Schadensregulierung – Wenn Versicherungen nach dem Unfall zahlen sollen

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Wann und wie erfolgt nach dem Autounfall von der Versicherung die Schadensregulierung?

Wie läuft nach einem Autounfall die Schadensregulierung ab?

Wie läuft nach einem Autounfall die Schadensregulierung ab?

Wer im Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, riskiert, dass er in einen Unfall verwickelt wird. Das „Betriebsrisiko“ fährt immer mit. Wer im Haftpflichtfall die Versicherung nach einem Unfall in Anspruch nehmen will, muss wissen,

  1. wie er sich an der Unfallstelle verhalten muss und
  2. wie die Schadensregulierung nach dem Unfall erfolgt. Jede Nachlässigkeit hat Folgen.

Weiterführendes zur Schadesregulierung

Beweissicherung am Unfallort

Wozu Beweise sichern?

Um nach einem Verkehrsunfall die Schadensregulierung in die richtige Bahn zu lenken, müssen bereits am Unfallort die Weichen gestellt werden. Sie bestimmen die Kfz-Schadensregulierung. Sollen bei einem nicht selbst verschuldeten Unfall der Unfallgegner und dessen Haftpflichtversicherung den Haftpflichtschaden bezahlen, muss der Betroffene beweisen, wie es zum Unfall gekommen ist. Jeder Beweisnachteil geht zu seinen Lasten.

Wie Beweise für die spätere Schadensregulierung sichern?

Es empfiehlt sich, die Personalien von Zeugen festzustellen. Die Unfallstelle ist zu fotografieren. Zur Orientierung und um nachträglich vermessbare Punkte festzuhalten, sollten nicht nur die beteiligten Fahrzeuge, sondern auch markante Dinge in der Umgebung zu sehen sein (Räume, Verkehrsschilder, Kanaldeckel, Ampeln). Solche Fotos helfen im Streitfall einem Sachverständigen, den Standort der Fahrzeuge zu bestimmen. Bei Bagatellschäden können die Positionen der Fahrzeuge mit Kreide auf die Fahrbahn gemalt werden, um nach der fotografischen Dokumentation die Unfallstelle möglichst zügig zu räumen.

Wozu dient bei der Schadensregulierung ein Unfallbericht?

Hilfreich ist es, vor Ort einen Unfallbericht zu erstellen. Idealerweise findet sich im Handschuhfach ein entsprechender Vordruck. In diesem Formular werden die Personalien der am Unfall beteiligten Personen, die Identität der Fahrzeuge, die Haftpflichtversicherer und die Gegebenheiten vor Ort erfasst.

Keinesfalls darf ein Schuldanerkenntnis abgegeben werden. Jede Aussage, die Feststellungen zur eigenen Verursachung am Unfallgeschehen trifft, ist zu vermeiden.

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Wie ist das mit der Polizei?

Im Idealfall wird die Polizei hinzugezogen. Die Polizei kommt auch bei leichten Verkehrsunfällen zum Unfallort. Ob ein Verkehrsunfall polizeilich aufgenommen wird, prüfen und entscheiden die Polizeibeamten am Unfallort. Die förmliche Aufnahme ist verzichtbar, wenn nur geringer Sachschaden entstanden ist. Die Beamten stellen dann sicher, dass die Unfallbeteiligten zur Erleichterung der Schadensregulierung ihre Personalien austauschen. Eine polizeiliche Unfallakte wird nicht angelegt.

Soweit ein größerer Sachschaden oder gar ein Personenschaden entstanden ist oder der Unfallgegner seine Beteiligung bestreitet oder dem Geschädigten Vorwürfe macht, ist die Beiziehung der Polizei mindestens zweckmäßig. Auch hier ist gegenüber der Polizei jede Aussage zu vermeiden, die Rückschlüsse auf die Schuldfrage zulässt. Unverzichtbar ist die Polizei bei Verdacht auf Alkohol oder Drogen, einem möglicherweise vorgetäuschten oder provozierten Unfall. Mit einem Verwarnungsgeld sollte sich ein Unfallbeteiligter nur einverstanden erklären, wenn er eindeutig den Unfall verursacht hat.

Vorgehen bei der Schadensabwicklung

Versicherte haben eine Woche Zeit, um für die Schadensregulierung den Schaden zu melden

Versicherte haben eine Woche Zeit, um für die Schadensregulierung den Schaden zu melden

Versicherungsschaden melden

Nach einem Autounfall ist der Versicherung zu melden, was passiert ist. § 7 AKB (Allgemeine Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung) verpflichtet den Versicherungsnehmer, seiner Versicherung den Schaden zu melden und innerhalb einer Woche schriftlich anzuzeigen. Auch der Geschädigte sollte seiner eigenen Haftpflicht den Schaden melden. Gerade wenn die Schuldfrage nicht eindeutig feststellbar ist, muss er damit rechnen, dass der Unfallgegner seinerseits, beispielsweise bei einem Auffahrunfall, die Versicherung des Geschädigten in Anspruch nimmt.

Die Korrespondenz mit dem Halter des schädigenden Fahrzeuges ist in der Regel unergiebig, da letztlich dessen Haftpflichtversicherung die Schadensregulierung betreibt. Sie entbindet ihn nicht davon, den Kfz-Unfall zu melden. Der Betroffene braucht sich nicht darauf verweisen lassen, der Schädiger wolle den Schaden selbst regulieren.

Zentralruf der Autoversicherer

Um den Kfz-Schaden zu melden, müssen Name und Anschrift des Haftpflichtversicherers oder wenigstens das Kfz-Kennzeichen bekannt sein. Der Verband der Schadenversicherer unterhält dazu unter der Telefonnummer: 0800-2502600 einen Zentralruf der Autoversicherer. Dort kann auch der Geschädigte den Unfall melden. Die Zentrale leitet die Unfallmeldung an den zuständigen Haftpflichtversicherer weiter. Dieser kontaktiert ihren Versicherungsnehmer.

Verkehrsopferhilfe e.V.

Ist das Kennzeichen des Unfallgegners unbekannt oder die Versicherung zahlt nicht nach dem Unfall, kommt als Anspruchsgegner der Verein Verkehrsopferhilfe e.V. in Hamburg in Betracht. Hier erfolgt die Regulierung von Schadensfällen, wenn der Unfallgegner nicht zu ermitteln ist, insbesondere wenn wegen Unfallflucht keine Versicherung eintritt oder keine Haftpflichtversicherung besteht und der Unfall ohne Versicherung abgewickelt werden muss.

