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Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren: So verhalten Sie sich richtig

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 1. Oktober 2021

Was ist ein Anhörungsbogen?

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung oder einem Rotlichtverstoß erhalten Sie einen Anhörungsbogen
Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung oder einem Rotlichtverstoß erhalten Sie einen Anhörungsbogen

Nach einer begangenen Ordnungswidrigkeit gemäß Straßenverkehrsordnung (StVO) erhält der Verkehrssünder noch vor der Zustellung des Bußgeldbescheids einen Anhörungsbogen. Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rotlichtverstöße zählen u.a. zu solchen Verstößen im Straßenverkehr. Der Anhörungsbogen ist vor allem dafür da, dem Fahrer grundsätzlich die Gelegenheit zu geben, sich zu der Sache zu äußern.

Der Anhörungsbogen enthält alle wichtigen Informationen zum Tatbestand. Das können sein: Zeit und Ort des Verstoßes und um welchen Verstoß es sich handelt. Aber auch wie viel Sie zu schnell gefahren sind und wo die Polizei Sie geblitzt hat oder, wo beispielsweise der Unfall in dem Zusammenhang passiert ist. Weiterhin gibt der Anhörungsbogen bereits die Höhe des zu erwartenden Bußgeldes laut Bußgeldkatalog an und es werden darin kurze Angaben zu den Zeugen gemacht, also den Polizeibeamten, die den Betroffenen „erwischt“ haben. Zumeist stehen hier aber nur die Nachnamen und Kürzel zum Schutz der Beamten.

In einigen Fällen sind auch Beweismittel auf den Anhörungsbogen aufgedruckt, das kann zum Beispiel das berühmte „Blitzerfoto“ sein.

FAQ: Anhörungsbogen

Welche Funktion hat der Anhörungsbogen?

Wird jemandem eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat vorgeworfen, muss ihm die Möglichkeit gegeben werden, sich zur Sache zu äußern. Im Bußgeldverfahren geschieht das vor dem Erlass des Bußgeldbescheids durch Zusendung des Anhörungsbogens. Außerdem dient er der Fahrerermittlung.

Wie sieht ein Anhörungsbogen aus?

Unser Muster verschafft Ihnen einen Überblick, wie der Anhörungsbogen, welcher von der Bußgeldstelle verschickt wird, üblicherweise aussieht.

Muss ich den Anhörungsbogen ausfüllen?

Sie sind allenfalls verpflichtet, Angaben zur Person zu machen (Name, aktuelle Adresse, Geburtsdaten). Zum Tatvorwurf selbst müssen Sie sich aber nicht äußern.

Darf ich angeben, dass jemand anders gefahren ist und den Verkehrsverstoß begangen hat?

Hüten Sie sich davor, falsche Angaben zu machen. Wer wider besseres Wissen so etwas behauptet, macht sich u. U. wegen falscher Verdächtigung nach § 164 StGB strafbar.

Spezielle Informationen zum Anhörungsbogen

Muster für Anhörungsbogen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung:

Adresse der Behörde
Straße
Telefon, FaxName des Kfz-Halters
Straße
PLZ

 

Anhörung des Betroffenen wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit

Sehr geehrte/r Herr/Frau XX

Ihnen wird vorgeworfen, am XX.XX.XXXX um XX:XX Uhr in Stadt, Straße, Abschnitt als Führer/in des Pkw, Fabrikat XX, Kennzeichen XXXXXX folgende Verkehrsordnungswidrigkeit(en) nach § XX StVO begangen zu haben:

Kennzahl und Tatbestand und dazugehörige Tatbestandsergänzung:

XXXXXXX Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um XX km/h

Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): XX km/h
Verletzte Vorschriften:
§ XXX, Abs. XXX

Bemerkungen (insbesondere Tatfolgen):
Messtoleranz von XX km/h wurde berücksichtigt
Archiv XXX
Geschwindigkeitsmessanlage XXXXXXXX

Beweismittel:
Foto

Zeugen:
XXXX und XXXX

Regelsatz gemäß Tatbestandskatalog:
Bußgeld: XX Euro
Punkte: X
Fahrverbot: XX Monat(e)

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWIG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen.

Der Erlass des Bußgeldbescheides ist mit Kosten (Gebühren und Auslagen) verbunden. Sie betragen im Regelfall: XX Euro.

Anhörungsbogen als Muster

Beispiel eines Anhörungsbogens zum Download

Gerne können Sie dieses Muster zum eigenen Gebrauch herunterladen. Im Folgenden finden Sie die Vorlage im PDF-Format zum Download:

  • Kostenloser Download
  • Muster als PDF-Dokument
  • Beispielhafte Vorlage

Wichtig ist, dass sich der Vorwurf im Anhörungsbogen gegen eine bestimmte Person richtet – das ist in der Regel immer der Halter des Autos, mit dem der Verstoß gegen das geltende Verkehrsrecht begangen wurde. Das resultiert aus der sogenannten Kennzeichenanzeige, da die Bußgeldbehörde anhand des amtlichen Kennzeichens am Auto zunächst nur den Halter des Kfz ausfindig machen kann. Weil der Halter nun dementsprechend als einziger Ansprechpartner gilt, erhält auch er den Anhörungsbogen.

Beispiel: Haben Sie am 15. Januar eine Verkehrsordnungswidrigkeit begangen, ist diese verjährt, wenn der Bußgeldbescheid nicht bis zum 14. April bei Ihnen eingetroffen ist. Haben Sie allerdings am 20. Februar den Anhörungsbogen erhalten, beginnt die Verjährungsfrist von neuem und Ihr Verkehrsvergehen wäre erst am 19. Mai tatsächlich verjährt.
Denn: Da der Tag des Ablaufens der Frist dem Tag des Verstoßes maßgeblich vorausgeht, läuft die Frist also immer einen Tag vorher ab.

Sollten Sie den Anhörungsbogen ausfüllen oder nicht?

Anhörungsbogen ausfüllen oder nicht? Die Angaben zur Person sind Pflicht!
Anhörungsbogen ausfüllen oder nicht? Die Angaben zur Person sind Pflicht!

Die Frist in der Sie den Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren ausfüllen müssen, beträgt in der Regel eine Woche. Der Betroffene ist verpflichtet, den Bogen mitsamt den Angaben zu seiner Person zurückzusenden (§ 111 OwiG). Nicht verpflichtet ist der Adressat dagegen, Angaben zur Sache zu machen. Da sich in diesem Fall niemand selbst bezichtigen muss, eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben.

Wenn Sie den Anhörungsbogen nicht beantworten, dann sind weitere Sanktionen zu erwarten. Dabei kann eine Auflage zur Führung eines Fahrtenbuches drohen oder die Vorladung des Halters zur Vernehmung/Anhörung bei der Polizei oder in der Bußgeldstelle.

Sollten nun nicht Sie als Halter der Verursacher der Ordnungswidrigkeit sein, so können Sie auf dem Anhörungsbogen den tatsächlichen Täter benennen. Dazu sind Sie jedoch, im Gegensatz zur Angabe Ihrer eigenen Personalien, nicht verpflichtet.

Schon am Ort des Geschehens kann die Polizei eine Anhörung im Bußgeldverfahren vornehmen. Doch zum Schutze der Selbstbelastung haben Sie im Wesentlichen das Recht zu schweigen. Dies sollten Sie auch in Anspruch nehmen. Vor allem dann, wenn Sie planen, in der Angelegenheit einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Aus Ihrem Schweigen dürfen die Behörden keine Schlüsse gezogen werden, die die Zuständigen Ihnen zur Last gelegt könnten.

Der Anhörungsbogen ist noch nicht die Aufforderung zur Zahlung der Geldbuße. Dies erwartet Sie erst, wenn Sie den Bußgeldbescheid erhalten. Die Zustellung des Bußgeldbescheids erfolgt in der Regel nach zwei bis vier Wochen, insgesamt hat die Behörde allerdings drei Monate dafür Zeit.

