Führerschein beantragen – Was Sie bei der Erteilung beachten müssen

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 7. November 2018

Internationaler und EU-Führerschein beantragen: Kosten, Tipps und Co.

Wie können Sie einen Führerschein beantragen?

Wie können Sie einen Führerschein beantragen?

Verkehrsteilnehmer können den Führerschein aus verschiedensten Gründen neu beantragen. Zum einen können Fahranfänger, die zum ersten Mal ihre Fahrerlaubnis in den Händen halten wollen, den Führerschein beantragen (Ersterteilung). Zum anderen können auch alteingesessene Fahrer den EU-Führerschein neu beantragen. Dies geht aus deiner Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) hervor, die am 19. Januar 2013 verabschiedet wurde.

Möchten Sie jedoch in den Urlaub fahren und Länder wie Ägypten, Brasilien, Australien, USA oder Kanada mit dem Auto erkunden, wird ein internationaler Führerschein empfohlen. Wie Sie diesen beantragen können, lesen Sie genauso in diesem Ratgeber, wie die Erklärung, was bei einer Wiedererteilung der Fahrerlaubnis zu beachten ist.

Denn nach Alkohol- oder Drogenfahrten und dem anschließenden Fahrerlaubnisentzug ist die Neubeantragung der Fahrerlaubnis an bestimmte Bedingungen geknüpft, die auch in diesem Text erklärt werden sollen.

Erstbeantragung vom internationalen und EU-Führerschein

Um den Führerschein das erste Mal zu beantragen, sind einige Dokumente im Vorfeld zu besorgen und sich um einige Dinge zu kümmern. Damit Sie bei dem Wust aus Dokumenten und Anträgen nicht durcheinander kommen, haben wir hier in dem folgenden Abschnitt die wichtigsten Hinweise und Tipps zusammengetragen.

Die erforderlichen Dokumente können je nach Gemeinde bzw. Stadt oder Kreis verschieden sein. Aus diesem Grund sollten Sie vorher noch einmal die Internetpräsenz der Behörde prüfen oder persönlich nachfragen.

EU-Führerschein beantragen: Fahranfänger

Nachdem ein Fahranfänger die erforderliche theoretische und praktische Fahrerlaubnisprüfung erfolgreich bestanden hat, kann er endlich seine Fahrerlaubnis in den Händen halten. Die Beantragung für die Ersterteilung, also den Erwerb des Führerscheins zum ersten Mal, wird oftmals von der Fahrschule übernommen.

Dies muss nämlich noch vor der Praxisprüfung geschehen, damit die Fahrerlaubnis nach der erfolgreichen Absolvierung der Prüfung ausgehändigt werden kann. In manchen Städten oder Gemeinden ist es so üblich, dass der Prüfling einen Zettel bekommt, der als vorläufiger Führerschein fungiert und für eine kurze Zeit gültig ist. Damit muss dann die richtige Fahrerlaubnis bei der Führerscheinstelle abgeholt werden.

Wer den Antrag auf die Fahrerlaubnis selbst stellen muss und das Prozedere nicht von der Fahrschule übernommen wird, benötigt folgende Unterlagen:

  • gültiger Personalausweis (alternativ auch ein Reisepass)
  • biometrisches Passbild in der Größe 35×45 mm1
  • Angaben zur Fahrschule2
  • Sehtest-Bescheinigung3 oder Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens4
  • Nachweis über die Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort5 oder Bescheinigung über die Ausbildung in Erster Hilfe6
  • Bescheinigung über körperliche und geistige Eignung7
  • Funktions- und Leistungstest8
  • Führungszeugnis9

Um den Führerschein zu beantragen, ist ein amtlicher Antrag auf den Führerschein auszufüllen und abzugeben.

