Fahrerflucht in der Probezeit: Welche Folgen drohen?

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Wenn es mit der Fahrerlaubnis auf Probe zur Unfallflucht kommt

Fahrerflucht in der Probezeit wird hart bestraft.

Fahrerflucht in der Probezeit wird hart bestraft.

Der Tatbestand der Fahrerflucht ist in § 142 Strafgesetzbuch (StGB) geregelt. Dort droht der Gesetzgeber Unfallflüchtigen mit einer Geldstrafe bzw. einer dreijährigen Freiheitsstrafe.

Deshalb sollten Betroffene, die in einen Unfall mit einem Auto oder einem anderen Fahrzeug verwickelt sind, immer den Kontakt zur Gegnerseite oder zur Polizei suchen. Es ist nie ratsam, sich selbstständig zu entfernen, ohne alles zum Schaden geklärt zu haben.

Doch wie wird innerhalb der Probezeit Fahrerflucht geregelt? Werden Fahranfänger ebenso hart bestraft wie erfahrene Fahrzeugführer? Der vorliegende Ratgeber geht dieser Frage auf den Grund. Hier erfahren Sie, ob Fahrerflucht in der Probezeit eine gleichwertige Strafe nach sich zieht und welche Rolle A- und B-Verstöße dabei spielen.

Fahrerflucht: A- oder B-Verstoß?

Die verschiedenen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, denen sich Fahranfänger mit der Fahrerlaubnis auf Probe schuldig machen können, sind nach der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) in A- und B-Verstöße eingeteilt. Einträge aus letzterer Kategorie gelten grundsätzlich als weniger schwerwiegend. Beispiele dafür sind abgefahrene Reifen oder die Überziehung der Hauptuntersuchung.

Ein erster B-Verstoß hat keine Konsequenzen für den Täter. Erst beim zweiten kommt es zur Verlängerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre und es wird die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet. Ein schwerwiegender A-Verstoß wirkt verkehrsrechtlich schneller. Fällt jemand mit Trunkenheit im Verkehr auf oder unterlässt Hilfeleistungen, kommt es direkt zur Verlängerung und zum Aufbauseminar. Zwei A-Verstöße sorgen für eine schriftliche Verwarnung. Spätestens beim dritten schwerwiegenden Verstoß wird der Führerschein entzogen.
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Doch wie ist jetzt Fahrerflucht in der Probezeit einzuordnen? Hierbei handelt es sich um eine schwerwiegende Straftat, die nach dem Strafgesetzbuch bestraft wird. Entsprechend wird eine solche Handlung als A-Verstoß gewertet. Das Strafmaß zu Fahrerflucht wird im nächsten Abschnitt detailliert besprochen.

Die Konsequenzen von Unfallflucht in der Probezeit

Bei Fahrerflucht sind die Folgen in der Probezeit ebenso schwerwiegend wie außerhalb.

Bei Fahrerflucht sind die Folgen in der Probezeit ebenso schwerwiegend wie außerhalb.

Fahranfänger, welche mit dem Auto einen Unfall verursachen, sollten sich in jedem Fall vergewissern, ob bei der Gegenseite ein Schaden entstanden ist.

Liegt der Fall vor, dass der andere Fahrzeugführer nicht anwesend ist, gilt es, eine angemessene Wartezeit einzuhalten und die Polizei zu verständigen, wenn auch nach dieser Zeitspanne noch niemand am Unfallort eingetroffen ist.

Andernfalls zieht Fahrerflucht in der Probezeit dieselbe Strafe nach sich, wie es bei langjährigen Verkehrsteilnehmern der Fall ist. Das bedeutet:

Wird der Ort, an dem es durch den Unfall zu einem Schaden am Auto oder an einer Person gekommen ist, unerlaubt verlassen, droht eine Geldstrafe oder alternativ eine dreijährige Haftstrafe. Typisch ist auch ein Fahrverbot und der Führerscheinentzug.

Dadurch dass der Führerschein auf Probe besteht, zieht Fahrerflucht zusätzlich die verkehrsrechtlichen Konsequenzen eines A-Verstoßes nach sich. Bei einem einmaligen Vergehen verlängert sich entsprechend die Probezeit auf vier Jahre und es kommt zur Anordnung, an einem Aufbauseminar teilzunehmen. Die Kosten für das Seminar müssen vom Führerscheinneuling außerdem selbst übernommen werden.