Der Anhörungsbogen unterbricht die Verjährung

Die Frist für die Verjährung einer Ordnungswirdigkeit beträgt laut § 33 Absatz 1 Nr. 1 OwiG drei Monate
Die Frist für die Verjährung einer Ordnungswirdigkeit beträgt laut § 33 Absatz 1 Nr. 1 OwiG drei Monate

Die Frist für die Verjährung wird nach § 33 Absatz 1 Nr. 1 OwiG durch die Versendung des Anhörungsbogens unterbrochen. Normalerweise beträgt die Verjährungsfrist für Verkehrsordnungswidrigkeiten drei Monate ab dem Zeitpunkt der Tat. Innerhalb dieser Zeit muss also der Bußgeldbescheid bei Ihnen eintreffen. Doch die Verjährungsfrist von drei Monaten beginnt nach der Versendung des Anhörungsbogens wieder von vorn.

Ausnahme: In diesem Fall unterbricht der Anhörungsbogen nicht die Verjährungsfrist:

Die Formulierung „Vorwurf“ spielt laut Rechtsprechung eine wichtige Rolle. Es sollte im Anhörungsbogen also geschrieben stehen: „…wird Ihnen vorgeworfen…“. Steht allerdings folgendes: „…wurde festgestellt, dass….“, so tritt bei letzterem keine Unterbrechung der Verjährung ein, da nur bei ersterem („…wird Ihnen vorgeworfen…“) auch ein persönlicher Vorwurf gegenüber des Empfängers ausgesprochen wird.

Die Verjährung kann außerdem nur einmal unterbrochen werden. Hat die Polizei Sie also bereits am Tatort angehört, so ist eine weitere Unterbrechung durch die Zusendung des Anhörungsbogens nicht mehr möglich.

Sind der Fahrer, der die Ordnungswidrigkeit begangen hat und der Halter nicht identisch, so tritt die Unterbrechung der Verjährungsfrist nur für den im Anhörungsbogen namentlich Benannten in Kraft. Das ist in der Regel der Empfänger des Schreibens wie zugleich auch der Kfz-Halter. Für denjenigen, der also den Verstoß tatsächlich begangen hat, läuft die Frist weiter.

Anhörungsbogen nicht erhalten

Sollten Sie den Anhörungsbogen nicht erhalten haben, spielt das keine Rolle. Wenn die zuständige Behörde den Postausgang Ihres Anhörungsbogens nachweisen kann, dann gilt die Unterbrechung der Verjährung trotzdem als zulässig.

Es kann aber auch vorkommen, dass der Betroffene keinen Anhörungs- sondern einen Zeugenfragebogen bekommt. Dies geschieht, wenn die Behörden bereits wissen, dass der Halter den Verstoß nicht begangen hat. Das kann auch im Nachhinein geschehen, wenn Sie im Anhörungsbogen bereits bekräftigt haben, dass nicht Sie der Verursacher der Ordnungswidrigkeit sind. Es kann in seltenen Fällen aber auch passieren, dass die Behörde, zum Beispiel, wenn die Person auf dem Beweisfoto nicht mit dem Geschlecht des Fahrzeughalters übereinstimmt, selbst feststellt, dass Halter und Fahrer nicht ein und dieselbe Person sind.

Handelt es sich bei dem Auto um einen Firmenwagen, so versendet die Bußgeldbehörde in der Regel ebenfalls oft nur einen Zeugenfragebogen. Dieser wird der jeweiligen GmbH als Halterin des Autos zugestellt. Ist dies der Fall, sollten Unternehmen darauf achten, den Zeugenfragebogen innerhalb der Firma nicht an den tatsächlichen Fahrer zum Ausfüllen weiterzureichen. Stattdessen sollte wirklich der Halter den Bogen ausfüllt sowie den tatsächlichen Verursacher angeben. Denn der Zeugenfragebogen ist seinem Namen nach, eben nur für den Zeugen gedacht. Erst, wenn der tatsächliche Fahrer von ihm benannt ist, eröffnet die Bußgeldbehörde auch gegen ihn das Ermittlungsverfahren.

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464 Kommentare

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  1. Natalie sagt:

    Hallo,

    habe als Fahrzeughalter einen Zeugenfragebogen bekommen, am 24.03.16 Geschwindigkeitsüberschreitung außer Ort nach Abzug der Toleranz (80 auf 109) um 29 km. Es ist kein Foto dabei, ist aber bei Beweismittel vermerkt. Beweismittel: Sensormessung und Foto. Es können mehrere Personen in Frage kommen, bin mir nicht mehr sicher wer gefahren ist. Will auch keinen anderen falsch beschuldigen!

    Kann ich einfach sagen, dass ich gefahren bin?

    Danke

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Natalie,

      grundsätzlich müssen Sie sich nicht selbst belasten. Sie besitzen das Zeugnisverweigerungsrecht. Davon können Sie vor allem dann Gebrauch machen, wenn Sie selbst oder ein naher Angehöriger der tatsächliche Fahrer gewesen ist. Sie sollten aber nicht absichtlich eine falsche Person benennen. Das gilt als falsche Verdächtigung und wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet.

      Es gilt also, keine Falschaussage zu machen, aber auch den Zeugenfragebogen nicht zu ignorieren. Es besteht außerdem die Möglichkeit, einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Annika sagt:

    Hallo,
    ich habe einen “Anhörung zur Ordnungswidrigkeit”-Bescheid bekommen. In diesem ist vermerkt, dass ich folgende Vorschriften verletzt habe (Misschtung des Rotlichts):

    § 37 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 132 BKat

    Meine Frage: Drohen mir hier in diesem Fall ausschließlich die 90 Euro (plus Verwaltungsgebühr), die ich laut 132 BKat zahlen müsste, oder könnte es auch sein, dass ich gegen einen “Unterpunkt” von 132 BKat (bspw. 132.3) verstoßen habe? Also: Steht im Anhörungsschreiben immer die genaue/spezifische Ordnungswidrigkeit, die mir vorgeworfen wurde oder nur die generelle?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Annika,

      im Anhörungsschreiben steht in der Regel der genaue Tatbestand. Gab es keine Gefährdung oder Sachbeschädigung und war die Ampel nicht länger als eine Sekunde rot, sollte Sie genau das von Ihnen genannte Strafmaß (inklusive ein Punkt in Flensburg) erwarten. Mehr dazu lesen Sie hier: https://www.bussgeldkatalog.org/rote-ampel/

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Alfons sagt:

    Hallo,

    habe einen Bußgeld bescheid über 20,- Euro erhalten wegen Verkehrsordnungswidrigkeit. Mir wird vorgeworfen das ich am 29.04.2016 ( Sie parkten verbotswidrig auf den Gehweg. Zeuge xxxxx xxxxxx. Beweismittel ( Foto ). Leider war ich zu diesem Zeitpunkt zu hause mit meinen Fahrzeug. Es stimmt das ich diese Tat begangen habe, aber es war nicht der 29.4 wie angegeben sondern der 30.04. Muss ich jetzt das Bußgeld zahlen oder nicht da die angegebene zeit ja gar nicht stimmt.

    MfG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Alfons,

      ein Fehler dieser Art macht den Bußgeldbescheid nicht so einfach unwirksam. Vielmehr ist es im Verlauf des Verfahrens jederzeit möglich, dass dieser Fehler berichtigt wird. Das Bußgeld müssen Sie also trotzdem bezahlen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Kerstine sagt:

    Hallo, ich wurde als Fahrerin des PKWs meines Mannes geblitzt. Er hat einen Zeugenfragebogen bekommen. Wenn er von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht, hat er dann mit irgendwelchen negativen Folgen (z. B. Fahrtenbuch) zu rechnen?

    Vielen Dank und Gruß

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kerstine,

      in der Regel dürften da keine größeren Maßnahmen folgen, das ist ja im Grunde auch der Sinn des Zeugnisverweigerungsrechts. Den Zeugenfragebogen muss er aber ausfüllen, Angaben zum Täter oder zur tat allerdings nicht. Beruft er sich auf das Zeugnisverweigerungsrecht, werden die Behörden aber in seinem Umfeld nach dem Täter suchen. In unserem Ratgeber zum Thema Zeugenfragebogen können Sie sich noch weit gehender informieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Natalie sagt:

    Hallo,

    ich bin vor kurzem über eine rote Ampel gefahren. Der Grund dafür: ein anderes Auto ist mir ca 10 Minuten lang schon sehr dicht aufgefahren, hat stark “gedrängelt”. Ich konnte nicht mehr bremsen, weil ich Angst hatte, dass der andere mir dann auffährt. Habe nun den Anhörungsbogen von der Polizei bekommen. Lohnt es sich den Vorgang zu schildern? Oder bringt das sowieso nichts? (Meine Beifahrerin kann alles bezeugen, bin mir aber nicht sicher, ob das auf dem Blitzerfoto noch nachvollzogen werden kann, da der Drängler in dem Moment, in dem ich die Ampel überfahren habe, die Spur wieder gewechselt hat.)

