Bußgeld für Gaffer verhängt- Infos und Hintergründe

Unfall auf A 7: Bußgeld für Gaffer verhängt

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News vom 14.09.2017 um 14:53 Uhr
Ein Bußgeld wird auch für Gaffer verhängt

Ein Bußgeld wird auch für Gaffer verhängt

Neu-Ulm – Kommt es zu einem Unfall, sind Schaulustige und Gaffer nicht selten zugegen. Das ist nicht nur pietätlos, sondern auch gefährlich: Ein verlangsamtes Fahren kann Auffahrunfälle provozieren, zudem besteht die Pflicht zur Hilfeleistung. Deshalb wurde jetzt ein Bußgeld für acht Gaffer verhängt, die bei einem Unfall Bilder schossen.

Glotzen statt Helfen: das kann teuer werden

Auf der A 7 war auf der Höhe von Neu-Ulm jüngst ein Sattelschlepper von der Straße abgekommen, die Schuld lag wohl beim Fahrer selbst. Alsbald nach dem Unfall versammelten sich Schaulustige, welche Bilder und Videoaufnahmen von der Szenerie machten. Dies blieb nicht ohne Folgen.

Wie die Polizei mitteilte, wurde den insgesamt acht Autofahrern jeweils eine Geldstrafe von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg erteilt – für die Benutzung der Smartphones. Nicht wenige empfinden dieses Bußgeld für die Gaffer, welches verhängt wurde, als zu mild – gleichwohl der Fahrer in diesem Fall unverletzt blieb. Zudem wurden die Fahrer für die Handynutzung am Steuer sanktioniert, und nicht für das Gaffen selbst.

Dass ein Unfall stets Schaulustige und Gaffer anzieht, ist nichts Neues. Jedoch werden durch den weit verbreiteten Gebrauch von Smartphones immer öfter Aufnahmen von Unfallorten in Sekundenschnelle mit Freunden geteilt oder auf soziale Netzwerke hochgeladen.

Das sagt das Strafgesetzbuch!

Beim Unfall gilt: Hilfe leisten

Beim Unfall gilt: Hilfe leisten

Grundsätzlich besteht die gesetzliche Pflicht zur Hilfeleistung, sollte ein Unfall wahrgenommen werden. Schaulustige können sonst der Unterlassenen Hilfeleistung bezichtigt werden, wie sie im § 323c des Strafgesetzbuches festgehalten ist:

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Wird dem nicht nachgekommen, wird auch schon mal ein Bußgeld für Gaffer verhängt. Daneben kann auch die bildliche Aufzeichnung durch Smartphone und Co. sanktioniert werden. Wenn bei einem Unfall durch Schaulustige Bilder und Videos des Unfallortes und der verunglückten Personen gemacht werden, dann fällt das unter „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“. Auch dies ist im Strafgesetzbuch, § 201a, festgehalten. Neben einer unbefugten Bildaufnahme ist auch die zur-Schau-Stellung einer hilflosen Person unter Geld– und Freiheitsstrafe verboten.

Das Bußgeld für „Gaffer“

VerstoßSanktion
"Gaffen" als OrdnungswidrigkeitBußgeld von 20 bis 1000 Euro
Behinderung der Rettungskräfte durch Befahren des Seitenstreifens auf der AutobahnBußgeld von 20 Euro
Behinderung der Rettungskräfte durch Parken auf dem Seitenstreifen der AutobahnBußgeld von 25 Euro
Unterlassene HilfeleistungStraftat! Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe
Fotos oder Filme von einem Unfall machenStraftat! Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe

Hier finden Sie Ratgeber zum richtigen Verhalten am Unfallort:

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