Deutsches Büro Grüne Karte e. V.

Ist am Unfall ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug beteiligt, kann die Schadensregulierung des Kfz über den Verein Deutsches Büro Grüne Karte e.V. in Hamburg abgewickelt werden. Der Betroffene hat damit einen in Deutschland ansässigen Ansprechpartner, der die Pflichten eines Haftpflichtversicherers übernommen hat. Im Rechtsstreit kann der Verein als Beklagter auf Schadensersatz verklagt werden. Allerdings ist das Deutsche Büro Grüne Karte nicht zuständig für Unfälle, die sich im Ausland ereignet haben. In diesen Fällen muss der Unfallgeschädigte den ausländischen Haftpflichtversicherer direkt in Anspruch nehmen.

Schadensregulierung: Wie geht es nach der Schadensmeldung weiter?

Ist ein Rechtsanwalt zu beauftragen?

Ist der gegnerische Haftpflichtversicherer informiert, wird er den Versicherungsnehmer auffordern, sich zum Schadenhergang zu äußern, den Autounfall der Versicherung nebst Ablauf zu schildern und ein Schadenformular auszufüllen. Reagiert der Gegner nicht, sollte und darf der Betroffene einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragen. Die bei der Schadenregulierung anfallenden Rechtsanwaltskosten sind als Sachfolgeschaden vom Schädiger zu ersetzen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Geschädigte die Beauftragung des Anwalts für erforderlich halten durfte.

Die Inanspruchnahme eines eigenen Anwalts ist regelmäßig erforderlich, um die bei einem Verkehrsunfall in vielfältiger Weise entstehenden Schadenpositionen zu erfassen und sachgerecht abzuwickeln. So ist der Geschädigte beispielsweise zu informieren, dass er wahlweise einen Mietwagen oder alternativ Nutzungsentschädigung beanspruchen kann. Als Geschädigter hat er das Recht, auf der Basis eines Sachverständigengutachtens seinen Schaden fiktiv abzurechnen und das Fahrzeug unrepariert weiter zu benutzen.

Vorsicht vor Unfallhelferringen!

Lässt der Betroffene sein Fahrzeug abschleppen oder nimmt er einen Mietwagen in Anspruch, muss er aufpassen. Oft wirken Abschleppunternehmer, Mietwagenunternehmen, Sachverständiger und Werkstatt einvernehmlich zusammen und bieten im Rahmen eines Unfallservice an, die Unfallabwicklung zu managen. Diese „Interessengemeinschaft“ lässt sich dann durch Abtretungserklärungen Ansprüche des Geschädigten abtreten, so dass dieser bewusst über den Stand der Regulierung im Unklaren bleibt. Verweigert dann der Haftpflichtversicherer die Leistung, sieht sich der Geschädigte mit Forderungen seiner „Vertragspartner“ konfrontiert, obwohl ihm suggeriert wurde, die Versicherung würde alles bezahlen.

Dabei hat der Betroffene so gut wie keinen Einfluss, da er die Schadenregulierung kaum überblickt. In diesem Zusammenhang abgeschlossene Verträge sind, da sie auf eine Rechtsberatung hinauslaufen, wegen Verstoßes gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz nichtig (BGH DAR 1994, 314). Der Unfallgeschädigte sollte sich nie aus der Hand nehmen lassen, selber den Schaden der Versicherung zu melden.

Zur Kfz-Schadensregulierung Sachverständigen beauftragen

Es steht dem Geschädigten frei, im Haftpflichtfall einen Sachverständigen seiner Wahl zur Beweissicherung und Feststellung von Schadenumfang und Schadenhöhe zu beauftragen. Dies gilt auch dann, wenn die Haftpflichtversicherung ohne Zustimmung des Geschädigten selbst einen Sachverständigen bestellt hat oder noch bestellen möchte.

Vollständige Beweise gewähleisten eine Schadensregulierung in voller Höhe

Vollständige Beweise gewähleisten eine Schadensregulierung in voller Höhe

Die Kosten für das Sachverständigengutachten sind als Schadenposition erstattungspflichtig. Der Unfallgeschädigte ist nicht verpflichtet, Vergleichsangebote anderer Gutachter einzuholen. Lediglich bei Bagatellschäden mit einer Schadenhöhe bis ca. 750 Euro genügt im Regelfall als Schadensnachweis der Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt. Er sollte die Autoreparatur der Versicherung des Unfallgegners ankündigen, braucht sich aber nicht deren Zustimmung einzuholen.

Nur die vollständige Beweissicherung gewährleistet, dass dem Geschädigten zustehende Schadensersatzansprüche in vollem Umfang erstattet werden. Insbesondere kommt es auf die Beweisführung an, wenn es Streit über den Schadenhergang oder Unstimmigkeiten wegen der Durchführung der Reparatur gibt. Mithilfe des Gutachtens kann die unfallbedingte Ausfallzeit des Fahrzeuges bestimmt werden, so dass der Betroffene seine Ansprüche wegen eines Mietwagens oder Nutzungsausfallentschädigung besser bewerten kann. Auch kann erst durch das Gutachten die unfallbedingte Wertminderung des Fahrzeuges bestimmt werden.

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Wie ist das mit dem Schadensmanagementangebot des Haftpflichtversicherers?

Wichtig ist, dass der Geschädigte die Abwicklung seines Schadens in eigenen Händen hält. Vorsicht ist geboten, wenn die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners anbietet, im Rahmen ihres „Schadenmanagements“ die gesamte Abwicklung des Schadens übernehmen und ihm das Auto quasi repariert wieder vor die Tür stellen zu wollen. Ihm wird suggeriert, es sei für ihn günstiger, direkt mit Versicherungen abzurechnen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einer solchen Direktregulierung der eine oder andere Aspekt der Schadenregulierung zu Lasten des Geschädigten „übersehen“ wird. Der Betroffene muss davon ausgehen, dass nicht alle in Betracht kommenden Ansprüche zu seinen Gunsten berücksichtigt werden. Der Laie wird kaum wissen, was es mit einem „Hausfrauenschaden“ auf sich hat oder wie ein angemessenes Schmerzensgeld zu bestimmen ist. Insoweit ist es entscheidend, von wem der Geschädigte seine ersten Ratschläge bekommt.