    Vielen Dank für die Antwort im Voraus.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Natalie,

      auch wenn dies eine unangenehme Situation ist, gilt hier der Verkehrsverstoß, dass Sie eine rote Ampel überfahren haben. Demnach hätte ebenfalls ein Verkehrsunfall geschehen können. Daker können Sie durchaus den Behörden die Situation schildern, dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass Sie das Bußgeld nicht zahlen müssen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Andreas sagt:

    Hallo,
    ich habe heute die “Anhörung im Bußgeldverfahren” wg. Geschwindigkeitsübertretung von 27Km/h
    innerhalb geschl Ortschaften erhalten und soll Angaben zur Sache machen.
    Beweismittel: Sensormessung und Foto, Zeuge OPB …
    Auf dem Foto ist absolut nichts zu erkennen, weder Fahrzeug(Mot.) noch Kennzeichen.
    Soll ich Angaben machen oder bleiben lassen und abwarten?
    MFG Andreas

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Andreas,

      Sie sind nicht verpflichtet, Angaben zu machen oder sich selbst zu belasten. Ob es sich lohnt, hier einen Einspruch zu wagen, können Sie mit einem Rechtsanwalt abklären. Wir dürfen keine Rechtsberatung anbieten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Thomas sagt:

    Hallo liebes Bussgeldkatalog-Team,

    ich habe auf einem Taxistand nachts um 1 Uhr geparkt und einen Strafzettel in Höhe von 15€ erhalten.
    Datum des Falsch Parkens: 27.02.2016
    Datum Anhörungsbogen: 01.03.2016
    Datum Einspruch: 10.03.2016
    Datum Kostenbescheid: 04.06.2016 (aufgrund Einstellung des Verfahrens, Zahlung in Höhe von 23.50€)

    Wurden alle Fristen eingehalten?
    Wann würde die Verjährungsfrist einsetzen?

    Ich bedanke mich im Voraus,
    Mit besten Grüßen,
    Thomas

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Thomas,

      die Fristen wurden eingehalten. In Ihrem Fall wäre die Tat erst 6 Monate nach dem Tag des Vergehens verjährt. Sobald der Bußgeldbescheid eingetroffen ist, gilt aber die Zahlungspflicht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Bernd sagt:

    Hallo liebes Bußgeldkatalog-Team,
    kann die bearbeitende Stelle einfach einen zweites Schreiben mit neuem Anhörungsbogen verschicken, in diesem ist der Erhalt des beantworteten 1.Anhörungsbogen, wo ich auch alle Angaben getätigt habe, bestätigt, und so die Verjährungsfrist auf September 2016 hochsetzen?!
    Das hat die Behörde jedenfalls heute mit einem Schreiben an mich getan.

    Vielen Dank für die Antwort im Voraus
    Bernd

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Bernd,

      eine Behörde kann in der Regel weitere Informationen bezüglich des Vergehens einfordern. In diesem Fall empfiehlt es sich den Rat eines Anwalts einzuholen, dieser kann Ihnen in Bezug auf das Schreiben und die weitere Vorgehensweise beraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Bernd sagt:

        Danke für die Information.
        Ich gehe jetzt davon aus ( leider keine Kopie von dem ersten Bogen gemacht), das das erste Schreiben sich auf die Fahrerermittlung bezog und habe gestern auf das zweite Schreiben online geantwortet.
        Mich nervt die ganze Angelegenheit nur noch. Man bekennt sich und muss dann monatelang auf eine Abhandlung warten.
        Beste Grüße
        Bernd

  9. Axel sagt:

    Ich bin neulich beim Überfahren einer roten Ampel geblitzt worden, da diese sehr kurzgeschaltet war und nur 2Autos durchließ. Nachdem es zwei mal blitzte habe ich angehalten und zurückgesetzt und es blitzte wieder zwei Mal. Jetzt kam der Anhörungsbogen. In wieweit lohnt es sich dagegen Einspruch zu erheben?
    Gruß Axel

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Axel,

      da wir keine rechtliche Beratung durchführen dürfen, empfehlen wir Ihnen sich mit einem Anwalt zu beraten. Dieser kann Ihnen bezüglich eines etwaigen Einspruchs behilflich sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Musti sagt:

    Hallo, mein Vater hat gestern einen anhörungsbogen bekommen wegen zu schnelles fahren, da er nicht der fahrer war hat er meine personalien weitergegeben und diese abgeschickt. Ich war auf dem bild zu sehen.

    Angeblich soll ich auf der autobahn (100er Zone) mit 128 km/h mit toleranzabzug geblitzt worden sein. Grund für die begrenzung seien brückenschäden etc. ich war an dem tag mit meiner mutter unterwegs und hatten eine sehr lange fahrt hinter uns. jedoch haben wir beide überhaupt nichts vom blitzer mitbekommen.

    muss ich jetzt nun die tat zugeben oder nicht da ich mir nicht sicher bin wann und wo genau ich geblitzt worden bin, bzw hat es folgen wenn ich nicht zugebe es aber dann festgestellt wird das ich tatsächlich zu schnell gefahren bin?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      auch wenn Sie die Tat nicht zugeben: Aufgrund des Fotos und der Aussage Ihres Vaters ist es wahrscheinlich, dass Sie das entsprechende Bußgeld dennoch bekommen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Heike sagt:

    Hallo habe Anhörung im BußgeldVerfahren bekommen Ordnungswidrigkeit Rotlicht missachtet. 37Abs.2,49 StVO 24 StVO 132BKat beinhaltet das auch ein Fahrverbot .es steht keine Strafe drin.mit der ich zu rechnen habe. Wo bekomme ich Auskunft was ich zu erwarten habe?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Heike,
      ob ein Fahrverbot fällig wird, kommt darauf an, wie lange die Ampel schon auf Rot stand. Mehr Informationen zu diesem Thema sowie die dazugehörigen Strafen finden Sie in unserem Text zum Rotlichtverstoß.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Julia sagt:

    Hallo!

    Ich wurde mit dem Auto meines Mannes an einer Kreuzung auf der Linksabbiegerspur beim Überfahren des Rotlichts und beim links Abbiegen zwei Mal geblitzt. Ich selbst habe die Ampel nur noch Gelb und noch nicht auf Rot gesehen, die Geschwindigkeit betrug ca. 55km/h innerorts habe gegen Ende der Gelbphase etwas beschleunigt). Kein anderes Auto musste deshalb bremsen oder ausweichen. Nun kam die Anhörung mit der Angabe:
    “Sie missachteten das Rotlicht der Lichtzeichenanlage. Die gemessene Zeit betrug 0,99 Sekunden. §37 Abd. 2 StVO; § 24 StVG; 132 BKat. Beweismittel: Frontfoto, Zeuge: Stationäre Rotlichtüberwachung.”

    Nun meine Fragen:
    1) Ist den obigen Angaben im Anhörungsprotokoll bereits zu entnehmen, dass keine Gefährdung vorlag, weil diese bisher nicht erwähnt wurde? Bzw. würde oder müsste dies bereits im Anhörungsbogen stehen? Oder könnte das im Verlauf des Bußgeldbescheids noch aufkommen?
    Denn ich wäre bereit, die €90 (und die zusätzlichen Bearbeitungsgebühren) zu bezahlen wenn es dazu kommt. Eine höhere Strafe fände ich in meinem Fall jedoch nicht gerechtfertigt.

    2) Kann ich das vor Absenden des Anhörungsprotokolls erfragen, bzw. Beweisfotos anfordern, ohne den Verstoß damit direkt zuzugeben?

    3) Was passiert, wenn ich ankreuze, dass ich den Verstoß nicht zugebe – und dabei begründe, dass die Ampel von meiner Sicht aus noch gelb war und ich auch nicht stark bremsen wollte, da dicht hinter mir ein anderer Wagen fuhr? Ist es möglich, dass das von der Bußgeldstelle einfach akzeptiert und nicht weiter verfolgt wird? Dort steht nämlich, dass “unter Berücksichtigung meiner Äußerungen entschieden wird, ob das Verfahren eingestellt wird”. Oder käme dann wahrscheinlich ein Rechtsstreit mit Zeugenaussagen, Vorladung, etc. auf mich zu? Denn das wäre es mir wegen €90 nicht wert!

