Unfallmeldedienst: Schnelle Hilfe dank Notrufsystem

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So funktionieren Unfallmeldestecker und Unfallmelde-App

Der Unfallmeldedienst soll dafür sorgen, dass die Rettungskräfte schneller am Unfallort eintreffen.

Der Unfallmeldedienst soll dafür sorgen, dass die Rettungskräfte schneller am Unfallort eintreffen.

Auf deutschen Straßen sind Unfälle keine Seltenheit. Insgesamt 3475 Menschen kamen dem Statistischen Bundesamt zufolge 2015 bei Verkehrsunfällen ums Leben. Im Vergleich zu 2014 waren es fast 100 Opfer mehr.

Je nachdem, wie schwer der Unfall war, können zwar einige Menschen noch am Unfallort gerettet werden, dies setzt jedoch voraus, dass die Rettungskräfte diesen so schnell wie möglich erreichen. In gewissen Fällen kommt der Notruf schlichtweg zu spät und es kann nichts mehr für die Verletzten getan werden.

Um dem entgegenzuwirken, haben die GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG, die IBM und Bosch im März 2016 den sogenannten Unfallmeldedienst (UMD) ins Leben gerufen. Wie dieser genau funktioniert, mit welchen Kosten er verbunden ist und welche Vorschriften es in puncto Datenschutz beim Unfallmeldedienst gibt, können Sie in diesem Ratgeber nachlesen.

Unfallmeldedienst als Alternative zu eCall?

Wurden Menschen bei einem Autounfall verletzt, zählt oft jede Sekunde. Ab 2018 ist es sogar Pflicht, alle Neufahrzeuge mit einem automatischen Notrufsystem („eCall“) auszurüsten. Dabei sendet das Smartphone direkt einen Notruf aus, wenn es zum Unfall kam. Dies wird durch spezielle Crash-Sensoren festgestellt.

Es ist ebenfalls möglich, den Notruf manuell abzusetzen. Dafür muss ein dafür vorgesehener Knopf gedrückt werden. Der Zeitpunkt des Unfalls, der Standort, der benötigte Treibstoff sowie die Anzahl der Fahrzeuginsassen werden den Rettungskräften so mitgeteilt. Dadurch sind diese schneller vor Ort und können möglicherweise mehr Leben retten.

Das eCall-System in Neufahrzeugen ist demnach eine sinnvolle Sache. Doch was ist mit älteren und gebrauchten Fahrzeugen? Es besteht nämlich keine Pflicht, dieses System in älteren Kfz nachzurüsten. Diese Aufgabe soll der Unfallmeldedienst übernehmen.

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Was benötige ich, um das UMD-Notrufsystem nutzen zu können?

Um den Unfallmeldedienst nutzen zu können, ist unter anderem ein Smartphone vonnöten.

Um den Unfallmeldedienst nutzen zu können, ist unter anderem ein Smartphone vonnöten.

Der Unfallmeldedienst eignet sich nicht nur für Neuwagen, sondern kann in fast allen Fahrzeugen nachgerüstet werden. Die Marke, das Alter oder die Größe sind völlig unerheblich. Es kommt eine Unfallmeldeeinheit zum Einsatz, die aus einem Unfallmeldestecker und einer Unfallmelde-App besteht.

Um das UMD-Notrufsystem nutzen zu können, sollten Sie über

  • einen Zigarettenanzünder bzw. eine 12-V-Steckdose in Ihrem Fahrzeug sowie
  • ein Bluetooth-fähiges Smartphone mit mobilem Internet (Android: ab Version 2.3.4 oder iPhone 5 mit iOS ab Version 8)

verfügen. Der im Unfallmeldedienst integrierte Stecker ist wie das eCall-System mit Crash-Sensoren ausgerüstet und muss in die 12-V-Steckdose des jeweiligen Kfz gesteckt werden. So wird er mit Strom versorgt.

Die spezielle Unfallmelde-App verbindet sich direkt über Bluetooth mit dem Stecker, nachdem sie eingerichtet wurde. Ob der Unfallmeldedienst auch eingeschaltet ist, können Nutzer an einem grünen LED-Lämpchen am Stecker erkennen. Sollte dieses Lämpchen nicht durchgehend grün leuchten, sondern blinken, ist das UMD-System noch nicht betriebsbereit.

Wie arbeitet der Unfallmeldedienst?