1: Das biometrische Passbild
Wer den Führerschein beantragen will, muss die Eignung und einen Passbild vorweisen

Wer den Führerschein beantragen will, muss die Eignung und einen Passbild vorweisen

Das Passbild muss unter ganz genauen Gesichtspunkten aufgenommen werden. Die Höhe beträgt 45 mm, die Breite 35 mm. Die Gesichtszüge müssen klar erkennbar sein. Aus diesem Grund ist es auch nicht erlaubt, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Aus religiösen Gründen kann von dieser Regelung jedoch abgesehen werden. Das Foto muss das Gesicht von der Kinnspitze bis zum Kopfende (ohne Frisur) zeigen. Zusätzlich müssen beide Gesichtshälften ohne Schattierungen oder etwaiges klar zu erkennen sein. Das Gesicht sollte etwa 70 bis 80 Prozent des Fotos einnehmen, also etwa bei einer Höhe von 32 bis 36 mm liegen. Die jeweiligen Behörden lehnen das Foto oftmals ab, wenn die Kopfhöhe unter 27 mm oder über 40 mm liegt.

Das Gesicht sollte zudem zentriert auf dem Passbild zu sehen sein. Die Person darf nicht den Mund öffnen oder den Kopf neigen. Der Blick muss geradeaus zeigen.

2: Angaben zur Fahrschule

Bei manchen Anträgen zur Fahrerlaubnis ist bereits hier ein Feld vorhanden, in dem Sie Angaben zur Fahrschule machen können. Die Behörde benötigt die Anschrift, einen Ansprechpartner und oftmals eine Telefonnummer.

Sollten Sie während der Ausbildung die Fahrschule wechseln, müssen Sie dies auch der Behörde melden, damit diese wieder die korrekten Angaben hat. Zudem kann die Führerscheinstelle dann bei der alten Fahrschule nachfragen, welche Pflichtstunden oder Prüfungen Sie bereits absolviert haben.

Sollten Sie noch keine Fahrschule gefunden haben, aber bereits den Führerschein beantragen wollen, ist dies kein Problem. Die meisten Behörden bestehen nicht auf diese Angabe, sodass sie auch problemlos nachgereicht werden kann.

3: Sehtest-Bescheinigung

Die Bescheinigung erhalten Sie von einem Optiker oder einem Augenarzt. Dieser muss bezeugen, dass der künftige Verkehrsteilnehmer dazu in der Lage ist, Verkehrsschilder und andere Fahrzeuge problemlos zu erkennen. Der Sehtest ist nur dann durchzuführen, wenn der zukünftige Fahrer den Führerschein für folgende Klassen beantragen möchte: AM, A1, A2, A, B, BE, L und T.

Der Prüfling muss eine Sehleistung von mindestens 70 Prozent auf beiden Augen besitzen. Augenärzte und Optiker reden hier auch von einem Visus von 0,7. Dieser Wert kann auch mit einer Sehhilfe erreicht werden. Sollte der zukünftige Fahrer diesen Wert nur mit einer Brille oder Kontaktlinsen erreichen, wird dies anhand einer Schlüsselzahl auf dem Führerschein vermerkt.

In diesem Fall muss der Fahrer bei jeder Fahrt die Sehhilfe tragen. Vergisst er sie einmal und wird von der Polizei kontrolliert, kann sie das Vergehen mit einem Bußgeld von 25 Euro ahnden.

Bekommt der Fahranfänger keine positive Sehtest-Bescheinigung, kann er den Sehtest noch einmal wiederholen und dieses Mal eine Sehhilfe mitnehmen, um die Sehleistung zu erreichen.

Die Kosten für den Sehtest sind gesetzlich festgeschrieben und müssen 6,43 Euro betragen. Haben Sie den Sehtest „bestanden“, müssen Sie die Bescheinigung beim Beantragen des Führerscheins mitbringen. Der Nachweis darf nicht älter als zwei Jahre sein.

4: Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens
Um den Führerschein neu zu beantragen, ist der Sehtest, wie beispielsweise mit Landolt-Ringen notwendig

Um den Führerschein neu zu beantragen, ist der Sehtest, wie beispielsweise mit Landolt-Ringen notwendig

Diese Bescheinigung ist ausschließlich für die Führerscheinklassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE und D1E nötig. Möchten Sie also eine dieser Klassen im Führerschein beantragen oder diese doppelt zur Fahrerlaubnis der Klasse B etc. erwerben, ist diese Bescheinigung nötig.