    4) Gibt es bestimmte Äußerungen, die ich – meinem Fall entsprechend wahrheitsgemäß – machen kann, die eine solche Einstellung des Verfahrens wahrscheinlicher machen? (Vermeidung eines Auffahrunfalls, Selbst noch Gelb gesehen, etc.)

    Vielen Dank!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Julia,

      in der Regel steht im Anhörungsbogen der genaue Tatbestand und wird im Bußgeldbescheid nicht erweitert. Sie haben in jedem Fall das Recht, Akteneinsicht zu fordern (bspw. bei der Polizei). Das lohnt sich am meisten, wenn Sie den finalen Bußgeldbescheid erhalten haben. Dann ist das Verfahren aus Sicht der Behörde abgeschlossen und alle wichtigen Dokumente liegen vor.

      Sie müssen sich niemals selbst belasten. Es kann sich aber immer lohnen, die Sachlage aus Ihrer Sicht zu schildern – gerade wenn die Behörde diese Anmerkung im Bogen macht. Im Zweifelsfall kann Ihnen ein Anwalt aus dem Verkehrsrecht sagen, ob sich hier ein Einspruch lohnt oder nicht. Auch bei möglichen Formulierungen kann dieser hilfreich sein. Wir können hier leider keine Rechtsberatung anbieten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Lavinya sagt:

    Hallo habe Anhörung zum BußgeldVerfahren bekommen. Mobiler Blitzer auf gegenüberliegender Fahrspur versteckt.
    Soll außerorts in einer 70er Zone nach Toleranzabzug 25 km/h zu schnell gewesen sein.
    Schlechtes Beweisfoto mit großer Sonnenbrille.
    1. Frage: ist es erlaubt, mobile Blitzer versteckt auf gegenüberliegender Fahrspur einzusetzen?
    2. Frage: lieber Aussage komplett verweigern oder angeben, nicht der Fahrer zu sein?

    Lieben Dank für Ihre zeitnahe Antwort.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lavinya,

      wir dürfen Ihnen leider keine Rechtsberatung geben. Grundsätzlich müssen Blitzer nicht von den Kraftfahrern als solche erkannt werden, von daher kann es durchaus zulässig sein, den Blitzer zu verstecken, solange alle anderen Regeln zum Aufstellen (technisch) eingehalten worden sind. Beim Anhörungsbogen sind Sie nicht dazu verpflichtet Angaben zur Sache zu machen, eine Falschaussage kann aber schwere Konsequenzen haben. Im Zweifel sollten Sie einen Anwalt um seine Einschätzung bitten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Wiebke sagt:

    Hallo, entstehen Bearbeitungskosten, wenn man im Anhörungsbogen angibt, dass ein Messfehler vermutet wird?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Wiebke,

      durchaus könnten weitere Verwaltungsgebühren die Folge sein. Es empfiehlt sich einen Rechtsberater zu kontaktieren, um die Vermutungen zu überprüfen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  15. Sabis sagt:

    Hallo,
    habe vor 3 wochen eine Anhörung zum Bußgeldbescheid bekommen. Diese beantwortet und danach gleich wieder verschickt, wobei ich geschrieben hab, dass keiner aus der Familie es gewesen sein kann, da mein Sohn arbeiten war.
    Habe heute wieder einen Brief bekommen auf den Namen meines Sohnes. Soll ich den jetzt beantworten? Oder was soll ich machen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sabis,

      aus Ihrer Nachricht geht nicht eindeutig hervor, um was für einen Brief es sich handelt. Grundsätzlich sind aber an Ihren Sohn adressierte Briefe von Ihrem Sohn zu beantworten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Remo sagt:

    Meine Frau wurde auf der Autobahn mit 22 kmh zu schnell und Handy am Ohr geblitzt. Was. Erwartet Sie für eine Strafe ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Remo,

      einem Kraftfahrer, der mit einem Handy am Steuer erwischt wird, droht ein Bußgeld in Höhe von 60,- EUR sowie ein Punkt im Fahreignungsregister. Ein Geschwindigkeitsverstoß ab 21 bis 25 km/h außerorts, zieht ein Bußgeld in Höhe von 70,- EUR nach sich sowie einen Punkt im Fahreignungsregister.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. Mik sagt:

    Hallo,

    ich habe einen Anhörungsbogen erhalten, in dem mir vorgeworfen wird, nach Abzug der Toleranz 7km/h zu schnell gewesen zu sein (innerorts). Es gibt keine Angabe zur tatsächlichen Geschwindigkeit, zur Höhe des Toleranzabzugs und unter den Beweismitteln ist weder das Gerät eingetragen, mit dem gemessen wurde, noch sind Zeugen angegeben (Bild ist dabei).
    Kann nur ein Anwalt die fehlenden Angaben erfragen (Akteneinsicht) oder wie kann ich das machen? Wie hoch wäre das Bussgeld, wenn ich die 15€ Verwarngeld nicht bezahle?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Mik,
      es ist auch ohne Anwalt möglich, Akteneinsicht zu beantragen. Mehr Informationen dazu und wie Sie vorgehen können, erfahren Sie in unserem Artikel zur Akteneinsicht. Der Anhörungsbogen ist außerdem noch keine Zahlungsaufforderung.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Franzi sagt:

    Hallo,
    ich wurde am 10.05.2016 von einem Rotlichtblitzer (unter 1 Sek.) mit dem Auto meiner Mutter geblitzt. Heute (30.08.2016) habe ich einen Anhörungsbogen bekommen. Zwischenzeitlich hatte meine Mutter auch einen bekommen und mich als Fahrer angegeben.
    Die Verjährungsfrist ist ja für mich schon längst vorbei (laut Abschnitt “Sind der Fahrer, der die Ordnungswidrigkeit begangen hat und der Halter nicht identisch, so tritt die Unterbrechung der Verjährungsfrist nur für den im Anhörungsbogen namentlich Benannten in Kraft. Das ist in der Regel der Empfänger des Schreibens wie zugleich auch der Kfz-Halter. Für denjenigen, der also den Verstoß tatsächlich begangen hat, läuft die Frist weiter.”) oder habe ich da etwas falsch verstanden?
    Vielen Dank und freundliche Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Franzi,

      Was Sie schildern, ist korrekt. Der Bescheid könnte tatsächlich bereits verjährt sein, allerdings ist nicht immer der Zustellungstermin entscheidend. Wichtig ist beispielsweise auch, wann das Schreiben angeordnet bzw. versendet worden ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. werner sagt:

    1.
    In einer Strasse ist es erlaubt mit einseitig auf dem Gehweg abgestelltem Fahrzeug zu parken. Ausnahme ist die Zeit zur Strassenreinigung, dann besteht von 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr absolutes Halteverbot.
    Der Fahrer des PKW würde um (vermeintlich) 10:30 das Fahrzeug umsetzen aber an der Scheibe ist von der Stadt schon ein roter Schein mit pauschalem Vermerk auf eine Ordnungswidrigkeit bzgl. des Abgestellten PKWs hinterlegt.
    Die Strasse ist ca. 1km lang, der vermeintliche Abstellort soll ungefähr auf der Hälfte der Strecke liegen.

    Ca. 8 Minuten wird der Fahrer wieder in seiner Wohnung sein um vom Festnetz aus das Ordnungsamt der Stadt anrufen und von dem Fall in Kenntniss setzen.
    Die Beamtin meint, es wird mit geeichten Geräten gearbeitet und sie würde das prüfen.

    Ca. 10 Tage später liegt ein Brief der Stadt mit der dazu üblichen Verwarnung/Anhörung und dem ausgewiesenem Betrag von 15 Euro im Briefkasten.
    Als Zeuge wird “Mitarbeiter der Stadt” angegeben.

    – Ist eine Stadt verpflichtet den Vorgang mit eindeutigem Beweismaterial
    (technische Geräte wie gemachtes Bild mit Kamera und geeichter Funkuhr) zu beweisen oder vorzulegen, ggf auf Anfrage?

