahndungen Sie unter Umständen rechnen müssen, wenn Sie gegen diese Vorschriften verstoßen.

Alkohol trinken während der Fahrt: Die Menge macht’s

Grundsätzlich gilt in Deutschland eine Promillegrenze von 0,5. Solange sich Autofahrer daran halten und im Vorfeld nur so viel konsumieren, dass sich ihre Blutalkoholkonzentration unter diesem Wert bewegt, ist Alkohol am Steuer im Regelfall erlaubt. Aber betrifft das auch den Alkoholkonsum direkt am Steuer? Darf man demnach am Steuer beispielsweise Bier oder Wein trinken?

Halten Sie sich an die vorgeschriebene Promillegrenze, dürfen Sie normalerweise auch dann Alkohol trinken, wenn Sie am Steuer sitzen. Doch Vorsicht: Unterläuft Ihnen ein Fahrfehler, indem Sie z. B. das Brems- mit dem Gaspedal verwechseln, so kann die Polizei dies darauf zurückführen, dass Sie während der Fahrt getrunken haben.

Bier trinken beim Autofahren? Unter Umständen kann dies erlaubt sein.

Bier trinken beim Autofahren? Unter Umständen kann dies erlaubt sein.

Führte Ihr Verhalten zu einer Gefährdung im Straßenverkehr, muss nicht einmal die Grenze von 0,5 Promille erreicht sein, damit Ihnen Sanktionen wegen einer Alkoholfahrt drohen – in diesem Fall reicht ein Wert von 0,3 Promille bereits aus.

Wurden Sie zusätzlich in einen Unfall verwickelt, während Sie dem Alkoholkonsum am Steuer nachgingen, kann Ihnen eine Teilschuld zugesprochen werden, auch bei weniger als 0,5 Promille.

Generell gilt: Autofahren und Alkohol sind eine schlechte Kombination. Möchten Sie wirklich sicher im Straßenverkehr unterwegs sein, rufen Sie sich ein Taxi oder nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel, wenn Sie nicht auf den Alkohol verzichten möchten.

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Alkoholkonsum am Steuer: Gibt es Ausnahmen?

Nicht allen Autofahrern ist es erlaubt, Bier zu trinken, wenn Sie am Steuer sitzen. Eine klare Ausnahme bilden in diesem Fall Fahranfänger, die sich noch in der Probezeit befinden, oder Fahrer, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. In § 24c besagt das Straßenverkehrsgesetz (StVG) dazu Folgendes:

Ordnungswidrig handelt, wer in der Probezeit […] oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solchen Getränks steht.“

Daraus ergibt sich: Bier trinken während der Fahrt? – Nicht in der Probezeit und nicht unter 21 Jahren. In diesem Fall gilt die Null-Promille-Grenze; auf den Alkoholkonsum am Steuer muss verzichtet werden.

Wie wird der Alkoholkonsum am Steuer geahndet?

Je nachdem, wie viel Alkohol Sie am Steuer trinken, kann eine Strafe drohen.

Je nachdem, wie viel Alkohol Sie am Steuer trinken, kann eine Strafe drohen.

Sollten Führerscheinneulinge oder Fahrer unter 21 Jahren sich über die Vorschriften hinwegsetzen und Alkohol während der Fahrt trinken, so müssen sie mit einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Zusätzlich handelt es sich bei diesem Fehlverhalten in der Probezeit um einen A-Verstoß, der zur Folge hat, dass diese von zwei auf vier Jahre verlängert wird und ein Aufbauseminar besucht werden muss.

Geben Sie sich als alter Hase im Führerschein-Business dem Alkoholkonsum am Steuer hin und verstoßen gegen die 0,5-Promillegrenze, so richten sich die möglichen Ahndungen danach, wie oft Sie sich schon dabei erwischen ließen:

  • Beim ersten Mal: 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg, ein Monat Fahrverbot
  • Beim zweiten Mal: 1.000 Euro, zwei Punkte, zwei Monate Fahrverbot
  • Beim dritten Mal: 1.500 Euro, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot
Gefährden Sie den Verkehr dadurch, dass Sie während der Fahrt Alkohol trinken, so reicht zu Bestrafung schon ein Wert von 0,3 Promille aus. In diesem Fall drohen Ihnen eine Geldstrafe, drei Punkte in Flensburg, der Führerscheinentzug und ggf. sogar eine Freiheitsstrafe. Überschreiten Sie beim Alkoholkonsum am Steuer die 1,09-Promillegrenze, kommen die gleichen Strafen auf Sie zu.
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