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Regressforderung – Die Bedeutung von Regress bei der Versicherung

Die Regressforderung bei der Versicherung

Regress bei der Versicherung bedeutet, dass eine Rückzahlung passieren kann.

Regress bei der Versicherung bedeutet, dass eine Rückzahlung passieren kann.

Nach einem Verkehrsunfall mit einem entstandenen Sachschaden, sei dies ein bloßer Kratzer oder ein erheblicher Blechschaden, möchten die Besitzer des Fahrzeugs, dass ihr Fahrzeug möglichst schnell repariert wird.

Um den Schaden zu regulieren, muss die Versicherung eingeschaltet werden. Im Zusammenhang mit der Regulierung und der Kostenübernahme kann es passieren, dass ein Versicherungsanbieter den Versicherungsnehmer oder Schädiger des Unfalls in „Regress nimmt“.

Wann der Versicherung ein Regress zusteht, was dies genau bedeutet und in welchen Fällen bei einer Haftpflichtversicherung der Regress gilt, erfahren Sie in dem folgenden Ratgeber.

Was sind Regressansprüche bei einer Versicherung?

Einen Versicherungsnehmer in Regress zu nehmen bedeutet genau, dass eine Versicherung nach einem Schaden prüft, ob ein Teil der Summe, welche bei der Regulierung von Seiten der Versicherungsgesellschaft bezahlt wurde, von dem Versicherten wieder zurückgeholt werden kann. Dies wird im versicherungstechnischen Sinne als Regressforderung bezeichnet.

Ein Regress kann es bei unterschiedlichen Versicherungsfällen geben und bei verschiedenen Versicherungsarten. So ist bei einer Kfz-Versicherung ein Regress möglich sowie bei einer allgemeinen Haftpflichtversicherung. Die Ansprüche hängen immer mit den jeweiligen Umständen zusammen.

Wird von Regress gesprochen, kann dies auch als Rückforderung bezeichnet werden. Dabei gibt es keine pauschale Festlegung, sondern der Einzelfall bestimmt, ob bei einer Kfz-Haftpflicht ein Regress anfällt oder dies nicht möglich ist. Regressforderungen sind immer dann eine Option für die Versicherung, wenn der Versicherungsnehmer seine Vertragspflichten verletzt hat.

Gut zu wissen: Die geltenden Pflichten für den Kunden bei einer Regressforderung sind in den Unterlagen des Versicherungsvertrages festgehalten.

Die Höhe und genaue Art der Regressforderung werden von der Versicherungsgesellschaft, je nach den genauen Umständen bestimmt. Häufig findet sich der Regress bei einer Kfz-Versicherung wieder, aber auch ein Regress bei der Haftpflichtversicherung im Allgemeinen, ist keine Seltenheit. Insbesondere bei einer Personen- und Autohaftpflicht treten Obliegenheitsverletzungen vermehrt auf.

Obliegenheiten werden verletzt, wenn beispielsweise ein Fahrer grob fahrlässig gehandelt hat oder ein Vorsatz bei der Tat besteht, die zu einem Schaden geführt hat. So kann nach einem verursachten Unfall eine Regressforderung von der Versicherung bei Alkohol- und Drogenkonsum erfolgen.

Forderung für Regress von der Versicherung nach einem Unfall

Sollte im Straßenverkehr ein Unfall passieren, wird der Schaden von der Versicherung reguliert. In jedem Fall passiert dies, einschließlich der Kostenübernahme, sofern der Schaden rechtzeitig gemeldet wurde. Nur Rettungskosten müssen von einem Versicherungsnehmer vorerst selbst bezahlt werden.


Generell werden diese später mit den Kosten der Schadensregulierung verrechnet. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass eine Obliegenheitsverletzung vorliegt, kann die Versicherung Regress, beispielsweise bei Alkohol am Steuer, fordern.

Eine Regressforderung kann nach einem Schaden von der Versicherung gestellt werden.

Eine Regressforderung kann nach einem Schaden von der Versicherung gestellt werden.

De Regressforderung ist bei der Versicherungsart der Kfz-Haftpflicht jedoch nur bis zu einem bestimmten Wert möglich, da im Automobilbereich Schäden schnell auf mehrere tausend Euro steigen können und dadurch einige Personen in enorme finanzielle Schwierigkeiten bringen würden. Daher ist das Gesetz hier für den Verbraucher von Vorteil, da es diesbezüglich einen eingrenzenden Betrag für die Rückforderung gibt.

Fristen zur Rückforderung der Regulierungssumme

Stellt sich heraus, dass eine Obliegenheitsverletzung vorliegt, kann der Versicherer die Regressforderung durchsetzen. Dies passiert indem innerhalb eines Monats nach der Feststellung, dass eine Pflichtverletzung besteht, der Regress von der Versicherung, beispielsweise bei Alkohol oder Drogen während der Fahrt, eingefordert wird.

