Autoinnenreinigung – Positive Wirkung auf Sicherheit und Wert

Sauber ist besser

Die richtige Wahl der Putzmittel ist die erste Hürde, wenn man sich dazu entschieden hat, die Autoinnenreinigung selber machen zu wollen.

Die richtige Wahl der Putzmittel ist die erste Hürde, wenn man sich dazu entschieden hat, die Autoinnenreinigung selber machen zu wollen.

Ein neues Auto ist meist ein Grund zur Freude. Doch die Freude hält nicht lang, wenn das geliebte Fahrzeug verschmutzt. In den meisten Fällen sind es Erde, Staub und Tierdreck, die eine reguläre Autowäsche nötig machen, um diese Ärgernisse zu beseitigen. Doch nach einiger Zeit lässt sich feststellen, dass das Auto auch im Innenraum zu reinigen ist. Müll im Fußraum, Staub auf dem Armaturenbrett und Flecken auf den Sitzen sind nur ein paar der Makel, die durch eine professionelle Autoinnenreinigung beseitigt werden können. Jedoch ist es vielleicht gar nicht nötig, Geld für eine Leistung auszugeben, die mit ein wenig Zeit und Arbeit auch selbst erbracht werden kann.

Was sind die Vorteile davon, Auto und Innenraum reinigen zu lassen? Was kann passieren, wenn die Autoreinigung innen vernachlässigt wird? Informationen, wie Sie Ihr Auto selbst von innen reinigen können und Tipps, damit nichts kaputt geht, erhalten Sie in diesem Artikel. Zusätzlich bieten wir Ihnen eine zusammengefasste Reinigungscheckliste, mit der Sie sicherstellen können, dass Ihnen kein schmutziger Fleck entgeht.

Wertsteigerung und Werterhalt

Vor dem Verkauf kann eine professionelle Autoinnenreinigung schnell ihre Kosten in Form einer Wertsteigerung wieder einspielen.

Vor dem Verkauf kann eine professionelle Autoinnenreinigung schnell ihre Kosten in Form einer Wertsteigerung, wieder einspielen.

Das augenscheinlich bedeutendste Argument, das für eine regelmäßige Autoreinigung (innen und außen) spricht, ist die Wertsteigerung bzw. der Werterhalt. Bei einer Schätzung des Verkaufswerts ist die Optik zwar technisch nicht entscheidend, aber der Eindruck zählt. Und um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, gibt es bekanntlich nur einen Versuch. Außerdem liegt es nahe, dass vom optischen Zustand des Autos darauf geschlossen werden kann, wie sich der Vorbesitzer um das Auto gekümmert hat. Deswegen ist es angeraten, das Auto gründlich zu reinigen, bevor Bilder davon gemacht werden, um es zum Verkauf anzubieten. Aber auch zum Verkaufstermin sollten Sie darauf achten, dass die Reinigung bei Ihrem Auto, im Innenraum und außen an der Karosserie, nicht zu lange zurückliegt.

Wenn Sie jedoch ein Auto kaufen wollen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass die meisten Verkäufer das zu verkaufende Auto gründlich putzen, um kleinere Mängel zu verbergen. Lassen Sie sich deswegen alle Funktionen vorführen und untersuchen Sie auch kritische Stellen, wie den Ladeboden für das Reserverad. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand vor der Autoinnenreinigung ziehen. Kosten können auf diese Art und Weise manchmal noch gedrückt werden.