Die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners ist als Gegner zu sehen, da sie den Schaden bezahlen muss. Keinesfalls entspricht sie dem Bild einer übergeordneten neutralen Institution, die zwischen den Interessen des Schädigers und des Geschädigten als Schiedsrichter auftritt.

Insbesondere das Angebot eines Versicherers, einen eigenen Gutachter zu beauftragen, ist kritisch zu sehen. Oft besteht zwischen Gutachter und Versicherer eine unternehmerische Verbundenheit. Gerade die sogenannten „Schadenschnelldienste“ der Versicherer tragen das Merkmal der Parteilichkeit auf der Stirn. Wer sich auf solche Gutachter einlässt, muss im Streitfall einen weiteren Gutachter beauftragen.

Welcher Sachverständige sollte beauftragt werden?

Im Vorfeld der Schadensregulierung kann der Sachverständige frei gewählt werden

Im Vorfeld der Schadensregulierung kann der Sachverständige frei gewählt werden

Der „Sachverständige“ sollte wenigstens sachverständiger Ingenieur oder Kfz-Meister sein und als öffentlich bestellter und vereidigter Kfz-Sachverständiger auftreten. Der Geschädigte ist in der Auswahl des Sachverständigen frei. Je qualifizierter dieser ist, desto glaubwürdiger sind seine Feststellungen. Im Rechtsstreit kann er vom Gericht als sachverständiger Zeuge befragt werden. Sofern die gegnerische Haftpflichtversicherung die Feststellungen im Gutachten bezweifelt, kann sie an einen eigenen Gutachter beauftragen. Letztlich entscheidet das Gericht nach eigenem pflichtgemäßem Ermessen, was es für richtig hält. Im Extremfall bestellt das Gericht seinerseits einen weiteren Gutachter.

Warum bei der Schadensregulierung einen Rechtsanwalt beauftragen?

Im Übrigen kann der Geschädigte kompetente Beratung und Hilfe nur von dem Anwalt seines Vertrauens erwarten. Geht es um Schmerzensgeld, weiß der Anwalt, welche Beträge angemessen und welche Beträge emotional bedingt unrealistisch sind. Besonders trickreich ist die Taktik manches Versicherers, durch eine schnelle, aber deutlich zu geringe Abrechnung einer Schadensposition den Geschädigten von der Beauftragung eines Anwalts abzuhalten.

Hat der Geschädigte seine Forderung beziffert und angemeldet, verzögern Versicherer selbst bei einer offensichtlich klaren Beweislage zu Gunsten des Geschädigten die Regulierung mit dem Argument, man habe noch keine Akteneinsicht in die polizeiliche Unfallakte nehmen können oder habe noch keine Schadenmeldung vom Schädiger erhalten.

Was ist, wenn feststeht: Trotz Unfall, die Versicherung zahlt nicht!

Lehnt die Versicherung nach dem Unfall die Schadensregulierung des Kfz ab oder stellt der Geschädigte nach dem Autounfall fest, die Versicherung zahlt nicht, muss er klagen. Meist wird eingewandt, dass die Schuldfrage unklar ist oder das Gutachten fehlerhaft oder die Schadenshöhe unangemessen wäre.

Da der Gegner so gut wie immer anwaltlich vertreten ist, ist es aus Gründen der Waffengleichheit geboten, dass der Unfallgeschädigte sich gleichfalls anwaltlich vertreten ist. Letztlich lässt sich nur so erreichen, dass die Versicherung den Unfall abwickelt und es doch noch zu einer angemessenen Schadensregulierung kommt.

Welche Schadenspositionen kann der Geschädigte geltend machen?

Die gegnerische Haftpflichtversicherung ersetzt den Schaden zu 100 Prozent, wenn der Versicherungsnehmer die Alleinschuld trägt. Trifft den Geschädigten eine Teilschuld, wird gekürzt.

Für die Schadensregulierung kommen als Schadenspositionen in Betracht:

  • Reparatur: Der Geschädigte kann die Instandsetzung seines Fahrzeuges bis zu 130 Prozent des Wiederbeschaffungswertes verlangen. Er kann sich den im Gutachten festgestellten Reparaturkostenaufwand auch fiktiv erstatten lassen, ohne dass er verpflichtet wäre, das Fahrzeug zu reparieren. Er kann es reparieren, unrepariert weiter nutzen oder verkaufen.

Ist das beschädigte Fahrzeug ein Neufahrzeug (Fahrleistung bis 1000 km, 4 Wochen nach Zulassung) hat der Geschädigte Anspruch auf Neuwertentschädigung, sofern die Beschädigung so erheblich ist, dass die Weiterbenutzung des reparierten Fahrzeuges nicht zugemutet werden kann.

    • Reparatur im Totalschadensfall: Hat das Fahrzeug einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten, zahlt die Versicherung die Reparaturkosten maximal bis 130 Prozent des Wiederbeschaffungswertes. Darüber hinausgehende Reparaturkosten machen eine Reparatur wirtschaftlich unvernünftig. In diesem Fall zahlt die Versicherung nur den Betrag, den ein gleichwertiges Fahrzeug kosten würde. Der Restwert wird davon abgezogen.
Für die Schadensregulierung kommt die Schadensposition "Reparatur bei Totalschaden" in Betracht

Für die Schadensregulierung kommt die Schadensposition „Reparatur bei Totalschaden“ in Betracht

