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Erhöhung der Bußgelder in Österreich – Rasen wird sehr viel teurer

News von bussgeldkatalog.org, veröffentlicht am: 30. August 2021

Die Erhöhung der Bußgelder in Österreich gilt ab dem 1. September.
Die Erhöhung der Bußgelder in Österreich gilt ab dem 1. September.

Flanieren in Wien, Sightseeing im Burgenland oder Wandern in den Alpen – Österreich ist immer eine Reise wert. Viele deutsche Touristen reisen aufgrund der vergleichsweise geringen Entfernung mit dem Auto ins Nachbarland. Doch bei Fahrten in der Alpenrepublik sollten Urlauber und Durchreisende genau auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten: Ab dem 1. September kommt es zu einer Erhöhung der Bußgelder in Österreich für Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Künftig bis zu 5.000 Euro Bußgeld für Raser

Laut der österreichischen Verkehrsministerin Leonore Gewessler hat das Land ein großes Problem mit unbelehrbaren Rasern. Sie verdeutlichte dies wie folgt:

“Mit 110 in der 30er-Zone, mit 250 auf der Autobahn wird das Auto zur Waffe. Hier gibt es künftig deutlich härtere Strafen und Konsequenzen.”

Eine Erhöhung der Bußgelder in Österreich soll nun für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Ab dem 1. September kommen folgende Bußgelder auf Fahrer zu, welche die geltenden Tempolimits missachten:

  • Fahren Sie inner- oder außerorts mehr als 30 km/h zu schnell, müssen Sie mit einem Bußgeld in Höhe von 150 bis 5.000 Euro rechnen. Bislang waren es 70 bis 2.180 Euro.
  • Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung ab 40 km/h innerorts oder 50 km/h außerorts droht ein Bußgeld von 300 bis 5.000 Euro. Nach der alten Regelung wurden 150 bis 2.180 Euro fällig.

Dabei ist Folgendes zu beachten: Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Österreich keinen einheitlichen Bußgeldkatalog. Jede zuständige Behörde legt innerhalb der festen Grenzen das zu verhängende Bußgeld selbst fest. Deshalb lässt sich im Vorhinein nicht genau sagen, wie viel Sie zahlen müssen, wenn Sie in Österreich geblitzt werden.

Wie schnell dürfen Sie in Österreich eigentlich fahren? Geben Verkehrsschilder keine anderen Regeln vor, gelten in der Regel die folgenden Geschwindigkeitsbegrenzungen:

  • Innerorts: 50 km/h
  • Außerorts: 100 km/h
  • Autobahn: 130 km/h

Zusätzlich werden in Österreich nun häufiger Fahrverbote verhängt

Raser müssen neben der Erhöhung der Bußgelder in Österreich auch häufiger mit einem Fahrverbot rechnen.
Raser müssen neben der Erhöhung der Bußgelder in Österreich auch häufiger mit einem Fahrverbot rechnen.

Zusätzlich zur Erhöhung der Bußgelder in Österreich für Geschwindigkeitsüberschreitungen müssen Fahrer mit weiteren härteren Sanktionen rechnen. Sind Sie innerorts ab 40 km/h oder außerorts ab 50 km/h zu schnell, müssen Sie mit einem einmonatigen Fahrverbot rechnen. Bei einer Überschreitung des Tempolimits um mehr als 80 km/h innerorts bzw. 90 km/h außerorts wird ein Fahrverbot von sechs Monaten verhängt.

Doch was bedeutet eigentlich ein Fahrverbot, das in Österreich verhängt wird, für Personen aus Deutschland? Dürfen diese dann auch nicht in Deutschland fahren? Grundsätzlich ist zu beachten, dass ein österreichisches Fahrverbot auch nur dort gilt. In Deutschland dürfen Sie also fahren.

Die österreichischen Behörden können jedoch Ihren Führerschein kurzzeitig in Verwahrung nehmen. Dieser wird Ihnen dann entweder wieder ausgehändigt oder nach Deutschland geschickt. Auf dem Führerschein wird dann vermerkt, wie lange Sie nicht in Österreich fahren dürfen.

Droht Ihnen nach der Erhöhung der Bußgelder in Österreich eine hohe Geldbuße? In diesem Fall sollten Sie an Folgendes denken: Bußgelder aus Österreich können dank eines entsprechenden Abkommens in Deutschland bereits ab einer Summe von 25 Euro vollstreckt werden.

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2 Kommentare

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  1. Mona & Karlheinz v.L sagt:

    Bussgelder in Belgien..

    die sonst so humanen BELGIER sind viel energischer bei der Verfolgung von Temposündern auf Autobahnen und Wohnstraßen, bzw Landstraßen.
    Sie haben gut getarnte ” Staren Kästen ” und RADAR FALLEN in Straßen Laternen und Litfaßsäulen installiert, kleine Schilder weisen darauf hin…Achtung Radar, sonst nichts.
    Daher Vorsicht bei Überschreitungen, manch einer vertraut seinem Navigationsgerät und achtet nicht auf die Geschwindigkeit, wenn man dann geblitzt wird, dauert es in der Regel ca 3-4 Wochen, dann bekommt man dann vom Klachtenmanagement /verkeersboetes.be aus Brüssel:
    Es wird ein Bußgeld erhoben, dass sich mit jeder Mahnung erhöht, man verfolgt diesen Übertritt bis zur Staatsanwaltschaft, diese schaltet bei Deutschen Bürgern dann unsere zuständige Justiz ein, die den VERSTOSS in der BRD weiterverfolgt.

    Man sollte, bei erhalt eines Bescheides umgehend zahlen, sonst wird es teurer…!!

  2. Schmidt sagt:

    Schön dass es den Bussgeldkatalog gibt !
    Jeder sollte ihn gut studieren !

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