Sicherheit durch Autoreinigung

Im Innenraum kann starke Verschmutzung dazu führen, dass die Fahrsicherheit sinkt, schlimmstenfalls kann es Ursache für einen Unfall sein. So ist es möglich, mit einer Innenreinigung des PKW die Sicherheit zu erhöhen. So können Scheiben langsam von innen verdrecken, so dass die Einschränkung der Sicht gar nicht auffällt. Es erstaunt auch erfahrene Fahrzeughalter, wie sich die Sicht verbessern kann, wenn das Auto eine intensive Innenpflege erhalten hat. Es gibt aber auch andere Stellen, an denen Ihr PKW durch eine Innenreinigung noch an Sicherheit zulegen kann. So stellt jeglicher Abfall im Fußraum eine potenzielle Gefahrenquelle dar. Während der Fahrt könnten Teile (beispielsweise Flaschen, Schuhe oder Kinderspielzeug) in die Mechanik geraten und dort schlimmstenfalls den Bremsmechanismus behindern. Die Folgen sind im schlimmsten Fall fatal und können durch eine Autoinnenreinigung vermieden werden. Starker Schmutz kann über längere Zeit auch die Materialien angreifen, die er verschmutzt. So gibt es kritische Stellen im Auto, die der TÜV schon bei starker Verschmutzung bemängelt. Diese kritischen Stellen im PKW, die durch Innenreinigung auf regelmäßiger Basis gepflegt werden müssen, können sich zu einem bedeutenden Sicherheitsproblem entwickeln.

Das Paradebeispiel dafür sind die Sicherheitsgurte. Die aus mehreren Strängen Kunstfaser bestehenden Gurtbänder sind zusammen äußerst robust. Auf Dauer kann jedoch feiner Dreck in und zwischen die Stränge geraten und langsam einzelne Fasern zerstören. So sinkt allmählich die Haltekraft der Gurte und das Sicherheitsrisiko für die Insassen steigt. Dreck kann für die meisten beweglichen Teile eine Gefahr darstellen, indem sie blockiert werden. So können auf Dauer auch kleine Verschmutzungen zu großen Gefahren für die Fahrsicherheit werden. Blink- und Lichtanlage, Handbremse, Pedale und Scheibenwischanlage hängen alle davon ab, dass die Schalter gut beweglich sind. An solchen Stellen kann die Autoinnenreinigung zur notwendigen Sicherheitsmaßnahme werden.

Im ungünstigsten Fall kann starke Verschmutzung sogar zu einem Bußgeld führen, wenn die Polizei der Überzeugung ist, dass Scheiben, Lichter oder das Nummernschild zu verdreckt sind.

Innenreinigung beim Auto selber machen

Um die höchstmögliche Sicherheit im Straßenverkehr zu haben, sollte eine Autoreinigung innen und außen gründlich durchgeführt werden.

Um die höchstmögliche Sicherheit im Straßenverkehr zu haben, sollte eine Autoreinigung innen und außen gründlich durchgeführt werden.

Obwohl es eine Vielzahl von Möglichkeiten und Angeboten gibt, dem Auto eine professionelle Innenreinigung zu gönnen, gilt für viele Menschen: Autopflege ist Chefsache. Dem Innenraum kommt dabei ganz besondere Aufmerksamkeit zu, da er aus vielen verschiedenen strukturierten Oberflächen und Materialien besteht und sich nicht so einfach reinigen lässt wie beispielsweise das Äußere der Karosserie. Jedoch empfinden viele Menschen die einfache, aber körperliche Arbeit als angenehme Abwechslung zum Alltag. Auch der Wunsch, das eigene, frisch geputzte Auto am Wochenende in der Auffahrt stehen zu haben und die neidischen Blicke der Nachbarn zu provozieren, ist nachvollziehbar und nicht verwerflich.

Die Autoinnenreinigung selbst zu machen, kann aber mehr Arbeit bedeuten, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Sie sollten, wenn Sie Ihr Auto von innen reinigen, darauf achten, womit Sie die verschiedenen Materialien behandeln. Mitunter brauchen die Materialien spezielle Pflegemittel, da sie sonst Schäden erleiden können. Viele Fahrzeughalter unterschätzen, wie verwinkelt das Fahrzeug im Innenraum ist. Reinigen kann so zu einer richtigen Mammutaufgabe werden.