    – wenn man davon ausgeht ein “Zeuge der Stadt” hat “übereifrig” gehandelt (genau zur angegeben Zeit zur Stelle oder sogar früher am PKW), welche Rechtsmittel könnten in solch einem Fall angewandt werden.

    – welche Folgen könnte eintreten wenn die Verwarnung wegen zweifelhafter Zeugenaussage oder Beweisführung nicht angenommen.

    2. Sind Fälle bekannt das per Klage gegen die Reaktionpflicht auf Ordnungswidrigkeiten o.ä. von nur einer Woche vorgegangen wurde.
    Den bei Berücksichtigung alltäglicher möglicher Lebensumstände, Bank und Behördenöffnungszeiten, ist doch 1 Woche Antwortfrist seid angeblicher(!) Zustellung, ohne Frage eine Anmassung?

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen
    Werner

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Werner,

      zu Ihrer zweiten Frage: uns sind derartige Urteile nicht bekannt.

      zu Ihrer ersten Frage: Gegen den gegen Sie ergangenen Bußgeldbescheid können Sie Einspruch einlegen. Eine Behörde muss einen Verstoß beweisen. Zu diesem Zwecke kann sie einen Zeugen benennen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Peter P. sagt:

    Ich wurde außerhalb Ortschafts mit 6km/h zu schnell geblitzt, wo angeblich 50km/h erlaubt sind.
    Ich soll nun 10EU Ordnungswidrigkeit zahlen, da man mir Vorsatz oder Fahrlässigkeit unterstellt, denn sonst wäre es ja keine Ordnungswidrigkeit.
    1.) etwa 50m vor dieser Stelle ist eine Straßeneinmündung von rechts an der kein Begrenzungsschild steht
    da drin hatte ich kurz gehalten um mich über meinen weiteren Weg zu informieren da ich dort ortsunkundig bin
    2.) bevor man an die Einmündung kommt etwa 500m davor war ein 70km/ Schild. Der vorgeworfene Verstoß kann sich also nur auf das folgende Schild hinter der Einmündung beziehen.
    3.) Nach der Straßeneinmündung folgten 2 ausgeschaltete Ampeln. 10m hinter der ersten Ampel steht optisch verdeckt durch diese Ampel ein 50km/ Schild. Man sieht das Schild erst etwa 8m vor der Ampel.
    4.) etwa 10m nach diesem Schild steht ein Blitzer, der mich geblitzt hat
    (zu all diesem habe ich Photografien)
    Also wir haben es 1.) mit einem verdeckt angeordneten Schild zu tun und 2.) dahinter in nicht gebührender Entfernung ein Blitzer. In meinem Bundesland müssen lt. internen Anordnungen da 150m Abstand sein, 3.) ein Verstoß der gemäß StvO nicht zu ahnden ist und deshalb auf das OwiG ausgewichen wird, allerdings nicht mit Beweisen sondern mit Unterstellung von Vorsatz oder Fahrlässigkeit 4.) wenn der Behörde meine Stellungnahme nicht paßt. ohne dies begründen zu müssen, kann man mir eine Bußgeld verhängen. Ist das noch ein Rechtsstaat?

    Gemäß §55 OwiG darf ich dazu Stellung nehmen. Wen aber der Behörde meine Stellungnahme ohne Begründung nicht passt bekommen ich automatische einen Bußgeldbescheid. Gemäß welcher gesetzlichen Regelung steht nicht im Anhörungsbogen. Den Anhörungsbogen muss ich auf jeden Fall zurück schicken.

    Was macht man mit so einer Schweinerei? Lässt man es sich gefallen und zahlt den Bagatellbetrag oder geht man den Rechtsweg bis zum Gericht? Vorsichtshalber weißt man ihm Anhörungsbogen darauf hin daß die Ordnungswidrigkeit nirgendwo registriert wird. Wenn ich vor Gericht gewinne wen darf ich dann wegen falscher Anschuldigung wegen Unterstellung von Vorsatz oder Fahrlässigkeit verklagen?

    Bereits im Anhörungsbogen steht drin daß man mich mit 10 Euro verwarnt und hat auch gleich einen vorgedruckten Überweisungsschein beigelegt. Das ist doch eine Vorverurteilung, ohne mir vorher überhaupt die Gelegenheit zu einer Stellungnahme gegeben zu haben. Das heißt doch daß man meine Stellungnahme gar nicht berücksichtigen will. Muß ich den Anhörungsbogen zurück schicken wenn ich zahle?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Peter,
      Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Anhörungsbogen zurückzuschicken (§ 111 OWiG). Bezüglich der anderen Fragen würden wir Ihnen empfehlen, einen Anwalt zu konsultieren, da wir keine Rechtsberatung erteilen dürfen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Emi sagt:

    Hallo, mein Vater hat eine Schreiben “Zeugenbefragung wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit – Bußgeldverfahren gegen Unbekannt” erhalten. Er ist aktuell im Urlaub und ich bin mit seinem Auto gefahren. Ich soll 14 km innerhalb geschlossener Ortschaft überschritten haben. An diesem besagten Tag habe ich keinen Blitzer gesehen, bzw. bemerkt. Ich glaube auch nicht, das ich 14 km über der erlaubten Geschwindigkeit gefahren bin. Auch wegen der Uhrzeit habe ich so meine Bedenken.
    Meine Fragen:
    Da mein Vater nicht da ist, darfZsoll ich das Beiblatt ausfüllen?
    Muss/sollte ich das Beiblatt zu meiner Person, als Fahrzeugführerin, ausfüllen?
    Wenn ja, bekomme ich anschließend irgend einen Beweis, das ich diese Verkehrsordnungswidrigkeit begangen habe?
    Vielen Dank im Voraus!

    Viele Grüße
    Emi

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Emi,

      da das Schreiben an Ihren Vater gerichtet ist, sollten Sie dieses nicht ohne sein Zutun ausfüllen. Sie können die Behörde ja informieren, dass er gerade im Urlaub ist – so kann die Frist eventuell verschoben werden. Im Bußgeldverfahren können Sie durchaus Akteneinsicht beantragen, um zu überprüfen, ob die Vorwürfe gegen Sie auch rechtens sind. Erkundigen Sie sich bei der zuständigen Polizeidienststelle.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Petert Pascht sagt:

    Hallo Werner!

    Interessant wäre zu wissen wo der Zeitrahmen von einer Woche gesetzlich festgeschrieben ist. oder ist es einfach Behördenwillkür? Sich selber 3 Monate Zeit einräumen, aber dem Bürger nur eine Woche. Hat man den Termin mit rechtlich zulässigen Gründen versäumt, war z.Bsp. in Urlaub eine Woche, kann man die Wiedereinsetzung in den ursprünglichen Rechtsstand verlangen.

  23. Feuerstein sagt:

    Hallo, habe einen Anhörungsbogen wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung – außerorts Tempo 70 mit 27 zu viel – erhalten. Das entsprechende 70 Schild konnte ich aber nicht sehen, da in diesem Bereich Baumpflegearbeiten durchgeführt wurden. Die zuständige Straßenmeisterei bejahte diese, von einer Fremdfirma durchgeführten Arbeiten. Wie verhalte ich mich beim Ausfüllen des Anhörungsbogen. Nur die Ordnungswidrigkeit verneinen, oder schon detailierte Ausführungen machen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Feuerstein,

      generell sollten Sie im Anhörungsbogen keine falschen Angaben machen (hier: behaupten, dass die Ordnungswidrigkeit nicht stattgefunden hat). Sie müssen sich aber auch nicht selbst belasten. Wenn die Straßenmeisterei die Baumpflegearbeiten aber bestätigen kann, können Sie das in Ihren Ausführungen nutzen. Im Zweifelsfall kann ein Anwalt aus dem Verkehrsrecht ein hilfreicher Kontakt sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  24. Peter Pascht sagt:

    Werner: “welche Folgen könnte eintreten wenn die Verwarnung wegen zweifelhafter Zeugenaussage oder Beweisführung nicht angenommen” Die Folgen sind immer die gleichen. Die Folge ist ein Bu0geldbescheid. Die Behörde behält sich vor immer Recht zu haben, es sei denn es wurde ein eklatanter Fehler gemacht.

