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Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren: So verhalten Sie sich richtig

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 23. März 2021

Was ist ein Anhörungsbogen?

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung oder einem Rotlichtverstoß erhalten Sie einen Anhörungsbogen
Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung oder einem Rotlichtverstoß erhalten Sie einen Anhörungsbogen

Nach einer begangenen Ordnungswidrigkeit gemäß Straßenverkehrsordnung (StVO) erhält der Verkehrssünder noch vor der Zustellung des Bußgeldbescheids einen Anhörungsbogen. Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rotlichtverstöße zählen u.a. zu solchen Verstößen im Straßenverkehr. Der Anhörungsbogen ist vor allem dafür da, dem Fahrer grundsätzlich die Gelegenheit zu geben, sich zu der Sache zu äußern.

Der Anhörungsbogen enthält alle wichtigen Informationen zum Tatbestand. Das können sein: Zeit und Ort des Verstoßes und um welchen Verstoß es sich handelt. Aber auch wie viel Sie zu schnell gefahren sind und wo die Polizei Sie geblitzt hat oder, wo beispielsweise der Unfall in dem Zusammenhang passiert ist. Weiterhin gibt der Anhörungsbogen bereits die Höhe des zu erwartenden Bußgeldes laut Bußgeldkatalog an und es werden darin kurze Angaben zu den Zeugen gemacht, also den Polizeibeamten, die den Betroffenen „erwischt“ haben. Zumeist stehen hier aber nur die Nachnamen und Kürzel zum Schutz der Beamten.

In einigen Fällen sind auch Beweismittel auf den Anhörungsbogen aufgedruckt, das kann zum Beispiel das berühmte „Blitzerfoto“ sein.

FAQ: Anhörungsbogen

Welche Funktion hat der Anhörungsbogen?

Wird jemandem eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat vorgeworfen, muss ihm die Möglichkeit gegeben werden, sich zur Sache zu äußern. Im Bußgeldverfahren geschieht das vor dem Erlass des Bußgeldbescheids durch Zusendung des Anhörungsbogens. Außerdem dient er der Fahrerermittlung.

Wie sieht ein Anhörungsbogen aus?

Unser Muster verschafft Ihnen einen Überblick, wie der Anhörungsbogen, welcher von der Bußgeldstelle verschickt wird, üblicherweise aussieht.

Muss ich den Anhörungsbogen ausfüllen?

Sie sind allenfalls verpflichtet, Angaben zur Person zu machen (Name, aktuelle Adresse, Geburtsdaten). Zum Tatvorwurf selbst müssen Sie sich aber nicht äußern.

Darf ich angeben, dass jemand anders gefahren ist und den Verkehrsverstoß begangen hat?

Hüten Sie sich davor, falsche Angaben zu machen. Wer wider besseres Wissen so etwas behauptet, macht sich u. U. wegen falscher Verdächtigung nach § 164 StGB strafbar.

Spezielle Informationen zum Anhörungsbogen

Muster für Anhörungsbogen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung:

Adresse der Behörde
Straße
Telefon, FaxName des Kfz-Halters
Straße
PLZ

 

Anhörung des Betroffenen wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit

Sehr geehrte/r Herr/Frau XX

Ihnen wird vorgeworfen, am XX.XX.XXXX um XX:XX Uhr in Stadt, Straße, Abschnitt als Führer/in des Pkw, Fabrikat XX, Kennzeichen XXXXXX folgende Verkehrsordnungswidrigkeit(en) nach § XX StVO begangen zu haben:

Kennzahl und Tatbestand und dazugehörige Tatbestandsergänzung:

XXXXXXX Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um XX km/h

Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): XX km/h
Verletzte Vorschriften:
§ XXX, Abs. XXX

Bemerkungen (insbesondere Tatfolgen):
Messtoleranz von XX km/h wurde berücksichtigt
Archiv XXX
Geschwindigkeitsmessanlage XXXXXXXX

Beweismittel:
Foto

Zeugen:
XXXX und XXXX

Regelsatz gemäß Tatbestandskatalog:
Bußgeld: XX Euro
Punkte: X
Fahrverbot: XX Monat(e)

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWIG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen.

Der Erlass des Bußgeldbescheides ist mit Kosten (Gebühren und Auslagen) verbunden. Sie betragen im Regelfall: XX Euro.

Anhörungsbogen als Muster

Beispiel eines Anhörungsbogens zum Download

Gerne können Sie dieses Muster zum eigenen Gebrauch herunterladen. Im Folgenden finden Sie die Vorlage im PDF-Format zum Download:

  • Kostenloser Download
  • Muster als PDF-Dokument
  • Beispielhafte Vorlage

Wichtig ist, dass sich der Vorwurf im Anhörungsbogen gegen eine bestimmte Person richtet – das ist in der Regel immer der Halter des Autos, mit dem der Verstoß gegen das geltende Verkehrsrecht begangen wurde. Das resultiert aus der sogenannten Kennzeichenanzeige, da die Bußgeldbehörde anhand des amtlichen Kennzeichens am Auto zunächst nur den Halter des Kfz ausfindig machen kann. Weil der Halter nun dementsprechend als einziger Ansprechpartner gilt, erhält auch er den Anhörungsbogen.

Beispiel: Haben Sie am 15. Januar eine Verkehrsordnungswidrigkeit begangen, ist diese verjährt, wenn der Bußgeldbescheid nicht bis zum 14. April bei Ihnen eingetroffen ist. Haben Sie allerdings am 20. Februar den Anhörungsbogen erhalten, beginnt die Verjährungsfrist von neuem und Ihr Verkehrsvergehen wäre erst am 19. Mai tatsächlich verjährt.
Denn: Da der Tag des Ablaufens der Frist dem Tag des Verstoßes maßgeblich vorausgeht, läuft die Frist also immer einen Tag vorher ab.