Hierbei werden folgende Merkmale untersucht:

  • Zentrale Tagessehschärfe: mindestens 0,8 auf jeden Auge, 1,0 auf beiden Augen
  • Farbensehen
  • Gesichtsfeld
  • Stereosehen
  • Kontrast- oder Dämmerungssehen

Die Untersuchung kann durch einen „Augenarzt, einen Arzt mit der Gebietsbezeichnung ‚Arbeitsmedizin‘, einen Arzt mit der Zusatzbezeichnung ‚Betriebsmedizin‘, einen Arzt bei einer Begutachtungsstelle für Fahreignung, einen Arzt des Gesundheitsamtes oder einen anderen Arzt der öffentlichen Verwaltung“ (Quelle: Anlage 6 Nr. 2.1 FeV) durchgeführt werden.

5: Nachweis über die Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort

Der umgangssprachlich genannte Erste-Hilfe-Kurs für Fahranfänger ist neben dem Sehtest eine weitere Voraussetzung für Personen, die den Führerschein beantragen und folgende Klassen erwerben wollen: AM, A1, A2, A, B, BE, L oder T.

Ab dem 1. April 2015 wurde der 16-stündige Kurs in einen neun Unterrichtsstunden umfassenden Kurs gewandelt. Nun ist der Erste-Hilfe-Kurs auch an einem Tag zu schaffen. Der Kurs besteht aus theoretischen und praktischen Inhalten, wobei der Schwerpunkt auf letzterem liegt.

Bei allen Unterrichtsstunden herrscht Anwesenheitspflicht. Wer also zu spät kommt oder gar schwänzt, bekommen keinen Nachweis und muss den kostenpflichtigen Kurs noch einmal belegen.

6: Bescheinigung über die Ausbildung in Erster Hilfe

Dieser Erste-Hilfe-Kurs, auch „großer Kurs“ genannt, wird bei folgenden Führerscheinklassen benötigt: C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E. Er ist intensiver als der „kleine Erste-Hilfe-Kurs“, da diese Fahrzeuge eine Risikogruppe darstellen. Aufgrund der Größe der Fahrzeuge liegt hier auch eine höhere Verantwortung.

Der Kurs besteht aus lediglich drei Stunden mehr, sodass die künftigen Fahrer einen 12-stündigen Kurs absolvieren müssen. Diese Bescheinigung ist lebenslang gültig.

7: Bescheinigung über die körperliche und geistige Eignung
Beim Führerschein-Beantragen ist auch eine ärztliche Untersuchung für diverse Führerscheinklassen Pflicht

Beim Führerschein-Beantragen ist auch eine ärztliche Untersuchung für diverse Führerscheinklassen Pflicht

Auch diese Bescheinigung ist lediglich für Lkw- und Bus-Führerscheinklassen notwendig (C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E). Der behandelnde Arzt untersucht u.a. die gesundheitliche Vorgeschichte des Patienten; zudem misst er die Körpermaße und das Gewicht. Herz, Kreislauf, Blut, Nieren, Nervensystem etc. werden ebenfalls genauer unter die Lupe genommen.

Auch psychische und Suchterkrankungen fragt der Arzt ab. Weiter wird das Hörvermögen und die Gefahr der Tagesschläfrigkeit untersucht. Nach erfolgreichen Resultaten beim Test stellt der Arzt eine Bescheinigung bzw. einen Nachweis aus. Diese darf nicht älter als ein Jahr sein, um den Führerschein korrekt zu beantragen.

8: Funktions- und Leistungstest

Dieser Nachweis ist nur für Personen wichtig, die einen Bus-Führerschein beantragen wollen. Es handelt sich also um die Klassen D1, D1E, D und DE. Die Bescheinigung darf nicht älter als ein Jahr sein, wenn Sie den Antrag auf die Fahrerlaubnis stellen.

