Selbstanzeige nach Fahrerflucht: Späte Einsicht kann helfen

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Wann Sie Fahrerflucht mit einer Selbstanzeige teilweise ausbügeln können

Wenn Sie bei der Polizei Selbstanzeige nach begangener Fahrerflucht erstatten, können Sie sogar straffrei davonkommen.

Wenn Sie bei der Polizei Selbstanzeige nach begangener Fahrerflucht erstatten, können Sie sogar straffrei davonkommen.

Sie können sich schneller wegen einer Fahrerflucht schuldig machen, als Sie vielleicht denken. Diese liegt nämlich nicht nur dann vor, wenn Sie einen Passanten angefahren und verletzt zurückgelassen haben.

Auch wenn Sie die Tür Ihres geparkten Autos mit zu viel Elan öffnen, dabei einen kleinen Kratzer im Lack des benachbarten Fahrzeuges hinterlassen und trotzdem losfahren, machen Sie sich wegen „unerlaubten Entfernens vom Unfallort“ nach § 142 des Strafgesetzbuches (StGB) strafbar. Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt: Im schlimmsten Fall drohen als Konsequenzen bis zu drei Jahre Haft oder eine hohe Geldstrafe.

Sie haben jedoch die Möglichkeit, bei der Polizei eine Selbstanzeige zu stellen, nachdem Sie sich unerlaubt vom Unfallort entfernt haben. Weshalb lohnt sich bei Fahrerflucht eine nachträgliche Selbstanzeige? Und wie lange haben Sie nach einem Unfall Zeit, eine solche zu stellen? Das erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Was bringt Ihnen eine Selbstanzeige nach begangener Fahrerflucht?

Oft ist es einfach unser angeborener Fluchtinstinkt, der uns zumindest bei kleineren Zusammenstößen dazu antreibt, den Unfallort unerlaubt zu verlassen. Deshalb räumt der Gesetzgeber den Schuldigen in solchen Fällen noch eine zweite Chance ein, indem sie nach begangener Fahrerflucht mit einer Selbstanzeige das Strafmaß reduzieren können. Diese ist in § 124 Absatz 4 StGB verankert. Darin heißt es:

Das Gericht mildert in den Fällen der Absätze 1 und 2 die Strafe (§ 49 Abs. 1) oder kann von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn der Unfallbeteiligte innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach einem Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs, der ausschließlich nicht bedeutenden Sachschaden zur Folge hat, freiwillig die Feststellungen nachträglich ermöglicht.

Mit einer Selbstanzeige nach der Unfallflucht können Sie also unter Umständen gänzlich straffrei davonkommen, wenn das verantwortliche Gericht so entscheidet. Um mittels einer Selbstanzeige nach der Fahrerflucht in den Genuss einer Strafminderung zu kommen, müssen Sie laut diesem Gesetz jedoch eine Reihe von Dingen beachten.

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Wann wirkt eine Selbstanzeige nach der Fahrerflucht strafmindernd?

Für eine Selbstanzeige nach  begangener Fahrerflucht haben Sie 24 Stunden Zeit.

Für eine Selbstanzeige nach begangener Fahrerflucht haben Sie 24 Stunden Zeit.

Das Gesetz stellt eine Reihe von Bedingungen auf, welche für eine Reduzierung der Strafe gegeben sein müssen:

  • Bei begangener Fahrerflucht muss die Selbstanzeige innerhalb von 24 Stunden erfolgen, nachdem es zur Kollision kam.
  • Eine Strafminderung gibt es nur dann, wenn der Unfall „außerhalb des fließenden Verkehrs“ geschehen ist. Damit sind in erster Linie Zusammenstöße auf Parkplätzen mit entsprechenden Schäden gemeint.
  • Bei dem Zusammenstoß darf „ausschließlich nicht bedeutender Sachschaden“ entstanden sein. Solch ein Schaden liegt der Rechtsprechung zufolge dann vor, wenn die Unfallinstandsetzung nicht mehr als 1.300 Euro kostet. Dabei kann die Strafe entweder gemildert werden, oder das Gericht kann ganz von einer Strafe absehen.
  • Sie müssen auch nach einer Selbstanzeige bei Fahrerflucht dazu beitragen, dass Ihr Unfallgegner Ihre Personalien und Informationen zu Ihrem Fahrzeug erhält. Dieser Feststellungspflicht können Sie aber auch nachkommen, wenn Sie sich an eine nahe gelegene Polizeidienststelle wenden (§ 142 Abs. 3 S. 1 StGB).

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass nach begangener Fahrerflucht eine Selbstanzeige strafmindernd wirken kann oder dass das Gericht in so einem Fall sogar ganz von der Strafe absieht. Wie stark sich eine Strafe senken lässt, hängt auch von der Höhe des entstandenen Schadens ab.

Eine Anzeige können Sie prinzipiell bei jedem Polizeirevier stellen. Am praktischsten ist es dabei, wenn Sie sich an die Dienststelle wenden, welche für Ihren Wohnort zuständig ist.

Wenn Sie ein stehendes Fahrzeug beschädigt haben und dessen Fahrer nicht auffindbar ist, müssen Sie nach § 142 Absatz 1 Nr. 2 des StGB eine „angemessene Zeit“ warten, welche in der Rechtsprechung meist auf eine halbe Stunde angesetzt wird. Danach können Sie die Polizei rufen und mit ihr das weitere Vorgehen besprechen. Warten Sie eine kürzere Zeit oder hinterlassen Sie lediglich einen Zettel an der Windschutzscheibe, ohne danach die Polizei zu rufen, gilt dies ebenfalls als Fahrerflucht, die mittels Selbstanzeige abgeschwächt werden kann.

Zahlt Ihre Versicherung nach Fahrerflucht mit Selbstanzeige?

Sie können mit einer Selbstanzeige die Fahrerflucht nachträglich melden und bei Bagatellschäden sogar straffrei davonkommen.

Sie können mit einer Selbstanzeige die Fahrerflucht nachträglich melden und bei Bagatellschäden sogar straffrei davonkommen.

Wenn sich der Verursacher einer Kollision unerlaubt vom Unfallort entfernt hat, ist es häufig so, dass seine Haftpflichtversicherung zwar den ganzen entstandenen Schaden übernimmt, von dem Unfallflüchtigen danach jedoch Regress fordert.

Dies bedeutet, dass die Versicherung bis zu 5.000 Euro vom Versicherungsnehmer verlangen kann, wenn dieser gegen die Bedingungen im Versicherungsvertrag (sogenannte Obliegenheiten) verstoßen hat. Und eine Unfallflucht ohne Anzeige wird normalerweise als vorsätzlicher Verstoß gegen diese Bedingungen gewertet.

Wenn Sie hingegen eine Unfallflucht mit nachträglicher Selbstanzeige bei der Polizei melden, kann es sein, dass die Versicherung die Regressforderungen an Sie senkt oder sogar ganz darauf verzichtet, wenn es sich lediglich um Bagatellschäden handelt. Sie sollten jedoch auf jeden Fall daran denken, der Versicherung den entstandenen Schaden zu melden.

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