Ein, zwei oder drei Monate Fahrverbot – wie lange kann es dauern?
Drohendes Fahrverbot: Wie lange kann die Zwangspause währen?
Bei gravierenden Verkehrsverstößen wie erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen, der massiven Unterschreitung des Mindestabstands oder Alkohol am Steuer können auf die beschuldigten Fahrer neben hohen Bußgeldern und Punkten auch regelmäßig Fahrverbote zukommen.
Vor allem für Fahrer, die aus beruflichen oder privaten Gründen dringend auf ihren Führerschein angewiesen sind, kann ein solches erhebliche Auswirkungen haben. Berufskraftfahrern können mitunter berufliche Konsequenzen drohen.
Aber wie lange währt ein Fahrverbot? Infos zu Dauer, Antritt und der Möglichkeit der Umgehung erhalten Sie im Folgenden.
Inhaltsverzeichnis:
FAQ: Wie lange dauert ein Fahrverbot?
Für wie lange muss der Führerschein abgegeben werden?
Das kommt immer auf den jeweiligen Verstoß und den Einzelfall an. In der Regel werden Fahrverbote zwischen einem und drei Monaten verhängt. Wann welches Fahrverbot fällig werden könnte, erfahren Sie hier.
Wie lange kann ein Fahrverbot bei einer Straftat ausfallen?
Wird ein Fahrverbot als Nebenstrafe bei einer Straftat verhängt, kann dieses bis zu sechs Monate dauern.
Kann der Antritt des Fahrverbots aufgeschoben werden?
Ersttäter, können den Antrittstag oftmals innerhalb einer Frist von vier Monaten wählen. Wiederholungstäter müssen in der Regel das Fahrverbot ab der Rechtskraft antreten.
Spezifische Ratgeber zum Thema „Wie lang ist ein Fahrverbot?“
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Ein halbes Jahr Fahrverbot kann eine harte Strafe darstellen - vor allem, wenn Sie auf Ihren Führerschein beruflich oder privat angewiesen sind. Wir klären Sie darüber auf, wann Sie mit welchen Strafen rechnen müssen und wie Sie die Zeit in einem Fahrverbot sinnvoll nutzen können. » Weiterlesen...
9 Monate Fahrverbot können eine harte Strafe darstellen. Vor allem, wenn Sie auf Ihren Führerschein beruflich oder privat angewiesen sind. Wir klären Sie darüber auf, wann Sie mit welchen Strafen rechnen müssen und wie Sie die Zeit in einem Fahrverbot sinnvoll nutzen können. » Weiterlesen...
1 Jahr Fahrverbot kann eine harte Strafe sein. Vor allem, wenn Sie auf Ihren Führerschein beruflich oder privat angewiesen sind. Wir klären Sie darüber auf, wann Sie mit welchen Strafen rechnen müssen und wie Sie die Zeit in einem Fahrverbot sinnvoll nutzen können. » Weiterlesen...
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Zwei Monate Fahrverbot sind für viele Kfz-Führer ein echtes Problem, mitunter sogar ein existenzbedrohendes. Erfahren Sie hier, inwieweit ein solches Fahrverbot umgewandelt oder aufgeteilt werden kann und wann es überhaupt verhängt wird. » Weiterlesen...
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Dauer von einem Fahrverbot richtet sich nach zugrunde liegendem Verstoß
Der Bußgeldkatalog legt für einzelne Verkehrsordnungswidrigkeiten und Verkehrsstraftaten die Verhängung von Fahrverboten fest. Diese liegen regelmäßig bei einem bis zu drei Monaten. In der folgenden tabellarischen Übersicht finden Sie Beispiele für Verkehrsverstöße, bei denen ein Fahrverbot droht und wie lange es im Einzelnen dauert.