Bei dem Test werden folgende fünf „Untertests“ durchgeführt:

  • Reaktionsfähigkeit
  • Aufmerksamkeitsleistung
  • Konzentrationsleistung
  • Belastbarkeit
  • Orientierungsleistung

Der Funktions- und Leistungstest dauert etwa 45 Minuten und wird bei der Ersterteilung der Fahrerlaubnis benötigt. Außerdem muss der Test ab dem 50. Lebensjahr jede fünf Jahre wiederholt werden.

9: Führungszeugnis

Das polizeiliche Führungszeugnis ist dann interessant, wenn der künftige Fahrer den Führerschein zur Fahrgastbeförderung beantragen möchte. Weitere Führerscheinklassen sind in der Regel nicht davon betroffen.

Jedoch kann die zuständige Führerscheinstelle im Rahmen der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) auf Kosten des Bewerbers eine weitere Einholung von Auskünften bei anderen Institutionen tätigen. Das bedeutet, dass es möglich ist, dass die Behörde ein polizeiliches Führungszeugnis und/oder eine Abfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) durchführt, um einen Punkteauszug zu bekommen.

Das polizeiliche Führungszeugnis kann, aber muss nicht angefordert werden. Das liegt an der jeweiligen Behörde. Diese fordert es oftmals selbstständig an. Die Gebühren hierfür sind oftmals schon in den Kosten für die Beantragung des Führerscheins enthalten.

EU-Führerschein beantragen, um den Schein umzutauschen

Einen EU-Führerschein zu beantragen, ist wichtig, da Sie hiermit durch europäische Länder fahren können

Einen EU-Führerschein zu beantragen, ist wichtig, da Sie hiermit durch europäische Länder fahren können

Aufgrund der Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung sind nun alle bisherigen Führerscheine, die vor dem Stichtag 19. Januar 2013 ausgegeben wurden, bis zum 19. Januar 2033 gültig. In diesem Zeitraum müssen Sie Ihren Schein spätestens umtauschen.

Neue EU-Führerscheine sind dann nur noch jeweils 15 Jahre gültig. Um den EU-Führerschein zu beantragen, benötigen Sie lediglich ein neues biometrisches Passbild. Die Fahrerlaubnis bleibt von diesem Umtausch unberührt. Es wird ausschließlich das Dokument neu beantragt.

Besitzen Sie jedoch beispielsweise einen DDR-Führerschein und wollen einen EU-Führerschein beantragen, müssen die Führerscheinklassen, die Sie in der Zeit erworben haben, auch auf dem neuen Schein eingetragen werden.

Hierfür werden oftmals Schlüsselzahlen genutzt, da der EU-Führerschein zu klein ist und damit wenig Platz bereithält, um alle nötigen Informationen unterzubringen. Dies ist aus dem Grund notwendig, da auch die Führerscheinklassen im Laufe der Zeit einen Wandel erlebt haben und Begrenzungen oder Öffnungen stattgefunden haben.

So kann es sein, dass Sie eine alte Fahrerlaubnis besitzen bzw. eine alte Führerscheinklasse erworben haben, die es in der jetzigen Form so nicht mehr gibt. Damit Sie aber Ihre erlangten Klassen behalten, wurden internationale und deutschlandweite Schlüsselnummern eingeführt, die die jetzigen Klassen erweitern.

Achten Sie also darauf, dass die entsprechende Behörde alle Klassen richtig einträgt, wenn Sie Ihren Führerschein neu beantragen. Eine Liste mit gültigen Schlüsselnummern finden Sie im Ratgeber „Führerschein und Fahrerlaubnis“.

Internationaler Führerschein: Wo beantragen?

Ein internationaler Führerschein, den Sie extra beantragen müssten, ist nicht in den EU- oder EWR-Staaten nötig. Dabei handelt es sich um Länder in der Europäischen Union bzw. im Europäischen Wirtschaftsraum. Eine europäische Führerscheinrichtlinie aus dem Jahr 1991 bestimmt, dass ein deutscher Führerschein in diesen Ländern anerkannt wird.

