Neuer Bußgeldkatalog für Berlin: Kippen und Häufchen werden richtig teuer

News vom 24.10.2019 um 14:43 Uhr
Neuer Bußgeldkatalog für Berlin: Hundehäufchen werden nun richtig teuer.
Neuer Bußgeldkatalog für Berlin: Hundehäufchen werden nun richtig teuer.

Bereits Ende August hatte der Berliner Senat über einen gemeinsamen Bußgeldkatalog für ganz Berlin beraten. Bisher haben sich die Bußgelder in Sachen Umwelt von Bezirk zu Bezirk unterschieden. Am Dienstag haben sich die Senatoren auf die Vereinheitlichung und zugleich teilweise drastische Erhöhung der Geldbußen geeinigt. Die erhöhten Regelgeldbußen gelten ab sofort.

Bis zu 1.500 Euro für ein nicht entsorgtes Hundehäufchen

Mal eben schnell mit dem Hund nach draußen, Häufchen machen lassen, kurz umgesehen, ob jemand das Geschehen beobachtet haben könnte, Häufchen liegen lassen und wieder ab nach Hause: Das kann für die Berliner jetzt richtig teuer werden.

Zuvor lag die Hemmschwelle, ein Hundehäufchen liegen zu lassen eventuell etwas niedriger. Laut dem alten Bußgeldkatalog für Berlin wurden je nach Bezirk nur 10 bis 20 Euro für diesen Verstoß fällig. Von nun an sind es mindestens 55 Euro Bußgeld, wobei dieses auch zwischen 80 und 300 Euro betragen kann, sollte ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Im schlimmsten Fall kann die Sanktion auch bei 1.500 Euro liegen, wenn der Hund sein Geschäft in einer Grünanlage verrichtet und sein Herrchen dieses nicht ordnungsgemäß entsorgt.

Das sind die neuen Sanktionen für Umweltsünder im Berliner Bußgeldkatalog

Aber nicht nur bei tierischen Hinterlassenschaften müssen die Berliner von nun an tief in die Tasche greifen. Auch für weitere Verstöße hat die Senatsverwaltung neue Sanktionen festgelegt:

Laut aktuellem Bußgeldkatalog von Berlin werden Lärm im Park und unzulässiges Grillen nun hart sanktioniert.
Laut aktuellem Bußgeldkatalog von Berlin werden Lärm im Park und unzulässiges Grillen nun hart sanktioniert.
  • Kippen, To-Go-Becher, Kaugummis und Plastikflaschen: 55 bis 120 Euro
  • Geringe Mengen Sperrmüll wie bspw. ein alter Stuhl: 150 bis 500 Euro (vorher 100 bis 200 Euro)
  • Größere Mengen wie etwa eine Kommode oder Waschmaschine: 200 bis 1000 Euro (vorher 150 bis 300 Euro)
  • Sperrmüll mit Schadstoffen wie Fernseher oder Kühlschränke: 500 bis 10.000 Euro
  • Alte Reifen: 350 bis 800 Euro (vorher 75 bis 200 Euro)
  • Grillen im Park außerhalb der dafür vorgesehenen Fläche: 50 bis 3.000 Euro (vorher 20 bis 75 Euro)
  • Lärm im Park: 35 bis 1.500 Euro (vorher 10 bis 60 Euro)
  • Beschädigen der Pflanzen in einer Grünanlage: 50 bis 5.000 Euro (vorher 35 bis 75 Euro)

In einer Pressemitteilug der Berliner Senatsverwaltung heißt es zum neuen Bußgeldkatalog für Berlin:

Von den höheren Bußgeldern soll eine Signalwirkung gegen die unzulässige Abfallentsorgung im öffentlichen Raum ausgehen.

Ob sich die Berliner tatsächlich abschrecken lassen und ob die neuen hohen Geldbußen etwas zum Umweltschutz beitragen, bleibt abzuwarten.

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