  • Merkantiler Minderwert: Die Höhe der Wertminderung wird im Sachverständigengutachten festgestellt. Die Wertminderung ist dadurch begründet, dass auch ein repariertes Fahrzeug als Unfallfahrzeug gilt und im Verkaufsfall einen geringeren Verkaufserlös bedingt. Er wird erstattet, auch wenn keine Verkaufsabsichten bestehen.
  • Mietwagen/Nutzungsentschädigung: Für die Zeitdauer der Reparatur kann der Geschädigte einen Mietwagen gleichen Typs, alternativ eine Nutzungsausfallbeschädigung in Geld in Anspruch nehmen.
  • Personenschäden: Unfallopfer sollten ihren körperlichen Schaden sofort ärztlich feststellen lassen. Sie haben Anspruch auf Ersatz der Heilungskosten.
  • Schmerzensgeld: Die Praxis ermittelt die Schmerzensgeldbeträge in der Regel nach dem ADAC-Handbuch. Der Betroffene muss Art und Umfang seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung beweisen. Der Schmerzensgeldanspruch ist vererblich und übertragbar. Bagatellverletzungen sind nicht relevant.
  • Hausfrauenschaden: Der haushaltsführende Ehegatte hat eigene Ersatzansprüche zum Ausgleich seiner Tätigkeitsbehinderung. Die Beeinträchtigung seiner Fähigkeit, Hausarbeiten auszuführen, ist nach den fiktiven Kosten einer Hilfskraft zu bemessen.
  • Beerdigungskosten: Ersatzfähig sich die Kosten einer standesgemäßen Beerdigung, nicht aber die Kosten für die Pflege und Instandsetzung des Grabes (§ 844 I BGB).
  • Entgangene Unterhaltsleistungen: Diejenigen, denen gegenüber der Getötete unterhaltspflichtig war, haben Anspruch auf Ersatz des Unterhaltsschadens gegen den Schädiger (§ 844 II BGB).
  • Sachverständigenkosten: Der Geschädigte darf einen Sachverständigen seiner Wahl und seines Vertrauens beauftragen, dessen Kosten der Gegner übernehmen muss, sofern es sich nicht lediglich um einen Bagatellschaden handelt, für den der Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt genügt.
  • Abschleppkosten: Der Gegner muss die Abschleppkosten zur nächsten Werkstatt ersetzen.
  • Verbringungskosten: Kostenaufwand für die Überführung von der Kfz-Werkstatt zur Spezialwerkstatt (z.B. Lackiererei).
  • Kostenpauschale: Der Unfallgeschädigte erhält für Zeitverluste, Telefonate bei der Unfallregulierung eine Unkostenpauschale in Höhe von ca. 25 €.
  • Rechtsanwaltskosten: Der Betroffene hat Anspruch auf Erstattung seiner Anwaltskosten, soweit er die Beauftragung eines Anwalts für erforderlich halten durfte. In der Regel ist dies immer der Fall.
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66 Kommentare

  1. Dr. med. N. Scholz sagt:

    Gibt es Ausführungen zu der Betriebsgefahr, die von Versicherern häufig angeführt wird, um Die Zahlung zu mindern?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Dr. med. N. Scholz,

      in Haftungsfragen ist es immer zu empfehlen den Rat eines Anwalts einzuholen und sich vorab bei einem Versicherungsexperten zu informieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Marius sagt:

    Ich warte nun mehr als 9 Wochen auf mein Geld Sachlage ist klar alles geklärt aber kein Brief und kein Geld in Sicht kann ich bei der gegnerischen versicherung nachfragen in wie weit das schon bearbeitet ist ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marius,

      in jedem Fall sollten Sie sich bei Ihrer eigenen Versicherung erkundigen, denn diese übernimmt in der Regel die Kommunikation mit der gegnerischen Seite. Sollte dies nicht möglich sein, ist es gut, wenn Sie selbst höflich bei der anderen Versicherung nachfragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Hugo sagt:

        Warum „höflich“ nachfragen.
        Wir sind doch nicht mehr in der Kaiserzeit.
        Die Versicherung ist gesetzlich verpflichtet, einen Haftpflichtschaden zu begleichen.

  3. Anneliese sagt:

    Nach einem nicht verschuldeten Verkehrsunfall habe ich die Angelegenheit durch einen Anwalt regulieren lassen.
    Die Versicherung hat nach langem hin und her dann bezahlt.
    Jedoch nicht den vom Anwalt geforderten 1,8 fachen Satz sondern nur den 1,3 fachen Satz.
    Die Differenz hat nun der Anwalt von meiner Schadenersatzsumme einbehalten.

    Ist das zulässig?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Anneliese,

      leider dürfen wir keine Rechtsberatung anbieten. In diesem Fall kann Sie ein Rechtsanwalt beraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

    • Hugo sagt:

      Nein. Die Anwaltskosten sind voll zu ersetzen.
      Es sei denn, Ihr Vertrag mit dem Anwalt sieht etwas anderes vor.

  4. Maria Anna sagt:

    muss ich eine Ordnungsstrafe zahlen wenn ich die Unfallstelle nicht verlassen habe bevor die Polizei da war? ich habe es gelernt das man die Unfallstelle nicht verlassen darf bevor die Polizei da ist

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Maria Anna,

      das kommt auf den Unfall und Ihre Beteiligung an. Bei Blechschäden bzw. Bagatellschäden ist die Polizei nicht unbedingt erforderlich. Wichtig ist aber bei einer Beteiligung, dass Sie Ihre Daten mit dem Unfallgegner austauschen. Verlassen Sie den Unfallort ohne dies, handelt es sich um ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und das ist eine Straftat. Beim Personenschaden sollten Sie unbedingt auf die Polizei warten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Radszuweit sagt:

    wie lange muss ich auf eine Zusage der generischen Versicherung nach einem Auffahrunfall(Kostenvoranschlag liegt vor)warten um die Reparatur ausführen zu lassen ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Radszuweit,
      aufgrund der zahlreichen Überprüfungen, die vorgenommen werden müssen, kann es in der Regel bis zu sechs Wochen dauern, bis Sie eine Zusage der gegnerischen Versicherung erhalten. Sollte es länger dauern, empfiehlt es sich, die jeweilige Versicherung noch einmal zu kontaktieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Hugo sagt:

        Nehmen Sie sich um Gottes willen einen Anwalt, wenn bei einem Routineunfall die Versicherung die Sache verzögert. Das ist nach 6 Wochen regelmäßig der Fall.

  6. Ina-Sophie sagt:

    Hallo,
    mir wurde im Juni auf einer engen Landstraße der Seitenspiegel abgefahren. Der Fahrer des anderen Fahrzeugs hielt erst ca. 200m später an und fuhr dann weiter als ich ausgestiegen bin. Das Nummernschild konnte ich nicht komplett erkennen, deshalb habe ich keine Anzeige bei der Polizei gemacht. Anzeige gehen Unbekannt bringt ja nix, meinen Spiegel habe ich inzwischen auf eigene Kosten reparieren lassen. Heute morgen kam mir wieder das selbe Auto entgegen und ich habe mir das Nummernschild notiert.
    Kann ich jetzt noch (nach 3 Monaten) zur Polizei gehen und Anzeige erstatten?