Um sicher zu sein, dass Sie bei der Fahrzeuginnenraumreinigung nichts beschädigen, bieten Fahrzeug-Hersteller häufig Online-Ratgeber an oder verkaufen Reinigungsmittel, die speziell für die verbauten Materialien entwickelt sind.

Wie Sie Ihr Auto innen reinigen

Wenn Sie Ihr Auto putzen, müssen Sie innen besondere Sorgfalt walten lassen. Im Folgenden haben wir daher ein paar Hinweise zusammengestellt:

Vorbereitung um den Fahrzeuginnenraum zu reinigen.

Zu Beginn der Fahrzeuginnenraumreinigung sollten Sie damit anfangen, sämtlichen Müll und Kleinteile aus dem Innenraum zu entfernen. Alles sollte aus dem Fußraum, dem Handschuhfach, den Seitenfächern, dem Kofferraum und von der Hutablage verschwinden. Auch Kuscheltiere, abnehmbarer Sonnenschutz, Sonnenblendentaschen und Ähnliches sollten entfernt werden. So können diese Teile und die Stellen ihrer Anbringung gereinigt werden. Überprüfen Sie die Ritzen zwischen den Polstern der Sitze gründlich, aber vorsichtig, da hier durchaus eine Verletzungsgefahr besteht, wenn scharfe oder spitze Gegenstände unvermittelt gefunden werden.

Auch unter den Sitzen sollte gründlich aufgeräumt werden. Es kommt häufig vor, dass Müll in den Fußraum fällt und von dort unter den Sitz gelangt. Wenn es sich dabei um etwas Verderbliches oder Geruchsintensives, wie Lebensmittel und deren Verpackung, handelt, kann so sehr schnell eine unangenehme Geruchsquelle entstehen. Aber auch hier muss die Autoinnenreinigung mit Vorsicht geschehen. In modernen Fahrzeugen, bei denen die Sitzposition elektronisch eingestellt werden kann, sind unter den Sitzen oftmals Kabel und kleine Elektromotoren verbaut, die dort frei liegen. Wenn hier die Sorgfalt vernachlässigt wird, können Leitungen und Mechanismen beschädigt werden und eine beschädigte Sitzkonstruktion ist ein unverantwortliches Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr. Nachdem alle beweglichen Teile ausgeräumt sind, sollten die Fußmatten und eventuell existierende Bezüge und Schoner von den Sitzen gezogen werden. Als letzter Schritt der Vorbereitung sollte schlussendlich der Aschenbecher entfernt und geleert werden.

Achtung: Entsorgen Sie den anfallenden Müll ordnungsgemäß, sonst könnten Polizei oder Ordnungsamt das Reinigungsvergnügen schnell beenden.

Einen Überblick gewinnen

Nachdem das Auto von allen Kleinigkeiten befreit worden ist, ist es an der Zeit, sich in den Wagen zu setzen und sich umzusehen. Sehen Sie sich Armaturen, Sitze, den Dachhimmel und alle Knöpfe und Hebel an. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nicht nur die Leuchten im Fahrzeuginnenraum verwenden, da sie den Blick auf sich selbst überblenden und Lampen oft Stellen sind, an denen auf Grund häufiger Bedienung viel Dreck entsteht.

Beginnen Sie an dieser Stelle, den weiteren Verlauf Ihrer Reinigungsaktion zu planen. Gemäß der großmütterlichen Weisheit wird von oben nach unten geputzt, da auch bewegter Dreck nur nach unten fällt. Jedoch sind möglicherweise mehr als ein Putzdurchgang und mehr als eine Putzmethode nötig, um den gewünschten Sauberkeitsgrad zu erreichen.

Von oben nach unten, von grob nach fein

Vorsicht ist bei der Autopflege besonders im Innenraum geboten.

Vorsicht ist bei der Autopflege besonders im Innenraum geboten.

Zu Beginn der Autoinnenreinigung ist es eine gute Idee, alle Flächen erst einmal abzubürsten. Dabei sollte eine möglichst weiche und auf jeden Fall saubere Bürste oder ein weicher Feger verwendet werden. So wird der gröbste Dreck entfernt oder wenigstens gelockert.