Dauer vom Fahrverbot
mögliche Tatbestände
1 Monat
Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts ab 31 km/h (ab 26 km/h für Wiederholungstäter)
Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts ab 41 km/h (ab 26 km/h für Wiederholungstäter)
Abstandsunterschreitung bei mehr als 100 km/h (weniger als 3/10 des halben Tachowertes)
einfacher Rotlichtverstoß mit Gefährdung oder Unfallfolge
qualifizierter Rotlichtverstoß
Alkohol am Steuer (Ersttäter)
andere Drogen am Steuer (Ersttäter)
2 Monate
Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts ab 51 km/h
Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts ab 61 km/h
Abstandsunterschreitung bei mehr als 100 km/h (weniger als 2/10 des halben Tachowertes)
3 Monate
Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts ab 61 km/h
Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts über 70 km/h
Abstandsunterschreitung bei mehr als 100 km/h (weniger als 1/10 des halben Tachowertes)
Alkohol am Steuer (Wiederholungstäter)
andere Drogen am Steuer (Wiederholungstäter)
Achtung! Seit Überarbeitung des § 44 Strafgesetzbuch (StGB) kann ein Fahrverbot im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung auch als Nebenstrafe festgelegt werden, selbst wenn die Straftat keinen Zusammenhang zum Straßenverkehr hat. Dieses kann dann sogar bis zu sechs Monate andauern.
Wegen Fahrerflucht verhängtes Fahrverbot: Wie lange ist der Führerschein weg?
Haben Sie den Unfallort als Beteiligter unerlaubt verlassen, kann ebenfalls ein Fahrverbot drohen. Im Zweifel ist jedoch auch der Führerscheinentzug möglich. Welche Sanktion im Einzelfall genau verhängt wird, muss das zuständige Gericht entscheiden.
30 Tage, 4 Wochen oder 1 Monat Fahrverbot: Wie lange dauert’s wirklich?
Die Fahrverbot-Dauer von einem Monat stellt Betroffene regelmäßig vor die Frage, welchen Umfang dieser Monat nun wirklich hat. Die Definition dieses Zeitraums lässt unterschiedliche Möglichkeiten offen. Gerechnet werden kann nach Tagen, Wochen oder aber anhand der kalendarischen Einteilung.
Die Dauer von einem Fahrverbot richtet sich allein nach dem Kalender. Es gibt mithin keine Festlegung nach Wochen oder Tagen und kann sich je nach betreffendem Monat auch zeitlich voneinander unterscheiden. Wird das Fahrverbot auf den Monat Februar gelegt, währt es 28 bzw. 29 Tage, im August wären es bereits 31 Tage. Geben Sie Ihren Führerschein also zum Beispiel am 31.01. des Jahres ab, können Sie ihn bei einem einmonatigen Fahrverbot in der Regel bereits am 28. bzw. 29.02. zurückerhalten.
Die Dauer von einem Fahrverbot kann zwischen einem und sechs Monaten betragen.
Die Berechnung richtet sich dabei nach § 37 Absatz 4 Strafvollstreckungsordnung (StVollstrO):
„Der Tag ist zu 24 Stunden, die Woche zu sieben Tagen, der Monat und das Jahr sind nach der Kalenderzeit zu berechnen. Demgemäß ist bei der Berechnung nach Monaten oder Jahren bis zu dem Tage zu rechnen, der durch seine Zahl dem Anfangstage entspricht. Fehlt dieser Tag in dem maßgebenden Monat, so tritt an seine Stelle dessen letzter Tag.“
Fahrverbot antreten: Wie lange können Sie die Führerscheinabgabe hinauszögern?
Wie lange Sie ein Fahrverbot hinauszögern können, richtet sich vor allem nach Ihrer Vorgeschichte. Gelten Sie als Wiederholungstäter, so greift das Fahrverbot regelmäßig ab Rechtskraft der Entscheidung.
Sind Sie hingegen Ersttäter, so können Sie ab Rechtskraft innerhalb eines viermonatigen Zeitraums oftmals selbst wählen, wann Sie das Fahrverbot antreten wollen. Der Vorteil: Sie können es auf einen Zeitraum legen, in dem Sie auf den Führerschein nicht zwingend angewiesen sind.