Sollten Sie den Anhörungsbogen ausfüllen oder nicht?

Anhörungsbogen ausfüllen oder nicht? Die Angaben zur Person sind Pflicht!
Anhörungsbogen ausfüllen oder nicht? Die Angaben zur Person sind Pflicht!

Die Frist in der Sie den Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren ausfüllen müssen, beträgt in der Regel eine Woche. Der Betroffene ist verpflichtet, den Bogen mitsamt den Angaben zu seiner Person zurückzusenden (§ 111 OwiG). Nicht verpflichtet ist der Adressat dagegen, Angaben zur Sache zu machen. Da sich in diesem Fall niemand selbst bezichtigen muss, eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben.

Wenn Sie den Anhörungsbogen nicht beantworten, dann sind weitere Sanktionen zu erwarten. Dabei kann eine Auflage zur Führung eines Fahrtenbuches drohen oder die Vorladung des Halters zur Vernehmung/Anhörung bei der Polizei oder in der Bußgeldstelle.

Sollten nun nicht Sie als Halter der Verursacher der Ordnungswidrigkeit sein, so können Sie auf dem Anhörungsbogen den tatsächlichen Täter benennen. Dazu sind Sie jedoch, im Gegensatz zur Angabe Ihrer eigenen Personalien, nicht verpflichtet.

Schon am Ort des Geschehens kann die Polizei eine Anhörung im Bußgeldverfahren vornehmen. Doch zum Schutze der Selbstbelastung haben Sie im Wesentlichen das Recht zu schweigen. Dies sollten Sie auch in Anspruch nehmen. Vor allem dann, wenn Sie planen, in der Angelegenheit einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Aus Ihrem Schweigen dürfen die Behörden keine Schlüsse gezogen werden, die die Zuständigen Ihnen zur Last gelegt könnten.

Der Anhörungsbogen ist noch nicht die Aufforderung zur Zahlung der Geldbuße. Dies erwartet Sie erst, wenn Sie den Bußgeldbescheid erhalten. Die Zustellung des Bußgeldbescheids erfolgt in der Regel nach zwei bis vier Wochen, insgesamt hat die Behörde allerdings drei Monate dafür Zeit.

Der Anhörungsbogen unterbricht die Verjährung

Die Frist für die Verjährung einer Ordnungswirdigkeit beträgt laut § 33 Absatz 1 Nr. 1 OwiG drei Monate
Die Frist für die Verjährung einer Ordnungswirdigkeit beträgt laut § 33 Absatz 1 Nr. 1 OwiG drei Monate

Die Frist für die Verjährung wird nach § 33 Absatz 1 Nr. 1 OwiG durch die Versendung des Anhörungsbogens unterbrochen. Normalerweise beträgt die Verjährungsfrist für Verkehrsordnungswidrigkeiten drei Monate ab dem Zeitpunkt der Tat. Innerhalb dieser Zeit muss also der Bußgeldbescheid bei Ihnen eintreffen. Doch die Verjährungsfrist von drei Monaten beginnt nach der Versendung des Anhörungsbogens wieder von vorn.

Ausnahme: In diesem Fall unterbricht der Anhörungsbogen nicht die Verjährungsfrist:

Die Formulierung „Vorwurf“ spielt laut Rechtsprechung eine wichtige Rolle. Es sollte im Anhörungsbogen also geschrieben stehen: „…wird Ihnen vorgeworfen…“. Steht allerdings folgendes: „…wurde festgestellt, dass….“, so tritt bei letzterem keine Unterbrechung der Verjährung ein, da nur bei ersterem („…wird Ihnen vorgeworfen…“) auch ein persönlicher Vorwurf gegenüber des Empfängers ausgesprochen wird.

Die Verjährung kann außerdem nur einmal unterbrochen werden. Hat die Polizei Sie also bereits am Tatort angehört, so ist eine weitere Unterbrechung durch die Zusendung des Anhörungsbogens nicht mehr möglich.

Sind der Fahrer, der die Ordnungswidrigkeit begangen hat und der Halter nicht identisch, so tritt die Unterbrechung der Verjährungsfrist nur für den im Anhörungsbogen namentlich Benannten in Kraft. Das ist in der Regel der Empfänger des Schreibens wie zugleich auch der Kfz-Halter. Für denjenigen, der also den Verstoß tatsächlich begangen hat, läuft die Frist weiter.

Anhörungsbogen nicht erhalten

Sollten Sie den Anhörungsbogen nicht erhalten haben, spielt das keine Rolle. Wenn die zuständige Behörde den Postausgang Ihres Anhörungsbogens nachweisen kann, dann gilt die Unterbrechung der Verjährung trotzdem als zulässig.

Es kann aber auch vorkommen, dass der Betroffene keinen Anhörungs- sondern einen Zeugenfragebogen bekommt. Dies geschieht, wenn die Behörden bereits wissen, dass der Halter den Verstoß nicht begangen hat. Das kann auch im Nachhinein geschehen, wenn Sie im Anhörungsbogen bereits bekräftigt haben, dass nicht Sie der Verursacher der Ordnungswidrigkeit sind. Es kann in seltenen Fällen aber auch passieren, dass die Behörde, zum Beispiel, wenn die Person auf dem Beweisfoto nicht mit dem Geschlecht des Fahrzeughalters übereinstimmt, selbst feststellt, dass Halter und Fahrer nicht ein und dieselbe Person sind.