Nicht zuletzt sieht der aktuelle Bußgeldkatalog ein Bußgeld und drei Punkte in Flensburg für Fahrerflucht vom Unfallort vor, Probezeit oder nicht. Die finanziellen und verkehrsrechtlichen Konsequenzen sind entsprechend ernstzunehmen.

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8 Kommentare

  1. Melissa sagt:

    Hallo. Ich habe vor kurzem beim nach hinten ausparken seitlich einen Auto angefahren/angerammt. Dabei hat mich ein Radfahrer beobachtet. Da er mich bedroht hat, die Polizei anzurufen zu wollen, weil ich Fahrerflucht begehn sollte nach seiner Meinung, bin ich ausgestiegen um nach dem Auto zu schauen, weil ich mit geringem km rauf geprallt bin, dachte ich mir es wäre sowieso nichts passiert . Von außen war wirklich kein Schaden zu erkennen. Dann war der Typ auch schon weg. Und ich bin dann auch leider weg gefahren vor lauter Panik.
    was zu erwähnen ist, ich bin noch in der Probezeit.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Melissa,

      in der Tat wird der Tatbestand der Fahrerflucht wahrscheinlich als erfüllt angesehen werden, wenn der Radfahrer eine Anzeige aufgegeben hat. Nebst den üblichen Strafen müssen Sie in diesem Fall mit einer Verlängerung Ihrer Probezeit und der Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar rechnen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Enrico U. sagt:

    Hallo ich bin noch ein Jahr in der Probezeit .und hatte gestern ein Unfall mit einer Straßenlaterne und hab nicht die Polizei gerufen .ja ich weiß das es Fahrerflucht ist . Die Polizei wahr auch später noch bei mir zu Hause .was kommt auf nicht zu

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Enrico,

      bei Fahrerflucht handelt es sich um eine Straftat. Wie Sie dem obigen Text entnehmen können, droht eine bis zu dreijährige Freiheits- oder eine Geldstrafe. Zusätzlich handelt es sich um einen A-Verstoß. Die Probezeit wird deshalb um zwei Jahre verlängert, außerdem müssen Sie an einem Aufbauseminar teilnehmen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Pascal sagt:

    Hi habe heute posts erhalten, von der polizei ich hätte eine fahrerflucht geganngen

    1.weiss ich davon nix also mir ist nix aufgefallen
    2.ja habe an meiner fahrzeug leichte kratzer festgestellt (nach dem ich den brief bekommen habe) sonst wäre es mir warscheinlich garnix aufgefallen

    Hab noch 6 monat provezeit

    Was könnte jetzt auf mich zu komme?!

    • Bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Pascal,

      die Sanktion hängt immer davon ab, welche Schaden Sie verursacht haben, also ob es sich dabei um einen A- oder einen B-Verstoß handelt. Der erste B-Verstoß hat keine Konsequenzen, beim zweiten kommt es zur Verlängerung der Probezeit auf vier Jahren und es wird die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet. Bei einem schwerwiegenden A-Verstoß kann es direkt zur Verlängerung der Probezeit und zum Aufbauseminar kommen.

      Bitte lassen Sie sich von einem Anwalt für Verkehrsrecht beraten.

      Die Redaktion von Bussgeldkatalog.org

  4. Timo sagt:

    Hallo, ich habe im Mai eine Fahrerflucht in meiner Probezeit begannen und habe Post bekommen, dass meine Gerichtsverhandlung am 31.01 stattfinden wird. Allerdings endet meine Probezeit vor dem Termin am 26.01 und meine Frage ist, wie ich verurteilt werde? Da meine Probezeit zu dem Termin um ist, müsste ich doch dementsprechend so verurteilt werden oder? Mir geht es nämlich um das Aufbauseminar zu das man in der Probezeit gezwungen wird.

    Ich bedanke mich im voraus,

    Liebe Grüße
    Timo

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Timo,

      entscheidend sollte hierbei sein, wann die Fahrerflucht begangen wurde, nicht wann die Gerichtsverhandlung stattfindet.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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