Segway fahren: Alles zu den Mietbedingungen und dem nötigen Führerschein

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 18. Oktober 2019

Wandern auf Rädern

Wer einen Segway fahren möchte, findet heute viele Anlaufstellen.
Wer einen Segway fahren möchte, findet heute viele Anlaufstellen.

Elektronische Geräte bestimmen immer mehr unseren Alltag und bieten uns Komfort, von dem ältere Generationen nur träumen konnten. Doch gibt es Bereiche, wie den Straßenverkehr, in denen solche Gerätschaften noch ein ungewohnter Anblick sind.

Wenn sie dann plötzlich vermehrt auftreten, sorgt das für Aufsehen. So ist es auch beim Segway geschehen. Der elektronische Personal Transporter, der früher noch als Human Transporter bekannt war, ist aus dem Bild vieler Großstädte nicht mehr weg zu denken.

Einen Segway mieten und Touren an interessanten Orten erleben, das geht heute nahezu in jeder deutschen Großstadt. Doch was macht das Gerät eigentlich aus und wie genau funktioniert ein Segway? Die Redaktion von bussgeldkatalog.org hat in diesem Ratgeber die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

FAQ: Segway fahren

Was ist ein Segway?

Bei einem Segway handelt es sich im ein elektrische Geräte, das aus einer Trittflache mit 2 Rädern und einer Lenkstange besteht. Wie das Geräte gefahren wird, erläutern wir hier.

Wo darf ein Segway gefahren werden?

Mit einem Segway sind Radwege oder die Straße zu nutzen. Auf dem Gehweg ist das Fahren nicht erlaubt

Sind Führerschein und Versicherung beim Segway Pflicht?

Ein Führerschein ist nicht mehr Pflicht, eine Haftpflichtversicherung muss jedoch vorhanden sein.

Segway-Roller werden seit Dezember 2001 von dem US-amerikanischen Unternehmen SEGWAY Inc. in New Hampshire gebaut. In Deutschland wird für gewöhnlich angeboten, Segways zu mieten und dann eine begrenze Zeit damit umherzufahren. Die genauen technischen Vorgänge, die das ermöglichen, werden im nächsten Abschnitt ausführlich beleuchtet.

Mit dem Segway fahren – so funktioniert es!

Auf die Grundlagen heruntergebrochen besteht ein Segway aus einer Trittfläche, zwei Rädern, die diese einschließen, und einer Lenkstange. Letztere benutzt der Fahrer zum Festhalten und zum Manövrieren. Per Einzelradantrieb werden die Räder durch einen separaten Elektormotor angetrieben. Eine Segwaytour zeigt, dass das Fahrzeug im Kurvenverhalten einem Kettenfahrzeug gleicht, dadurch dass die Räder unterschiedliche Drehzahlen aufweisen.

Mit einem Segway zu fahren, ohne ein besonders beeindruckendes Detail zu bemerken, ist kaum möglich: Durch eine elektronische Antriebsregelung hält das Gefährt eigenständig das Gleichgewicht. Die Fahrtrichtung wird dadurch bestimmt, dass sich der Fahrer in eine bestimmte Richtung lehnt. Die Neigungssensoren des Geräts registrieren die Bewegung und sorgen dafür, dass der Schwerpunkt der Räder immer unter dem Fahrer verbleibt und auf diese Weise die Balance nicht gestört wird.

Zusammenfassung: Mit dem Segway zu fahren, funktioniert ausschließlich über Gewichtsverlagerung, sonstige Eingabemöglichkeiten zum Bremsen und Beschleunigen gibt es nicht. Diese intuitive Steuerung soll dem aufrechten Gang des Menschen entsprechen. Der Unterschied ist, dass hier Räder anstelle von Füßen unter dem Körperschwerpunkt stehen.

