Unfalldatenspeicher: Funktionsweise und Kosten

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Wieso ein UDS im Auto Vor- und Nachteile haben kann

Ein Unfalldatenschreiber kann nach einem Unfall bei Klärung der Schuldfrage hilfreich sein.

Ein Unfalldatenschreiber kann nach einem Unfall bei Klärung der Schuldfrage hilfreich sein.

Im Jahr 1993 wurde der Unfalldatenspeicher (UDS) von der heutigen Continental-Tochter Kienzle-Argo erfunden. Damals waren sie noch die Mannesmann-Kienzle AG. Es handelt sich bei einem UDS um ein elektronisches Gerät, welches rund um die Uhr Daten des KFZ sammelt, in dem es eingebaut ist.

Auf diese Weise kann z. B. besser nachvollzogen werden, wieso es zu einem Unfall kam. Eine „Blackbox“ für das Auto sozusagen. Der UDS bzw. Unfalldatenspeicher ist vergleichbar mit dem Fahrtenschreiber in einem LKW, der die benötigten Daten mechanisch zu Papier bringt. Aus diesem Grund wird manchmal auch von einem Unfalldatenschreiber gesprochen.

Der Unterschied zwischen den beiden Gerätschaften liegt jedoch darin, dass der Unfalldatenschreiber die Daten in einer elektronischen Datei festhält. Um diese auslesen zu können, wird lediglich ein Computer mit einer besonderen Software gebraucht.

Diese ermöglicht es, die gesammelten Daten aus dem UDS zu ziehen und diese dann am Computer auszulesen. Welche Vor- und Nachteile ein Unfalldatenspeicher mit sich bringt, wie er funktioniert und in welchem Rahmen sich die Kosten bewegen, können Sie in diesem Ratgeber nachlesen.

Wie funktioniert ein Unfalldatenspeicher?

Ein UDS kann in Auto, LKW, Bus und sogar einem Sonderfahrzeug eingebaut werden. Alle Formen von KFZ sind in der Regel dafür geeignet. Folgende Daten werden unter anderem aufgezeichnet:

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Ein UDS fürs Auto hat Vor- und Nachteile.

Ein UDS fürs Auto hat Vor- und Nachteile.

Dabei wird normalerweise nicht die gesamte Fahrt aufgenommen. Vielmehr finden Aufzeichnungen statt, die jedoch nach einigen Minuten wieder gelöscht werden, da sie als irrelevant angesehen werden.

Tritt nun ein Härtefall ein und es kommt zu einem Unfall, sorgt der Speicher dafür, dass die letzten 30 Sekunden in jedem Fall festgehalten werden.

Wird nach einem Aufprall eine ausgeprägte Beschleunigung des Fahrzeuges wahrgenommen, sieht der Unfalldatenspeicher dies als Unfall und die Daten verbleiben im Speicher. Auf diese Weise kann zu einem späteren Zeitpunkt das Geschehen rekonstruiert und die Schuldfrage leichter geklärt werden.

Übrigens: Fahrer, die sich für den Einbau von einem Unfalldatenspeicher in ihrem Auto entscheiden, scheinen oft genau aus diesem Grund vorsichtiger zu fahren, da sie um die Speicherung der Daten wissen. Auch bei Fahrzeugen des Rettungsdienstes oder der Polizei ist ein Unfalldatenschreiber von Vorteil, da so im Zweifelsfall bewiesen werden kann, dass die gesetzlichen Vorschriften nicht verletzt wurden.

Was sind die Vor- und Nachteile von einem Unfalldatenspeicher?

Auf der einen Seite profitieren natürlich die Fahrer von einem Unfalldatenspeicher, die den Unfall nicht verursacht haben. Durch die Speicherung der Daten kann dies meist zweifelsfrei bewiesen werden. Wie verhält es sich aber, wenn ein Fahrer mit UDS einen Unfall selbst verschuldet hat, dieser sich aber nicht belasten möchte?

Normalerweise verfügt jeder Unfalldatenspeicher über einen Schalter oder Knopf, der bei Betätigung dafür sorgt, dass alle zuvor gespeicherten Daten mit einem Schlag gelöscht werden. Sollte es sich jedoch um einen Firmenwagen handeln, können die Verantwortlichen dieses Schlupfloch sperren lassen.

Wer überlegt, sich einen Unfalldatenspeicher anzuschaffen, sollte sich auf Einbaukosten von ungefähr 700 Euro gefasst machen. Im Gegenzug bieten jedoch gewisse Versicherungen einen Nachlass auf die zu zahlenden Beiträge an, da der Unfalldatenschreiber generell für eine sicherere Fahrweise zu sorgen scheint.
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