Auch ein rosafarbener oder grauer Führerschein wird in der EU und EWR anerkannt. Die ausländischen Behörden dürfen keine Übersetzung des Scheins oder einen neuen EU-Führerschein verlangen.

Doch was passiert, wenn Sie nach Kanada oder Nord- sowie Südamerika fahren wollen? Hier gelten andere Richtlinien und ein internationaler Führerschein muss beantragt werden. Dies können Sie auf dem nächstgelegenen Bürgeramt oder der Fahrerlaubnisbehörde durchführen.

Welche Behörde bei Ihnen zuständig ist, erfahren Sie bereits auf der jeweiligen Internetpräsenz. Der Schein ist drei Jahre gültig. Läuft die Gültigkeit des deutschen Führerscheins ab, ist auch das internationale Dokument nicht mehr gültig.

Der internationale Führerschein kann nicht verlängert werden; sie können diesen aber noch einmal beantragen. Um den internationalen Führerschein zu beantragen, benötigen Sie in der Regel folgende Dokumente:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • EU-Führerschein*
  • Hauptwohnsitz im Gebiet der Behörde**
  • biometrisches Passbild

* Besitzen Sie noch keinen EU-Führerschein, müssen Sie diesen gleichzeitig beantragen. Der internationale Führerschein ist nur mit diesem Dokument gültig.
** Liegt Ihr Hauptwohnsitz nicht im Gebiet der Behörde, muss diese Behörde ihre Zustimmung zum Antrag auf die Erteilung der internationalen Fahrerlaubnis geben.

In der Regel können Sie den internationalen Führerschein gleich nach dem Beantragen mitnehmen. Sie sollten sich jedoch vorher informieren, ob Ihre individuelle Behörde noch weitere Dokumente zur Ausstellung benötigt.

Wiedererteilung vom EU-Führerschein

Der EU-Führerschein kann aus diversen Gründen wiedererteilt werden. Beispielsweise bei Diebstahl ist es wichtig, einen neuen Führerschein zu beantragen. Haben Sie den Führerschein verloren, müssen Sie ihn auch neu beantragen. Ansonsten kann hier ein Verwarngeld von 10 Euro warten.

Möchten Sie mehr über die Beantragung des Führerscheins bei Verlust oder Diebstahl erfahren? Der Ratgeber „Führerschein verloren“ gibt Klarheit.

Führerschein entzogen und jetzt neu beantragen

Nach Alkohol- oder Drogendelikten im Straßenverkehr sowie bei der Erreichung der Maximalpunktzahl in Flensburg von 8 Punkten entziehen die Behörden die Fahrerlaubnis. Dies ist nicht mit dem Fahrverbot gleichzusetzen, da hier das Dokument nur temporär entzogen wird.

Bei einem Fahrerlaubnisentzug gilt es eine Sperrfrist von mindestens sechs Monaten zu beachten. Danach müssen Sie den Führerschein neu beantragen. Nach dem Entzug sind viele Verkehrsteilnehmer ratlos, wie es nun weitergeht.

Hierbei gilt es aber, Ruhe und einen klaren Kopf zu bewahren. Je nachdem, wegen welches Deliktes Sie den Führerschein entzogen bekommen haben, ihn neu zu beantragen ist in der Regel kein sprichwörtlicher Weltuntergang.

Ist eine MPU nötig, um den Führerschein neu zu beantragen?

Leider gibt es keine gesetzlichen Regelungen, nach denen pauschal gesagt werden kann, wann eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) notwendig ist. Die Führerscheinstelle betrachtet die Akten und Dokumente jeder Person einzeln und individuell.

Jedoch gibt es Erfahrungswerte. Wurden Sie mit mindestens 1,6 Promille im Blut kontrolliert, müssen Sie mit einer großen Wahrscheinlichkeit zur MPU. Lag Ihr Wert darunter und sind Sie Wiederholungstäter, ist auch hier das Risiko hoch, an dem Gutachten teilnehmen zu müssen.