Im Folgenden sind die technischen Eckdaten der Segway-Fahrzeuge aufgelistet:

  • Geschwindigkeit: Ein Segway hat eine maximale Geschwindigkeit von etwa 20 km/h. Dabei wird das Gleichgewicht selbst im Stillstand gehalten. Eine eingebaute Begrenzung (Speed Limiter) sorgt dafür, dass die Höchstgeschwindigkeit auch bergab nie überschritten wird.
  • Wendekreis: Das Gerät kann sich auf der Stelle drehen.
  • Gewicht: Je nach Modell bringt ein Segway zwischen 47,7 und 54,4 kg auf die Waage.
  • Transportgewicht: Segways stemmen zwischen 45 und 118 kg.
  • Ladedauer: Leere Akkus laden etwa acht bis zehn Stunden an normalen Steckdosen.
  • Nutzbremse: Mit dem Segway zu fahren, >läd den Akku automatisch wieder auf, wenn es bergab geht.

Einen Segway-Verleih gibt es heute nahezu überall. Aber das war nicht immer so. Lange Zeit sträubte sich der Gesetzgeber gegen die Zulassung der elektronischen Mobilitätshilfen.

Die Gesetzeslage und die Segway-Zulassung

Um einen Segway zu fahren, braucht es keine Vorerfahrung. Das Manövrieren durch die Stadt ist sehr intuitiv und anfängerfreundlich.
Um einen Segway zu fahren, braucht es keine Vorerfahrung. Das Manövrieren durch die Stadt ist sehr intuitiv und anfängerfreundlich.

Einen Segway zu leihen, war nicht immer so einfach, wie es heute der Fall ist. Das Gerät musste ein langwieriges Zulassungsverfahren durchstehen, bis es offiziell im deutschen Straßenverkehr verwendet wurden durfte. Am 25. Juli 2009 war es dann soweit. Seitdem dürfen Menschen in Deutschland auf Radwegen und Straßen (wenn keine Radwege vorhanden sind) Segway fahren.

Namentlich gibt es keinen Segway-Führerschein. Bis vor Kurzem galt die formale Voraussetzung, dass sowohl ein Mofa-Führerschein (oder alle Klassen, die Mofas bis 25 km/h miteinschließen) als auch eine Haftpflichtversicherung mit Versicherungskennzeichen vorhanden sein muss. Ein Führerschein ist nun allerdings nicht mehr Pflicht.

Dadurch klärt sich auch die Frage: „Ab wann darf man Segway fahren?“ Die entsprechende Prüfbescheinigung kann schon mit 15 Jahren erlangt werden.

Merke: Einen Segway zu fahren, erfordert einen Führerschein, der die Fahrerlaubnis für ein Mofa mit maximal 25 km/h abdeckt.

Nach vielen Jahren der Debatte wurde für Segways schließlich eine eigene Fahrzeugklasse geschaffen. Sie läuft unter dem Namen „elektronische Mobilitätshilfe“. In der Mobilitätshilfenverordnung (MobHV) werden die gesetzlichen Regelungen diesbezüglich festgehalten.

Wollen Sie mit dem Segway fahren, sind das die wichtigsten Straßenverkehrsregeln im Detail:

  • Die Straßenverkehrsordnung ist anzuwenden.
  • Ein batteriebetriebenes Licht und eine Klingel müssen vorhanden sein.
  • Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Radwegfurten und Radwege sind zum Befahren mit einem Segway freigegeben. Ist keine dieser Fahrbahnen vorhanden, darf die Straße benutzt werden.
  • Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sind verboten.
  • Erlaubt sind auch Gemeindestraßen und Feldwirtschaftswege, wenn Radwege fehlen.
  • Es gilt das Rechtsfahrgebot.
  • Richtungsänderungen müssen durch Handzeichen deutlich gemacht werden.
  • Fußgänger haben auf Radwegen Vorrang. Radfahrer müssen die Möglichkeit zum Überholen haben.
  • Ein Segway darf nicht breiter als 70cm sein.