  7. Ellen H. sagt:

    Hallo, uns fuhr ein Auto rückwärts mit Anhängekupplung in den Wagen. Die Polizei hatte alles aufgenommen und die Schuld eindeutig bei dem anderen Fahrer protokolliert. Uns wurde gesagt, dass wir uns mit der Versicherung des Schädigers in Verbindung setzen sollen. Mein Mann hat einen Kostenvoranschlag bei der Autowerkstatt machen lassen. Dieser beläuft sich auf 1130 Euro, um den Schaden zu regulieren. Muss nun die Versicherung des Schädigers diese Rechnung übernehmen? Sollten wir noch einen anderen Gutachter hinzuziehen, denn wir haben uns jetzt ja nur auf die Reperaturkosten konzentriert. Wer zahlt den Kostenvoranschlag? Muss man eine neutrale Stelle hinzuziehen, da ich hier las, dass die Versicherung des Schädigers parteiisch sein kann. Kann diese auch einen Gutachter anfordern? Kann man sich die Summe der Schadensregulierung auch auszahlen lassen und muss man dazu einen speziellen Antrag stellen? Herzlichen Dank für Ihre Hilfe, LG, Ellen

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ellen,
      der Kostenvoranschlag wird in der Regel mit den Reparaturkosten verrechnet und muss daher ebenfalls von der gegnerischen Versicherung übernommen werden. Grundsätzlich korrespondieren die Versicherungen untereinander und kümmern sich selbst um alles. Anfallende Kosten übernimmt normalerweise der Unfallverursacher. Liegt ein Gutachten bereits vor und die gegnerische Versicherung möchte selbst einen weiteren Gutachter hinzuziehen, dann muss sie auch für die Kosten aufkommen. Wir würden Ihnen empfehlen, sich mit Ihren Fragen nochmals an Ihre Versicherung zu wenden, da diese besser mit Ihrem Fall vertraut ist und über die nötigen Informationen verfügt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Jessica S. sagt:

    Guten Tag,

    der Unfallgegner und Schadenverursacher ist rückwärts auf mein Auto aufgefahren. Er behauptet nun, wir wären ihm aufgefahren, es steht Aussage gegen Aussage und seine Versicherung will nicht bezahlen. Sie hat den Schaden bereits abgelehnt (1300€). Kann ich den Unfallgegner wegen Falschaussage anzeigen und kann ich Einspruch bei der gegnerischen Versicherung einreichen oder muss ich nun einen Anwalt einschalten?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jessica,

      ein Kfz-Sachverständiger kann belege, wie der Unfallhergang tatsächlich stattgefunden hat und kann nachweisen, ob die Gegenseite Schuld ist. Dieser muss entweder von der Versicherung beauftragt werden oder Sie können dies auch privat veranlassen. in jedem Fall ist es empfehlenswert, wenn Sie sich mit der eigenen Versicherung absprechen, wie das weitere Vorgehen sein soll.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Karina M. sagt:

    Hallo. Vor etwa vier Monaten wurde das Auto meines Mannes von einer Kuh beschädigt. Das Auto stand in der Garage mit offenem Tor. Die Kuh ist von der wiese ausgebrochen und dann in die Garage rein. Dazu musste sie ein Stück über eine Feld und über eine Straße laufen um zur garage zu gelangen. Jetzt weigert sich die Haftpflichtversicherung des Bauern den Schaden von fast 7000 Euro zu zahlen. Ein Anwalt ist bereits eingeschaltet. Ist die Versicherung nicht verpflichtet zu zahlen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Karina,

      leider dürfen wir zu individuellen Fällen keine Einschätzung bzw. Rechtsberatung geben. Wir bitten um Verständnis.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Anne sagt:

    Nach einem Unfall an meinem Auto hat der Unfallverursacher gesagt, er wolle die Reparaturkosten wie im Gutachten angegeben selber bezahlen. Muss ich dann mein Auto auch für diesen Preis reparieren lassen? Kann er einen Beweis verlangen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Anne,
      in der Regel sollten Sie Ihr Fahrzeug dann für den angegebenen Preis reparieren lassen. Zusätzlich würden wir Ihnen empfehlen, Quittungen o. ä. von der Werkstatt aufzubewahren, da diese als Nachweis für die Versicherung fungieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Laguna225 sagt:

    Seit nunmehr 10.11.2016 (heute ist der 19.12.2016) warte ich auf die Regulierung des unverschuldeten Unfalls an meinem Fahrzeug, welches beim Parken von einer Fahrschule beschädigt wurde (Fahrertür und Kotflügel vorne links = Schadensumme 1253,76 Euro plus Mehrwertsteuer). Bis heute ist keine Zahlung erfolgt und nun kommen Folgeschäden (Rostbeseitigung) noch dazu. Ein Anwalt ist zwar beauftragt, aber von dort bekomme ich keine Zwischenmeldungen, trotz Webakte und telefonischer Erreichbarkeit meinerseits. Wie soll ich mich verhalten?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      leider dürfen wir keine Rechtsberatung bieten und müssen an dieser Stelle auf einen Anwalt verweisen. Ein Zeitraum von 4 bis 6 Wochen ist zur Schadensregulierung allerdings üblich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Sophia sagt:

    Hallo,
    hatte im Januar 2016 einen schweren Verkehrsunfall mit Polytrauma, 100% unverschuldet. Sitze heute noch zum Teil im Rollstuhl plus Krücken. Habe den dritten Anwalt, der wirkt, wie der Anwalt der gegnerischen Versicherung. Habe in den ersten zwei Monaten Schmerzensgeldvorschüsse erhalten, ab April 2016 nicht mehr. Einen Teil Schadenersatz. Konnte das ganze Jahr nicht in meine Wohnung, weil ich auch mit Hilfe nicht mal auf Toilette konnte…Habe auch nur einen Teil meiner Ausgaben für die Unterbringung erhalten als Geld zur freien Verfügung. Mein RA sagt, es ist egal ob das Schmerzensgeld heißt oder anders, ich kann froh sein, dass ich überhaupt was bekommen habe.
    Die gegnerische Versicherung hat ca. 8 Arztberichte regelmäßig erhalten und will immer mehr, zahlt aber trotzdem keine Schmerzensgeld Abschläge und will jetzt gar nichts mehr zahlen und möchte das Geld fürs Essen zurück. Sie wollten mich auch von Beginn an zwingen, mich in Ihre „Versorgung“ zu begeben, arbeiten wohl mit einer GmbH zusammen und fordern meine Rechtsanwälte unzählige male auf, mich zu überreden. Ich habe jetzt kein Geld mehr.
    Was darf die gegnerische Versicherung von mir verlangen, habe bereits zwei mal Reha gemacht und zusätzliche Physiotherapien. Bin mehrmals operiert und es geht noch weiter. Eine starke Blutvergiftung wurde auch nicht behandelt habe aber überlebt und dann wurde ich in ein Altenpflegeheim abgeschoben.
    Der Vertrag mit dem Rechtsanwalt klingt mehr nach Beratung als nach Schadensregulierung und es steht was drin von erwachsenden Kostenersatzforderungen, die sind mit der Vollmachtserteilung an die Bevollmächtigten abgetreten. Was bedeutet jetzt das? Und ist das für meinen Fall der richtige Anwalt?
    Ich danke für eine Antwort
    Sophia

