Führerscheinfoto: Diese Vorgaben sollten Sie beachten

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 5. April 2019

Führerschein: Das Passbild muss bestimmte Anforderungen erfüllen

Ein Führerschein ohne Lichtbild wäre undenkbar.

Ein Führerschein ohne Lichtbild wäre undenkbar.

Für viele beginnt mit diesem Ereignis ein ganz neuer Abschnitt in ihrem Leben: Der Führerschein bzw. die Fahrerlaubnis wird ausgehändigt. Endlich auf eigene Verantwortung ein Auto im Straßenverkehr führen zu dürfen, sorgt für ein Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit.

Aber bis der Wunsch in die Tat umgesetzt werden kann, müssen noch einige Hindernisse bewältigt werden. Wer das erste Mal die Fahrerlaubnis beantragt, muss nicht nur die Fahrschule besuchen und die theoretische sowie praktische Fahrprüfung bestehen. Auch bestimmte Formalitäten muss der Nachwuchs-Autofahrer beachten.

Beispielsweise ist neben dem Nachweis über die Teilnahme an einer Erste-Hilfe-Schulung und einer Sehtestbescheinigung auch ein Lichtbild für das Führerschein-Dokument erforderlich. Das Führerscheinfoto muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Welche das sind, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Warum ist ein biometrisches Passbild für den Führerschein notwendig?

Der Führerschein gehört genau wie der Personalausweis und der Reisepass zu den amtlichen Ausweisdokumenten der Bundesrepublik Deutschland. Welches Foto für den Führerschein geeignet ist, ist genau vorgeschrieben. Für das Passfoto für den Führerschein gilt: Biometrisch muss es sein. Verpflichtend ist diese Vorgabe seit dem 1. November 2010 – nicht nur für das Führerscheinfoto, sondern für alle anderen Fotos auf Lichtbildausweisen. Aber was genau heißt „biometrisch“ überhaupt? Laut Duden ist die Biometrie nichts anderes als die…

Anwendung mathematischer Methoden zur zahlenmäßigen Erfassung, Planung und Auswertung von Experimenten in Biologie, Medizin und Landwirtschaft (z. B. zur Körpermessung).

Führerschein: Das Bild muss bestimmten Vorgaben entsprechen.

Führerschein: Das Bild muss bestimmten Vorgaben entsprechen.

Das bedeutet für das Führerscheinfoto: Die Gesichtszüge eines Menschen können genau vermessen werden, da diese in der Regel unveränderlich sind. So zum Beispiel auch der Abstand der Augen. Dadurch dass die Gesamtheit der Merkmale so komplex ist, kann eine Person auch zweifelsohne als diese zu identifizieren. Mithilfe mathematischer Formeln lässt sich das menschliche Gesicht digital festhalten – nützlich etwa bei internationalen Passkontrollen, zum Beispiel am Flughafen.

Biometrisches Passbild: Anforderungen

Folgende Kriterien sollte ein biometrisches Foto für den Führerschein unter anderem erfüllen:

  • Hochformat: 35 x 45 mm
  • Gesichtshöhe (Kinnlinie bis Kopfoberkante) muss 80 Prozent des Passfotos einnehmen
  • Optimale Auflösung: 600 dpi
  • Keine Schatten, Reflexionen oder Haare im Gesicht, welches zusätzlich nicht überbelichtet sein darf
  • Neutraler Gesichtsausdruck, geschlossener Mund sowie direkter Blick in die Kamera
  • Keine Kopfbedeckung (Ausnahmen sind zum Beispiel religiöse Kopfbedeckungen)

Grundsätzlich ist jedem freigestellt, ob er das Führerscheinfoto selber machen möchte oder ob das Führerscheinbild von einem Fotografen aufgenommen werden soll. Wer sicher gehen will, dass das Foto für den Führerschein tatsächlich allen Vorgaben entspricht, gleichzeitig aber eine kostengünstige Alternative zum Fachmann sucht, kann auch einen Passbildautomaten aufsuchen.

Führerscheinfoto: Mit Brille oder ohne?

Führerschein: Beim Foto sind die Maße wichtig, aber nicht nur.

Führerschein: Beim Foto sind die Maße wichtig, aber nicht nur.

Über die Hälfte aller deutschen Männer und Frauen benötigen andauernd oder manchmal auch nur ab und zu eine Brille. Daher steht berechtigterweise die Frage im Raum: Sind im Führerschein Fotos mit Brille erlaubt? Ja, allerdings gilt dies nur, wenn die Augen auf dem Führerscheinfoto deutlich erkennbar sind.

Spiegelnde sowie getönte Brillengläser oder auch Sonnenbrillen sollten unbedingt vermieden werden. Die Augen dürfen durch das Brillengestell nicht verdeckt werden. Falls Zweifel über die Vorschriftsmäßigkeit in Bezug auf das Bild auf dem Führerschein bestehen, sollte der Brillenträger während des Fotografierens lieber auf die Brille verzichten.

Bei einer Verkehrskontrolle ist es nämlich unerheblich, ob auf dem Führerscheinfoto die Brille zu sehen ist oder nicht. Auf der Rückseite des Führerscheins ist sowieso vermerkt, ob eine Sehhilfe für Sie vorgeschrieben ist. Fahren Sie ohne Brille, obwohl dies für Sie notwendig wäre, droht Ihnen ein Bußgeld!

Wann Umtauschpflicht beim Führerschein besteht: Ein neues Bild muss her

Ein biometrisches Passbild als Führerscheinfoto gehört nicht nur dann zu den erforderlichen Unterlagen, wenn Sie zum ersten Mal Ihren Führerschein beantragen. Dieses wird auch dann benötigt, wenn Sie Ihren alten Führerscheins in den neuen EU-Führerschein umtauschen. Die Gültigkeit von Führerscheinen wurde durch einen Beschluss der EU auf 15 Jahre begrenzt. Sie sind nun nicht mehr ein Leben lang gültig und müssen dementsprechend regelmäßig verlängert werden. Diese Umtauschpflicht besteht nur für Inhaber von Führerscheinen, die seit dem 19. Januar 2013 ausgestellt werden. Je nach Geburtsjahr müssen alle anderen den Führerschein frühestens bis zum Jahr 2024 und spätestens bis zum Jahr 2033 umgetauscht haben.

Gut zu wissen: Die Gültigkeit bezieht sich nur auf das Dokument, nicht auf die Fahrerlaubnis an sich! Für den Umtausch benötigen Antragsteller nur einen Personalausweis oder Reisepass, den alten Führerschein und ein biometrisches Foto bzw. Passbild.
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