VW-Dieselaffäre - Entschädigung im Abgasskandal 2018

VW-Dieselaffäre: Wie wird gegen den Skandal vorgegangen?

Wem steht in der VW-Abgasaffäre eine Entschädigung zu?

Welche Möglichkeiten der Entschädigung gibt es in der VW-Dieselaffäre?

Welche Möglichkeiten der Entschädigung gibt es in der VW-Dieselaffäre?

Die VW-Dieselaffäre, auch „Dieselgate“ genannt, hatte weitreichende Konsequenzen für VW und andere betroffene Konzerne. Im Rahmen der Abgasaffäre bei VW war bekannt geworden, dass mithilfe einer verbotenen Software die Messergebnisse für den Stickstoffausstoß verschiedener Fahrzeuge manipuliert wurde. So wurden weltweit Millionen von Fahrzeugen unrechtmäßig zum Straßenverkehr zugelassen bzw. mit Euro-6-Plaketten ausgestattet.

Außerdem wurden jahrelang mehr giftige Stickstoffe in die Atmosphäre ausgestoßen, als angegeben. Berechnungen zufolge habe die Mehrbelastung zahlreiche frühzeitige Tode herbeigeführt und so zu insgesamt 29.000 verlorenen Lebensjahren geführt.

Doch welche Möglichkeit haben Betroffene, in der VW-Dieselaffäre entschädigt zu werden? Welche Folgen hatte der Skandal bereits für den Konzern und die Automobilbranche? Wie stellen auch Sie fest, ob Sie von der Abgasaffäre bei Volkswagen betroffen sind? Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen.

Rechtliche Folgen der VW-Dieselaffäre

Die Manipulation der Stickstoffwerte blieb nicht ohne Folgen. Sowohl Privatpersonen als auch öffentliche Einrichtungen gingen rechtlich gegen VW vor. Im Juni 2018 erließ die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Volkswagen einen Bußgeldbescheid in der Höhe von einer Milliarde Euro. Als Verstoß wurden dem Hersteller „Aufsichtspflichtverletzungen in der Abteilung Aggregate-Entwicklung im Zusammenhang mit der Fahrzeugprüfung“ angelastet. Durch diese Verletzungen seien „mitursächlich“ von 2007 bis 2015 10,7 Millionen Fahrzeuge mit einer unzulässigen Softwarefunktion beworben, verkauft und verbreitet worden.

Blick unter die Haube: Welche Autos sind von der Volkswagen-Abgasaffäre betroffen?

Blick unter die Haube: Welche Autos sind von der Volkswagen-Abgasaffäre betroffen?

Neben diesem Bußgeld kam es im Rahmen der VW-Dieselaffäre zu einigen Sammelklagen, die zum Teil bis heute nicht entschieden sind. Es gibt auch in Deutschland einige Kanzleien, die sich darauf spezialisiert haben, Sammelklagen von Menschen zu organisieren, die im Skandal geschädigt wurden. So kam es zum Beispiel im April 2018 zu einer erneuten Klage vor dem Landgericht Braunschweig durch VW-Diesel-Käufer aus Slowenien, die durch eine amerikanische Kanzlei vertreten wurden. Dieselbe Kanzlei hatte bereits im Vorjahr eine Sammelklage stellvertretend für insgesamt 15.000 geschädigte Kläger organisiert.

Sind auch Sie von der VW-Dieselaffäre betroffen?

Auch in Deutschland finden sich im Internet zahlreiche Anwaltskanzleien, die Sammelklagen vorbereiten. Diese argumentieren oft damit, dass VW und andere Firmen den Käufern ihrer Diesel-Modelle durch den Skandal geschadet hätten, da es dadurch zu Stilllegungen, Fahrverboten und allgemein zu einem hohen Wertverlust gekommen sei. Der Hersteller habe abseits eines Software-Updates in vielen Fällen keine weiteren Entschädigungen geleistet.

Daher sei in vielen Fällen eine Klage wegen sittenwidriger Schädigung möglich. Wenn für den Kauf des Autos ein Kredit abgeschlossen wurde, soll auch der Widerruf dieses Autokredits eine Möglichkeit sein.

Dies sind verlockende Versprechungen. Doch wann sind Sie betroffen? In der Regel sind in Deutschland VW-Kunden betroffen, die ein Dieselfahrzeug mit dem Motor EA 189 gekauft haben. Daneben sind vereinzelt auch Modelle von Tochterfirmen des VW-Konzerns wie Audi, Seat, Skoda oder Porsche sowie andere Hersteller von der VW-Dieselaffäre betroffen.

Sind Sie betroffen, können Sie von einem Anwalt Ihren Anspruch prüfen lassen und eventuell eine Preisminderung bzw. Schadensersatz geltend machen. Ein Anwalt kann Ihre Erfolgschancen für Sie prüfen.

Allerdings läuft die Zeit ab: Während Ansprüche an die Autohändler, die die betroffenen Wagen verkauft haben, seit Ende 2017 nicht mehr gestellt werden können, läuft die Frist für Ansprüche gegen VW voraussichtlich noch bis Ende 2018. Danach wird es wahrscheinlich in vielen Fällen nicht mehr möglich sein, Ihr Recht im Rahmen der VW-Dieselaffäre durchzusetzen.

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