Neue Bußgelder für falsche Müllentsorgung in Berlin

News vom 15.08.2019 um 11:31 Uhr
In vielen Städten werden Bußgelder für falsche Müllentsorgung verhängt.
In vielen Städten werden Bußgelder für falsche Müllentsorgung verhängt.

Sei es der achtlos weggeworfene Zigarettenstummel oder der Pappbecher, der ohne Bedenken im Gebüsch entsorgt wird – die falsche Entsorgung von Müll ist vielerorts ordnungswidrig und kann mit Verwarnungs- oder Bußgeldern sanktioniert werden. Dies ist auch in der Hauptstadt nicht anders. Bisher sind die Bußgelder für falsche Müllentsorgung jedoch von Bezirk zu Bezirk verschieden. Doch das könnte sich bald ändern.

Bußgelder: Zigarettenstummel kosten in Pankow doppelt so viel wie in Spandau

Derzeit kann jeder Berliner Bezirk selbst festlegen, welche Bußgelder für falsche Müllentsorgung anfallen. Wenn Sie z. B. eine Zigarettenkippe einfach auf den Gehweg schnippen, kann Sie das folgende Bußgelder kosten:

  • Lichtenberg: bis 20 Euro
  • Charlottenburg-Wilmersdorf: 30 Euro
  • Friedrichshain-Kreuzberg: bis 35 Euro
  • Mitte: bis 35 Euro
  • Reinickendorf: bis 35 Euro
  • Steglitz-Zehlendorf: 35 Euro
  • Marzahn-Hellersdorf: bis 50 Euro
  • Spandau: bis 50 Euro
  • Tempelhof-Schöneberg: bis 50 Euro
  • Neukölln: bis 60 Euro
  • Treptow-Köpenick: bis 60 Euro
  • Pankow: bis 100 Euro

Übrigens: Die Filter von Zigaretten können bis zu 15 Jahre benötigen, um sich zu zersetzen. Bis dahin verschandeln sie nicht nur die Landschaft, sondern stellen vor allem auch eine Umweltbelastung dar, wenn sie achtlos weggeworfen werden. Die Kippen gehören in den Restmüll.

Einheitliche Bußgelder für falsche Müllentsorgung: Es wird teurer!

In Berlin sollen die Bußgelder wegen falscher Müllentsorgung bald vereinheitlicht werden.
In Berlin sollen die Bußgelder wegen falscher Müllentsorgung bald vereinheitlicht werden.

Nicht nur Zigarettenstummel sind dem Berliner Senat ein Dorn im Auge, sondern auch falsch entsorgter Plastikmüll, Kaugummis, Flaschen und liegengelassene Hundehäufchen. Auch bei diesen Hinterlassenschaften müssen Sie damit rechnen, eine Geldbuße aufgebrummt zu bekommen.

Der Berliner Senat plant, diese zukünftig zu vereinheitlichen, sodass in jedem Bezirk die gleichen Beträge verhängt werden können. In mehreren Bezirken könnten sich die Bußgelder für falsche Müllentsorgung damit verdoppeln bis vervierfachen. Wie hoch diese tatsächlich ausfallen werden, wird voraussichtlich erst Ende 2019 endgültig beschlossen, so die Senatsverwaltung.

Aktuell sind folgende Beträge geplant:

Art der weggeworfenen Gegenständevoraussichtliches Bußgeld in Euro
„unbedeutender Art“: Taschentuch, Papierschnipsel, Zigarettenschachtel, Obstschale, Flüssigkeit bis 500 ml40 bis 80
„mehrere Gegenstände von unbedeutender Art“80 bis 120
„von gewisser Bedeutung“: Plastikflaschen und –tüten, Zeitungen, Kaugummis, Zigarettenstummel, Geschirr, Farbreste, Kleidungsstücke, Verpackungsmaterialien, Einwegbecher, Taschen80 bis 120
„Verunreinigungen durch kleine Menge von Fäkalien“: Hundekot80 bis 300

Quelle: Senats‌verwaltung für Um‌welt, Verkehr und Klima‌schutz, August 2019

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