Absolute Fahruntüchtigkeit – Teilnahme am Straßenverkehr ist tabu

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Absolute Fahruntüchtigkeit: Aus Ordnungswidrigkeit wird Straftat

Eine Absolute Fahruntüchtigkeit liegt ab 1,1 Promille vor.

Eine Absolute Fahruntüchtigkeit liegt ab 1,1 Promille vor.

Rund 70 Prozent der Deutschen konsumiert regelmäßig Alkohol. Für manch einen ist das Glas Wein oder die Flasche Bier fester Bestandteil des Alltags und gerne wird dabei auch mal über die Strenge geschlagen.

Was auf der Party oder im Biergarten noch witzig ist, wird im Verkehr jedoch zu einem Problem. Denn wer sich betrunken hinter das Steuer setzt, riskiert sein eigenes Wohl ebenso wie die Gesundheit und im Zweifel sogar das Leben anderer Verkehrsteilnehmer.

Der Gesetzgeber sieht daher im Strafrecht für Trunkenheit am Steuer eine harte Strafe vor. Denn erreicht die Blutalkoholkonzentration (BAK) ein gewisses Maß, führt eine absolute Fahruntüchtigkeit zur Ahnung einer Trunkenheitsfahrt nach § 316 Strafgesetzbuch (StGB).

Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie die absolute Fahruntüchtigkeit für Auto und Fahrrad festgelegt ist und was eine Trunkenheitsfahrt als Strafe nach sich zieht.

Wann ist ein Verkehrsteilnehmer fahruntüchtig?

Sicherheit ist eines der höchsten Gebote auf dem ohnehin latent risikoreichen Straßennetz in Deutschland, in dem täglich Millionen Fahrzeuge auf engstem Raum oder bei schwindelerregenden Geschwindigkeiten aufeinandertreffen. Kleine Unfälle sind da manchmal auch bei höchster Konzentration kaum zu vermeiden.

Ist die Wahrnehmung des Kraftfahrzeugfahrers durch Alkohol oder Drogen am Steuer beeinträchtigt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen Crash enorm.

Liegen bei einem Führer eines Kfz körperliche oder geistige Mängel dergestalt vor, dass die Anforderungen des Verkehrs nicht mehr zu bewältigen sind und ein sicheres Führen vom Fahrzeug ausgeschlossen ist, wird eine Fahruntüchtigkeit angenommen. In einem solchen Fall ist oftmals die Hinzuziehung von einem Rechtsanwalt empfehlenswert.

Die Trunkenheitsfahrt wird nach dem Strafgesetzbuch geahndet.

Die Trunkenheitsfahrt wird nach dem Strafgesetzbuch geahndet.

Entscheidend ist in diesem Zusammenhang Paragraph 316 im StGB. Dieser stellt eine Teilnahme am Straßenverkehr nach dem Konsum alkoholischer Getränke oder anderweitiger Rauschmittel unter Strafe.

Hierbei handelt es sich also nicht mehr nur um eine Verkehrsordnungswidrigkeit gemäß § 24 Straßenverkehrsgesetz (StVG), sondern um eine Straftat.

Voraussetzung für die strafrechtliche Trunkenheitsfahrt ist die Fahruntüchtigkeit. Diese kann durch Alkohol ebenso ausgelöst werden wie durch Drogen oder Fieber und untergliedert sich in die absolute und die relative Fahruntüchtigkeit.

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Absolute Fahruntüchtigkeit: Alkohol oder Drogen als Ursache

Die absolute und die relative Fahruntüchtigkeit unterscheiden sich durch die Blutalkoholkonzentration des betreffenden Fahrers. Ab einer BAK von 1,1 Promille gilt ein Autofahrer als absolut fahruntüchtig und somit als ungeeignet zum Führen von einem Fahrzeug.

Eine Strafe kann bei 1,1 Promille ohne Vorliegen weiterer Ausfallerscheinungen verhängt werden und beträgt für die im StGB in § 316 normierte Trunkenheitsfahrt entweder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Ein Rechtsanwalt kann je nach Verteidigung einen gewissen Einfluss auf die Art der Strafe nehmen.

Dieser Wert gilt auch für Kutscher und Führer motorisierter dreirädriger Krankenhausfahrstühle.

Die relative Fahruntüchtigkeit hingegen setzte das Vorliegen etwaiger Ausfallerscheinungen voraus, um einen Führer von einem Kfz vom Verkehr auszuschließen.

Die absolute Fahruntüchtigkeit ist bei einem Promillewert unter 1,1 möglich, wenn die Person zusätzlich Drogen konsumiert hat und somit ein Mischkonsum vorliegt. Für die absolute Fahruntüchtigkeit beim Fahrrad gelten hingegen andere Werte. Hier erfolgt ab 1,6 Promille eine Strafe nach dem Strafgesetzbuch.

Die absolute Fahruntüchtigkeit beim Fahrrad liegt bei 1,6 Promille.

Die absolute Fahruntüchtigkeit beim Fahrrad liegt bei 1,6 Promille.

Liegt eine absolute Fahruntüchtigkeit vor, wird in der Regel der Führerschein von der Polizei beschlagnahmt. Kommt es dann zu einer Verurteilung wegen der Trunkenheitsfahrt, folgt überlicherweise ein einjähriger Führerscheinentzug.

Dies kann einem Verkehrsteilnehmer ab 1,6 Promille auf dem Fahrrad ebenso blühen, wenn er einen Führerschein besitzt.

Auch die Anordnung einer MPU ist für fahruntüchtige Auto- oder Radfahrer in einem solchen Fall ebenfalls möglich.

Haben Sie sich einer Trunkenheitsfahrt schuldig gemacht, ist es ratsam, einen Rechtsanwalt zu konsultieren. Der Rechtsanwalt kann Sie zur StVG eingehend beraten und Sie in Ihren Rechten vertreten.

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