  25. Alois sagt:

    Hallo,
    habe heute einen Anhörungsbogen wegen Unterschreitung des Mindestabstandes (vor zwei Wochen) erhalten.
    Muss ich bei “2. Angaben zur Sache” ein “ja” bzw. ein “nein” ankreuzen? Ich hab das Vergehen nicht bewusst herbeigeführt, kann mich also nicht daran erinnern und weiß also wirklich nicht, ob ich den Mindestabstand unterschritten habe.

    Grüße
    Alois

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Alois,

      im Anhörungsbogen sind Sie nicht dazu verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Sven W. sagt:

    Guten Tag!

    Ich habe einen Anhörungsbogen wegen Geschwindigkeitsverstoß ausserhalb geschl. Ortschaft bekommen. Erlaubt waren 70 km/h und es wird mir eine Überschreitung um 23 km/h zur Last gelegt. Nun stellen sich mir folgende Fragen. Muss das Messgerät mit Typ und Hersteller angegeben sein oder ist “Messung mit Lasergerät und Foto ” ausreichend. Weiterhin befindet sich keine Angabe über das zu erwartende Bußgeld oder die Punkte auf dem Anhörungsbogen. Stellt dies einen Verfahrensfehler dar?

    Beste Grüße Sven

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sven,
      da es sich um einen Anhörungsbogen handelt und nicht um einen Bußgeldbescheid, sind diese Angaben nicht verpflichtend. Es liegt also normalerweise kein Verfahrensfehler vor.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  27. Michael sagt:

    Hallo Team,
    meine Tochter bekam heute (13.09.) einen Anhörungsbogen mit Ausstellungsdatum 08.09. – es wird ihr vorgeworfen, sie wäre am 05.08. auf einer Straße, die sie nicht kennt – mit einem Fahrzeug, das nicht ihres ist, jedoch mit dem von ihr gefahren Kennzeichen gesehen worden, wie sie als Führer des Fahrzeuges ein Telefon nutze, bzw. den Hörer eines Autotelefons (was sie nicht hat) hielt oder aufnahm.

    Hier sind mehrere falsche Anschuldigungen (falscher Ort, Zeit, Auto) enthalten. Wie kann man diese Anschuldigung am Besten abwehren? (geht es ohne Anwalt und Rechtsschutz?)

    Danke für kurze Antwort
    Michael

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Michael,

      mit dem Anhörungsbogen hat Ihre Tochter die Gelegenheit, all die von Ihnen beanstandeten Punkte aus ihrer Sicht darzulegen und zu schildern. Sollte Ihre Tochter dennoch einen Bußgeldbescheid bekommen, kann sie gegen diesen innerhalb einer Frist von zwei Wochen Einspruch einlegen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  28. Sascha sagt:

    Hallo,
    habe diese Woche ein Verwarnungsschreiben erhalten in dem mir Vorgeworfen wird:

    Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 17 km/h.

    Zulässige Geschwindigkeit: 50 km/h.

    Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): 67 km/h.

    Müssten da nicht noch 3 km/h abgezogen werden oder stimmt der Wert nicht Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 17 km/h, dann sollte da doch 20 km/h stehen?
    Hab da heute bei der Bußgeldstellr angerufen und der “freundliche Herr” meinte das stimmt so.
    Danke!

  29. jj sagt:

    hallo,
    ich fahre einen firmenwagen mit privater nutzung.
    ich habe falsch geparkt und bekomme von meinem arbeitgeber das schreiben der stadt weitergeleitet.
    es sind 10 € fällig. in der vergangenheit habe ich diese einfach überwiesen und nichts weiter gemacht.
    in diesem fall ist es eine fahreranfrage.
    reicht einzig und allein die zahlung der strafe ?
    muss ich diesen befragungsbogen in solchen fällen ausfüllen und zurück schicken ?
    bzw. welche schreiben muss ich ausfüllen und zurück schicken ?
    vielen dank im voraus für eine antwort.
    mfg
    jj

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo jj,

      sofern Sie einen Bußgeldbescheid bekommen haben, reicht es aus, den darin festgesetzten Betrag zu zahlen. Im Rahmen eines Anhörungsbogens, der dem Bußgeldbescheid in der Regel vorausgeht, können sich Betroffene zu den Umständen äußern.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  30. Norman sagt:

    Ist es Zulässig den beantworteten Anhörungsbogen mit Verwarnung per Mail an die Bußgeldstelle zu senden?

  31. Marius S. sagt:

    Hallo,
    wenn man den Anhörungsbogen ausgefüllt hat, an wenn wird dann die Bußgeldbescheinigung geschickt, an den Fahrzeughalter oder an den Fahrer?

    Mit freundlichen Grüßen
    Marius

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marius,

      der Bußgeldbescheid wird an denjenigen verschickt, der nach Ansicht der Bußgeldbehörde die Tat begangen hat.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  32. Siegkat sagt:

    Mein Sohn ( 18 Jahre und Fahranfänger ) hat eine rote Ampel unter 1 sek. überfahren – er meinte , er ist bei gelb noch rüber ! Mein Lebensgefährte ist Halter von diesen PKW und er hat auch den Anhörungsbogen bekommen ! Er hat jetzt die Pflichtangaben ausgefüllt – was passiert jetzt weiter , wird jetzt weitergefahndet da ja das Alter nicht mit den Beweisfoto übereinstimmt oder kommt dann nur ein Bussgeldbescheid von 90,00 € + 1 Pkt und mein Lebensgefährte nimmt es wortlos hin !?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Siegkat,

      die Bußgeldstelle kann weiterforschen, um den tatsächlichen Fahrer des Autos zu ermitteln.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  33. Shawn sagt:

    Hallo,

    wurde geblitzt im Auto das auf meinen Vater läuft. Vater gab an er wars, aber die schicken dann den Bescheid samt Vewaltungskosten an mich.
    Wie geht sowas? Ist das rechtens?

    Gruß

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Shawn,

      in Deutschland gilt die Fahrerhaftung. In Ihrem Fall muss die Bußgeldbehörde davon überzeugt sein, dass Ihr Vater nicht der Fahrer des Wagens war (z. B. aufgrund des Blitzerfotos). In der Regel ist dies rechtens.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  34. Olga sagt:

    Guten Tag,

    bei mir wurde weniger am 4/10 des halben Tachowertes vorgeworfen. Beweismittel Video Band.
    Habe ich die Möglichkeit mir das Video Band anzusehen. Ich fahre nie dicht auf und kann mir es nur erklären das mir jemand vor gefahren ist. würde gerne wissen ob man das auf dem Video erkennt. Muss ich Einspruch einlegen um das Video zu sehen?

    mfg,
    Olga

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Olga,

      diesbezüglich sollten Sie sich an einen Anwalt wenden, da wir Ihnen keine Empfehlung oder Rechtsberatung für Ihren Fall geben können.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  35. Yasin sagt:

    Guten Tag,

    Ich wurde mit dem Firmenwagen meiner freundin geblitzt den eigentlich nur sie fahren darf der Firmenwagen ist auf die Firma zugelassen gibt es eine möglichkeit ohne das ihr Chef das mitbekommt die strafe zu bezahlen bzw ohne das ein anhörungsbogen an ihr chef gesendet wird danke schonmal im vorraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Yasin,

      der Anhörungsbogen sowie auch der Bußgeldbescheid werden immer an den Fahrzeughalter gesandt. Dies lässt sich nicht umgehen. Sie können bei der zuständigen Bußgeldstelle, falls Ihnen diese bekannt ist, vorstellig werden und versuchen das Bußgeld dort zu begleichen. Hier ist es auch ratsam, sich an einen Anwalt zu wenden, der Sie bezüglich der weiteren Vorgehensweise beraten kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  36. Markus sagt:

    Hallo!