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sophia,

      wenn Sie mit Ihrem Anwalt unzufrieden sind, sollten Sie ggf. nach einem anderen suchen, der Ihre Interessen besser vertritt. Möglicherweise wäre ein Fachanwalt für Verkehrsrecht mit Expertise in Versicherungsangelegenheiten besser geeignet.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Nicole sagt:

    Hallo,

    wir hatten einen Verkehrsunfall. Uns ist jemand auf der Autobahn in unser stehendes Fahrzeug gefahrten. Die Schuldfrage ist geklärt.

    Bei einem Haftpflichtschaden darf mir kein Nachteil entstehen. Wir hatte auf der Anhängerkupplung mit entsprechendem Träger zwei Fahrräder. Die haben lt. Gutachten einen Totalschaden. Das eine Fahrrad war schon älter, ok. Das zweite allerdings war drei Jahre alt und in einem sehr guten Zustand. Leider ist dieses Fahrrad nicht mehr neu nachzukaufen. Sämtliches Equipment war auf die Optik des Fahrrades abestimmt.

    Nun meine Fragen: 1. Bekommt man für das Fahrrad nur einen Zeitwert oder den Widerbeschaffungswert? 2. Wie ist es, wenn ich das Fahrrad nicht mehr nachkaufen kann? 3. Was ist mit meinem Equipment? Pech?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Nicole,
      bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen an einen Anwalt. Es ist uns nicht erlaubt, eine Rechtsberatung zu erteilen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Jessy sagt:

    Hallo,wenn ich aus meiner Parklücke raus gefahren bin und mir ein anderes Auto beim ausparken hinten rein fährt. Trifft mich dann eine Teilschuld wenn ich noch gerollt bin anstatt das ich stand?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jessy,

      ob Ihnen eine Teilschuld zugewiesen wird, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Die ist eine situationsabhängige Entscheidung. Es kann durchaus so sein, da Sie beim Ausparken eventuell den Verkehr nicht richtig eingeschätzt haben. Da wir keine Rechtsberatung durchführen, ist eventuell der Rat eines Anwalts hier hilfreich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  15. Rainer S. sagt:

    Am 18.11.2016 fuhr uns ein PKW hinten drauf, der Unfallverursacher fuhr nach kurzem Bremsen weiter. Wir konnten die Nummer notieren und meldeten es der Polizei.Der Versicherungsnehmer fuhr nicht selber sondern eine andere Person. es ist jetzt 3Monate her und die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. in 4 Wochen muss ich zum TÜV, da will ich mein en PKW reperiert haben (1114,- EURO).Die Gegnerische Versicherung zahlte bis jetzt nicht. Was raten sie mir. Danke.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Reiner,

      setzen Sie sich mit der gegnerischen Versicherung in Verbindung. Vielleicht gibt diese Ihren Wagen auch schon früher zur Reparatur frei. Bei Problemen wenden Sie sich ggf. auch an einen Anwalt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Runi sagt:

    KFZ-Schäden, Schuldfrage geklärt. Haftpflicht des Gegners beachtete nicht Schwackeliste entsprechend meines Autos. Wiederbeschaffungszeit nur die im Gutachten festgehaltenen 12 Tage, ignorierte aber die Zeit bis das Gutachten vorlag. Hat auch Anwaltkosten übernommen. Nun möchte ich die mir rechtlich zustehenden Außenstände nachfordern.Bei einer so klaren Schuldfrage verstehe ich nicht warum mein Anwalt nun die Deckungszusage meiner Rechtschutz haben möchte, zumal die beim gleichenAnbieter der gegnerischen Haftpflicht ist.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Runi,

      Ihre Rechtsschutzversicherung sollte in einem solchen Fall überhaupt nicht beansprucht werden, da ab einer bestimmten Schadenssumme die generische Haftpflicht die Anwaltskosten übernehmen muss. Sie sollten mit Ihrem Anwalt nochmal über den Fall sprechen und klären, wo das Problem ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. Ute Borges sagt:

    Hallo wie lange kann ein geschädigte sich Zeit lassen um den Schaden von verursacher zu bekommen

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ute,

      bei einem Schadensersatzanspruch setzt die Verjährung nach drei Jahren ein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Celik sagt:

    Hallo , ich hatte einen Unfall vor 8 Wochen, es war ein Totalschaden an meinem Fahrzeug die Summe die ich bekommen soll beträgt 4800€ habe bis jetzt nur 2500€ bekommen von der Versicherung. Kann ich das Geld ohne Problem mit einem Anwalt klagen oder was sollte ich tun ? Vielen dank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Celik,

      da es sich nicht nur um einen Bagatellschaden handelt, kann es durchaus sinnvoll sein, einen Anwalt an Bord zu holen. Insbesondere wenn die Schadensregulierung nicht nach Ihren Vorstellungen läuft. Auf diese Weise erhalten Sie Rechtssicherheit.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

    • Hugo sagt:

      Gehts auch etwas genauer.
      Aufgrund welcher Grundlage „sollen “ Sie 4800 Euro bekommen ?
      Wie hat die Versicherung die Minderzahlung begründet.
      Wenn die Begründung der Versicherung nachvollziehbar ist, weil zum Beispiel ein Gefälligkeitskostenvoranschlag erstellt worden ist oder irgend etwas mit der Restwertberechnung nicht stimmt, kann Ihnen auch kein Anwalt helfen.
      Ansonsten natürlich sofort einen Anwalt einschalten.