Vorsicht: Achten Sie auf Ihren Bewegungsspielraum. Auch wenn Sie den Fahrzeuginnenraum zum Reinigen geleert haben, können immer noch Sicherheitsmechanismen, wie der Airbag, versehentlich ausgelöst werden und so zu Verletzungen führen.

Der Dachhimmel

Der nächste Schritt ist die Reinigung des Dachhimmels. Besonders in Fahrzeugen, in denen geraucht wird, sollte dem Dachhimmel besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Aber auch die Spuren fettiger Haare, die entstehen können, wenn große Menschen in einem zu kleinen Auto mitfahren, sind eine lästige Verunreinigung. Die häufigste Verunreinigung stellen jedoch Fingerabdrücke dar. Um die Lampen herum und in der Nähe der Türen und Haltegriffe, sammeln sich schnell die kleinen dunklen Flecken, die aus einer Mischung aus Fett und Staub bestehen.

Meistens besteht der Dachhimmel aus Textil oder Kunststoff, was die Auswahl des Reinigungsmittels für die Autoinnenreinigung erschwert. Bei der Frage, welche Mittel und welche Geräte geeignet sind, scheiden sich die Geister.

Um sicherzugehen, dass Sie Ihrem Fahrzeug durch die Wahl der falschen Methode, keinen Schaden zufügen, sollten Sie sich bei Ihrem Fachhändler informieren.

Die einfachste Variante ist der feuchte Lappen. Leichte und oberflächliche Verschmutzungen können so entfernt werden. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass der Lappen nicht zu nass ist. Zu viel Wasser und Feuchtigkeit kann bei einem geklebten Dachhimmel den Kleber lösen und damit großen sichtbaren Schaden verursachen.

Eine weitere Möglichkeit stellen die Spezialreiniger dar, die Sie beim Fachhändler Ihres Vertrauens kaufen können. In Kombination mit einer kurzen Beratung über die Wahl und Anwendung des Mittels ist dies die sicherste Variante den Dachhimmel schonend zu reinigen. Hierbei halten Sie sich am besten an die Anleitung die das Produkt liefert und die Empfehlungen Ihres Fachhändlers. Alternativ können erfahrene Do-it-yourself-Spezialisten auch andere Textilreinigungsprodukte verwenden. Dabei können die Ergebnisse jedoch variieren.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Nasssauger oder Handdampfreiniger. Hier ist allergrößte Vorsicht geboten. Sie sollten sicher sein, dass Ihr Dachhimmel nicht geklebt ist. Das Gerät dampft erhitztes Wasser in das Material, wodurch auch hartnäckiger Schmutz gelöst und gleich abgesaugt wird. Diese Methode ist jedoch sehr belastend für das Material und kann es manchmal schon beim ersten Versuch beschädigen.

Die Fensterscheiben

Die Fensterscheiben sind ein verhältnismäßig leichter Teil der Autoinnenreinigung. Die häufigste Verschmutzung ist hier der Fettfleck. Schon durch kurzes Anlehnen an die Scheibe überträgt sich das Fett von Gesicht und Haaren auf die Scheibe. Über die Zeit sammelt sich dann Staub und anderer Dreck am Fett an und die Scheibe wird immer unansehnlicher. Unkompliziert können Sie hier einfach einen sauberen feuchten Lappen und ein Spülmittel verwenden. Geeignet ist auch beinahe jede Art von Fensterputzmittel. Vorsicht, aggressive Reinigungsmittel können Klebefolien, die die Scheiben abtönen, beschädigen und Dreck auf dem Lappen Folie oder Fenster zerkratzen. Zusätzlich sollten Sie etwas Zellstoff zur Hand haben. Zum einen können Sie so verhindern, dass überschüssiges Wasser in die Tür läuft, was schlimmstenfalls die Elektronik von Schloss und Fenster beschädigen könnte. Zum anderen können Sie mit dem Zellstoff nachpoliert und so schnell ein streifenfreies Ergebnis erzeugen, ohne auf Fensterreiniger angewiesen zu sein.