    Das Auto meiner Schwester ist vor einiger Zeit geblitzt worden. Der Wagen war zu der Zeit in der Werkstatt und wurde von irgendeinem Werkstattmitarbeiter dort gefahren, da meine Schwester im Urlaub war. Als Fahrzeughalterin hat sie das der Behörde auch so mitgeteilt.
    Nun habe ich bereits zwei Briefe bekommen, dass ich als Fahrer des Wagens identifiziert wurde. Ich habe mit diesem Auto nichts zu schaffen (außer, dass ich der Bruder meiner Schwester bin) und war nachweislich an dem Tag des Fotos in der Arbeit. Das kann auch von allen Mitarbeitern in meiner Arbeit bestätigt werden.
    Die Behörde hat meinen Widerspruch offenbar komplett ignoriert, weil ich jetzt eine “letzte Zahlungsaufforderung vor Anzeigenerstattung” erhalten habe. In dieser werde ich aufgefordert den offenen Betrag zu zahlen, bevor ein Bußgeldbescheid erhoben wird…
    Weiter werde ich darauf hingewiesen, dass Einwände aus Verjährungsgründen nicht mehr möglich sind und nicht mehr bearbeitet werden. Ist das ein schlechter Scherz?
    Zum einen finde ich es eine Frechheit überhaupt angeschrieben zu werden und zum anderen sehe ich nicht ein auch nur einen Cent zu zahlen.
    Wie kann ich mich noch wehren?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Markus,

      werden Sie sich bezüglich Ihres speziellen Falles bitte an einen Rechtsberater, da diese Auskunft unter einer Rechtsberatung fällt, können wir Ihnen dahingehend keine Informationen oder Empfehlungen geben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  37. etzold sagt:

    Hallo,
    habe einen Anhörungsbogen erhalten, Vorwurf : sie sind bei Rot über eine Ampel gefahren.
    Bin auf dem Foto nicht zu erkennen, da Sonnenblende heruntergeklappt war. Grelles Sonnenlicht durch tiefstehende Sonne direkt von vorn. Deshalb whrscheinlich Ampel Rot übersehen.
    Wie verhalte ich mich?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo etzold,
      wir würden Ihnen empfehlen, sich an einen Anwalt zu wenden. Dieser kann Sie darüber informieren, ob ein Einspruch in diesem Fall sinnvoll wäre und wie Sie am besten vorgehen. Uns ist es leider nicht erlaubt, eine Rechtsberatung zu erteilen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  38. Nathalie sagt:

    Guten Tag,
    ich habe ein kleines Problem. Ich wurde im August mit meinem Auto einmal geblitzt auf der Bundesstraße wo 60km/h waren mit 22km/h zu viel nach Toleranzabzug und nun einen Monat später im September wurde ich mit dem Auto meines Freundes geblitzt. Auf der A7 Richtung Hamburg hat es mich dann gleich zweimal erwischt innerhalb von 12min – einmal mit 23km/h und dann nochmal mit 24km/h. Es sind aber 2 verschiedene Landkreise. Gilt dann trotzdem, dass der höhere Verstoß einen Punkt bekommt und die Strafe höher ausfällt, da es ein und die selbe Strecke war?! Habe beide male nichts mitbekommen. Womit muss ich nun rechnen? Ich wurde innerhalb von 10Jahren kein mal geblitzt und jetzt direkt so oft.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Nathalie,

      es ist schon anzunehmen, dass Sie für beide Verstöße bestraft werden. Da der erste Verstoß keine 12 Monate zurückliegt, werden Sie vermutlich auch als Wiederholungstäterin betrachtet und die Sanktionen (Bußgelder, Punkte usw.) fallen höher aus. Warten Sie am besten erst einmal die Bescheide ab. Genaue, zahlenbasierte Voraussagen können wir in diesem Fall nicht machen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  39. Sarah sagt:

    Hallo,
    ich wurde am 31.7.16 in einer 30 Zone mit 55 km/h abzüglich Toleranz geblitzt. Da mein Vater Fahrzeughalter ist, erhielt er bereits einen Zeugenfragebogen, bei dem er von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machte. Am 27.10.16 schickte die Bußgeldstelle einen Anhörbogen, adressiert an meinen Mädchennamen, (bin seit über einem Jahr verheiratet) an die Adresse meiner Eltern, wo ich seit über 4 Jahren nicht mehr wohne und auch nicht gemeldet bin. Ist die Zustellung trotzdem gültig? Bzw. läuft die Einspruchsfrist nun dennoch in 14 Tage ab, obwohl ich den Brief, nachweislich ja eigentlich nie erhalten habe, ich habe seither nämlich auch noch kein Beweisfotos gesehen?
    Sind meine Eltern verpflichtet die Adresse/ Personalien von mir zu berichtigen?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sarah,

      in diesem Fall sollten Sie sich an einen Anwalt wenden und abklären, wie sie weiterhin vorgehen sollen. Beim Anhörungsbogen handelt es sich noch nicht um den Bußgeldbescheid, ist der Bogen allerdings falsch adressiert, sollten Sie diesbezüglich die Rechtslage abklären.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  40. Paul B. sagt:

    Wenn man vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen möchte, um Angehörige nicht zu belasten, schreibt man dies schon in den Anhörungsbogen?? Oder wie ist der Verlauf?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Paul B.,
      im Anhörungsbogen müssen Sie in der Regel lediglich Angaben zur eigenen Person machen. Sie müssen den wahren Täter nicht nennen.

      Die Redaktion von bussgeldrechner.org

  41. Günter sagt:

    Hallo

    Ich habe gestern Post aus Deutschland, eine “Anhörung zur Ordnungswidirigkeit”, bekommen. Ich bin Österreichischer Staatsbürber und habe auch meinen Hauptwohnsitz in Österreich.
    Kann ich diesen Fragebogen auch per E-Mail an die zuständige Bußgeldstelle retournieren?
    Wenn ich den Fragebogen nicht retourniere, kommen dann noch zusätzliche Bußgeldkosten auf mich zu?
    Wenn ich den Verkehrsverstoß nicht zugebe, muss ich dass auch Begründen?

    mfg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Günter,

      Sie müssen auf dem Anhörungsbogen keine Aussage zur Tat machen, selbst wenn Sie die Tat bestreiten. Die Begründung sollte, wenn Sie eine abgeben, allerdings der Wahrheit entsprechen. In der Regel ist der Postweg maßgebend. Es sei denn, Ihnen wurde im Anhörungsbogen die Möglichkeit offeriert, online zu antworten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  42. Fränky sagt:

    Hallo
    mir wurde Vorgeworfen das ich am 18.10.2016 gegen eine Vorschrift verstoßen habe die Besagt das ich kein weißes Licht über Fern und Abblendlicht hatte sondern Blaues Licht.
    Als Zusatztext steht noch : Die Verwarnung wird nur wirksam wenn ich damit einverstanden bin und das Verwarnungsgeld Überweise.
    Da mein Auto aber ganz normales Gelbes Licht hat, muss ich auf den Anhörungsbogen reagieren?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Fränky,

      auf den Anhörungsbogen sollten Sie reagieren. Dies ergibt sich aus § 111 des Ordnungswidrigkeitengesetzes.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  43. Anja M. sagt:

    Hallo ich habe heute einen Anhörungsbogen bekommen, ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst. Ich wurde in einer 70 zohne mit 31kmh zu viel geblitzt kulanz schon abgezogen. Leider habe ich auf meiner Tour wichtige Schlüssel verloren und bin in Panik geraten und um diese zu finden zu sch ell gefahren. Nun habe ich Angst es droht ein Fahrverbot. Lohnt es sich den Grund sprich Angaben zu machen auf dem Bogen oder interessiert das keinen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Anja,
      bei 31 km/h zu schnell außerhalb geschlossener Ortschaften droht in der Regel nur ein Fahrverbot, wenn es sich um die zweite Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr innerhalb eines Jahres handelt. Es zählt normalerweise nicht als Entschuldigung, zu schnell gefahren zu sein, weil Sie etwas verloren hatten. Um sich dessen zu vergewissern, haben Sie jedoch die Möglichkeit, sich an einen Anwalt zu wenden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  44. Madelaine sagt:

    Im Anhörungsbogen vom 24.10.2016 steht, Sie überschritten am 22.09.2016….
    außerhalb geschlossener Ortschaften um 65kmh
    Zulässige Geschwindigkeit: 80kmh
    Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): 145kmh
    Wenn ich rechne komme ich auf 65 aber wo ist da bitte was abgezogen? Bzw. die festgestellte Geschwindigkeit müsste ja dann noch höher sein?!

    Was erwartet uns?
    Bzw durch die Arbeit sind wir auf das Auto angewiesen.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Madelaine,

      in der Regel wird die Geschwindigkeit bereits mit dem Abzug der Toleranz angegeben. Ihnen werden also die 65 km/h zu viel zur Last gelegt, jedoch nicht die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit. Daher werden die 145 km/h als festgestellte Geschwindigkeit angegeben, da hier die Toleranz bereits einberechnet ist.