Handelt es sich bei dem Auto um einen Firmenwagen, so versendet die Bußgeldbehörde in der Regel ebenfalls oft nur einen Zeugenfragebogen. Dieser wird der jeweiligen GmbH als Halterin des Autos zugestellt. Ist dies der Fall, sollten Unternehmen darauf achten, den Zeugenfragebogen innerhalb der Firma nicht an den tatsächlichen Fahrer zum Ausfüllen weiterzureichen. Stattdessen sollte wirklich der Halter den Bogen ausfüllt sowie den tatsächlichen Verursacher angeben. Denn der Zeugenfragebogen ist seinem Namen nach, eben nur für den Zeugen gedacht. Erst, wenn der tatsächliche Fahrer von ihm benannt ist, eröffnet die Bußgeldbehörde auch gegen ihn das Ermittlungsverfahren.

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461 Kommentare

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  1. G.Platte sagt:

    Ich habe einen Anhörungsbogen bekommen wegen Geschwindigkeitsübertretung innerorts um 22 km/h (Toleranz schon abgezogen), gemessen mittels Laserpistole. Es steht jedoch nicht die zu erwartende Strafe darauf ?

    Spielt das eine Rolle?

    Mit freundlichen Güßen
    G.Platte

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Herr Platte,

      mit dem Anhörungsbogen sammelt die zuständige Behörde erst einmal Beweise und stellt z.B. fest ob der Halter des Fahrzeugs auch der Fahrer beim Verkehrsverstoß war. Somit muss dort noch nicht vermerkt sein, welche Strafe anfällt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Zivko sagt:

    Ein Freund hat einen Anhörungsbogen bekommen und sich als Fahrer eingetragen weggeschickt, was passiert jetzt ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      der Anhörungsbogen wird geprüft und dann erhält Ihr Freund den entsprechenden Bußgeldbescheid.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Miraaj sagt:

    Hallo, ich bin eindeutig über grün gefahren(Beifahrer als Zeuge), aber trotzdem geblitzt. Es muss ein Messfehler gewesen sein. Mein Bruder als Halter des KFZ hat tatsächlich ein Anhörungsbogen mit dem Vorwurf des Rotlichtverstosses erhalten, darin ist auch ein Foto(schlechte Qualität) von mir enthalten.
    Wenn nun mein Bruder gar nicht auf diesen Bogen reagiert, er aber im Verlauf einen Bußgeldbescheid erhält; kann er dann im Einspruch gegen den Bußgeldbescheid oder als Antwort darauf immer noch mitteilen, dass er gar nicht der verantwortliche Fahrzeugführer war und sonst auch keine Angaben zu meiner Person macht? Denn dadurch würde ich viel Zeit gewinnen bzgl. der Verjährung. Oder kommt es nach Einspruch gegen Bußgeldbescheid im Verlauf zwangsläufig zur Verhandlung?
    Ich und mein Bruder sehen uns sehr ähnlich; ich weiss nicht, ob das hier ein Vorteil oder Nachteil ist.
    Ich weiss leider nicht, wie ich mir anders helfen soll angesichts des fehlenden Rechtsschutz bei mir und Bruder.
    Vielen Dank.
    Mfg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      da Sie bezeugen können, dass Sie über grün gefahren sind, liegt wohl ein Messfehler vor. Wir dürfen Ihnen an dieser Stelle keine rechtliche Beratung geben, aber bei Zweifeln an der Messung ist der Einspruch gegen den Bußgeldbescheid sinnvoll. Falschaussagen im Anhörungsbogen sollten Sie unterlassen, dies kann als Straftat gelten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Felicitassoob sagt:

    Hallo,

    ich wurde mit 31 km/h Ausserorts mit Tolleranz geblitzt worden.
    Das ganze wurde von einem mobilen Blitzer getätigt worden (gehe davon aus das es aus einem PKW) gemacht worden ist.
    Da der Fahrzeughalter mein Vater ist wurde der entsprechende Brief an ihn geschickt, dort hat er dann Angaben über meine Person gemacht da er nicht der Fahrzeugführer war auf dem Foto. Nun habe ich eine Vorladung bekommen in der ich Angaben über meine Person machen soll und ob ich die Tat zugebe . Soll ich diesen Bogen ausfüllen und auch das ganze zugeben oder gibt es noch Rechtliche Vorteile für mich da ich mich in den letzten 3 Monaten meiner Probezeit befinde.
    MFG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      wir dürfen Ihnen hier keine rechtliche Beratung geben. Es ist verboten, im Anhörungsbogen falsche Angaben zu machen, dies kann sogar eine Straftat darstellen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. BartSimpson sagt:

    Hallo,

    ich wurde in einer 30 Zone mit 17 km/h zu schnell geblitzt. Das Bußgeld für diese Tat beträgt 35 Euro. Das Foto auf dem Anhörungsbogen ist von sehr schlechter Qualität. Jetzt meine Frage: Wie gehe ich am besten vor? Einspruch einlegen…wie? bzw was schreibt man da, Foto sehr schlecht als Grund?, oder die Strafe bezahlen und gut ist. Es geht mir eigentlich um das Prinzip bzw. darum das das Foto wirklich sehr schlecht ist und man mit dem ausfüllen vom Anhörungsbogen, sprich als Grund schlechtes Foto aus dem Schneider ist. Vielen Dank im voraus.