  19. Marleen sagt:

    Guten Tag
    Ich hätte am Samstag den 04.06 2017 einen Verkehrsunfall. Ich selber war die Verursacherin.
    Ich habe normal an der Kreuzung gehalten ( Auf dem Paulsacker ) und bin dän in die Mitte ( Venloerstr)Insel für abbieger gefahren. Neben mir setzte sich aber noch ein 2ter Wagen der auch nach links abbiegen wollte und versperrt mir die Sicht auf die Autos die von rechts kamen . Ich tastete mich etwas vor der Wagen neben mir fuhr auch vor. Dann fuhr ich an und über sah einen weißen VW Touran und Tante ihn in die Fahrer Seite. Aufprall mit ca 10-15kmh . Der 2 Wagen der neben mir Stand ist einfach weg gefahren.
    Nun meine Frage.
    Es ist eine abbiegerspur für recht und links.
    Keine verkehrsschilder.
    Dürfen da dann 2 Autos nebenenanderstehen?
    Und bin ich allein schuld. Oder ist der ander nicht auch mit Schuld mit Fahrerflucht. Denn ich könnte nichts sehen da er mir die Sicht genommen hat.
    Der Ort ist Köln.
    Lieben Dank. M.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marleen,

      wir können Ihnen zu der Schuldfrage keine definitive Antwort geben. Am besten füllen Sie den Unfallbericht entsprechend aus und senden diesen an die Versicherung. Grundsätzliche hätte der Wagen neben Ihnen die Kontaktdaten geben müssen, da er in gewisser Weise auch am Unfallgeschehen beteiligt war.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Katharina sagt:

    Liebes Team von Bussgeldkatalog.org,

    nun ist es fast ein Jahr her, also im letzten August, dass ich bei bekannten in der Hauseinfahrt,
    an der Ecke der Einfahrt an der Erhöhung zum Eingang am Pflaster einen kleinen Schaden verursacht
    habe (Steinplatte gelockert und gebrochen)
    Ich hatte Begleichung usw über Versicherung angeboten, dies wurde bisher nie in Anspruch genommen bzw ich habe auch
    bei Nachfrage nichts gehört.
    Nun aber kontaktiert mich der Bekannte, jetzt wüde die Reparatur gemacht und ggf. der Schaden reguliert werden.
    Nach fast 10 Monaten ist doch jeder Anspruch erloschen, wenn vorher nie mit mir Kontakt aufgenommen wurde, oder?
    Wie soll ich mich nun verhalten, auch wenn es sich um einen Bagetellschaden handelt, kosten wird es auch etwas?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Katharina,

      wir dürfen leider keine Rechtsberatung durchführen. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt aber drei Jahre.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Alex sagt:

    Hallo,

    meiner Freundin ist vor paar Wochen unser Nachbar beim Ausparken reingefahren.
    Meine Frage ist erstatten die Versicherung die Schadens Summe vom Gutachter auch wenn die Reperatur am Ende doch günstiger war weil die Werkstatt Ansicht einfach günstiger gewesen ist?
    Und würde sie auch die komplette Summe bezahlen wenn man eine Abtretungserklärung an die Werkstatt hat die dann günstiger ist?

    Danke im voraus.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Alex,

      bei einer fiktiven Abrechnung zahlt die Versicherung die vom Gutachter ermittelte Summe. Ansonsten begleicht Sie die Rechnungen, die die Werkstatt stellt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Hanna G. sagt:

    Hallo Alex,
    ich habe einen Autounfall im Ausland gehabt ( in Polen). Als ein Geschaedigter habe ich einen Kontakt mit dem deutschen Vertreter der auslandischen Versicherung aufgenommen. Die haben mir folgendes mitgeteilt : “ Die Schadenersatzansprueche sind regelmaessig nach DEM RECHT DES STAATES ABZUWICKELN, IN DEM SICH DER SCHADENFALL EREIGNET HAT., d.h. nicht alle nach deutschem Recht erstattungsfaehigen Positionen wie z.B. MIETWAGENKOSTEN, NUTZUNGSAUSFALL WERTMINDERUNG, GUTACHTERKOSTEN, KOSTENPAUSCHALE, ANWALTKOSTEN KOENNEN BERUECKSICHTIG WERDEN“.
    Bitte teilen Sie mir mit ob das wirklich stimmt.
    Danke im voraus. Hanna

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hanna,

      dies ist tatsächlich so. Haben Sie einen Unfall im Ausland, wird der Schaden nach dem dort gängigen Recht ersetzt. Einzig, wenn Sie bei Ihrer Versicherung einen sogenannten Auslandschadenschutz abgeschlossen haben, wird der Schaden so behandelt, als wäre er in Deutschland passiert.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. Henrik sagt:

    Hallo liebes Team,

    nach einem Haftpflichtschaden, bekamm ich die Kostenübernahme Bestätigung der gegnerischen Versicherung. Auf Grundlage des Kostenvoranschlages.

    Reparatur wurde durchgeführt und Rechnung an die Versicherung übersandt.

    Wir lange darf die Bearbeitung bis zur Erstattung dauern?

    Mit freundlichen Grüßen

  24. Thomas sagt:

    Hallo,

    Vor 2 Wochen hatte meine Frau einen Unfall auf der Autobahn, Sie ist auf der rechten Spur gefahren und ein LKW war mittig und ist rüber gezogen und hat sie gerammt. Seat Ibiza Bj. 2009
    Vor 2 Monaten für 5.500 gekauft. Polizei war vor Ort, Fahrer vom Lkw schuldig zu 100%. Beim Gutachter gewesen und reperatur kosten von 4.200 ohne Mwst. Heute von der Versicherung Geld erhalten aber nur 2.100 Euro. Soll ich da ein Anwalt einschalten ? Habe bei der Versicherung angerufen die meinten das ist der Restwert oder Wiederbeschaffungswert wie man das nennt.