      In der Regel müssen Sie mit einem Bußgeld in Höhe von 440 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot von zwei Monaten rechnen. Die tatsächlich verhängten Sanktionen werden dann im Bußgeldbescheid aufgeführt. Der Anhörungsbogen stellt noch keinen Bußgeldbescheid dar.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  45. Lisa sagt:

    Folgende Situation: Meine Mutter wurde mit dem Auto von meiner Schwester geblitzt, war ein einfacher Rotlichtverstoß. Der erste Anhörungsbogen ging an meine Schwester, dieser wurde daraufhin ausgefüllt und meine Mutter wurde als Fahrerin angegeben. Jetzt der Schock, der zweite Bescheid ist eingetrudelt und war jedoch nicht an meine Mutter, sondern mich adressiert. Ich bin ebenfalls auf das Auto zugelassen, im Gegensatz zu meiner Mutter und das Bild sieht mir schon ähnlich, also meine Mutter und ich sehen eben ziemlich gleich aus und sie trägt eine Sonnenbrille. Jetzt die Frage, wie kommen die auf mich? Schließlich wurde meine Mutter eindeutig als Fahrerin genannt. Warum wird ihr nichts zugesendet?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lisa,

      grundsätzlich können Sie immer einen Widerspruch einlegen und auch darauf hinweisen, dass Ihre Mutter schon als Fahrerin genannt worden ist. Dann muss die Behörde Ihrer Mutter eigentlich einen Bescheid zukommen lassen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  46. Peter sagt:

    guten Tag,

    bin vor knapp 3 Monaten zu dicht aufgefahren (weniger 4/10 bei 130 km/h). Fahrzeug ist auf meine Frau zugelassen. gestern stand die Polizei bei meiner Frau vor der Tür und hat Ihr mein Bild vor die Nase gehalten. Leider hat Sie nicht vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, sondern meine Daten angegeben. Zwei Tage vor der drei Monatsfrist. Ich denke ich bin damit hinreichend identifiziert und bekomme die Tage einen Anhörungsbogen.
    Oder gibt es noch eine Möglichkeit die Verjährungsfrist zu “erreichen”? :-)

    Sollte der Anhörungsbogen und Vorwurf bezüglich Richtigkeit von Anwalt geprüft werden?

    Danke

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Peter,

      leider dürfen wir keine Rechtsberatung bieten und verweisen daher zur Einschätzung individueller Fälle an einen Anwalt für Verkehrsrecht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  47. Sven sagt:

    Habe einen Anhörungsbogen als angeblicher Fahrer erhalten, obwohl das Fahrzeug nicht auf mich zugelassen ist. Die Halterin im gleichen Haus war zu dem Zeitpunkt der Fahrt bereits verstorben und hat sich ganz sicher nicht dazu äußern können.

    Keine Idee, warum ich angeschrieben werde und da ich nicht sicher bin, ob ich tasächlich gefahren sein könnte, überlege ich, ob ich den Bogen ausfüllen soll oder aus taktischen Gründen den Bußgeldbescheid abwarte oder sinnvollerweise doch den Bogen nur mit Angabe der Pflichtangaben zu 1. (zur Person des Betroffenen) mache. Jedenfalls kann ich mich an eine Blitzersituation nich terinnern. In der Regel halte ich mich an Geschw.-Grenzen, von daher bin schon überrascht. Weiß auch nicht ob ich vielleicht doch gewesen sein könnte. Es könnte jedoch auch sein, daß auch anderere Familienangehörige in Frage kämen, die ich aber auch nicht unnötig benennen möchte. Zumindest ist das ins Schreiben einkopierte Foto sehr schlecht, was nicht unbedingt bedeutet, im Original bessere Qualität vorfinden zu können. Denkbar sind alle möglichen Konstellationen, bis hin zu Fehlmessung. Ich bin einfach nur ratlos. Einheitssensor ES3.0 ist das Gerät, mit dem die Messung durchgeführt worden sein soll.

    Jedenfalls möchte ich nicht unbedingt das Bußgeld und den Punkt in Kauf nehmen, selbst wenn meine Vita bisher in über 20 Jahren Fahrpraxis in dem Bereich blütenweiß ist. Denn eine spätere Unaufmerksamkeit innerhalb eines Jahres tatsächlich und man wird zum Wiederholungstäter, der ich auf keinen Fall sein möchte. Auf die 80 € würd ich, selbst wenn ich es nicht so dicke habe, eher pfeifen, wenn es keine Punkte gäbe und ich dafür meine Ruhe hätte.

    Wie würdet Ihr in einem solchen vergleichbaren Fall vorgehen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sven,
      wir würden Ihnen empfehlen, sich mit Ihrem Anliegen an einen Anwalt zu wenden, da es uns nicht erlaubt ist, eine Rechtsberatung zu erteilen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  48. Chris sagt:

    Hallo,
    ich wurde mit dem Fahrzeug meiner Schwiegermutter in einer 30Zone (Baustelle) mit 51km/h geblitzt.
    Dies war ein mobiler Blitzer welche oft von den Kreisen durch ein Privatunternehmen eingesetzt werden.
    Dieses Fahrzeug stand im absoluten Halteverbot was ich auch sofort demjenigen der das Fahrzeug führte mitteilte.
    Bei der Behörde wurde mir gesagt, dass dies legetim sei wobei eine Sondergenehmigung ausgestellt sei, diese wurde mir jedoch nicht gezeigt.
    Der Anhörungsbogen wurde heute meiner Schwiegermutter zugesendet.
    Besteht bei diesem Sachverhalt Aussicht auf Erfolg wegen dem absoluten Halteverbot?
    Ich weiß, sie dürfen keine Beratung geben, dennoch würde mich interessieren ob alles seine Richtigkeit hat.
    Muss der Anhörungsbogen zwingend zurückgesendet werden?
    Lg

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Chris,

      es ist durchaus möglich, dass ein Sondergenehmigung für das Parken im Halteverbot ausgestellt werden kann. Sollten Sie an der Richtigkeit der Messung zweifeln, sollten Sie den Gang zu Anwalt nicht scheuen. Dieser kann Sie im Detail individuell beraten. Grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, Angaben zur Sache im Anhörungsbogen zu machen. Sie müssen ihn aber zurücksenden und ggf. fehlende Informationen zu Ihrer Person nachtragen bzw. falsche Angaben korrigieren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  49. Torsten sagt:

    Guten Tag,
    meine Frage bezüglich der Verjährungsfrist im Bußgeldverfahren:
    ich wurde am 26.8. auf der Autobahn mit 112 km/h (Toleranz bereits abgezogen) statt erlaubter 80 km/h geblitzt.
    Anhörung im Bußgeldverfahren ist am 19.9. per Post eingegangen und der Anhang für die Fahrerdaten wurden von mir am
    19.9. ausgefüllt und an die Bußgeldstelle zurückgesendet. bis heute (13.03.) habe ich nichts weiter von der Behörde gehört….
    ab welchem Zeitpunkt könnte ich mit einer Verjährung rechnen ??
    Danke für Info

    Gruß
    Torsten

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Torsten,

      die Verjährung tritt in der Regel nach drei Monaten, maximal jedoch nach sechs Monaten ein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  50. Sebastian sagt:

    Hallo,

    meine Frau wurde mit dem auf sie zugelassenen PKW innerorts mit 6 km/h zu viel geblitzt. Den ersten Anhörbogen haben wir nicht weggeschickt.
    Jetzt kam sofort ein Bußgeldbescheid aus Kassel.
    Müssen sie nicht noch mal vorwarnen?
    Ich kenne es bisher so, dass nach dem ersten Brief nochmal ein weiterer folgt.
    Muss ich die Gebühren auf jeden Fall bezahlen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Sebastian

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sebastian,

      der erste Brief war vermutlich kein Anhörungsbogen, sondern ein Verwarnungsschreiben. Bei diesem haben Sie eine Woche Zeit, das Verwarnungsgeld zu begleichen, andernfalls wird ein Bußgeldverfahren eröffnet. Da Sie offenbar diese Frist versäumt haben, ist es rechtens, dass Ihnen die Bußgeldgebühren auferlegt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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