Führerscheinfoto: Diese Vorgaben sollten Sie beachten

Führerschein: Das Passbild muss bestimmte Anforderungen erfüllen

Ein Führerschein ohne Lichtbild wäre undenkbar.

Ein Führerschein ohne Lichtbild wäre undenkbar.

Für jeden jungen Menschen läutet dieses Ereignis wohl einen neuen Lebensabschnitt ein: Der Führerschein bzw. die Fahrerlaubnis wird ausgehändigt. Endlich eigenverantwortlich Autofahren dürfen – dies ist für die meisten Heranwachsenden wohl verbunden mit dem Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit.

Aber bis es so weit ist, müssen erst noch einige Hürden genommen werden. Wer das erste Mal die Fahrerlaubnis beantragt, muss nicht nur die Fahrschule besuchen und die theoretische sowie praktische Fahrprüfung bestehen. Auch bestimmte Formalitäten muss der Nachwuchs-Autofahrer beachten.

Beispielsweise ist neben dem Nachweis über eine Schulung in Erster Hilfe und einer Sehtestbescheinigung auch ein Lichtbild für den Führerschein erforderlich. Das Führerscheinfoto muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Welche das sind, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Warum benötige ich ein biometrisches Passbild für den Führerschein?

Wie Personalausweis und Reisepass zählt auch der Führerschein zu den amtlichen Ausweisdokumenten der Bundesrepublik Deutschland. Welches Foto für den Führerschein geeignet ist, ist streng geregelt. Für das Passfoto für den Führerschein gilt: Biometrisch muss es sein. Verpflichtend ist diese Vorgabe seit dem 1. November 2010 – nicht nur für das Führerscheinfoto, sondern für alle anderen Fotos auf Lichtbildausweisen. Aber was heißt „biometrisch“ eigentlich? Der Duden gibt Auskunft darüber: Biometrie ist demnach nichts anderes als die…

Anwendung mathematischer Methoden zur zahlenmäßigen Erfassung, Planung und Auswertung von Experimenten in Biologie, Medizin und Landwirtschaft (z. B. zur Körpermessung).

Führerschein: Das Bild muss bestimmten Vorgaben entsprechen.

Führerschein: Das Bild muss bestimmten Vorgaben entsprechen.

Das bedeutet für das Führerscheinfoto: Die Gesichtszüge eines Menschen sind in der Regel unveränderlich und können genau vermessen werden, wie etwa der Abstand der Augen. Die Komplexität der gesamten Merkmale ermöglicht es, eine Person auch einwandfrei als diese zu identifizieren. Mithilfe mathematischer Formeln lässt sich das menschliche Gesicht dann auch digital festhalten – nützlich etwa bei internationalen Passkontrollen, zum Beispiel am Flughafen.

Anforderungen an ein biometretisches Passbild

Folgende Kriterien sollte ein biometrisches Foto für den Führerschein unter anderem erfüllen:

  • Hochformat: 35 x 45 mm
  • Gesichtshöhe (Kinnlinie bis Kopfoberkante) muss 80 Prozent des Passbildes einnehmen
  • optimale Auflösung: 600 dpi
  • keine Überbelichtung, Reflexionen, Schatten oder Haare im Gesicht
  • neutraler Gesichtsausdruck, geschlossener Mund sowie direkter Blick in die Kamera
  • keine Kopfbedeckung (Ausnahmen, zum Beispiel aus religiösen Gründen, jedoch möglich)

Grundsätzlich ist jedem freigestellt, ob er das Führerscheinfoto selber machen möchte oder ob das Führerscheinbild von einem Fotografen aufgenommen werden soll. Wer sicher gehen will, dass das Foto für den Führerschein tatsächlich allen Vorgaben entspricht, gleichzeitig aber eine kostengünstige Alternative zum Fachmann sucht, kann auch einen Passbildautomaten aufsuchen.

Führerscheinfoto mit Brille – oder ohne?

Führerschein: Beim Foto sind die Maße wichtig, aber nicht nur.

Führerschein: Beim Foto sind die Maße wichtig, aber nicht nur.

Über die Hälfte aller deutschen Männer und Frauen benötigen ständig oder zumindest gelegentlich eine Brille. Daher steht berechtigterweise die Frage im Raum: Sind für den Führerschein Fotos mit Brille erlaubt? Die Antwort lautet: Offiziell ja, solange die Augen auf dem Führerscheinfoto klar und deutlich erkennbar sind.

Unbedingt zu vermeiden sind Reflexionen auf Brillengläsern, getönte Gläser oder gar Sonnenbrillen. Auch der Rand der Gläser bzw. des Gestells darf die Augen nicht verdecken. Falls Zweifel über die Vorschriftsmäßigkeit in Bezug auf das Bild auf dem Führerschein bestehen, sollte der Brillenträger während des Fotografierens lieber auf die Brille verzichten.

Bei einer Verkehrskontrolle ist es nämlich unerheblich, ob auf dem Führerscheinfoto die Brille zu sehen ist oder nicht. Auf der Rückseite des Führerscheins ist sowieso vermerkt, ob eine Sehhilfe für Sie vorgeschrieben ist. Fahren Sie ohne Brille, droht Ihnen ein Bußgeld!

Umtauschpflicht für den Führerschein: Ein neues Bild muss her

Nicht nur bei der erstmaligen Erteilung der Fahrerlaubnis gehört ein biometrisches Passbild als Führerscheinfoto zu den erforderlichen Unterlagen. Auch beispielsweise für den Umtausch eines alten Führerscheins in den neuen EU-Führerschein wird ein Passfoto benötigt. Nach einem Beschluss der EU sind Führerscheine künftig nur noch 15 Jahre – und nicht mehr wie zuvor ein Leben lang – gültig und müssen dementsprechend regelmäßig verlängert werden. Diese sogenannte Umtauschpflicht gilt zunächst aber nur für Führerscheine, die nach dem 19. Januar 2013 ausgestellt werden. Alle anderen haben je nach Geburtsjahr noch mindestens bis 2024, maximal bis 2033 Zeit, den Führerschein umzutauschen.

Gut zu wissen: Die Gültigkeit bezieht sich nur auf das Dokument, nicht auf die Fahrerlaubnis an sich! Für den Umtausch benötigen Antragsteller nur einen Personalausweis oder Reisepass, den alten Führerschein und ein biometrisches Foto bzw. Passbild.

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