Bei Delikten wie „Fahren ohne Fahrerlaubnis“ oder dem Erreichen der Höchstpunktzahl ist eine MPU mit verkehrsrechtlicher Fragestellung sehr wahrscheinlich. So wird das Gutachten genannt, das nicht wegen Alkohol- oder Drogenproblemen konzipiert wurde. Es gibt also mehrere Untersuchungsformen, die sich nach Ihrer Vergangenheit richten.

Möchten Sie den Führerschein neu beantragen, kann es auch sein, dass Sie andere Auflagen der Führerscheinstelle erfüllen müssen. In sehr geringen Fällen kann dies auch die Wiederholung der Fahrschulausbildung in der jeweiligen Klasse sein.

Dies ist immer dann notwendig, wenn die Behörde der Meinung ist, dass der Verkehrsteilnehmer keine Kenntnisse mehr über das Führen eines Fahrzeugs hat. Dies trifft in der Regel dann ein, wenn die Theorie- und/oder Praxisprüfung schon lange zurückliegt.

Neuen Führerschein beantragen: Kosten und Dauer

Um den Führerschein beantragen zu können, sind auch die Kosten und die Dauer wichtig zu wissen

Um den Führerschein beantragen zu können, sind auch die Kosten und die Dauer wichtig zu wissen

Die Kosten variieren je nach Bundesland und teilweise auch je nach Stadt oder Gemeinde. Möchten Sie einen neuen Führerschein als Fahranfänger beantragen, sollten Sie beachten, dass Sie dies bis zu einem halben Jahr vor Erreichen des Mindestalters der jeweiligen Klasse tun können.

Ist ein künftiger Fahrer also 17 ½ und möchte die B-Fahrerlaubnis mit 18 Jahren für den öffentlichen Verkehr erlangen, kann er sie bereits jetzt beantragen. Diese Vorlaufzeit ist auch notwendig, da besonders große Städte viele Anträge inspizieren müssen und die Bearbeitungsdauer auch manchmal bis zu drei Monaten dauern kann.

Bei anderen Kommunen beträgt die durchschnittliche Zeit etwa zwei bis sechs Wochen. Wer einen neuen Führerschein beantragen möchte, kann die Kosten teilweise auch in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) nachschlagen.

Nachfolgend finden Sie einen Auszug von Kosten, die die Kommunen laut GebOSt veranschlagen dürfen:

  • Prüfung eines Antrags auf Erteilung, Erweiterung oder Verlängerung einer Fahrerlaubnis: 5,10 Euro
  • Erteilung, Erweiterung oder Verlängerung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung: 33,20 Euro
  • Umtausch eines alten Führerscheins in einen EU-Führerschein: 23 Euro
  • Erteilung, Erweiterung oder Verlängerung einer Fahrerlaubnis nach vorangegangenem Entzug der Erlaubnis: 33,20 bis 256 Euro
  • Erteilung der Prüfungsbescheinigung für das Begleitete Fahren ab 17: 7,70 Euro
  • Überprüfung der Begleitpersonen für das Begleitete Fahren mit 17: 1,50 bis 10 Euro
  • Erteilung, Versagung oder Ersatzausstellung des internationalen Führerscheins (ggf. inklusive Ausfertigung): 11,20 bis 15,30 Euro
Konnten wir Ihnen weiterhelfen? Dann bewerten Sie uns bitte:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (69 Bewertungen, Durchschnitt: 4,30 von 5)
Loading...

204 Kommentare

  1. Devrim I. sagt:

    Hallo vor 5 Jahre habe wegen Alkol habe ich mein fuhrerschein für 6 Monat fahr Verbot bekomen.hatte ich 0.99 Promille alkol Gehapt nach 6 Monat habe ich antrag gegeben beide stad Führerschein stele zürück zu kriegen aber stad hätt mir gesagt ich bin Flensburg Punkte uber 8 habe musste mpu machen habe ich nicht gemacht jetz nach 5 jahre bin wieder beider stad und die vollen 160 euro 2 Pass Bild und z test für antrag Führerschein Frage ist musste ich mpu machen oder nicht was entscheiden stad für mich

Verfasse einen neuen Kommentar


Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter 2019 vom VFR Verlag zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.