    MfG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      Sie können gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegen und hier als Begründung angeben, dass das Foto kaum erkennbar ist. Dann wird ein Richter entscheiden, ob Sie zu erkennen wären oder nicht – sind Sie nicht zu erkennen, müssen Sie auch den Bußgeldbescheid nicht bezahlen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Bart Simpson sagt:

        Vielen Dank für Ihre Antwort. Da hätte ich jetzt noch eine Frage: Was passiert wenn der Richter sagt ich wäre doch zu erkennen. Was müsste ich dann bezahlen oder wie geht es in diesem Fall dann weiter? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo,

          in diesem Fall müssen Sie das Bußgeld bezahlen und für die Gerichtskosten aufkommen. Es ist ratsam, vorher das Beweisfoto professionell begutachten zu lassen. Das Bußgeldverfahren ist nach dem Gerichtsurteil in jedem Fall abgeschlossen.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. KatS sagt:

    Hallo,
    ich habe einen Anhörungsbescheid bekommen, weil ich über eine rote Ampel gefahren sein soll. Ich bin mir sehr sicher, dass ich bei gelb die Haltelinie überfahren habe und meine Beifahrerin sagt auch, dass die Ampel beim überfahren Gelb war.
    Wenn ich jetzt auf dem Anhörungsbescheid ankreuze, dass ich den Verkehrsverstoß nicht zugebe, habe ich dann weitere Kosten zusätzlich zum Bußgeld von 90€, einem Punkt und der Bearbeitungsgebühr zu erwarten?

    Vielen Dank.
    Freundliche Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      beim Ausfüllen des Anhörungsbogens müssen Sie außer Ihren Personalien keine Angaben machen. Das Bußgeld von 90 Euro würde wohl steigen, wenn Sie einen weiteren Verkehrsverstoß zugeben, sonst jedoch nicht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Thorsten H. sagt:

    Hallo.
    Ich bin am 15.5.15 in einer”30erzone”
    Geblitzt worden.
    Ich habe gemerkt das ich geblitzt worden bin, hatte aber keine Ahnung das es eine 30er zone ist.
    Diese ist auch nur in einer Fahrtrichtung.
    Es handelt sich um eine bundesstrasse.
    Ich hatte einen pkw überholt der mit 20kmh vor mir fuhr. Dann wurde ich mit 62 geblitzt.
    Heute der Bescheid und schock.
    30er zone gewesen.
    Was kann ich tun.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Thorsten,

      für dieses Vergehen fällt ein Bußgeld von 100 Euro und 1 Punkt in Flensburg an. Sie können gegebenenfalls Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erheben, hierfür müssen Sie abwarten, bis der Bußgeldbescheid kommt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. David sagt:

    Hallo,

    ich bin am 04.03. scheinbar auf der Autobahn etwas zu dicht aufgefahren und habe in dieser Woche (23.6.) den Anhörungsbogen erhalten. Als Datum ist auf dem Schreiben der 17.06. vermerkt.
    Da mein Auto auf meinen Vater zugelassen ist hatte zunächst er einen Anhörungsbogen bekommen (irgendwann im Mai) ehe man mich als Fahrer ermitteln konnte. Wie ich die Sache sehe müsste die Angelegenheit also verjährt sein da der Anhörungsbogen an meinen Vater die Verjährung nicht unterbricht, korrekt?
    Sollte ich nun auf dieses Schreiben reagieren und auf die Verjährung hinweisen? Oder sollte ich einen etwaigen Bussgeldbescheid abwarten und dann Einspruch einlegen? Wie läuft sowas??

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo David,

      da die Behörde zwischenzeitlich einen Anhörungsbogen versandt hat, trat eine Verlängerung der Verjährungsfrist ein. Um Einspruch einzulegen, müssen Sie innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Bußgeldbescheids von diesem Rechtsmittel Gebrauch machen, in dem Sie einen schriftlichen Einspruch an die Behörde senden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Daniel K. sagt:

        Da aber doch der Anhörungsbogen nach den 3 Monaten (hier 03.06 ) eingegangen ist, sollte eine Verjährung vorliegen?! Zählt denn das Datum, an dem der Brief verfasst wurde oder das Datum, an dem der Brief in den Briefkasten eingeworfen wird?
        Da er nicht der Fahrzeughalter ist, verlängert sich die Verjährung erst mit der Zustellung?

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Daniel,

          die Verjährung kann auch von Ihnen unbemerkt eingetreten sein, dann nämlich wenn die Behörde zwischenzeitlich Maßnahmen zur Ermittlung des Täter vorgenommen hatte.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Hans S. sagt:

    Hallo,

    ich habe Post erhalten. Darin wird mir vorgeworfen ich sei in einer 70er Zone fast 50 km/h zu schnell gewesen. Das Fahrzeug wurde geblitzt, auf dem Bild ist klar das Nummernschild zu erkennen. Auch von dem Fahrer wurde ein Bild gemacht. Gefahren bin ich nicht. Ich bin auch nicht der Halter des Fahrzeugs. Warum werde ich angeschrieben und woher haben die meinen Namen und meine Adresse? Nach Ihren Ermittlungen würde ich als Fahrer in Frage kommen. Es handelt sich um ein Fahrzeug in unserer Firma.
    Wie kommen die an meine Daten..?