Cockpit und Armaturenbrett

Starke Verschmutzung und Undurchsichtigkeit am Tacho können schlimmstenfalls zu einem Bußgeld führen.

Starke Verschmutzung und Undurchsichtigkeit am Tacho können schlimmstenfalls zu einem Bußgeld führen.

Die Oberflächen des Cockpits und des Armaturenbretts können Sie mit einem feuchten Lappen abwischen. Das reicht meistens, um die Flächen von Dreck zu befreien. Aufbauten wie eine Dashcam-Halterung sollten Sie, falls möglich, abgebaut haben und die Anbringungsstellen gründlich reinigen. Achten Sie jedoch darauf, den Staub von allen beweglichen Schaltern und Reglern wegzuwischen. Ansonsten kann es passieren, dass angesammelter Staub aus dem Schalter rieselt, wenn er betätigt wird. In manchen Fällen können auch Schäden entstehen. Das Lenkrad kann einfach mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. Hier sollten Sie auf jede Art von Kraftanwendung oder Reinigungsmittel verzichten, da das Lenkrad für die Funktion des Airbags Sollbruchstellen hat und diese nicht beeinträchtigt werden sollten.

Eine weitere Maßnahme der Autoinnenreinigung im Cockpit, die die Sicherheit erhöht, ist die Reinigung der Gurte. Obwohl Gurte belastungs- und schmutzresistent sind, können sich, unter gewissen Umständen sandartige Partikel zwischen den Fasern der Gurte festsetzen und ihre Struktur langsam zerstören. Um zu überprüfen, ob solche Partikel auch in Ihrem Gurt sind, können Sie einfach das Gurtband in die Hand nehmen und einmal kurz in alle Richtungen biegen. Wenn Ihr Gurt gefährdet ist, werden Sie merken, wie sandartiger Dreck aus dem Gurt rieselt. Um dem vorzubeugen, können Sie ihre Gurte mit einer harten Bürste abbürsten. Da der Dreck meist von Sportgeräten, Kleidung oder anderen sandigen Gegenständen auf den Gurt übertragen wird, ist der Teil des Gurtbandes, der im angelegten Zustand sichtbar ist, meist am stärksten betroffen.

Sitze, Polster und Kopfstützen reinigen

Auch bei der Reinigung der Sitze gibt es kaum zwei gleiche Meinungen. Ob edle Ledersitze, sportliche Halbschalen oder doch einfach einen hübschen Bezug drüber? Schon allein die Auswahl quälte so manchen bei der Kaufentscheidung. Das liegt mitunter daran, dass an den Sitzen, in mehr als einer Hinsicht, großer Schaden verursacht werden kann, wenn Sie nicht die notwendige Sorgfalt walten lassen. Feuchtigkeit kann nicht nur eine Ursache für Schimmelbildung im Polster sein, sie kann auch Elektronik beschädigen, wie sie für Sitzheizungen oder elektrisch verstellbare Sitze verbaut wird. So besteht die Gefahr von Funktionsverlust oder gar ein Brandrisiko als Resultat der Autoinnenreinigung.

Ein weiterer Grund für die Vielzahl an Meinungen über die richtige Reinigung von Autositzen ist die Menge an Mitteln und Werkzeugen die dafür verwendet werden können. Wie beim Dachhimmel ist hier der Fachhändler der kompetente Ansprechpartner, um Schäden am Material zu vermeiden. Die Sitze und Polster leiden häufig am stärksten, da sie auch am stärksten beansprucht werden. Sie sind ständig menschlichem Schweiß und anderen Schmutzquellen ausgeliefert und haben von allen Teilen im Auto die Innenreinigung meist am nötigsten. Besonders Fahrzeughalter mit Kindern oder Personen ,die oft lange Strecken am Stück fahren, sollten die Sitze regelmäßig reinigen, da sonst auch schneller strukturelle Schäden auftreten können.