Wurde die Technik ordnungsgemäß eingerichtet, funktioniert das UMD-System folgendermaßen:

  • Der Unfallstecker ist in der Lage, genau zu erkennen, wann es zu einem Unfall kam und wie schwer der Aufprall war. Diese Information sendet er direkt nach dem Unfall an den Meldedienst der App auf dem Smartphone. Diese setzt automatisch einen Notruf ab.
  • Im Anschluss erhält der betroffene Autofahrer Kontakt mit der Notrufzentrale. Diese bekommt zur gleichen Zeit Angaben zum Standort, zur letzten Fahrtrichtung, zum Kennzeichen des Kfz und zur Mobiltelefonnummer des Fahrers.
  • Sollte der Unfallstecker mal nicht richtig funktionieren, haben Autofahrer ebenfalls die Möglichkeit, den Unfallmeldedienst manuell zu betätigen. Dazu muss lediglich innerhalb der App der Button „Rettung anfordern“ gedrückt werden.

In diesem Video können Sie sich noch einmal anschauen, wie der Unfallmelder genau funktioniert und in welchen Situationen er besonders hilfreich ist:

Übrigens: Nicht nur bei schweren Unfällen wird der Unfallmeldedienst ausgelöst. Auch wenn es lediglich zu einem Schaden am Blech kam, kann er verwendet werden. Betroffene Fahrer müssen dabei den Button „Hilfe bei Unfall/Panne“ betätigen und der Kontakt mit der jeweiligen Versicherung wird hergestellt. Dieser erhält durch die Unfallmelde-App außerdem den Standort des Pkw sowie die letzte wahrgenommene Fahrtrichtung.
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Unfallmeldedienst: Welche Kosten sind möglich?

Obwohl der Unfallmeldedienst an und für sich bei jeder Versicherung identisch aufgebaut ist und sich die Funktionsweise in der Regel nicht von Gerät zu Gerät unterscheidet, bieten nicht alle Versicherungen den Unfallmeldedienst zu den gleichen Konditionen an.

Der Online-Versicherer HUK24 beispielsweise stellt das UMD-Notrufsystem als Zusatzoption zur Kfz-Versicherung für neun Euro im Jahr zur Verfügung. Die Direct Line Versicherung AG, die Basler Sachversicherungs-AG oder die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG hingegen bieten den Unfallmeldedienst – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – gar nicht erst an.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, sich direkt vor Ort oder telefonisch bei der Autoversicherung zu informieren. Da die Versicherer selbst über die Kosten bestimmen dürfen, kann sich ein Vergleich in jedem Fall lohnen.

Wie geht der Unfallmeldedienst mit gespeicherten Daten um?

Unfallmeldedienst: Für welche Versicherung Sie sich auch entscheiden, Sie sollten die Preise im Vorfeld vergleichen.

Unfallmeldedienst: Für welche Versicherung Sie sich auch entscheiden, Sie sollten die Preise im Vorfeld vergleichen.

Wenn Sie sich für das UMD-Notrufsystem entscheiden und sich dementsprechend registrieren, findet eine Übermittlung Ihrer Daten statt. Das Gleiche geschieht, wenn es nach einem Unfall ausgelöst wird. In letzterem Fall bestehen die Daten normalerweise aus Ihrem Standort, Ihrer Mobiltelefonnummer, Ihres Kennzeichens und der letzten Fahrtrichtung. Wenn Sie schließlich mit der Notrufzentrale Kontakt haben, werden auch die Daten, die Sie dort angeben, gespeichert.

Es verhält sich jedoch so, dass diese Daten benötigt werden, um Sie und Ihr Fahrzeug schneller lokalisieren und Hilfe schicken zu können. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kümmert sich außerdem darum, dass die Daten, die durch den Unfallmeldedienst übertragen werden, sicher aufbewahrt und nicht von Dritten eingesehen werden können.

Ausschließlich die Rettungskräfte, die zum Unfall gerufen werden oder andere Mitarbeiter, die sich darum kümmern, dass – je nach Schaden – ein Abschleppwagen gerufen wird, erhalten in der Regel Kenntnisse über die von Ihnen gemachten Angaben.

Ohne dieses Wissen wäre beispielsweise der Fahrer eines Abschleppwagens nicht in der Lage, Ihnen überhaupt Hilfe zukommen zu lassen. Ein Bewegungsprofil kann er durch dieses Wissen jedoch nicht erstellen. Zudem zeichnet der Unfallmeldedienst nur die letzten drei Positionen des Fahrzeugs auf. Sie werden nicht an die Zentrale weitergeleitet. Befinden sich ältere Daten im Speicher, werden diese einfach überschrieben.

Gut zu wissen: Der Unfallmeldedienst speichert keine Daten über die Fahrweise oder den Fahrer an sich. Er soll ausschließlich dazu beitragen, dass die Rettungskräfte nach einem Unfall schneller vor Ort sind oder von diesem auch dann in Kenntnis gesetzt werden, wenn der Fahrer das Bewusstsein verloren hat.
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