Die Einsatzgebiete

"Wie schnell fährt ein Segway?" In der Regel werden 20 km/h nicht überschritten.
“Wie schnell fährt ein Segway?” In der Regel werden 20 km/h nicht überschritten.

Wer an Segways denkt, stellt sich automatisch eine Tour durch schöne Gegenden, eine Segway-Stadtführung durch die Altstadt und die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten vor. Doch die Gleichgewichts-Meister werden nicht nur von Touristen zum Entdecken und Erkunden eingesetzt.

So setzen offizielle Stellen Segways auch als Patrouillenfahrzeug ein. Auch Sicherheitsfirmen, Wachdienste und Polizeidienststellen, die Segway fahren, profitieren von seiner Wendigkeit und Flexibilität.

Selbst Rettungsdienste, wie das Rote Kreuz, setzen Segways im Dienst ein.

Die Segway-Technik wird auch verstärkt in Behindertenfahrzeugen genutzt. So bietet ein Segway-Rollstuhl einen besonderen Komfort in Bezug auf ergonomische Sitzhaltung und Mobilität.

Damit können auch betroffene Menschen, die sich im Anfangsstadium einer stark einschränkenden Krankheit befinden, noch viele Freiheiten genießen. Wer einen Rollstuhl mit Segway-Technik fahren bzw. erwerben möchte, muss jedoch tief in die Tasche greifen. Selbst gebrauchte Exemplare in guter Verfassung kosten 5000 Euro oder mehr.

Schon gewusst? Selbst im Funsport-Bereich kommen Segways zum Einsatz. Es gibt richtige Segway-Parcours, auf denen das Fahrgeschick getestet werden kann. Sogar Segway-Polo-Turniere werden abgehalten.

Häufige Fragen zu Segways

Wer einen Segway ausleihen möchte, findet dafür viele Anlaufstellen. Gerade in einer Touristenstadt ist es sozusagen garantiert, dass ein Veranstalter eine Segway-Stadtführung anbietet. Oft werden dazu auch Guides gestellt. Das sind Stadtführer, die während der Tour eine begleitende und informierende Rolle einnehmen. Doch oft treten im Vorfeld der Segway-Vermietung einige Fragen auf.

Segway-Touren gibt es vor allem in Touristen-Hochburgen wie London.
Segway-Touren gibt es vor allem in Touristen-Hochburgen wie London.

Die häufigsten Fragen werden nachfolgendend beantwortet:

Ist es nötig, den Umgang mit dem Segway erst zu lernen?

Durch die Neigungssensoren und die Lenksteuerung erscheint es sehr intuitiv und anfängerfreundlich, einen Segway zu fahren. Zudem sorgt das Gerät selbst für sein Gleichgewicht, was es Anfängern noch leichter macht.

Ein entsprechend gültiger Führerschein, wie oben beschrieben, ist aber vonnöten.

Wie weit kann ein Segway fahren?

Die Lithium-Ionen-Akkus stemmen bis zu 38 km. Dieser Wert wird von mehreren Faktoren beeinflusst, beispielsweise Steigungen, Fahrweise, Reifendruck, Untergrund und Wetterbedingungen.

Ist es auch möglich, bei Regen Segway zu fahren?

Der Personen-Transporter funktioniert auch bei nassem Wetter. Dabei muss nur darauf geachtet werden, dass rutschiger Untergrund gefährlich sein kann. Auch sollte angemerkt werden, dass Segways nicht dafür gebaut wurden, einen Tauchgang unter Wasser zu überstehen.

Wie teuer ist es, einen Segway zu kaufen?

Segways gehen für mehrere Tausend Euro über den Ladentisch. Dafür bieten viele Shops, auch online, von vornherein Ratenzahlungen an. Wegen dem hohen Preis legen die meisten den Fokus auf das Segwayfahren auf Miete.

Mieten Sie noch heute einen Segway und erleben Sie eine unvergessliche Tour in einer Stadt in Ihrer Nähe.

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