Die erste Möglichkeit die Reinigung der Sitze in Angriff zu nehmen, stellt wie so oft der feuchte Lappen dar. So lassen sich oberflächliche Verschmutzungen ohne großen Aufwand entfernen. Jedoch kann es passieren, dass damit der Dreck nur weiter in das Material eingearbeitet wird und das Ergebnis schlechter ist als die Ausgangsituation.

Die zweite Möglichkeit ist der Einsatz eines Polsterreinigungsmittels, um die Autoinnenreinigung zu erleichtern. Sowohl herkömmliche Haushaltspolsterreiniger als auch spezielle Autopolsterreiniger sind geeignet, um die Sitze wieder in alter Pracht erstrahlen zu lassen. Die meisten Reiniger funktionieren nach ein und demselben Prinzip: auftragen, einwirken lassen und dann absaugen oder abbürsten. Die chemischen Bestandteile des Reinigers lösen den Dreck und binden ihn an leicht bewegliche Flocken, die dann einfach entfernt werden können. Trotzdem sollten Sie vorher die Anwendungshinweise lesen, um eventuelle Besonderheiten nicht zu übersehen.

Die dritte Möglichkeit ist auch hier der Einsatz eines Nasssaugers. Hier ist die gleiche Vorsicht walten zu lassen wie beim Einsatz am Dachhimmel. Zu viel Wasser kann Schimmel oder Schäden an der Elektronik verursachen. Außerdem sollte bei sperrigen Modellen auch darauf geachtet werden, dass nicht durch Unachtsamkeit Schäden an der Verkleidung entstehen.

Kopfstützen sind eine besondere Herausforderung für die Autoinnenreinigung. Hier sammeln sich sowohl Haarfett als auch Haarpflegeprodukte, die ganze Zeit über. Auch hier können die oben erwähnten Reinigungstipps angewendet werden. Kopfstützen sind jedoch im Gegensatz zu den Sitzen meistens leicht abnehmbar und können so leichter zuerst gereinigt und anschließend getrocknet werden.

Die gesamte Reinigung der Sitze wird um Vieles einfacher, wenn die Sitze mit Bezügen überzogen sind, die im Zweifelsfall in der Waschmaschine gereinigt werden können. Manchmal jedoch kann eine Verschmutzung nicht mehr entfernt werden. Hartnäckige Gerüche, wie der Geruch eines Hundes, kann manchmal nur noch ein Spezialist entfernen.

Der Fußraum

Nachdem ein Großteil des Drecks nun im Fußraum liegen sollte, wird es Zeit den herkömmlichen Staubsauger an den Start zu bringen. Auch hierbei ist als erstes an die Sicherheit zu denken. So ist es ratsam, keinen Sauger mit sperrigem Saugrohr zu verwenden, da die Gefahr Schäden zu verursachen dann noch einmal höher ist. Versehentliches schlagen gegen Sitze, Dachhimmel, Armaturen, Scheiben und Hutablage kann mit einem sperrigen Rohr aus Metall schnell zu Löchern führen, die den Wert des Fahrzeugs erheblich beeinträchtigen können. Außerdem sollte darauf geachtet werden, den Sauger an sich nicht ins Auto zu stellen. Es kommt vor, dass die Staubfilter an den Saugern nicht optimal funktionieren und so würde der feinere Staub einfach wieder in den Fahrerraum geblasen und die gesamte bisherige Autoinnenreinigung sinnlos machen.

Ist alles vorbereitet, kann damit anfangen werden, den Innenraum gründlich auszusaugen. Kanten und Rillen sind dabei besonders zu beachten, da sich hier häufig viel Dreck ansammelt. Die Ritzen der Polster sind auch gern Lagerstatt für große Mengen Staub und Sand.

