Neue Corona-Maßnahmen in Berlin: Ab 10.10. ist Sperrstunde in der Hauptstadt

News von bussgeldkatalog.org, veröffentlicht am: 7. Oktober 2020

Update vom 16.10.2020: Das Verwaltungsgericht Berlin hat die Sperrstunde in der Hauptstadt für unzulässig erklärt.

Der Senat hat neue Corona-Maßnahmen für Berlin beschlossen. Sie gelten ab 10.10.2020.
Der Senat hat neue Corona-Maßnahmen für Berlin beschlossen. Sie gelten ab 10.10.2020.

In Berlin stehen mittlerweile zwei von drei Corona-Ampeln auf Rot. Der Berliner Senat, der zuletzt u. a. vom Bundesgesundheitsminister für die zögerliche Reaktion auf die steigenden Corona-Zahlen scharf kritisiert wurde, hat nun weitere Verschärfungen angekündigt. Die neuen, strengeren Corona-Maßnahmen in Berlin treten ab kommendem Samstag, den 10.10., in Kraft und sollen vorerst bis zum 31.10. gelten. Neben einer Sperrstunde für Lokale und Restaurants wird auch bei den Kontaktbeschränkungen nachjustiert.

Diese neuen Corona-Maßnahmen gelten in Berlin ab Samstag

Zusammengefasst hat sich der Senat in der Hauptstadt auf die folgenden weiteren Corona-Beschränkungen geeinigt:

  • Sperrstunde: Alle Geschäfte, Restaurants und Bars müssen zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen bleiben. Die Sperrstunde soll generell für alle Bereiche gelten, wo Personen Alkohol erwerben können, mithin auch für die beliebten Spätis. Ausgenommen sind z. B. Apotheken und Tankstellen. Aber auch an Tankstellen darf ab Samstag zwischen 23 und 6 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden.
  • Kontaktbeschränkung in geschlossenen Räumen: Die neuen Corona-Maßnahmen in Berlin sehen auch eine weitere Einschränkung der maximal zulässigen Personenzahl bei privaten Zusammenkünften vor. An privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen ab Samstag demnach nur noch maximal 10 – statt bislang 25 – Personen teilnehmen.
  • Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum: Außerdem dürfen ab dem 10.10. zwischen 23 und 6 Uhr im Freien nur noch maximal 5 Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder nur Personen aus maximal 2 Haushalten zusammenkommen. Mit dieser Corona-Maßnahme will Berlin stärker gegen die illegalen Partys in öffentlichen Parks und Grünanlagen vorgehen.

Erst am vergangenen Samstag trat eine verschärfte Maskenpflicht in Berlin in Kraft. Seither müssen Personen in der Hauptstadt auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen (ausgenommen direkt am eigenen Arbeitsplatz).

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Neue Corona-Maßnahmen in Berlin sollen möglichen Lockdown verhindern

Hintergrund für die erneute Verschärfung der Corona-Eindämmungsverordnung: Die Infektionszahlen in der Hauptstadt steigen wieder an. Einzelne Bezirke wie Mitte, Neukölln oder Friedrichshain-Kreuzberg werden von einigen Bundesländern bereits als Risikogebiete ausgewiesen, weil hier die 7-Tage-Inzidenz bereits auf deutlich mehr als 50 Infektionen je 100.000 Einwohnern angestiegen ist. Auch der Ministerpräsident Brandenburgs hat zuletzt von Reisen in das Risikogebiet Berlin abgeraten.

Die schärferen Corona-Maßnahmen sollen in Berlin erneuten Schließungen von Geschäften, Gastronomie oder Schulen vorbeugen. Einen erneuten Lockdown gelte es in der Hauptstadt laut dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) zu verhindern. Mehr zur Begründung der neuen, verschärften Corona-Maßnahmen in Berlin erfahren Sie in der Pressekonferenz des Berliner Senats vom 06.10.2020:

Bleiben Sie über die Entwicklungen in der Hauptstadt auf dem Laufenden: Aktuelle Zahlen und Informationen des Berliner Senats finden Sie auf der landeseigenen Seite berlin.de/corona/.

Quellen und weiterführende Links

Bildnachweise: fotolia.com/eyetronic (Vorschaubild), fotolia.com/eyetronic

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