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans S.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hans,

      nachdem mit dem betreffendem Fahrzeug eine Geschwindigkeitsüberschreitung begangen wurde, ermittelte die zuständige Behörde anhand des Nummernschilds den Halter des Fahrzeugs. So stieß man wohl auf Ihre Firma, die beispielsweise anhand der Dienstpläne den vermeintlichen Fahrer vermittelte.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Hans S. sagt:

        Hallo,

        die Antwort hilft mir nicht so richtig weiter. Das heißt jemand aus der Firma muss meinen Namen und meine Privatadresse raus gegeben haben..? Was passiert wenn ich auf das Schreiben nicht antworte..? Ich habe es direkt an den Chef weitergeleitet. Er müsste ja als Halter denjenigen ausfindig machen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Hans S.

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo Hans,

          Ihr Chef dachte womöglich, dass Sie zu diesem Zeitpunkt mit dem Dienstwagen unterwegs waren. Es steht jedenfalls fest, dass die Behörde Sie als möglichen Fahrer ermittelt hat. Sie können Einspruch einlegen, wenn ein Bußgeldbescheid eintrifft, und der Behörde plausibel machen, dass Sie zum betreffendem Zeitpunkt nicht Fahrer waren.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Sophie sagt:

    Hallo, ich habe gestern eine Ordnungswidrigkeitsanzeige im Briefkasten gehabt wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn im Bereich 1 Monat Fahrverbot, Messung per Laser, allerdings ist auf der Anzeige nur ein Foto vom Nummernschild, aber kein Foto vom Fahrer. Das macht mich stutzig. Ich bin nun unsicher, wie auf den Anhörungsbogen zu reagieren ist. Foto anfordern ? Ohne Foto kann ja kein Fahrer festegestellt werden und damit keine Anzeige erfolgen, oder? Danke

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sophie,

      durchaus möglich, dass die Behörde noch ein Foto vom Fahrer besitzt. Dieses kann natürlich sehr schlechte Qualität haben, und wenn Sie nun im Anhörungsbogen zugeben, dass Sie zu schnell gefahren sind, machen Sie ein Schuldeingeständnis, obwohl der Behörde keine Beweise vorliegen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Horst T. sagt:

    Hallo,
    Ich bin ausserorts mit 110 km/h geblitzt worden in einer 70er Zone nach abzug der Toleranz. Droht mir jetzt ein Fahrverbot?

  12. Ettigirb sagt:

    Hallo,
    bin mit 31km/h zu schnell innerhalb geschlossener Ortschaft geblitzt worden.Die Straße ist ca 700 Meter lang und geht ab hier in eine Landstraße über. Ärgerlich ist, dass die 6 Häuser leer stehen, da sie abgerissen werden und die Blitze am vorletztem Haus stand, wo man (sollte man nicht) schon zur Beschleunigung übergeht. Da kann man wahrscheinlich nichts machen, oder?

    Gruß
    Ettigirb

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ettigirb,

      der Fahrer ist dafür verantwortlich, sich jederzeit an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Dementsprechend sind die Möglichkeiten tatsächlich begrenzt, hier Einspruch einzulegen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Tom sagt:

    Hallo..
    Ich habe einen Zeugenfragebogen von der Bussgeldstelle bekommen. Darin soll festgestellt worden sein das ich überholt habe ohne übersehen zu können das eine Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen war. Und verbotswidrig die Fahrstreifenbegrenzung überfahren habe. (Zeichen 295).
    Wäre ein Zeugnisverweigerungsrecht da sinnvoll?
    Da ich nicht der Fahrer war nur der Halter eben.. Mfg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tom,

      wenn Sie nicht der Fahrer, sondern nur der Halter waren, müssen Sie natürlich keine Sanktionen für diesen Fall befürchten. Außer Ihren Personalien müssen Sie keine Angaben im Anhörungsbogen machen. Die Behörde ermittelt dann den Fahrer, hier könnte es sein, dass Sie ein Fahrtenbuch anlegen müssen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Manuel sagt:

    hallo ich wurde in einer 70zone Auserhalb geblizt mit 25 km/h zu schnell in der probezeit (erstvergehen) was kommt jest auf mich zu

    danke im vorraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Manuel,

      Ihre Probezeit wird um zwei Jahre verlängert, und Sie müssen ein kostenpflichtiges Aufbauseminar besuchen. Dazu kommen die üblichen Sanktionen für die Geschwindigkeitsüberschreitung aus dem Bußgeldkatalog.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  15. WR sagt:

    Hallo,

    Ich bin im Mai und im Juni jeweils außerorts (nach Abzug der Toleranz in 70er Zonen) mit 26 km/h zu schnell geblitzt worden.
    Der erste Bescheid ist angekommen und bereits bezahlt (80€, 1Punkt). Der meinerseits ausgefüllte Anhörungsbogen für den zweiten Fall ist unterwegs.. Droht mir nun ein Fahrverbot, da ich zweimal hintereinander 26 km/h zu schnell war?

    Danke im Voraus für die Antwort.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      sofern Sie beim Tatzeitpunkt der wiederholten Tat bereits durch den Bußgeldbescheid Kenntnis von der Geschwindigkeitsüberschreitung bei der ersten Tat hatten, kann ein Fahrverbot verhängt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Johann sagt:

    Hallo,
    bin mit 62 km/h zu schnell außerhalb geschlossener Ortschaft geblitzt worden. In diesem Tag hatte meine Tochter einen schweren Unfall und ich bin zum Unfallort gefahren. Könnte diese Erwähnung in der Stellungnahme das Bußgeld oder Fahrverbot mildern? Danke!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Johann,

      dies ist möglich, andererseits sollten Sie abwägen, ob es sinnvoll ist, in dem Anhörungsbogen ein Schuldgeständnis zu machen. Lassen Sie sich am besten von einem Anwalt beraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. Paul K. sagt:

    Hallo,
    ein Verwandter ist mit seinem Fahrzeug geblitzt worden und hat im Anhörungbogen nur Angaben zur Person gemacht, sonst nichts. Auf dem Foto ist nichts zu erkennen. Daraufhin habe ich nun ebenfalls einen Anhörungbogen (mit dem gleichen Foto) zum selben Vergehen bekommen, warum auch immer. Wir wohnen in unterschiedlichen Orten. Ist das rechtens? Und was sollte man ausfüllen? Danke für die Antwort.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Paul,

      auch Sie haben das Recht, im Anhörungsbogen nur Angaben zu Ihrer Person zu machen. Die Bußgeldbehörde bekommt in der Regel Daten vom Einwohnermeldeamt und gleicht die Datensätze mit den Fotos ab. Oftmals schaut sie sich dann in der Familie um, um hier den eventuellen Täter zu finden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Werner K. sagt:

    Hallo,
    ich habe heute eine: Anhörung wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit bekommen. Ich soll ziemlich zu schnell im Raum München unterwegs gewesen sein. Das Foto sieht mir erstaunlich ähnlich, nur ich war es wirklich nicht. Das geblitzte Auto ist lt. Kennzeichen in einer Nachbarstadt zugelassen und ich kenne nicht einmal den Namen des Halters.
    Das habe auch mal so in den Bogen geschrieben.
    Das Ganze hielt ich anfangs für einen Gag, aber das Schreiben ist echt. Mein letzter Strafzettel liegt über zehn Jahre zurück. Die Frage ist, wie kommen die auf mich?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Werner,

      die Bußgeldbehörde arbeitet eng mit dem Einwohnermeldeamt zusammen. Vermutlich hat die Behörde die Fotos abgeglichen und ist so auf Sie gestoßen. Die Behörde schreibt zuerst dem Halter des Fahrzeugs. Es kann also auch sein, dass er Sie als Fahrer genannt hat. Um dies aber letztendlich zu klären, können Sie auch bei dem Ansprechpartner anrufen, der auf dem Bußgeldbescheid vermerkt ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. Nico sagt:

    folgender sachverhalt.ich habe eine anhörung wegen einer verkehrsordnungswidrigkeit bekommen.vorab ich habe keinen führerschein und bins auch wirklich nicht gewesen sondern mein vater.habedarauf nicht reagiert und nun einen bußgeldbescheid bekommen.die frage ist:mache ich mich strafbar bzw gebe ich durch das bezahlen des bußgeldes direkt zu das ich diese ordnungswidrigkeit begangen hab und muss deshalb mit konsequenzen bzw einerm haftbefehl rechnen wegen schwarzfahren obwohl ich es ja nicht gewesen bin aber bezahlen würde?problem ist es gibt nen punkt,kann man punkte bekommen auch wenn man keinen führerschein hat?bitte um hilfe…

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Nico,

      man kann bereits ab dem 12. Lebensjahr Punkte in Flensburg bekommen. Auch Fahrradfahrer können bei manchen Verstößen einen Punkt in Flensburg erwarten. Die Bezahlung des Bußgeldbescheids ist noch kein Schuldbekenntnis. In der Regel müssen Sie keine Maßnahmen erwarten. Dies kommt jedoch auf die Behörde und den individuellen Fall an.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Janina sagt:

    Hallo!
    Ich wurde vor ca. einem Monat geblitzt mit 21 km/h zu viel nach tolleranzabzug. Nun hat mein Freund einen Anhörungsbogen(keine zeugenfragebogen!) bekommen in dem er verdächtigt wird die Owi begangen zu haben. Auf dem Foto bin ihr nur sehr schlecht zu erkennen, da es sehr stark überbelichtet ist. Mein Freund hat nun erstmal nicht auf den Anhörungsbogen reagiert (da die Post eh am streiken ist und wir das ganze etwas hinauszögern wollten) was passiert nun weiter? Bekommt er einen Bußgeldbescheid oder ermitteln die Beamten doch noch genauer weiter, da auf dem Bild dennoch eindeutig nicht mein Freund zu sehen ist? Sollten wir den Anhörungsbogen doch noch zurück schicken mit der Angabe dass er nicht gefahren ist? (Es ist schon einen Monat her dass er den Anhörungsbogen erhalten hat)

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Janina,

      Sie sind verpflichtet, Angaben zu Ihrer Person auf dem Anhörungsbogen zu tätigen. Es müssen aber keine Angaben zur Tat gemacht werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Anhörungsbogen mit diesen Angaben abzuschicken. Es kann sein, dass nun ein Bußgeldbescheid zugeschickt wird. Kann die Behörde keinen Fahrer ausmachen, kann Ihr Freund auch eine Fahrtenbuchauflage auferlegt bekommen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. christa sagt:

    Hallo,

    Ich wollte mal fragen ob man diesen Anhörungsbogen ausfüllen MUSS?
    Da man ja nur Angaben zur Person machen muss, welche die Polizei schon hat, denn sonst hätte der Brief mich nicht erreicht….