An dieser Stelle sollte der Sauger auch mal an die Gurtschlösser gehalten werden. So wird Dreck entfernt, der ansonsten mit jeder Schließung des Gurtes tiefer in den Mechanismus geraten wäre und die Funktionalität beeinträchtigen kann.

Die letzten Schritte der Fahrzeuginnenreinigung

Nach der Reinigung kann das Auto im Innenraum wieder mit allen wichtigen Bestandteilen bestückt werden.

Nach der Reinigung kann das Auto im Innenraum wieder mit allen wichtigen Bestandteilen bestückt werden.

Nachdem der Innenraum von Dreck befreit ist und der Staubsauger dort seinen Dienst verrichtet hat, kann der Kofferraum ausgesaugt werden. Entfernen Sie auch die abnehmbaren Teile der Verkleidung und räumen Sie den Erste-Hilfe-Kasten, das Warndreieck und das Reserverad aus dem Kofferraum und saugen die oftmals verborgen liegenden Fächer gründlich aus. Je nach Beschaffenheit der Fächer können Sie für eine vollständige Autoinnenreinigung die Fächer und ihren Inhalt auch noch feucht abwischen. Vergessen Sie auf keinen Fall, den Erste-Hilfe-Kasten, das Warndreieck und das Reserverad wieder sicher zu verstauen.

Als letzten Schritt, können Sie das Auto noch von unangenehmen Gerüchen reinigen. Nachdem alle möglichen Ursachen entfernt sind, kann eine Untertasse mit Kaffee die meisten Gerüche neutralisieren. Diese kann einfach über Nacht auf die Rückbank gestellt werden. Sollte ein unangenehmer Geruch aus der Lüftung kommen, kann das ein Hinweis auf eine defekte Lüftung oder Klimaanlage sein. In diesem Fall sollten Sie darüber nachdenken, den Wagen in die Werkstatt zu bringen. Hat der Geruch keine technischen Ursachen und verschwindet trotzdem nicht, kann ein Lufterfrischer Abhilfe schaffen.

Die professionelle Autoaufbereitung

Im Innenraum gibt es viel zu beachten und viel kann schiefgehen. Daher ist es manchmal einfacher einen Fachmann zu beauftragen. So bekommt das Auto dann eine professionelle Behandlung. Dem Auto bringt eine Innenraumreinigung einige Vorteile. So kann der Profi schnell und ohne viel Aufwand das richtige Reinigungsmittel wählen und hat das dann auch zur Hand. Außerdem ist er, falls doch etwas schiefgehen sollte, versichert und haftet für den Schaden.

Was kostet eine professionelle Autoinnenreinigung?

Der Preis einer professionellen Reinigung hängt in erster Linie vom Model des Fahrzeugs ab. Es gilt, je größer das Auto ist und umso edler sich der Innenraum gestaltet, desto teurer wird die Autoaufbereitung. In der Regel bewegt sich der Preis zwischen 40 und 70 Euro für die Grundaufbereitung, kann aber in der Luxus-Variante bei bis zu 120 Euro liegen.

Checkliste: KfZ Innenraumreinigung

Hier können Sie eine Checkliste, die Sie für die eigene Reinigung verwenden können,downloaden.

ArbeitsschrittCheck
Innenraum leeren
bewegliche Teile wie Sonnenblendentaschen, Deko, etc. abnehmen
Aschenbecher leeren und auswaschen
Auto anlassen, Lüftung auf Geruch prüfen
Überblick verschaffen, Lampen beachten
Dachhimmel reinigen
Fenster abwischen
Armaturen abwischen
Lenkrad abwischen
Gurte abbürsten
Sitze und Bezüge reinigen
Staubsaugen zwischen den Polstern und im Fußraum
Kofferraum reinigen


Gerne können Sie diese Checkliste zum eigenen Gebrauch herunterladen. Im Folgenden finden Sie die Liste im PDF-Format zum Download:

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