Dauer der Schadensregulierung: Was verkürzt oder verlängert diese?

Von Thomas R.

Letzte Aktualisierung am: 27. Februar 2024

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Wie lange dauert die Schadensregulierung nach einem Kfz-Unfall?

Die Dauer der Schadensregulierung richtet sich nach dem Unfall und der Überprüfung des Falls.
Die Dauer der Schadensregulierung richtet sich nach dem Unfall und der Überprüfung des Falls.

Wenn im Straßenverkehr ein Unfall geschehen ist und das Fahrzeug einen erheblichen Sachschaden erlitten hat, hoffen und warten die meisten Fahrer darauf, dass die Übernahme der Kosten nach einer Reparatur schnell vonstattengeht.

Dabei stellt sich in der Regel die Frage: Wie lange dauert es bis die Versicherung den Schaden reguliert hat? Diese Frage ist nicht ungewöhnlich und nur allzu verständlich, da die vorerst ausgelegten Kosten im Kfz-Bereich immens sein können.

Zudem können durch eine lange Wartezeit bis zur Erstattung, finanzielle Probleme bei einigen Personen aufkommen.

Insbesondere für Vielfahrer ist es daher schwierig und daher durchaus nachvollziehbar, dass eine schnelle Schadensregulierung gewünscht wird.

Wie die Dauer für die Schadensregulierung beim Kfz ausfallen kann und was generell dabei zu beachten ist, erfahren Sie in dem folgenden Ratgeber.

FAQ: Dauer der Schadensregulierung

Wie lange dauert die Regulierung im Durchschnitt?

In der Regel werden vier bis sechs Wochen für die Regulierung durch die Versicherung angenommen.

Wovon ist die Dauer der Schadensregulierung abhängig?

Die Schwere des Unfalls sowie die Bearbeitungszeit bei der Versicherung beeinflussen die Dauer der Schadensregulierung.

Was bedeutete die Schadensmeldung für die Dauer der Regulierung?

Gemäß § 30 des Vertragsversicherungsgesetzes (VVG) sind Versicherte verpflichtet, die Schadensmeldung umgehend an die Versicherung zu senden. Geschieht dies nicht, kann sich die Bearbeitung verzögern oder die Übernahme durch die Versicherung hinfällig werden.

Wie lange hat eine Versicherung Zeit, einen Schaden zu regulieren?

Nach einem reparierten Schaden sollte eine gute Versicherung möglichst schnell reagieren und die Kosten für den Schaden übernehmen. Oftmals ist auch die gesamte Abwicklung und Schadensregulierung sowie die Dauer in den Händen der Kfz-Versicherung.

Es kann daher durchaus passieren, dass die Versicherungsgesellschaft die Dauer der Regulierung hinauszögert und der betroffene Versicherungsnehmer unverhältnismäßig lange auf sein Fahrzeug wartet.

Dies sollte der Versicherte dringend beanstanden, denn eine lange Dauer bei der Schadensregulierung ist nicht der Normalfall und zeugt daher auch nicht unbedingt von einem guten Service oder Versicherungsanbieter.

Gut zu wissen: Wird die Schadensregulierung seitens der Versicherung auf mehr als zwei Wochen hinausgezögert, kann ein Versicherungsnehmer – je nach Fall – schon einen Ersatz gerichtlich einfordern.

Was beeinflusst die Dauer der Schadensregulierung?

Allerdings hängen die Schadensregulierung und die Dauer auch immer davon ab, wie die Schuldfrage gehandhabt wurde. Liegen noch nicht alle Gutachten vor und muss eine Teilschuld noch überprüft werden, kann sich die Abwicklung hinziehen.


Unter diesen Umständen ist es der Versicherungsfirma nicht unbedingt möglich, die Kosten für eine Schadensregulierung zugig zu übernehmen und eine Reparatur in Gang zu setzen. Insbesondere wenn der Prozess zum Vorfall noch nicht abgeschlossen ist.

Allgemein wird unter Versicherungsfachleuten gesagt, dass ein Zeitrahmen für die Regulierung eines Schadens zwischen vier bis sechs Wochen liegen kann.

Schon gewusst? Sollten noch weitere Überprüfungen, wie polizeiliche Unfallakten oder ein Unfallbericht eingesehen werden müssen, dann ist eine weitere Verzögerung – bis zu drei Wochen – möglich.

Die Schadensmeldung sollte umgehend bei der Versicherung erfolgen

Bei der Schadensregulierung ist die Dauer davon abhängig, ob es sich um einen geringen oder größeren Schaden handelt.
Bei der Schadensregulierung ist die Dauer davon abhängig, ob es sich um einen geringen oder größeren Schaden handelt.

Nach einem Verkehrsunfall ist es wichtig, dass sofort eine Meldung des entstandenen Sachschadens bei der eigenen Kfz-Versicherung eingeht.

Sollte diese Benachrichtigung verzögert werden, kann es passieren, dass auch die Schadensregulierung in der Dauer eine Zeit lang braucht.

Zudem hat die Versicherung dann das Recht, dass die Zahlung verkürzt ausfällt.

Daher sollte ein Schaden, unabhängig wie groß oder klein dieser ist, sofort der Versicherung mitgeteilt werden.

Auch wenn es sich nur um einen Kratzer, Lack- oder Blechschäden handelt, die recht klein sind, sofern diese von der Versicherung übernommen werden sollen, muss hier eine Schadensmeldung umgehend getätigt werden.

Laut § 30 des Vertragsversicherungsgesetzes (VVG) sind Versicherungsnehmer dazu sogar verpflichtet, da im schlimmsten Fall eine Versicherungsgesellschaft sogar auf die vollständige Übernahme der Schadensregulierung verzichten kann.

Über den Autor

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Thomas R.

Thomas hat einen Abschluss in Politikwissenschaften von der Universität Jena. Er gehört seit 2018 zum Team von bussgeldkatalog.org und verfasst News und Ratgeber zu verschiedenen Themen im Verkehrsrecht.

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