    Wie kann ich davor gehen damit die den Rest bezahlen ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Thomas,

      nach einem Totalschaden erhalten Unfallopfer in der Regel den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes. Bei weiteren Problemen sollten Sie sich an einen Anwalt für Verkehrsrecht wenden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  25. Rosa sagt:

    Hallo,

    ich hatte vor 7 Wochen einen unverschuldeten Verkehrsunfall auf der Autobahn. Es war ein Auffahrunfall und mein Auto hat einen Totalschaden. Danach alles wie hier empfohlen gemacht, die Polizei war natürlich vor Ort und hat die Schuldfrage auch als eindeutig eingestuft, wir mussten das Auto abschleppen lassen, anschließend haben wir die gegnerische Versicherung informiert und einen Anwalt hinzugezogen. Die Versicherung des Schädigers, die unser Anwalt durch eine GDV-Prüfung ermittelt hat, gibt nun an, dass der Vertrag für das Fahrzeug des Schädigers schon im Juni storniert wurde und sie deshalb nicht zuständig sind. Daraufhin hat unser Anwalt den Schädiger angeschrieben. Bis heute haben wir keine neue Auskunft vom Schädiger oder seiner Versicherung erhalten. Was können wir nun tun, um zur Klärung der Lage beizutragen? Ist es sinnvoll den Schädiger zu kontaktieren?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Rosa,

      war der Unfallverursacher nicht versichert, haftet er persönlich für die entstandenen Schäden. Ist er finanziell nicht dazu in der Lage, kann unter Umständen der Verein der Verkehrsopferhilfe e.V. einspringen. Ihr Anwalt kann Sie kompetent zum weiteren Vorgehen beraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Werner sagt:

    Hatte einen Unverschuldeten Unfall.Wie wird der Wiederbeschaffungswert berechnet, Golf 3 20 Jahre alt sollte eigentlich ein Oldtimer werden. Zustand 1A , Kühler, Starter, Generator, Zahnriemen, beide Kotflügel (wegen durchrosten), Unterboden, Schweller, Bremsleitung / Schläuche usw. NEU. Lackierung Kotflügel, Motorhaube, Heckklappe. Wird das berücksichtige, habe ja richtig Geld reingesteckt, Schaden 1800 € laut Reparaturkalkulation von VW.

  27. David sagt:

    Liebe Leute,

    heute erhalte ich den Brief einer Haftpflichtversicherung, in dem mir die Regulierung des von einem Versicherungsnehmer meinem Kfz zugefügten Schadens angeboten wird.

    In dem Brief steht lediglich der Name des Versicherungsnehmers, ein Datum und Aktenzeichen — weiter nichts.
    Nun wird gefordert, dass ich meinen Schaden dokumentieren und nachweisen soll. Allerdings hatte ich am und nach dem im Schreiben angegeben Datum keinen Schaden bemerkt. Auch kann ich mit bloßem Auge keinen neuen Schaden erkennnen. Jedoch wurden mir vor einem guten Monat mutwillig Schäden am Kfz zugefügt.
    Ich bin nun verwirrt und ratlos — habe ich den nicht das Recht von der Versicherung den Schadenhergang sowie die vollständigen Kontaktdaten der Person zu erfahren? Schließlich hat diese Fahrerflucht begangen.

    Vielen Dank für Ihre Antwort
    David

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo David,
      für weitere Informationen sollten Sie sich ggf. an die entsprechende Versicherung wenden und eine Auskunft fordern.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  28. Bobo sagt:

    Blöde Sache, aber ich hab mir in der Hektik gestern die Daten meines „Auffahropfers“ nicht mehr vom Unfallbericht abfotografiert. Bin ziemlich eindeutig schuld, aber da die Sache nicht wirklich schlimm aussah, haben wir uns kurz verständigt, den Kreisverkehr schnellstmöglich zu verlassen. Da ich irgendwie etwas durch den Wind war, hat sie jetzt meine Daten, aber ich Ihre nicht.
    Zu welchen Problemen kann das führen? Wie komme ich jetzt quasi blind noch mal an meinen Unfallgegner?
    Oder ist das in der Konstellation (Geschädigter hat die Daten ja) etwas weniger kritisch?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Bobo,

      in der Regel sollte sich der Geschädigte bald an Sie oder Ihre Versicherung wenden. Auch Sie können den Schaden bereits melden.

      Das Team von Bussgeldkatalog.org

  29. Vasnit sagt:

    Hallo BGK,

    meine Schwester hat im Aug 17, beim Ausparken das nebenstehende KFZ gestreift. Sie hat daraufhin 2h am Fahrzeug gewartet und hat dann schließlich einen Zettel mit ihren Daten dagelassen. Als der Fahrer sich am Abend immer noch nicht gemeldet hatte, hat Sie die Polizei verständigt. Diese haben ihr geraten einfach mal abzuwarten und den Unfall/Schaden erstmal der Versicherung zu melden. Nach 2-3 Wochen hat sich die Person gemeldet und ihre Daten für die Versicherung durchgegeben. Nun hat sich die Person mit dem Kostenvoranschlag fast 6 Monate Zeit gelassen – Daher die Frage, ist es überhaupt möglich ? Gibt es keine Fristen, die einzuhalten sind? In den letzten Monaten, hätten auch weitere Schäden hinzukommen können?

  30. Dieter sagt:

    Hallo,
    Die Werkstatt, bestätigter-Meister Fachbetrieb hat einen Kostenvorschlag abgegeben dieser wurde von der Versicherung geprüft und bestätigt. Nun habe ich eine fiktive Abrechnung mit der Versicherung vereinbart und die Summe (über 900,00 €) wurde ausgezahlt. Jetzt verlangt die Werkstatt für den Kostenvoranschlag eine Zahlung von mir. Wer muss diesen Kostenvoranschlag bezahlen? Die Schuldfrage war eindeutig beim Verursacher und nicht bei mir. Die Versicherung vertritt telefonisch die Meinung wenn ich mir einen Kostenvoranschlag egal für was hole muss ich auch nicht bezahlen warum sollten sie es denn. Gibt es konkrete Festlegunge das ein Kostenvoranschlag zu bezahlen ist.
    Mit freundlichen Gruß Dieter

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Dieter,

      liegt der Schaden über der Bagatellgrenze, muss die Versicherung des Unfallgegners für den Kostenvoranschlag aufkommen (Landgericht Hildesheim, AZ: 7 S 107/09).

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  31. Sophie sagt:

    Hallo,
    im letzten Jahr habe ich an einem parkenden Wagen einen Schaden mit meinem Fahrrad verursacht. Den Schaden habe ich aufgrund eines Gutachtens beglichen und alle Unterlagen an meine Haftpflichtversicherung weitergeleitet. Nun benötigt die Haftpflichtversicherung respektive ich weitere Daten der Beschädigten. Diese verweigert mir die Auskunft. Ist die Geschädigte Person „gezwungen“ mir auf meine Fragen zu antworten und mir die benötigten Unterlagen zukommen zu lassen?
    Vielen Dank.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sophie,

      beraten Sie sich am besten mit Ihrer Versicherung, wie hier vorgegangen werden kann. Im äußersten Fall kann möglicherweise ein Anwalt helfen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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