Zudem muss bei einer Obliegenheitsverletzung, welche noch vor dem Verkehrsunfall geschehen ist, eine Vertragskündigung eingereicht werden. Diese ist ausgehend von der Versicherungsgesellschaft und muss im Nachhinein beim Versicherungsnehmer eingehen. Generell sollte die Kündigung auf dem Schriftweg erfolgen und ebenfalls in der Frist von einem Monat, nach der Feststellung der Pflichtverletzung, sein.

Eine Regressforderung kann dementsprechend durchaus auch eine Weile nach der Schadensregulierung beim Versicherungsnehmer laut werden. Insbesondere wenn bei der Schadensmeldung eine bewusste Falschaussage getroffen wurde und eine grobe Verletzung des Versicherungsvertrages vorliegt. Neben einer Autoversicherung kann bei anderen Versicherungsarten eine hohe Summe zurückgefordert werden, gerade dann, wenn eine schwere Absicht vorliegt. Diese Punkte können zu einem erheblichen Ausmaß und steigender Höhe der Regressforderung führen:

Vertragsunterlagen müssen aktuell gehalten werden

Regressansprüche der Versicherung sollten stets überprüft werden.

Regressansprüche der Versicherung sollten stets überprüft werden.

Es ist wichtig, dass Sie stets Ihre Vertragsbedingungen kennen und die Versicherungsunterlagen überprüfen, damit diese jederzeit auf dem neuesten Stand sind. Denn es können gesonderte Versicherungen oder Zusatzleistungen abgeschlossen werden, zu Gegenständen oder Sachverhalten, welche sich mit den Jahren ändern.

Wenn es beispielsweise eine Sonderleistung oder einen Rabatt auf einen versicherten Gegenstand gibt, welche aktuell nicht mehr existieren, kann dies als Verletzung des Vertrags ausgelegt werden. Daher muss die Versicherungsgesellschaft über Neuerungen informiert werden, sofern diese im Vertrag bearbeitet oder neu eingeschlossen werden müssen.

Sie sollten daher alle Bedingungen im Vertrag kennen, ob dies die allgemeinen Geschäftsbedingungen sind oder die Kündigungsfristen. So können Sie als Versicherungsnehmer ruhigen Gewissens sein, dass Ihnen nicht unbewusst eine Verletzung der Vertragspflichten passiert, wodurch es nach einem Verkehrsunfall zu einer Regressforderung von Seiten der Versicherung kommen kann.

Mitteilungspflicht des Versicherungsnehmers

Unabhängig davon, ob ein Schaden nach einem Wohnungseinbruch erfolgt, bei dem Ihre Hausratsversicherung aktiv wird oder ob ein Auffahrunfall passiert ist und Ihre Kfz-Versicherung zuständig ist, um den Schaden zu reparieren, in jedem Fall gilt eine wahrheitsgemäße Mitteilungspflicht für den Versicherungsnehmer.

Das bedeutet, dass laut den geregelten Vertragsbedingungen, dem eigenen Versicherungsanbieter alle nötigen Informationen mitgeteilt werden müssen. Alle Punkte, die relevant sind, um die genaueren Ersatzansprüche zu überprüfen, sind für das Versicherungsunternehmen von großer Bedeutung.

Schon gewusst? Bei einer Falschaussage könnte dies als Versicherungsbetrug gehandhabt werden, was zu hohen Strafzahlungen führt.

Wird die Mitteilungs- sowie Mitwirkungspflicht verletzt, hat der Versicherer das Recht, den Versicherungsschutz einzuschränken und die Leistungen zu kürzen. Sollte eine Pflichtverletzung nach Vertrag vorliegen, welche jedoch nur minder schwer ist, wird die Regressionsforderung in der Höhe angepasst.

Wie bei einer unberechtigten Regressforderung am besten zu reagieren ist

Eine Versicherung nimmt einen in Regress, wenn ein Versicherungsnehmer beispielsweise gelogen hat.

Eine Versicherung nimmt einen in Regress, wenn ein Versicherungsnehmer beispielsweise gelogen hat.

Im Normalfall darf eine Regressforderung nicht von einer fremden Versicherung gestellt werden. Beispielsweise muss bei einem Verkehrsunfall, auch wenn Sie der Unfallverursacher sind, die Kfz-Haftpflichtversicherung die Zahlung und die Kostenübernahme regeln, dass jeder Versicherungsnehmer mit der eigenen Versicherung in Kontakt steht.

Fälschlich gestellte Rückforderungen wehrt meist die eigene Versicherung ab.

Sollte diese jedoch nicht die Überprüfung übernehmen, empfiehlt es sich, dass Sie einen Rechtsberater einschalten. Dieser kann Ihnen bei einem Verfahren helfen und Sie auch unterstützen, wenn der Prozess vor Gericht geht.

Zudem ist ein Rechtsberater auch hilfreich, wenn die Versicherung die Fristen nicht eingehalten hat und Sie dennoch in Regress nimmt.

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