Blockierung der Rettungsgasse: Bundesländer fordern noch härtere Strafen

News vom 03.07.2017 um 13:56 Uhr

Die Blockierung der Rettungsgasse soll künftig härtere Strafen nach sich ziehen.

Die Blockierung der Rettungsgasse soll künftig härtere Strafen nach sich ziehen.

Saarbrücken. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ am heutigen Montag berichtet, fordern die Bundesländer für eine Blockierung der Rettungsgasse nach einem Unfall nun deutlich höhere Strafen als von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) geplant. In der Vergangenheit wurden immer mehr Fälle bekannt, in denen es zu einer extremen Blockierung der Rettungsgasse kam.

Eine Blockierung der Rettungsgasse kann Menschenleben fordern!

17.03.2017 Mörfenlderin in Hessen: Feuerwehrleute sind auf dem Weg zu einer Unfallstelle und werden durch eine Blockierung der Rettungsgasse derart behindert, dass Sie zu Fuß weitergehen mussten. Daraufhin zeigten die Feuerwehrleute 30 Autofahrer an, wir berichteten.

Kommt es durch die Blockierung einer Rettungsgasse zu Verzögerungen, kann dies schwerwiegende Auswirkungen haben. Erleidet beispielsweise ein Unfallopfer einen Kreislaufstillstand, muss die Reanimation sofort begonnen werden.

Mit jeder Minute, die vergeht, schwinden die Überlebenschancen des Betroffenen um zehn Prozent. Während für viele Autofahrer das Bilden einer Rettungsgasse selbstverständlich ist, gibt es immer noch schwarze Schafe, welche die Rettungskräfte behindern. Auch Gaffer sind immer wieder ein Problem.

Bis zu 165 Euro Bußgeld für eine Blockierung der Rettungsgasse gefordert

Dieser Umstand hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt dazu veranlasst, eine Erhöhung der Bußgelder für die Blockierung einer Rettungsgasse auf den Weg zu bringen. Der Verkehrsminister strebt eine Geldbuße von maximal 115 Euro an, wenn keine Rettungsgasse gebildet wurde und es im Zuge der Rettung zu einem Sachschaden kam.

Zu wenig, so die einhellige Meinung der Bundesländer. Sie fordern ein maximales Bußgeld von 165 Euro je nach Schwere der Verfehlung. Wird gar keine Rettungsgasse gebildet, soll, so die Forderung der Bundesländer, das aktuelle Bußgeld mehr als verfünffacht werden: von 20 auf 105 Euro.

Wie Sie eine korrekte Rettungsgasse bilden, können Sie dem nachfolgenden Video entnehmen:

Übrigens: Dobrindts Pläne sehen außerdem vor, dass die Gefährdung eines Feuerwehrmanns oder Verletzten mit einem Bußgeld von 95 Euro sanktioniert wird.

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