Als Wiederholungstäter gelten Sie in diesem Zusammenhang, wenn gegen Sie innerhalb der letzten zwei Jahre bereits ein Fahrverbot vollstreckt wurde.
Sie wollen ein drohendes Fahrverbot doch noch abwenden? Ein Einspruch kann im Einzelfall dazu führen, dass Sie um ein Fahrverbot herum kommen. Lassen Sie sich bezüglich Ihrer Möglichkeiten für einen Einspruch gegen den zugehörigen Bußgeldbescheid am besten anwaltlich beraten. Eine erste unverbindliche Einschätzung zu den Chancen eines Einspruchs können Sie auch online bei einer versierten Verkehrsrechtskanzlei wie zum Beispiel SOS-Verkehrsrecht erhalten. Entsprechende Anbieter können Sie auf diesem Wege auf Wunsch auch vergleichsweise unkompliziert mit Ihrer rechtlichen Vertretung beauftragen.
Keine Lust zum Lesen? Das Fahrverbot im Video erklärt
In diesem Video erfahren Sie alles zum Ablauf, zur Dauer und zum Beginn eines Fahrverbots.
Rechtsanwalt Mathias Voigt besitzt seine Zulassung seit 2013. Zuvor studierte er an der juristischen Fakultät in Rostock und absolvierte sein Referendariat in Nordrhein-Westfalen. Als Autor für bussgeldkatalog.org informiert er Verbraucher unter anderem über deren Rechte in einem Bußgeldverfahren.
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Auch im Ausland können Verkehrsverstöße mit einem Fahrverbot geahndet werden. Wann droht ein solches zum Beispiel im Nachbarland Polen? Und dürfen Sie in Deutschland weiterhin fahren, wenn Sie ein Fahrverbot in Polen erhalten haben?
Wer ein Fahrverbot antreten muss, tut dies in der Regel mit wenig Begeisterung. Wenn zusätzlich Unsicherheit darüber herrscht, in welchem Zeitraum genau das Fahrverbot gilt, trägt dies nicht unbedingt zur Stimmung bei. In unserem Ratgeber lesen Sie die wichtigsten Informationen zum Thema.
Auch bei unseren Nachbarn im Nordenkann ein Verkehrsverstoß ein Fahrverbot nach sich ziehen. Wann ein solches in Dänemark droht und ob dieses dann auch in Deutschland greift, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Möchten wir nur kurz eine Besorgung erledigen, kann die Suche nach einen geeigneten Parkplatz durchaus lästig sein. Doch sieht der Gesetzgeber vielleicht für genau solche Situationen einen speziellen Kurzzeitparkplatz vor? Wie lange dürften Sie dort dann parken? Mehr dazu hier?
Wenn Sie den Straßenverkehr gefährden, müssen Sie mit einem Fahrverbot rechnen. Sie haben dann Ihren Führerschein für ein bis drei Monate abzugeben und dürfen in dieser Zeit kein Kraftfahrzeug führen. Lesen Sie hier, welche Strafen drohen, wenn Sie trotz Fahrverbot fahren.
Die Diesel-Debatte in Deutschland zieht mehr und mehr konkrete Beschlüsse nach sich. Nachdem Hamburg freiwillig den Anfang mit den Diesel-Fahrverboten machte, gab es auch für andere Städte gerichtliche Anordnungen dieser Art. Was für das Diesel-Fahrverbot in Berlin gilt, lesen Sie hier.
Viele Transporter sind nach wie vor mit Diesel unterwegs. Aber was passiert mit ihnen, jetzt da die Diesel-Fahrverbote drohen? Erfahren Sie in unserem Ratgeber, welche Transporter von den Fahrverboten betroffen sind und ob Ausnahmeregelungen bestehen.
In den osteuropäischen Ländern hat die Diesel-Debatte noch keinen so wichtigen Stellenwert wie hierzulande. Auch in Polen wurde noch keine entsprechenden Maßnahmen wie z. B. ein Diesel-Fahrverbot getroffen. Welche Gründe das hat, und ob ein solches Verbot in absehbarer Zeit eingeführt werden könnte, lesen Sie hier.
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