    MfG

    Christa

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Christa,

      Sie müssen lediglich Angaben zu Ihrer Person machen und dann den Anhörungsbogen wieder zurückschicken. Angaben zur Tat müssen Sie aber nicht ausfüllen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Christine sagt:

    Hallo,

    ich bin innerhalb einer geschlossenen Ortschaft im Baustellenbereich (40 kmh) mit 28 kmh zu viel geblitzt worden. Dazu habe ich einen Zeugenfragebogen mit meinem Foto erhalten, der Zeugenfragebogen war an meinen Mann adressiert. Was passiert, wenn ich die Beobachtungen einfach bestätige, auch, dass ich tatsächlich in dem Auto saß, alles ausfülle und abschicke?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Christine,

      Sie müssen keine belastenden Aussagen im Zeugenfragebogen angeben. Es kann sein, dass Sie als Zeuge zum Vorsprechen bei einer Behörde eingeladen werden. Kann die Behörde keinen Täter ausfindig machen, kann es vorkommen, dass Sie die Auflage zur Führung eines Fahrtenbuches auferlegt bekommen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. Hans M sagt:

    Hallo,

    ich habe vor mehr als einem Monat in einem Naturschutzgebiet gecampt und ein Feuer gemacht. Am nächsten Morgen bekam ich Besuch eines Rangers der mich darauf hingewiesen hat, dass ich mich nicht ordnungsgerecht verhalten habe. Ich habe die Feuerstelle beseitigt und mit großen Steinen für die Zukunft abgedeckt, jeglichen Müll mitgenommen und die Stelle in einem wirklich guten Zustand zurückgelassen. Der Ranger nahm zuvor meine Personalien auf und teilte mir mit, er würde am Nachmittag noch einmal die Stelle überprüfen.

    Nun habe ich einen Anhörungsbogen erhalten und bin mir nicht wirklich sicher was das ist und wie ich mich zu verhalten haben.

    Vielen Dank für jede Hilfe.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hans,

      falls Sie in diesem Waldgebiet kein Feuer machen durften bzw. nur an ausgewiesenen Plätzen, wäre das Bußgeld rechtens. Vielleicht ist es eine Möglichkeit, diesen Ranger noch einmal zu kontaktieren, bevor Sie den Anhörungsbogen ausfüllen. Auf jeden Fall müssen Sie jedoch Ihre Personalien angeben, aber keine Angaben zur Tat abgeben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  24. Joe sagt:

    Hallo,
    mein Sohn ist mehrmals an immer der gleichen Stelle auf der Autobahn mit zu geringem Abstand gemessen und erfasst worden. Nach dem 1. Verstoß vergingen 4 Wochen bis der Bescheid bei ihm angekommen ist. In der Zeit ist er immer wieder an der gleichen Stelle erwischt worden. Gibt es Fristen nach einem Vergehen wo der Anhörungsbogen zugestellt sein muss?

    Vielen Dank für eine Auskunft.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Joe,

      die Frist, bis ein Anhörungsbogen zugestellt werden muss, beträgt in der Regel drei Monate.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  25. Mark sagt:

    Guten Tag,

    ich habe die Höchstgeschwindigkeit außerorts mit 39 km/h überschritten. Da ich vor 6 Monaten meinen Führerschein für 1 Monat abgegeben habe, droht mich zusätzlich einen Fahrverbot oder evtl. nur erhöhtes Bußgeld?

    Bringt es sich zur Sache zu äußern oder sollte ich zuerst nur meine Personaldaten abschicken?

    Vielen Dank für eine Auskunft!

    Beste Grüße,

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Mark,

      die Bußgeldkatalog-Verordnung sieht eine Regel für Wiederholungstäter vor. Wenn Sie zweimal innerhalb von zwölf Monaten mit mehr als 25 km/h – egal ob inner- oder außerorts – geblitzt werden, müssen Sie grundsätzlich beim zweiten Delikt ein einmonatiges Fahrverbot befürchten.

      Jeder Fall ist individuell und da wir keine Rechtsberatung geben, können wir leider nicht auf Ihre letzte Frage antworten. Was Sie im Bogen angeben, sollten Sie eventuell mit einem Anwalt für Verkehrsrecht absprechen, da er das Fahrverbot möglicherweise in ein höheres Bußgeld umwandeln kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Alexander sagt:

    Hallo,
    ich habe folgende Frage:
    Ich habe eine Anhörung erhalten:
    22km/h zu schnell (außerorts)
    PLUS
    Nutzung Mobiltelefon
    Vor 1 1/2 Jahren habe ich meinen Führerschein wegen zu schnellem Fahren 1 Monat abgegeben.
    Laut Bußgeldkatalog muss ich für beide Relikte 90€ + 1 Punkt bezahlen.

    Bin ich nun ein Wiederholungstäter nach diesem Zeitraum und was könnte noch auf mich zukommen?

    Danke für Ihre Antwort.
    MFG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Alexander,

      die Wiederholungstäter-“Regelung” gilt erst, wenn Sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten zweimal schneller als 25 km/h fahren. In der Regel dürften hierbei keine weiteren Maßnahmen auf Sie zukommen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  27. Marc sagt:

    Hallo,
    Ich wurde vor 4 Wochen an einem rotblitzer erfasst, jedoch bin ich mir sicher das die Ampel grün war.
    Hinter mir die Fahrerin fuhr ebenfalls und ich nahm ihre Adresse als Zeugin.
    Jetzt ist die Frage wie ich handeln soll , es war grün und es blitze 2 mal.
    Nun bin ich in der verlängerten Probezeit und weiss nicht was mit meinem Führerschein passiert.
    Gruss

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marc,

      Sie sollten zuerst den Bußgeldbescheid abwarten. Es kann sein, dass der Blitzer fehlerhaft ist, sodass die Behörde das Verfahren von allein einstellt. Ist der Bußgeldbescheid angekommen, können Sie weitere Schritte wie beispielsweise einen Einspruch planen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  28. Anton sagt:

    Hallo,

    ich parkte mit dem Auto meiner Mutter in einer Zone mit eingeschränkten Halteverbot auf einem Grünstreifen und bekam ein Knöllchen. Im Anhörungsbogen der zu ihr geschickt wurde stand Verstoß gegen StVO. Auf diesen Anhörungsbogen habe ich mich dann als Fahrer eingetragen und gleichzeitig eine Stellungsnahme bezogen. In dieser Stellungsnahme habe ich um Einstellung des Verfahrens gebeten, da Grünstreifen nicht zur StVO gehören und somit nicht in das Halteverbot einbezogen sind. Darauf hin bekam meine Mutter ein Schreiben, dass sie durch diese Äußerung entlastet ist. Allerdings bekam ich auch ein Schreiben zugeschickt, in dem mir plötzlich ein neuer Verstoß (parken in öffentlicher Anlage) vorgewurfen wird. Ist dies rechtens, dass einfach der Verstoß zu ein und dem selben Tatbestand nach belieben geändert werden darf?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Anton,

      bevor der Bußgeldbescheid letztendlich verschickt wird, prüft die zuständige Bußgeldbehörde in Ihrem Fall und sichtet alle Beweise und eventuelle Zeugen. Der Anhörungsbogen ist quasi nur als Zeugenbericht zu verstehen, der den Behörden weiterhelfen soll, um in dem Fall zu ermitteln. Vermutlich liegen der Behörde nun neue Hinweise darauf vor, dass es sich um eine andere Tat handelt. So kann beispielsweise aus einer Ordnungswidrigkeit auch keine Straftat werden, wenn der Behörde Hinweise darauf vorliegen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  29. Daue sagt:

    Hallo,ich habe einen Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren bekommen. Meine Frage ist muss ich den Außfüllen?denn geschrieben steht das ich verpflichtet bin Angaben zur Person zu machen wenn diese zu berichtigen oder zu vervollständigen,jedoch nur soweit die Angaben unrichtig oder unvollständig sind.Die Angaben im Bogen sind richtig und vollständig also warum zurücksenden?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      das ist richtig. Sind die Angaben unvollständig oder falsch, sind Sie laut Ordnungswidrigkeitengesetz dazu verpflichtet, den Bogen mit richtigen Angaben zurückzusenden. Sollten die Angaben also vollständig und richtig sein, ist dies nicht notwendig. Da die Angaben aber meist unvollständig sind, muss er in den meisten Fällen zurückgesendet werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  30. Marion sagt:

    Hallo,
    ich habe einen Zeugenbefragungsbogen erhalten incl. Bild (Geschwindikeitsübertretung) auf diesem ist klar ersichtlich das ich nicht gefahren bin (männlicher Fahrer)
    Nun habe ich eine Vorladung zur Polizeidienststelle bekommen, muss ich auf diese reagieren?
    Vielen Dank

    Viele Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marion,

      Sie sind nicht verpflichtet, bei einer Vorladung zu erscheinen. Sind Sie jedoch der Halter des Wagens und helfen nicht mit, den Fahrer ausfindig zu machen, kann eine Auflage zum Führen eines Fahrtenbuchs drohen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  31. Bettina sagt:

    Hallo
    Mein Mann hat einen Anhörungsbogen bekommen. Mit seinem Auto wurde außerorts zu schnell gefahren: 44km/h.
    Er selber ist nicht gefahren, nach dem Foto einer seiner Söhne. Muss man die belastet? Muss der Bogen überhaupt ausfüllt zurück gesendet werden, wenn die eigen Angaben alle richtig sind?
    Was passiert weiter? Bußgeldbescheid und Führerschein abgeben? Liegt der Polizei das geblitzt Foto, bei Abgabe des Führerscheines, auch zum Vergleich vor? Oder bekommen die Beamten nur das Schreiben das der Führerschein einzuziehen ist?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Bettina,

      Ihr Mann hat ein Zeugnisverweigerungsrecht und muss nicht gegen seinen Sohn aussagen. Wenn die Angaben richtig sind, müssen den Bogen nicht abschicken. Helfen Sie jedoch nicht mit, kann es sein, dass Ihr Mann eine Auflage zum Führen eines Fahrtenbuches bekommt. Dieser Fall tritt ein, wenn die Behörde keinen Fahrer ausmachen kann. Der Polizei liegt ein Foto vor; meist auch ein höher auflösendes als das, was Sie zugeschickt bekommen. Hiermit werden nun Zeugen befragt, wie bspw. Nachbarn etc.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  32. Volker sagt:

    Hallo
    Habe einen Anhörungsbogen bekommen für ein vergehen am 13.05.15.Der Poststempel auf dem Brief ist der 14.08.15.Ist die Verjährung schon eingetreten?Außerdem sind auf dem Beweisfoto zwei PKW zu sehen.Einer von vorn und einer von hinten,Ist das zulässig?
    mfg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Volker,

      die Verjährung sollte am 12.8. eingetreten sein. Die Behörde hat meist noch andere Bilder in der Akte, weshalb es schwierig ist, nur aufgrund des Fotos zu argumentieren. In manchen Bundesländern ist es möglich, online in seine Akte gucken zu können.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  33. Marcodorff sagt:

    Hallo

    Ich habe im März zwei Anhörungsbogen für die Selbe Sache bekommen. Bis jetzt habe ich davon nicht mehr gehört. Dann müssten dies verjährt sein oder ????

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      nach dem Anhörungsbogen hat die Behörde drei Monate Zeit, um den Bußgeldbescheid zu erlassen. Jedoch können verschiedene weitere Dokumente diese Verjährung unterbrechen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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